Forum: Wirtschaft
Niedrige Renten: So schützen Sie sich am besten vor Altersarmut
DPA

Was bleibt von der Rente? Für viele Menschen nicht viel. Gerade Geringverdienern und Teilzeitbeschäftigen droht die Altersarmut. Private Vorsorge kann helfen - doch auch dabei lauern Fallstricke.

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thequickeningishappening 23.04.2016, 13:50
110. Zu # 99

Mit 34 war ich auch mal "Weltmeister" im Rechnen. Das Leben ist unberechenbar und das höchste Gut ist die Zeit, in der man gut gelebt hat.

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karl-felix 23.04.2016, 13:52
111. Das

Zitat von p k
. Bertachtet man die z.B. steigenden Beiträge zur privaten KV sind die privat Krankenversicherten unsolidarisch solange es nur geht. Wenn im Alter die Beiträge nicht mehr bezahlt werden können, versuchen diese Schnorrer wieder in der gesetzlichen KV unterzukommen.
ist unlogisch . Wer nicht mehr in der Lage ist seine Kran kenkassenbeiträge zu zahlen , ist kein Schnorrer. Sondern der Schnorrer ist derjenige, der wie Sie die Vorzüge unseres gut ausgebauten Gesundheitssystems für ein Appel und ein Ei geniesst, diejenigen die aber die Beiträge nicht mehr bezahlen können verrecken lassen will.
Das ist echt unsolidarisch . Welchen Vorteil versprechen Sie sich davon , diese bedauernswerten Menschen sterben zu lassen ? Oder ist es nur pure Misanthropie ?

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opa klaus 23.04.2016, 13:52
112. Der einzige Schutz

Der beste Schutz gegen Altersarmut: FRÜH STERBEN!!!
Von wem war nur der Satz: Wer jung stirbt den lieben die Götter.

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supergrobi123 23.04.2016, 13:56
113.

Zitat von gustavsche
Naja, ich weiß nicht, ob das gut ist. Hätten Sie thesaurierendes Aktiensparen betrieben, hätte Sie zum Renteneintritt 26192 €, wenn man 5 % Rendite pro Jahr (Kursgewinn + Dividende) annimmt. 5 % ist bei Aktien eher schlecht. Wir hatten aber auch eine Krise in der Zwischenzeit. Ich rechne typischerweise mit 8 % p.a.; dann hätte man sogar 32278 €. Ich habe mit 13 Jahren Sparvorgang gerechnet. Vier Prozent Dividendenrendite ist typisch. 4 % von 26192 € sind 1047 €, also 87 € pro Monat. 4 % von 32278 € 1291 € pro Jahr bzw. 107 €. Nun sind das weniger als Ihre 125 €. Aber die Dividenden sind ja nicht substanzverzehrend und am Ende vererbt man das Aktiendepot. Man kann aber auch an die Substanz des Depots gehen und mehr als die 125 € pro Jahr rausholen.
Und wenn ich ergänzen darf:
Dividenden haben die angenehme Angewohnheit, mit der Zeit zu steigen.
Mindestens die Inflationsrate sollte ausgeglichen werden (wenn alles 2% teurer wird, gilt das auch für die Produkte der Firma, deren Aktionär ich bin, die Gewinne bleiben inflationsbereinigt sogar bei stagnierenden Geschäften gleich).
Bei einer halbwegs vernünftigen Aktienauswahl wird die Inflationsrate natürlich locker überboten (Coca Cola erhöht seit 15 Jahren die Dividende jedes Jahr um durchschnittlich 13%).
Die 125 Euro, die User klumpescheel so freudig erwartet, werden dagegen jedes Jahr an Kaufkraft verlieren.

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gustavsche 23.04.2016, 13:56
114.

