Forum: Wirtschaft
Neues Gutachten: Bundestags-Experten warnen vor Mindestlohn-Ausnahmen
DPA

Gegenwind für die Union: Studenten oder Rentner dürfen nicht einfach vom geplanten flächendeckenden Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro ausgenommen werden. Dieses Fazit zieht laut einem Zeitungsbericht der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags. Offenbar gibt es verfassungsrechtliche Bedenken.

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u.loose 20.01.2014, 09:11
1. Aus verfassungsrechtlicher Sicht

könnte das sogar stimmen... Ergebnis - es wird erheblich mehr Arbeitslose geben als gedacht...

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ketzer2000 20.01.2014, 09:19
2. Unsinnig

Zitat von sysop
Gegenwind für die Union: Studenten oder Rentner dürfen nicht einfach vom geplanten flächendeckenden Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro ausgenommen werden. Dieses Fazit zieht laut einem Zeitungsbericht der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags. Offenbar gibt es verfassungsrechtliche Bedenken.
Schon ein Widerspruch in sich - bundesweiter Mindestlohn mit Ausnahmen. Abgesehen mal von den 8,50 €, die wirklich eine untere Grenze darstellt, machen Ausnahmen keinen Sinn, denn die Erfahrung zeigt, dass die Abzocker-Kapitalisten genau wieder in jede Ausnahme hineinstoßen, die irgendwo aufgemacht wir.

Und wenn man den Quatsch mit "8,50 € nicht für 400€ Jobber" hört, dann kann ich bei der Begründung - ist ja nur ein Zuverdienst - gleich das Kotzen anfangen.

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ketzer2000 20.01.2014, 09:22
3. Quatsch

Zitat von u.loose
könnte das sogar stimmen... Ergebnis - es wird erheblich mehr Arbeitslose geben als gedacht...
Es werden doch so viele Fachkräfte gesucht und außerdem haben wir die höchste Beschäftigungsquote "ever".

Viele Tarifverträge sehen bereits heute midestens 8,50 € vor, ohne dass es dem Umsatz und Gewinn irgendeinen Abbruch getan hätte!

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Meconopsis 20.01.2014, 09:24
4. Korrekt

Studenten und Rentner sind keine Menschen 2. Klasse. Geschäftskonzepte, die nur dann aufgehen, wenn Löhne unter 8,50 Euro bezahlt werden... auf die kann Deutschland getrost verzichten.

Übrigens gibt es auch viele Arbeitgeber, die dieser Meinung sind und sich vor unlauterer Billigkonkurrenz schützen möchten. Auf das Geschwalle der Arbeitgeberfunktionäre, die mehrheitlich generell gegen Mindestlöhne sind, darf man nix geben. Die vertreten auch nur eine bestimmte Unternehmerklientel, aber bei weitem nicht alle Unternehmer.

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bbj 20.01.2014, 09:25
5. optional

"...Jugendliche sollten mit der Aussicht auf eine Entlohnung nach Mindestlohn nicht verleitet werden, auf eine Berufsausbildung zu verzichten."

HÄ? Für 8,50 verzichtet jemand auf seine Berufsausbildung?
HÄ?
Die sollen einfach nicht mehr als ein gelernter im gleichen Job verdienen. Wenn, dann bitte ehrlich.

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Hilfskraft 20.01.2014, 09:27
6. offensichtlich ...

... hat man immer noch keine Ahnung, was man will, was man kann und was überhaupt erlaubt ist.
Es sind wieder die gleichen Ahnungslosen am Werke, wie vorher.

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kkningbo 20.01.2014, 09:34
7. Bundeswehr (freiwilliger Wehrdienst)

Mein Sohn ist momentan freiwilliger Wehrdienstleistender bei der BW und in der Grundausbildung.
Wenn ich mir vorstelle, dass eine Ausnahme bei der BW auch eine Ungleichbehandlung wäre und sich die Dienstzeiten während der Grundausbildung (erste 3 Monate) auf täglich 14h summieren, dann errechne ich einen Sold von ca. 2500 Euro im Monat. Das entspräche dem 3fachen des momentanen Solds.
Das dürfte dann dazu führen, dass die BW entweder kein Nachwuchsproblem mehr hat, dass ma sich den freiwilligen Wehrdienst nicht mehr leisten kann oder das die jungen Rekruten (endlich) pünktlich Feierabend machen können/müssen. Teuer wird das in jedem Fall.
Ferner bin ich gespannt, ob der Bund den Lackmustest besteht und für sich nicht eine Sonderregel schafft.

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christophe_le_corsaire 20.01.2014, 09:34
8. Arbeit zu Dumpingpreisen

Zitat von u.loose
könnte das sogar stimmen... Ergebnis - es wird erheblich mehr Arbeitslose geben als gedacht...
Für die Allgemeinheit kaum ein Unterschied, ausser evtl. etwas mehr sozialer Frieden und ein Ankurbeln des Binnenmarktes: Ob wir jetzt Lohndumper über Aufstockung derer Arbeitnehmer indirekt subventionieren oder aber ein paar 100.000 ALG1/2 Empfänger mehr haben, weil die Lohndumper ihre Drecksbuden dicht machen müssen - am Ende zahlen wir. Mir ist die Mindestlohn-Variante lieber, alleine um den Lonhdumpersumpf auszutrocknen...

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Neinsowas 20.01.2014, 09:39
9. umdenken!

1 Stunde ARBEITEN in D ist nicht unter 8,50 E zu haben....Punkt.

Ob ein Praktikum "Arbeit" ist oder eher "Ausbildung in Praxis"? Man darf sich ausprobieren....Wer trägt die Verantwortung für ggf. Fehler?

Da meine ich, wäre eine pauschale Honorierung angemessen....(Unterkunft, Verpflegung, Fahrtkosten, Taschengeld), wobei ein Praktikum dann auch das Ausprobieren erlauben muss...(verschiedene Aspekte d.A, begleitete Arbeit, versuchsweise Eigenverantwortung i.d. Aufgabe...),

Wer ein Schein-Praktikum machen muss, indem er, wie ein normaler Arbeiter mithalten muss, ohne Reflexion, auf Leistung....der darf Anzeige erstatten!

Aber weshalb soll die ARBEIT eines Rentners in 1 Stunde weniger wert sein, als die anderer Leute? ---- Komische Ansichten!

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