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Niedrige Renten: So schützen Sie sich am besten vor Altersarmut
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Was bleibt von der Rente? Für viele Menschen nicht viel. Gerade Geringverdienern und Teilzeitbeschäftigen droht die Altersarmut. Private Vorsorge kann helfen - doch auch dabei lauern Fallstricke.

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Menschundrecht 23.04.2016, 13:00
90. Sozialverträglich soll es sein

Herr Tenhagen, auch wie sich in Deutschland am besten vor Altersarmut geschützt werden kann, das ist schon lange, lange geklärt.

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spon-facebook-10000100023 23.04.2016, 13:01
91. Nur 1 Tipp:

raus aus dem Hamsterrad. Es lohnt sich nicht! Schränkt euch ein und geniesst die Freizeit.

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supergrobi123 23.04.2016, 13:03
92.

Zitat von MathiasPohl
Kurz gesagt: Von 100 EUR sollen möglichst viele Euro im Sparstrumpf landen - ich wittere eine Binse! Fortsetzung...
Witzig!
Meine Bank nimmt 0,25%, min. 9,90 Euro pro Wertpapiertransaktion.
im Idealfall landen von 100 Euro also 99,75 im Sparstrumpf.
Selbst bei niedrigeren Orders, z.B. 1000 Euro, bei denen die 9,90 Euro Mindestgebühr "weh tun", landen 99,01 Euro von jedem Hunderter im Sparstrumpf.
Das ist mal eine Binse, was?
Wissen Sie, was MICH mal wirklich interessieren würde? Eine Frage, die Sie als Finanz und Versicherungsmakler doch sicherlich leicht beantworten können: Wenn ich bei Ihnen eine Riesterrente abschließe, wieviele Euro von meinen 100 landen denn dann in IHREM Sparstrumpf?

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herrenschirm 23.04.2016, 13:03
93. Subvention für die Wirtschaft

Prekäre Beschäftigungen sind nichts anderes als die Wirtschaft auf Kosten der Gemeinschaft subventioniert.
Die Unternehmen machen satte Gewinne während der Arbeitsphase des Arbeitnehmers und lassen in der Rentenphase dann den Staat zuzahlen.
Dazu gibt es für mich nur zwei Lösungen: Entweder den MIndestlohn soweit anheben, dass die Rente über dem Existenzminimum liegt oder die Wirtschaft zahlt die Differenz zwischen Rente und Existenzminimum.
Dass der Steuerzahler das übernehmen soll, ist überhaupt nicht einzusehen.

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Paul-Merlin 23.04.2016, 13:07
94. Unterstützung durch den Arbeitgeber bei der

betrieblichen Altersversorgung ist ein Glück, aber leider nicht die Regel. Abgesehen davon, dass der Staat die betriebliche AV bestraft, weil bei Rentenbezug der Rentner sowohl den Arbeitnehmerbeitrag als auch der Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung voll tragen muss und die Rente selbstverständlich auch versteuert werden muss. Was mancher zudem nicht bedenkt. In der Ansparphase sinkt durch den Vorwegabzug der Beiträge zwar die Sozialversicherungs- und Steuerlast, aber auch die Bemessungsgrundlage für die künftige BfA-Rente. Gewinner ist dagegen in jedem Fall der Arbeitgeber, dessen Sozialversicherungsanteil ebenfalls sinkt. Er spart dauerhaft wirklich Geld, nicht nur wie der Arbeitnehmer nur temporär, weil die Betriebsrente sozialversicherungspflichtig (doppelter Beitrag!) und steuerpflichtig ist.

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gustavsche 23.04.2016, 13:07
95.