Zitat von Newspeak
Wenn Sie 150.000 Euro in Aktien investieren können und dabei noch über 30 Jahre bis zur Rente haben (also maximal 37 sind), sind sie alles andere als ein Durchschnittsbürger. Woher kommt denn das Geld? Geerbt (und kaum Erbschaftssteuer bezahlen müssen)? Oder Unternehmer (und alle möglichen Steuertricks genutzt)? Erarbeitet werden Sie es sich kaum haben (oder halbseiden, mit ehrlicher Arbeit verdient man keine solchen Summen, schließlich hat man das Geld ja "übrig", um zu spekulieren). Am sympathischten wäre noch ein Lottogewinn. Mit den Wertsteigerungen und Dividendenausschüttungen wäre ich übrigens nicht so optimistisch. Wenn weiterhin die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung so vera... wird und übervorteilt (auch Bildung ist nur noch eine Lüge, fragen Sie mal Nachwuchs-Akademiker, wovon die ihre Rente ansparen wollen, von halben Stellen?), dann wird es irgendwann einen großen Knall geben. Das derzeitige Finanzsystem wird seinen Teil mit weiteren, absehbaren Krisen dazu beitragen. Dann wird es irgendwann plötzlich ganz viel herrenloses Vermögen geben, unbekannt verzogen etc. Die Reichen müssen sich dann aber tatsächlich keine Gedanken mehr über ihre "Rente" machen.
Ich habe keine 150000 € investiert, sondern weniger. Das Depot ist nun so viel Wert. Nach 7 Jahren an der Börse sind einige Dividenden und Kursgewinne ins Land gegangen. Das ist die Wirkung von Zins und Zinseszins. Ich habe was anständiges studiert und ich bin mit 26 Jahren sogar etwas verspätet in den Beruf eingestiegen. In der Schule habe ich sogar Zeit verloren. Mein Gehalt ist nicht überdurchschnittlich, aber auch nicht überragend. Ich bin nicht hedonistisch veranlagt und spare dadurch automatisch einiges an Geld.

Ich weiß nicht, woher Ihr Hass kommt. Sie haben wohl nichts erreicht im Leben, wenn sie glauben, mit ehrlicher Arbeit könne man keine 150000 € anhäufen. Es gibt in Baltimore einen Parkplatzwächter, der hat innerhalb 50 Jahren ein Depot von 500000 $ Wert angehäuft, ein Haus nennt er sein Eigen und drei Kinder zog er auch noch groß. Er hat immer nur den MIndestlohn kassiert.

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karl-felix 23.04.2016, 14:02
115. Es

Zitat von klumpescheel
Ich verstehe nicht, warum alle über Riester herziehen. Ich zahle seit etwa 10 Jahren etwa 120 € im Monat ein für eine Lebensversicherung und habe etwa 125 € als Auszahlung in drei Jahren mit 65 Jahren garantiert. Zum einen hilft mir diese Summe, den Übergang zur Rente unmerklich zu machen (ich bin im Vorruhestand mit schon jetzt gesenkten Einkommen), zum anderen hoffe ich doch, älter als 78 Jahre zu werden. Wenn ich 92 Jahre alt werden sollte wie mein Vater, der noch lebt, wäre klar, wer hier profitiert hat. Ist eben eine Wette auf Lebenszeit, aber auch wenn ich morgen den Löffel abgeben sollte, bekommt mein Frau eine hübsche Summe heraus. Die Sache rechnet sich also. Ich bedauere nur die im wahrsten und übertragenen Sinne armen Menschen, die sich die Zahlung von 120 € jeden Monat nicht leisten können. Altervorsorge in unserem Lande ist etwas für Menschen, die sowieso schon finanziell ganz gut versorgt sind. Bei den Einkommensschwachen, die Vorsorge eigentlich am nötigsten hätten, läuft nichts. Das ist gesellschaftlich bedenklich und für den/die Betroffene/n eine Katastrophe.
gibt einige gut betuchte Mitbürger, die eh einen grossen Teil ihres Einkommens sparen , für die Riester u.U. rentabel sein kann. Die brauchen nur die Sparform zu ändern und die Staatl. Förderung voll mitnehmen .
Wer hat, der kriegt dank Förderung noch mehr .

