Forum: Wirtschaft
Niedrige Inflation in den USA: Vom eigenen Erfolg überrollt
Brian Snyder/REUTERS

Die Vereinigten Staaten haben ein Problem: Der Arbeitsmarkt boomt, aber die Preise wollen einfach nicht steigen. Notenbanker rätseln, was zu tun ist. Denn die alten Mechanismen funktionieren nicht mehr.

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mazzeltov 16.07.2019, 18:11
70. Nun ja...

... Löhne steigen nun halt mal nicht von alleine... deshalb ein ganz simpler Alternativvorschlag zur Zinssenkung: Lohnerhöhungen!

Und das liegt sogar, abseits von allem "Tarifautonomie"-Blabla, in gewissem Umfang in staatlicher Hand und nennt sich: gesetzlicher Mindestlohn.

Kommt ein Ökonom natürlich nie drauf, war mir schon klar.

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spon-facebook-10000413196 16.07.2019, 18:13
71.

Wenn man hier lebt so wie ich, dann weiss man auch warum das so ist. Von der boomenden Wirtschaft profitieren nämlich nur die oberen 3 bis 5 Prozent. Der Rest stagniert. Zwar hat Trumps Steuerreform letztes Jahr etwas mehr Geld aufs Nettoeinkommen gebracht, das wurde aber dieses Jahr bei der Steuererklärung wieder abgezogen, weil viele Abschreibungen wegfielen. Viele Leute mussten heuer nachzahlen anstatt, wie das bei der Mittel- und Unterschicht bislang meist war, etwas zurück zu bekommen.

Das Ganze bedeutet dann eben dass trotz fast Vollbesschäftigung das Einkommen von wenigstens 95% nicht oder kaum gestiegen ist. Das drückt sich auch in absoluten Zahlen aus: Einer durschschnittlichen Lohnsteigerung von 3,1% stand eine Inflation von 2,5% gegenüber. Das ist dann Netto praktisch gar nichts.

Da sich Preise nach Angebot und Nachfrage richten, und die Nachfrage wegen der stagnierenden Löhne für die meisten nicht zugenommen hat, steigen dann eben auch die Preise nicht.

Die Börse boomt, aber nur wenige profitieren davon obwohl Trump das gerne und oft erwähnt, dass es ja allen so gut geht. Unterm Strich ist es aber eigentlich nur Wirtschaftspolitik für Reiche - und das war ja auch vor seiner Wahl schon abzusehen.

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mazzeltov 16.07.2019, 18:18
72. In der Tat

Zitat von muellerthomas
Spanien gehört seit Jahren zu den wachstumsstärksten Ländern Europas, erwirtschaftet Leistungsbilanzüberschüsse und die Arbeitslosenquote (ja, immer noch zu hoch) ist von der Spitze um fast zehn Prozentpunkte gefallen.
... die offizielle Jugendarbeitslosigkeit lag im Mai diesen Jahres nämlich nur noch bei bescheidenen 31,7 % (in Worten: einundreißig komma sieben Prozent). (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74795/umfrage/jugendarbeitslosigkeit-in-europa/)

Wenn das keine rosigen Zukunftsaussichten sind, wissen Sie auch nicht, was man denn noch wollen kann, nehme ich an?

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eckawol 16.07.2019, 18:26
73. Die Phillips-Kurve berücksichtigt nicht

das veränderte Konsumverhalten. Somit ist auch das Nachfrageverhalten nach Waren und Güter in den unterschiedlichsten Produktgruppen zeitversetzt, die Umsatzgeschwindigkeit also verändert. Das hat folglich auch Einfluß auf Preisgestaltung mit inflationären Zügen in den jeweiligen Produktgruppen .

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hoeffertobias 16.07.2019, 18:28
74. Lange geklärt...

... denn die Löhne können nur steigen, wenn die Produktivität steigt UND das gut Arbeitskraft knapp wird. Da die USA aber jedes Jahr Millionen Arbeitskräfte aus den heruntergewirtschafteten kommunistischen Staaten Lateinamerikas anzieht, wird das Gut Arbeitskraft eben nicht knapp. Ähnlich verhält es sich in DE, mit Ausnahme der höher qualifizierten Jobs. Nur dass wir so weiter machen, während die USA eine Lösung namens Trump haben. Es wird Zeit für einen europäischen Trump. Je schneller desto besser!

