Forum: Wirtschaft
Niedrigzinspolitik der EZB: Schleichende Enteignung der Sparer
REUTERS

Mit Anleihenkäufen und ultraniedrigen Zinsen will die Europäische Zentralbank den verschuldeten Staaten helfen. Für den Durchschnittsbürger ist diese Politik katastrophal, seine Ersparnisse werden von der Inflation aufgefressen. Eine ganze Generation muss um ihre Altersvorsorge bangen.

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thepunisher75 27.07.2012, 20:48
240. Ja, natürlich, und der Begriff "Gewinne privatisieren...

Zitat von teredonavalis
Sie scheinen den Begriff Kapitalismus nicht zu begreifen. In Europa herrscht kein Kapitalismus, sondern Sozialismus pur. Die Verluste der unproduktiven Mitgliedsstaaten werden über die ganze europäische Bevölkerung umgelegt und sozialisiert. Mit Kapitalismus hat dies nichts zu tun.
...Verluste sozialisieren" stammt sicher von den Sozis, nicht wahr ? Wie heißt denn ihr Traumland dort oben ? Diese Neoliberale Denke stammt von Schwarz/Geld und ihrer Kanzlerin ! Die ist von der CDU/CSU, werter Forist...

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de-fakto 27.07.2012, 20:49
241.

Zitat von teredonavalis
Ich finde keine sichere Alternative.
Kunst wäre ne Alternative.

Es wird immer reiche, extravagante Schnösel geben die das besondere suchen.

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wurzelei 27.07.2012, 20:51
242. Niedrigzins...

Zitat von teredonavalis
Sie scheinen den Begriff Kapitalismus nicht zu begreifen. In Europa herrscht kein Kapitalismus, sondern Sozialismus pur. Die Verluste der unproduktiven Mitgliedsstaaten werden über die ganze europäische Bevölkerung umgelegt und sozialisiert. Mit Kapitalismus hat dies nichts zu tun.
So ist es. Brüssel ist das ZK der EUdSSR, das uns wie das in Moskau ruinieren wird. Positiv ist nur im Ausblick, daß das moskowiter ZK wegen Erfolglosigkeit implodiert ist. Und so wird es mit dem brüsseler Wahnsinn auch kommen!

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paranoiker 27.07.2012, 20:51
243. Treten Sie der politischen Klasse in den politischen Hintern!

Etwas zaghaft noch, aber doch erkennbar, erinnern sich einige große Medien allmählich wieder an das Leitbild der "Vierten Gewalt"..
Wenn das BVG am 12.07.2012 das ESM-Gesetz durchwinkt, wird die empörungsbereite öffentliche Meinung so wichtig werden wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.
Also meine Herren Redakteure : Haben Sie Mut, erklären Sie den Lesern verständlich, was in Deutschland und Europa geschieht und warum das eine ganz große Gefahr für die demokratische Grundordnung darstellt.
Treten Sie der politischen Klasse in den politischen Hintern !
Das war immer gute Spiegel-Tradition !

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DerKritische 27.07.2012, 20:51
244.

Zitat von silverhair
Ein Umlagesystem funktioniert auch ohne Staatschulden - solange die Steuern natürlich entsprechend hoch sind! Solange die Rentner aus der "Wirtschaftleistung" genau den Anteil bekommen - den ihr erworbener Anspruch darstellt - finanziert nur der heute Arbeitende den gestern gearbeiten "Rentner".
Das ist aber schon sehr lange her.
Es werden genug Einzahler benötigt, (siehe Alterspyramide)
sonst geht das nur über Schulden.

Zitat von silverhair
Kapitalgestütze Systeme dagegen können prinziell nicht funktionieren - da sie auf einen stetigen Zinsgewinn angewiesen ist - einmal für die Maschmeyers und Schröders, aber auch noch für die vielen anderen Absahner solcher Kapitalgestützten Systeme!
Blödsinn, funktioniert in vielen Ländern, als Mehrsäulensystem
sehr gut.

Zitat von silverhair
Kapitalgestützte Systeme basieren immer auf Zinsen , die gerade durch die Zinsen die Geldmengen faktisch um genau den Betrag ausweiten den fordern - das ist wie bei Luftballons, die man mit Wasser füllt - je voller sie sind desto mehr Wasser paßt wieder hinein - bis das ganze irgendwann platzen muss , den nichts - auch Scheingeldsysteme wachsen bis ins Unendliche!
Natürlich basieren die auf Zinsen.
Aber die sind je nach System langfristig sicher
angelegt, und liegen über der Inflation.
Hier werden auch keine kurzfristigen, risikobehafteten
Kontrakte eingegangen, wie z.b. Warentermingeschäfte an der
Chicagoer Terminbörse für Schweinehälften.

Zitat von silverhair
Hinzu kommt, das Kapitalgestützte Systeme verschweigen - das keineswegs die "Zinsen" in proportionalen Verhältnissen mal ausgezahlt werden .. sprich wer 3 % und 5% bekommt, der wird das auch in Zukunft im gleichen Verhältnis bekommen - das ist schlichtweg falsch!.........
Die verschweigen gar nichts. Sie bekommen
von ihrem Arbeitgeber, der sie z.B. in einer
Pensionskasse versichert hat, jedes Jahr
eine komplette Gewinn - und Beteiligungsübersicht.
Natürlich bleibt der Zins nicht gleich, sondern hängt
von den Marktfaktoren ab.