Für die Mehrheit der Bevölkerung rentiert sich Riestern nicht, ein gutes Geschäft nur für die Finanzwirtschaft die Anbieter.
Bei den armen unserer Gesellschaft kommt von Riester nichts an und das war vom Konstrukt her von Schröder, Clement, Hartz und Riester so gewollt. Die wollten nicht die Armut bekämpfen sondern die Armen .

Ergo: Zustimmung . Nur nicht vergessen : Sie müssen die 125 Euro voll versteuern und ggf. den vollen Krankenkassenbeitrag bezahlen . Dann bleiben von den 125 Euro evtl. noch 80 Euro übrig. Gnade Ihnen Gott wenn die Inflation auf 8% anzieht. Dann haben Sie mit Zitronen gehandelt.

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Mister Stone 23.04.2016, 14:03
116. Der Versicherungsexperte empfiehlt

Was tun? Trotzdem privat vorsorgen!

Klasse Idee! Aber nicht ganz neu. Das hatte auch Frau v.d.L. in einer Talkshow schon verkündet. Jemand, der zu wenig verdient, um einen Rente über dem Existenzminimum zu erhalten, der sollte mehr in die private Vorsorge investieren.

Heiraten wäre auch eine Option - aber nur jemanden mit besseren Rentenaussichten.

Genial! Am besten heiratet man einen beliebigen nichtdeutschen Europäer bzw. eine beliebige nichtdeutsche Europäerin: Die haben mit Sicherheit bessere Rentenaussichten als wir.

Auch Herr Schäuble hat aktuell mal wieder eine Idee: Noch länger arbeiten, noch später in Rente gehen als alle anderen Europäer. Das hat zudem den Vorteil, dass man noch länger noch mehr Geld in den Riesterverträgen verbrennen kann.

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gustavsche 23.04.2016, 14:03
117. Bravo!

Zitat von katja78
gegenüber sich selbst: Die wenigsten sind ehrlich sich selbst gegenüber und sind sich ihrer zukünftigen finanziellen Verpflichtungen durch die im Alter zu tragenden Lasten bewusst. Da wird dann behauptet "wir kommen gut zurecht, aber für eine Altersvorsorge reicht es nicht". Ja, was denn nun? Sparen kann man immer und wenn es nur 5,-im Monat sind. Ich habe immer, als Schüler, als Student, als Niedrig- wie auch als Gutverdiener, gespart. Aber ich konnte auch haushalten und hatte das Glück, nicht krank zu sein. Mit Haushaltsbuch, Wochenplan usw kam ich deutlich unter H4-Sätzen zurecht. Hatte allerdings auch Bleiben mit Klo auf dem Flur, geflickte Kleidung, keine unnötigen Konsumartikel (z. B. kein Kfz, keinen Fernseher, kein Smartphone, usw). Wenn ich sehe, dass ein guter Bekannter sich trotz H4-Bezug in altes Auto und Rauchen leisten kann (ohne Schwarzarbeit!), dann wäre alternativ sicher auch eine Altersvorsorge drin. Halt eine Frage der Prioritäten...
das hört man gerne. Ich glaube auch, dass viele Jammerer hier im Forum keine Vorstellung davon haben, was Sparen bedeutet und dass man mit dem Lebensstandard runtergehen kann. Für manche Dinge muss man gar nicht runtergehen.