Zitat von klumpescheel
Ich verstehe nicht, warum alle über Riester herziehen. Ich zahle seit etwa 10 Jahren etwa 120 € im Monat ein für eine Lebensversicherung und habe etwa 125 € als Auszahlung in drei Jahren mit 65 Jahren garantiert. Zum einen hilft mir diese Summe, den Übergang zur Rente unmerklich zu machen (ich bin im Vorruhestand mit schon jetzt gesenkten Einkommen), zum anderen hoffe ich doch, älter als 78 Jahre zu werden. Wenn ich 92 Jahre alt werden sollte wie mein Vater, der noch lebt, wäre klar, wer hier profitiert hat. Ist eben eine Wette auf Lebenszeit, aber auch wenn ich morgen den Löffel abgeben sollte, bekommt mein Frau eine hübsche Summe heraus. Die Sache rechnet sich also. Ich bedauere nur die im wahrsten und übertragenen Sinne armen Menschen, die sich die Zahlung von 120 € jeden Monat nicht leisten können. Altervorsorge in unserem Lande ist etwas für Menschen, die sowieso schon finanziell ganz gut versorgt sind. Bei den Einkommensschwachen, die Vorsorge eigentlich am nötigsten hätten, läuft nichts. Das ist gesellschaftlich bedenklich und für den/die Betroffene/n eine Katastrophe.
Naja, ich weiß nicht, ob das gut ist.

Hätten Sie thesaurierendes Aktiensparen betrieben, hätte Sie zum Renteneintritt 26192 €, wenn man 5 % Rendite pro Jahr (Kursgewinn + Dividende) annimmt. 5 % ist bei Aktien eher schlecht. Wir hatten aber auch eine Krise in der Zwischenzeit. Ich rechne typischerweise mit 8 % p.a.; dann hätte man sogar 32278 €. Ich habe mit 13 Jahren Sparvorgang gerechnet.

Vier Prozent Dividendenrendite ist typisch. 4 % von 26192 € sind 1047 €, also 87 € pro Monat. 4 % von 32278 € 1291 € pro Jahr bzw. 107 €. Nun sind das weniger als Ihre 125 €. Aber die Dividenden sind ja nicht substanzverzehrend und am Ende vererbt man das Aktiendepot. Man kann aber auch an die Substanz des Depots gehen und mehr als die 125 € pro Jahr rausholen.

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benny_na_lievo 23.04.2016, 13:12
96.

Statt mit Steuergeldern Finanzdienstleister und Versicherungen zu finanzieren, könnte man diese Gelder auch genauso gut in die staatliche Umlagerente stecken. Die gesetzliche Rente muss nämlich längst nicht so mager ausfallen, wie das von der rot-grünen Regierung unter Schröder künstlich hergestellt wurde. Auch der Wert kapitalgedeckter Renten ist später von der Produktivität der dann aktiven Erwerbsbevölkerung abhängig. Nur, dass an diesen Renten noch die Versicherungen verdienen wollen.

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Paul-Merlin 23.04.2016, 13:20
97. @ gustavsche , Beitrag 12

Es ist ja schön für Sie, dass Sie bereits reichlich fürs Alter vorsorgen konnten. Jemand der wenig verdient, womöglich noch Kinder hat, kann dies schlichtweg nicht. Da läuft es nämlich darauf hinaus, heute nichts auf dem Tisch zu haben, den Kindern den Sportverein oder die Musikschule nicht finanzieren zu können, beim Schulausflug abzusagen zu müssen, um alternativ ein paar Euro zurücklegen zu können. Keine wirkliche Alternative. Und auch Sie könnten in Ihrer Euphorie schiefliegen. Selbst bei einem scheinbar erfolgreichen Businessman läuft es manchmal anders als geplant. Ein Schlaganfall mit 40, der Einzug ins teure Pflegeheim, da freut sich nur noch das Sozialamt über ihr prall gefülltes Depot.

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supergrobi123 23.04.2016, 13:22
98.

