Forum: Wirtschaft
Neues Konzept: Grüne fordern Grundsicherung für Kinder
Friso Gentsch/DPA

In Sachen Familienfreundlichkeit schneidet Deutschland im internationalen Vergleich recht gut ab. Die Grünen sehen aber noch Raum für Verbesserungen - mit einer Grundsicherung, speziell für die Jüngsten der Gesellschaft.

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fatherted98 13.06.2019, 08:05
1. und wer....

...bekommt die Grundsicherung?...die Kinder?....oder deren Eltern?
Ich lach mich schlapp....die ganze Kinder und Familienförderung ist ein einziger Witz und dient nur dazu das soziale Gefälle in Deutschland zu vertuschen.....zahlt ordentliche Löhne und keiner braucht mehr "Förderung" gleich welche Art. So vergesellschaftet man die Kosten die eigentlich die Wirtschaft tragen müsste. Viel Spaß dabei.

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isar56 13.06.2019, 08:39
2.

Zitat von fatherted98
...bekommt die Grundsicherung?...die Kinder?....oder deren Eltern? Ich lach mich schlapp....die ganze Kinder und Familienförderung ist ein einziger Witz und dient nur dazu das soziale Gefälle in Deutschland zu vertuschen.....zahlt ordentliche Löhne und keiner braucht mehr "Förderung" gleich welche Art. So vergesellschaftet man die Kosten die eigentlich die Wirtschaft tragen müsste. Viel Spaß dabei.
Absolute Zustimmung. Zudem stellt sich die Frage woher das Geld kommt. Ich bin seit Jahrzehnten in der Kinder-, Familien- und Jugendhilfe tätig, hauptberuflich. Dies Pfuscherei um ausreichende Versorgung von Kindern ist Bockmist. Macht endlich alles was mit Schule, Bildung, Förderung, Betreuung zu tun hat kostenfrei. Das wird teurer, kommt aber direkt bei den Kindern an. Wegen der paar Euro höherem Kindergeld, das von Hartz IV abgezogen wird sind tausende Mitarbeiter in Sozialbehörden tagelang beschäftigt. Neue Berechnungen und neue Bescheide müssen erstellt werden.Grün, schwarz, rot, gelb sind Jacke wie Hose.

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karlo1952 13.06.2019, 08:45
3. Wenn ich lese, mit welchen Beträgen

die Kinder und Eltern bereits jetzt alimentiert werden, frage ich mich, wozu noch eine Grundsicherung notwendig ist, oder soll sie die einzelnen Zahlungen ersetzen. Dann braucht man sie auch nicht. Zu den ganzen Zahlungen kommt ja auch noch die Besserstellung der Eltern durch die Steuerklasse. Ich würde sagen, das genügt.

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libero777 13.06.2019, 08:56
4. Jetzt ist alles klar

... warum gerade in einkommensschwachen Familien der Anteil an Kindern höher ist als in der Mittelschicht. Die Förderung und Unterstützung macht’s.
Das gehört dringend reformiert.
Zum einen darf bezweifelt werden, dass das für die Kinder gedachte Geld diesen auch tatsächlich zugute kommt, und zum anderen fördert dieses System geradezu, auch vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die Lustlosigkeit, auf eigenen Beinen stehen zu wollen. Nicht umsonst antwortet so mancher Jugendlicher aus dieser sozialen Schicht auf die Frage, was er später mal machen möchte, mit dem Satz „ich werde später mal harzen“.
Die Mittelschicht, die gerade do über maximalen Fördergrenzen liegt, schaut in die Röhre und kann sich keine Kinder „leisten“.
Und dann wundert man sich in dieser Republik und jammert mit Krokodilstränen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer und die Mittelschicht immer kleiner wird. Das ist nichts anderes als das Ergebnis einer verkorksten Sozialpolitik, die gut gemeint, aber das Gegenteil von gut ist.
Die finanzielle Grundsicherung ist nur ein weiterer Murks gleicher Couleur nur mit anderem Deckmantel. Wenn man wirklich den Kindern helfen will, finanziell nicht ausgegrenzt zu sein und sich trotzdem zu einem verantwortungsvollen, auf eigenen Beinen stehenden, d.h. Vom Sozialstaat möglichst unabhängigen Menschen zu entwickeln - und davon gehe ich aus, dass dieses das Ziel sein soll -und gesellschaftlicher Konsens ist -, dann ist eine direkte Form der Förderung erforderlich.
Dann wird auch do manchen „Familienclan“ zumindest ein Teil seiner Finanzierungsgrundlage entzogen.