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compone 27.07.2012, 20:53
245. Ehrliche Bankberatung? Wo gibt's denn sowas?

Zitat von spon-facebook-10000361426
Eine viel größere Schande ist die Tatsache dass sich viele Menschen selbst bei offener, ehrlicher und sinnvoller, auf den Anlegertyp ausgerichteten, Beratung als gänzlich resistent zeigen.
Woher soll denn ein Bankkunde vom Typ Otto-Normalverbraucher wissen, wann eine "Beratung", wie Sie es nennen, "offen, ehrlich und sinnvoll" ist? Es gibt ja genügend Beispiele, die zeigen, wie Bankkunden im guten Glauben an die Versprechungen der Bank-"Berater" (besser: Verkäufer) in den Ruin getrieben wurden, weil ihnen gegen ihren ausdrücklichen Wunsch hochriskante Anlagen angedreht wurden, die dann teilweise bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führten. In diesen Fällen glaubten die Kunden ja, daß es sich um eine "ehrliche Beratung" handelt. Diese war dann aber alles andere als ehrlich. Und schon gar nicht war sie auf den jeweiligen Anlegertyp ausgerichtet, sondern auf die Interessen der Bank und die Provision des "Beraters". Haben die Banken es sich vielleicht selbst zuzuschreiben, wenn deren Kunden zunehmend skeptisch auf die Versprechungen der "Berater" reagieren?

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kr-invest 27.07.2012, 20:53
246.

Zitat von Liberalitärer
Japan auch und solange die Verschuldung im Inland bleibt ist das Wurst, denn auch die Gläubiger sind im Inland.

Da hat jemand endlich mal recht. Japaner kaufen japansiche Schulden und koennen jederzeit ueber die japanscihe Notenbank enteignet werden. Gleiches gilt fuer viele andere Laender, nur leider nicht fuer Suedeuropa, denn im Europa der letzten Jahre haben dank gleicher Waehrung die DEutschen die Schulden der anderen gekauft. Das hat keinen gestoert, weil ja alle europaer waren. Dumm nur, dass die DEutschen jetzt wieder national denken und keine Schulden der anderen mehr kaufen wollen und sich die anderen auch nicht mehr so richtig wohl fuehlen und ploetzlich merken, wir haben ja keine Zentralbank mehr.

Soll heissen, das europaeische System funktioniert nur, wenn sich alle Beteiligten als Europaer fuehlen und dementsprechend handeln, aber der letzte Europaer im Raum ist scheinbar die EZB. Gut, dass die staerker ist als alle anderen. Und keine Sorge, wer gespart hat hat immerhin Geld und wer nicht investiert darf auch mal was verlieren, auch Nicht-investment ist zocken, naemlich Spekulation auf hohe (vielleicht) Zinsen und Rueckzahlungsfaehigkeit des Schuldners respektive der Bank, der man das Geld gegeben hat. Tja.

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kantundco 27.07.2012, 20:56
247. Der offizielle Warenkorb geht davon aus...

Dass jemand, der 1000 € netto im Monat verdient, 103 € für Lebensmittel und nichtalkoholische Getränke ausgibt. Das macht 25 € die Woche! Gerade bei niedrigen Einkommen ist die Inflation deshalb deutlich höher als die 2,3%! Aber bitte nicht weitersagen!

https://www.destatis.de/DE/PresseSer...2_134_611.html

Zitat von DerKritische
Ihre Inflationsberechnung basiert auf einem offizielen, regierungsamtlichen Inflationswarenkorb, der mit der Realität nichts gemien hat. Das merken sie allein schon an den gestiegenen Energie, Heiz - und Benzinkosten. Im allgemeinen gilt immer noch: Geldmengenwachstum - Wirtschaftswachstum = Inflation, also für 2012 : 12,5% (wird noch steigen) - 2% (das ist noch gut) = 10,5% Mit ihrem Tagesgeldkonto kommen sie da nicht mehr weit.

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spon-1185370312026 27.07.2012, 20:56
248. Insolvenzverschleppung

Entschuldigung! - Wozu brauchen wir eigentlich EFSF und ESM? - Also da wird über komplizierte Mechanismen versucht mit Auflagen Geld an Staaten und Banken zu geben und wenn's nicht reicht oder Probleme bei der Installation entstehen, dann dreht Herr Draghi mal den Geldhahn auf. Später wird man dann schon sehen, wie die Summen gedeckelt werden. Wenn die Schirme nicht reichen oder nicht durchsetzbar sind, müssen Andere oder Neue her; - das Geld ist dann eh weg. Sowas geht nicht, finde ich! - Falls es doch geht, kann Karlsruhe getrost die Akten schließen.

Die ewig andauernde Insolvenzverschleppung in Europa wäre längst ein Fall für den Staatsanwalt; - aber den gibt es wohl leider nicht. Schade für Europa, denn Insolvenz kann auch eine hervorragende Herausforderung zu neuer Stärke sein!

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Marcus_XXL 27.07.2012, 20:56
249. Kurz und knapp die Wahrheit!

Udo Ullfkotte brachte es mit einem kurzen Satz auf den Punkt: "Bleibt der Euro, scheitert Europa". Besser kann man es nicht ausdrücken!

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