Zitat von bauklotzstauner
Da fehlt aber noch eine nicht ganz unwichtige Information: Der VERDIENST des Ehepaares Koch! Worum wollen wir wetten, daß es ein erheblich ÜBERdurchschnittlicher war? Ganz zu schweigen davon, daß die einfach das Glück hatten, in einer Hochzeit der Kapitalmärkte "zu investieren". Davon ab.... sollte auch Ihnen klar sein, daß jetzt ANDERE für den Lebensstil dieses Paares schuften, und deren Kapitalerträge erarbeiten müssen, ohne selbst etwas davon zu haben. Ich sag lieber nicht, was ich davon halte...
Laut Herrn Koch hatten die beiden anfangs ein gemeinsames Gehalt von 2.500 DM (nochmal zum mitlesen: Deutsche Mark. Gemeinsam).
Und beide machen auch nicht den Eindruck, im puren Luxus zu schwelgen.
Für weitere Infos richten Sie sich bitte direkt an Ehepaar Koch. Die haben 'ne Website, vielleicht können Sie Kontakt aufnehmen.
Was Ihre merkwürdigen Vermutungen von irgendwelchen "Hochzeiten der Kapitalmärkte" angeht, kann ich nur schmunzelnd mit dem Kopf schütteln.
Familie Koch hat sämtliche ach so schlimmen Krisen mitgemacht. 9/11, Immobilienkrise, Bankenkrise, Eurokrise, Griechenladkrise. Den ganzen Käse. Und es geht ihnen prächtig! So wie jedem, der langfristig in Aktien investiert, ohne sich von Angstmachern wie Ihnen kleinkriegen zu lassen.
Und dass die Eigentümer an den Gewinnen ihres Unternehmens partizipiert, ist schon seit Menschengedenken so. Mir ist herzlich hupe, was Sie davon halten.

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gustavsche 23.04.2016, 13:22
99.

Zitat von bauklotzstauner
Da fehlt aber noch eine nicht ganz unwichtige Information: Der VERDIENST des Ehepaares Koch! Worum wollen wir wetten, daß es ein erheblich ÜBERdurchschnittlicher war? Ganz zu schweigen davon, daß die einfach das Glück hatten, in einer Hochzeit der Kapitalmärkte "zu investieren". Davon ab.... sollte auch Ihnen klar sein, daß jetzt ANDERE für den Lebensstil dieses Paares schuften, und deren Kapitalerträge erarbeiten müssen, ohne selbst etwas davon zu haben. Ich sag lieber nicht, was ich davon halte...
Und wo ist das Problem? Was brauchten die?

500000 € Aktienportfolio dauerhaft und vielleicht 70000 € für die Grundausrüstung. Das Aktienportfolio wirft 4 % Dividendenrendite ab. Das ist ein guter Durchschnittswert, mit dem ich auch immer rechne. Da ich Statistik führe, weiß ich, dass das bei mir hinkommt, obwohl ich selten Dividendenkönige kaufe. Die haben dann 20000 € Dividendeneinnahmen im Jahr. Die müssen sie nur gering besteuern, wegen Günstigerprüfung. 1666 € pro Monat für zwei Leute. Die zahlen keine Miete. Die meisten Kosten dürfte eine private Krankenversicherung verursachen.

Wie kommt man zu 570000 €? Jemand spart monatlich 1000 € in Aktien. 20 Jahre lang. 8 % darf man annehmen. Es wird thesauriert. Investiert wird immer am Monatsanfang.

1000 € * 1,08^(1/12) * (1,08^20 - 1)/(1,08^(1/12)-1) = 572660 €. Das schaffen Durchschnittsverdiener auch.

Meine Eltern haben Anfang der 90er zusammen 3000 bis 4000 Mark pro Monat nach Hause gebracht. Sie waren Niedrigverdiener in Ostdeutschland. Wir waren drei Kinder. Dennoch wurde gespart, aber keine 1000 € (2000 DM) pro Monat, aber auch schon ein paar hundert Mark pro Monat. Leider in die falschen Assets: Sparbuch, KLV, Bausparvertrag. Sie waren schlecht beraten. Mein Vater war sogar Raucher (4 Mark pro Packung, eine Packung pro Tag). Und daran sehen Sie: Es ist möglich, wenn man will. Wenn meine Eltern bei bescheidenen Einkommen sparen konnten, dann kann das jeder.

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