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ruhepuls 13.06.2019, 08:56
5. Neues Geschäftsmodell "viele Kinder haben"...

Mal wieder ein typischer naiver Grünen-Vorschlag. Das Ergebnis wird sein, dass es eine ganze Menge Familien gibt, die viele Kinder haben - damit die Eltern gut leben können. So züchtet man das neue Prekariat...
Wer verwaltet und entscheidet denn über das "Geld der Kinder"? Die Eltern natürlich. Und wer kontrolliert, dass die das Geld für bessere Ausbildung usw. einsetzen - und nicht für Plasmafernseher und Urlaub?
Gerade die Kinder, denen man helfen will, werden am wenigsten davon haben - und die anderen brauchen das Geld nicht.
Weshalb glauben die Grünen eigentlich, dass der Staat alles, was bisher privat war, nun übernehmen soll. Wenn die Grünen so weiter machen, ist der Höhenflug bald beendet.

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ruhepuls 13.06.2019, 08:59
6. Die Kosten werden immer vergesellschaftet...

Zitat von fatherted98
...bekommt die Grundsicherung?...die Kinder?....oder deren Eltern? Ich lach mich schlapp....die ganze Kinder und Familienförderung ist ein einziger Witz und dient nur dazu das soziale Gefälle in Deutschland zu vertuschen.....zahlt ordentliche Löhne und keiner braucht mehr "Förderung" gleich welche Art. So vergesellschaftet man die Kosten die eigentlich die Wirtschaft tragen müsste. Viel Spaß dabei.
Wenn Sie die Löhne erhöhen, erhöhen Sie auch den Anreiz, Arbeit durch Methoden/Maschinen zu ersetzen. Und die Arbeitslosen sind dann wieder ein Fall für die Gesellschaft. Immerhin leben wir Deutschen auch davon, dass wir relativ günstig produzieren und verkaufen können.

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ruhepuls 13.06.2019, 09:14
7. Unabhängige Menschen als Staatsziel? Naiv...

Zitat von libero777
... warum gerade in einkommensschwachen Familien der Anteil an Kindern höher ist als in der Mittelschicht. Die Förderung und Unterstützung macht’s. Das gehört dringend reformiert. Zum einen darf bezweifelt werden, dass das für die Kinder gedachte Geld diesen auch tatsächlich zugute kommt, und zum anderen fördert dieses System geradezu, auch vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die Lustlosigkeit, auf eigenen Beinen stehen zu wollen. Nicht umsonst antwortet so mancher Jugendlicher aus dieser sozialen Schicht auf die Frage, was er später mal machen möchte, mit dem Satz „ich werde später mal harzen“. Die Mittelschicht, die gerade do über maximalen Fördergrenzen liegt, schaut in die Röhre und kann sich keine Kinder „leisten“. Und dann wundert man sich in dieser Republik und jammert mit Krokodilstränen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer und die Mittelschicht immer kleiner wird. Das ist nichts anderes als das Ergebnis einer verkorksten Sozialpolitik, die gut gemeint, aber das Gegenteil von gut ist. Die finanzielle Grundsicherung ist nur ein weiterer Murks gleicher Couleur nur mit anderem Deckmantel. Wenn man wirklich den Kindern helfen will, finanziell nicht ausgegrenzt zu sein und sich trotzdem zu einem verantwortungsvollen, auf eigenen Beinen stehenden, d.h. Vom Sozialstaat möglichst unabhängigen Menschen zu entwickeln - und davon gehe ich aus, dass dieses das Ziel sein soll -und gesellschaftlicher Konsens ist -, dann ist eine direkte Form der Förderung erforderlich. Dann wird auch do manchen „Familienclan“ zumindest ein Teil seiner Finanzierungsgrundlage entzogen.
Die wenigsten Politiker haben den "unabhängigen Menschen" als Ideal im Sinn. Denn der ist schlecht zu regieren, ist aufmüpfig und erlaubt sich sogar, eigene Entscheidungen zu treffen. Und die Grünen (und Linken) mögen das Private sowieso nicht, weil nur sie über das wahre Wissen verfügen, was gut und richtig ist.

