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Niedriglöhner: Zwei Millionen Menschen droht Ausschluss vom Mindestlohn
DPA

Fünf Millionen Menschen in Deutschland könnten vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren - doch Arbeitgeber fordern zahlreiche Ausnahmen. Setzen sie sich bei Minijobbern, Rentnern und Aufstockern durch, werden laut einer Studie zwei Millionen Niedriglöhner ausgegrenzt.

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imlattig 27.01.2014, 10:38
30. es wird...

keinen echten mindestlohn geben. diese regierung wird alles in bewegung
setzen um den mindestlohn zu verhindern. warum sollten sie die loehne
von denen erhoehen die ihnen im alter billig den arsch abwischen?

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zoecharleen 27.01.2014, 10:40
31. Allein die Begrifflichkeit...

Aufstocker..ist schon bezeichnend ansich und eine Ungleichheit,welche zum Himmel schreit.
Ansonsten kann ich das ganze Gebaren nur als "Sozialrassismus" benennen,wenn auch bei diesem Wort bei so manchem es die Halsadern anschwellen lässt.
Der Staat unterstütz/belohnt auf diese Weise noch die Firmen,welche sich daran bereichern,von Menschen für ihrer Arbeit Lohn sich zu subventionieren! Frei nach dem Willen des Staates..hauptsache Arbeit um jeden Preis und welche dann nicht willig sind gleichermaßen zu "Sanktionieren"!

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juppflens 27.01.2014, 10:40
32. keine Ausnahmen vom Mindestlohn

Natürlich muss es einen Mindestlohn geben, allerdings ohne Ausnahmen. Wenn sich eine Mindestlohn für den Arbeitgeber nicht rechnet, dann ist das keine gerechte Zahlung sondern nur Ausbeutung. Auf solche Arbeitgeber kann getrost verzichtet werden, sollen sie doch selber für ihren Hungerlohn arbeiten. Daran ändert auch die Argumentation eines der 5 sogen. Wirtschaftsweisen nichts, oder sollte man besser "Unweiser" sagen.

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magetasalex 27.01.2014, 10:42
33. Die Unterschreitung des Mindestlohnes ist kein Straftatbestand !

Zitat von janbo
Gebaeudereiniger verdienen 9,31€ (West) und Glasreiniger 12,33 €!! Weit vom Mindestlohn entfernt. Nehmen Sie doch endlich Kenntnis hiervon!
Können Sie mir eine real existierende Lohnabrechnung eines Gebäudereinigers oder Glasreinigers mit den von Ihnen angegebenen Stundenlöhenen zeigen? Dann will ich Ihnen gern glauben.

Man darf nicht vergessen, dass die Unterschreitung des Mindestlohnes kein Straftatbestand ist, sondern ein zivilrechtlicher, d.h. der Geschädigte muß persönlich Anzeige gegen seinen Arbeitgeber erstatten. Und wissen Sie was dann passiert?

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janbo 27.01.2014, 10:42
34. Bruttosummen?

Zitat von sybaris
Könten Sie davon "leben" oder wäre nur zum sterben zu viel? Es sind Bruttosummen!
Ja, meinen Sie denn, dass 8,50€ Netto ist?

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gingermath 27.01.2014, 10:43
35.

Der Mindestlohn ist ein Witz, oder? Wenn er kommt dann erst am Ende der Regierungsperiode und dann nicht für alle, Aussnahmen bestätigen zwar die Regel, aber 37% ... Es sieht eher, wie ein Beruhigungsmittel aus, um die Wähler milde für die nächste Wahl zu stimmen (nach dem Motto:"Schaut, wir haben uns an unser Wahlversprechen gehalten ... Wählt uns nochmal!") Nicht mit mir ... aber guter Einwand, dass das Bild nicht zum Thema passt.

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Solid 27.01.2014, 10:44
36. Aufstocker

Der Mindestlohn ist ja überhaupt erst angedacht worden, um das Aufstocker-Unwesen zu beenden. Aufstocken bedeutet, dass nicht der Unternehmer für die geleistete Arbeitskraft bezahlt, sondern die Allgemeinheit. Es handelt sich als um eine Industriesubvention, weil man der Industrie kostenlose Arbeitskraft schenkt.
Da das immer größere Löcher in die Kassen reißt, wollte man dem mit dem Mindestlohn einen Riegel vorschieben.

Es hätte nun eine feine Ironie, wenn nun ausgerechnet diejenigen Personen, wegen denen der Mindestlohn überhaupt erst diskutiert wurde, nun von eben jenem Mindestlohn ausgenommen würden.
Das wäre in der Tat eine Paradebeispiel für korrumpierte Politik.

Wenn es für Aufstocker eine "Ausnahme" gibt, kann man den Mindestlohn auch gleich ganz lassen.

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kippelman 27.01.2014, 10:44
37. Vor allem für Minijobs

darf es keine Ausnahme geben, denn sonst werden noch mehr reguläre Jobs in lauter kleine Minijobs ausgegliedert. Bei Praktikanten kann man es noch einsehen, denn diese sollen etwas lernen und nicht arbeiten. Aber dafür müssen Praktikantenstellen auf z.B. 3 Wochen begrenzt werden. Es kann nicht sein, dass Hotels z.B. Schüler zwischen Abschluß und Lehre über Monate hinweg zum Nulltarif als "Praktikanten" bezeichnen und dabei voll arbeiten lassen.

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Hugo55 27.01.2014, 10:45
38. Wobei der AZUBI

Zitat von Freewolfgang
... wer in Deutschland noch ausbilden will, wenn auch Auszubildende ab dem ersten Arbeitstag bereits mit 8,50 € pro Stunde entlohnt werden. Kleinere und mittlere Betriebe - die bislang die Hauptlast in diesem Bereich tragen - werden das dann nicht mehr stemmen können.
50% seiner Arbeitszeit in der Berufsschule verbringt und in den zweiten 50% vom Gesellen/Meister angelernt wird. Macht dann 17€/h Brutto pro (halbwegs) gearbeitete Stunde, mit Nebenkosten (Sozialbeiträge, Urlaub) 23,00€/h Arbeitskosten - und das ist noch kein Stundenverrechnungssatz, der liegt dann bei 35,-€/h aufwärts. Für das Geld will ich einen Gesellen, und keinen, der nicht weiß, was er tut.

Fazit: Ich werde keinen Handwerker mehr beauftragen, der mir einen Lehrling mitbringt.
Aber offensichtlich können einige der Foristen hier sich das leisten - die dürfen das dann auch gerne tun.

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ebberat 27.01.2014, 10:46
39.

Zitat von Hippopotamus49
Glas- und Fassadenreiniger erhalten nach dem Tarifvertrag seit dem 1.1.2014 im Westen 12,33 €, im Osten 10,31 €.... Was hat das mit Niedriglohn zu tun?
Bitte, bewerben Sie sich bei solchen Unternehmen.
Sie werden sich wundern, welcher Lohn Ihnen angeboten wird.
Tarif hin oder her.
Immer schön realistisch bleiben.

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