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duke_van_hudde 16.07.2019, 18:32
75. Sie reden leider Unfug

Zitat von muellerthomas
Selbst wenn man annimmt, dass die Quantitätsgleichung so stimmt: Das Geldmengenwachstum ist seit 2008 niedriger als in der Vergangenheit.
Wir reden hier von den USA. In der EU kann sieht das etwas anders aus.
Die Geldmenge M1 hat sich seit 2008 ungefähr verdreifacht. In den 25 Jahren davor ist quasi nichts passiert.
Die Fed definiert die Geldmenge als
"M1: Bargeldumlauf plus Sichtguthaben von Nichtbanken bei Kreditinstituten"
das ist aus meiner Sicht das was man in die Quantitätsgleichung einsetzen muss.
Wer meint das die Quanititätsgleichung nicht stimmen kann den ist eh nicht zu helfen.

Das ist ein rein logischer Zusammenhang.
Die einzige Frage die sich hier wirklich noch stellt ist wie sich die Umlaufgeschwindigkeit entwickelt hat. Dazu habe ich keine Zahlen, aber sollten in dne USA viele MEnschen ihr Bargeld unters Kopfkisssen legen, dann könnte es trotz steigender Geldmenge zur keiner Inflation kommen wenn die Gütermenge(und was sonstso gekauft wird mit dem Geld) gleich bleibt. Ich vermute aber das ein Teil der steigendne Aktien Anleihen undImmobilienkurse halt eine Assetpreisinflation sind die durch die steigende Geldmenge ausgelöst wurde die wir aber nicht in der Inflation der FED sehen.
Wie gesagt eine drastische Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit kann ich nicht ausschliessen, aber ich habe halt auch keine Hinweise dadrauf.
Wenn die Fed Inflation will dann kann sie ganz einfahc jedne US Bürger 1000 Dollar in die Hand drücken. Den dann hätten sicher 200 Mio Bürger 1000 Dollar die sie sofort in Konsum stecken würden.

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Ökofred 16.07.2019, 18:38
76. durchaus

Zitat von mazzeltov
... die offizielle Jugendarbeitslosigkeit lag im Mai diesen Jahres nämlich nur noch bei bescheidenen 31,7 % (in Worten: einundreißig komma sieben Prozent). (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74795/umfrage/jugendarbeitslosigkeit-in-europa/) Wenn das keine rosigen Zukunftsaussichten sind, wissen Sie auch nicht, was man denn noch wollen kann, nehme ich an?
Wenn man berücksichtigt, das die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien 2012 bei 53% finde ich das rosig.
Übrigens war sie auch schon vor der Finanzkrise hoch, über 20%, da das eher ein spanisches Strukturproblem ist, kein europ. Wirtschaftsproblem.

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womau1962 16.07.2019, 19:22
77. Sorry

Zitat von cvdheyden
Es ist typisch: Statt der Sache auf den Grund zu gehen, wird rumprobiert, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass die Weltwirtschaft nicht mehr so funktioniert wie früher. Es gibt genügen Leute, die dringend geraten haben, das Ganze zu Reformieren. Sonst kommt der (schon in der Vergangenheit zu beobachtende) Mechanismus, erst eine Deflation gefolgt von einer Inflation (stark), die bestimmt Bereiche der Wirtschaft wanken lassen. Und das alles vor dem Hintergrund, dass die Notenbanken immer wieder naiver Weise glauben, sie hätten unendliche Feuerkraft! Ich vestehe nicht, warum der dummer Mensch aus der Vergangenheit nicht lernt, sondern wie der Ochse vorm Berg steht und die Mundwinkel sinken lässt.
Sorry aber selten so einen wirren und inhaltslosen Kommentar gelesen. Die Qualität ihrer Aussagen korreliert mit der Anzahl ihrer Rechtschreibfehler, unbedingt üben. Und zum Thema Wirtschaft mal den Gabler lesen, soll weiterhelfen und bilden.

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memyselfeandi 16.07.2019, 19:48
78. Inflation

Natürlich gibt es eine Inflation allerdings wohl eher bei Vermögenswerten. Hier kann ich das Buch „Inflation die ersten 2000 Jahre“ empfehlen.

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delta120 16.07.2019, 20:06
79. Niedriglöhne sind die Lösung

Die Leute arbeiten für kleines Geld. Schlussendlich fehlt bei den unteren 50% das Geld, welches eine Inflation auslösen könnte. Der Internet Versand hat viele stationäre Reseller ruiniert.

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