Aber Sie haben natürlich recht: Es wächst immer das was man düngt und gießt. Je mehr Transferleistungen es gibt, desto mehr polarisiert sich die Gesellschaft in oben und unten. Unten wächst, weil die Mitte belastet wird - UND es unten sich auch einigermaßen leben lässt. Wenn mir nicht mehr viel mehr bleibt als einem Hartzer, warum soll ich dafür dann auch noch arbeiten?
Und oben wächst, weil man sich da vor den Übergriffen der Politik zu schützen weiß - und schlicht cleverer agiert als unsere Politiker und deren Beamte (Wer als Steuerprüfer was drauf hat, macht sich als Steuerberater selbständig...)

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rosinenzuechterin 13.06.2019, 09:16
8.

Zitat von fatherted98
...bekommt die Grundsicherung?...die Kinder?....oder deren Eltern? Ich lach mich schlapp....die ganze Kinder und Familienförderung ist ein einziger Witz und dient nur dazu das soziale Gefälle in Deutschland zu vertuschen.....zahlt ordentliche Löhne und keiner braucht mehr "Förderung" gleich welche Art. So vergesellschaftet man die Kosten die eigentlich die Wirtschaft tragen müsste. Viel Spaß dabei.
Aha. Und wer trägt die Kosten der "Wirtschaft"? Ist die "Wirtschaft" etwa eine Parallelexistenz zur Gesellschaft? Die Kindergrundsicherung ist sicher ein erster guter Schritt hin zu dem, was Sie fordern, sich aber wahrscheinlich nie ganz erreichen lässt. Noch besser wäre ein BGE, das auch für Kinder gezahlt wird. Wie ein Kleinkind selbst Geld bekommen, verwalten und ausgeben soll, müssten Sie auch noch erklären. Vielleicht setzen Sie sich besser erstmal mit dem Vorschlag intensiv auseinander, bevor Sie hier einen Schnellschuss posten, um der erste in der Liste der Kommentare zu sein!

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Indiana.Jones 13.06.2019, 10:04
9. Bargeld

Zitat von rosinenzuechterin
... Noch besser wäre ein BGE, das auch für Kinder gezahlt wird. Wie ein Kleinkind selbst Geld bekommen, verwalten und ausgeben soll, müssten Sie auch noch erklären. ...
Selbstverständlich kann ein Kleinkind das Geld nicht verwalten, aber in vielen Fällen sind auch Eltern dazu nicht in der Lage, zumindest nicht derart, wie sich der Gesetzgeber das eigentlich gedacht hat. Die Gefahr ist, dass die Mittel "falsch" verwendet werden.

Insofern ist meine Meinung, dass Bargeld hier nicht der richtige Weg ist.

Der Forist isar56 hat da Ansätze gegeben. Das Geld muss über Sach- und/oder Bezugswerte investiert werden. Kostenlose Kita, Mittagessen, (Schul)-Kleidung und was einem noch so einfällt.

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