Ich habe ein Smartphone erst seit 2014, als mein Handy eine Bekanntschaft mit der Waschmaschine machte. Das witzige ist: Für das Handy zahlte ich 2008 100 €. Für das Smartphone 69 € und es war eines mit Dual-Sim. Fernseher habe ich auch nicht. Wenn ich Fernsehen möchte, reicht mir ein DVB-T-Stick bzw. Live-Übertragung im Internet. Es ist ein Komfort- und Zeitgewinn. Das Spiel Wolfsburg gegen Madrid (2:0) schaute ich auf dem Tablett. Nebenbei schraubte ich an meinem Fahrrad. Niemand würde ein Fahrrad im sorgfältig eingerichteten Wohnzimmer reparieren und niemand installiert einen Fernseher im Keller oder in der Fahrradwerkstatt ein.

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supergrobi123 23.04.2016, 14:14
118.

Zitat von Newspeak
Wenn Sie 150.000 Euro in Aktien investieren können und dabei noch über 30 Jahre bis zur Rente haben (also maximal 37 sind), sind sie alles andere als ein Durchschnittsbürger. Woher kommt denn das Geld? Geerbt (und kaum Erbschaftssteuer bezahlen müssen)? Oder Unternehmer (und alle möglichen Steuertricks genutzt)? Erarbeitet werden Sie es sich kaum haben (oder halbseiden, mit ehrlicher Arbeit verdient man keine solchen Summen, schließlich hat man das Geld ja "übrig", um zu spekulieren). Am sympathischten wäre noch ein Lottogewinn. Mit den Wertsteigerungen und Dividendenausschüttungen wäre ich übrigens nicht so optimistisch. Wenn weiterhin die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung so vera... wird und übervorteilt (auch Bildung ist nur noch eine Lüge, fragen Sie mal Nachwuchs-Akademiker, wovon die ihre Rente ansparen wollen, von halben Stellen?), dann wird es irgendwann einen großen Knall geben. Das derzeitige Finanzsystem wird seinen Teil mit weiteren, absehbaren Krisen dazu beitragen. Dann wird es irgendwann plötzlich ganz viel herrenloses Vermögen geben, unbekannt verzogen etc. Die Reichen müssen sich dann aber tatsächlich keine Gedanken mehr über ihre "Rente" machen.
1. Stimmt nicht. Es ist durchaus möglich, mit einem halbwegs vernünftigen Gehalt, vernünftigem Sparen und vernünftiger Geldanlage zu Geld zu kommen. Wenn Normalverdiener sich ein Haus für 300.000 Euro kaufen können und dieses trotz Kosten für Zinsen, Makler, Steuer, Notar, Instandhaltung etc. innerhalb einiger Jahrzehnte abstottern, dann erscheint das plausibel. In der Hälfte der Zeit die Hälfte des Betrages OHNE hohe Nebenkosten, aber mit höherer Rendite anzusparen, soll aber nur mit Erbschaften funktionieren? Blödsinn.
2. Wenn es einen "großen Knall" gibt, wir jeder, der eigenes, flexibel nutzbares, liquides Vermögen in Sachwerten (sprich: Aktien) aufgebaut hat, Luftsprünge ob dieser Entscheidung machen. Wetten? Viel Spaß mit Ihren "Rentenansprüchen" oder "Riesterverträgen" oder "Spareinlagen" nach dem "großen Knall".

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karl-felix 23.04.2016, 14:20
119. Na,ja

Zitat von naklar?
... finanziellem Risiko. Die einst tollen Betriebsrenten gibts vor allem nur noch für sehr wenige Arbeitnehmer. Und selbst der Kauf von Unternehmensaktien wird meistens ein Verlustgeschäft für die Bezieher der Aktien.
gut 20 Millionen Arbeitnehmer sind für mich nicht gerade wenige. Sorgen machen eher die 10 Millionen , die keine Anwartschaften auf Betriebsrenten haben .
Bei den Anspruchsberechtigten ist die Altersvorsorge durchaus akzeptabel. So bekommt durch die Betriebsrente ( AKA ) der Hausmeister einer Schule netto bis auf 10 Euro die gleichen Versorgungsbezüge wie ein Lehrer. Ich denke das ist schon in Ordnung.

Und alleine die AKA hat über 7 Millionen Versicherte.

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