Forum: Wirtschaft
Nike-Werbung mit Footballer Kaepernick: Kommerz und Kontroverse
AFP

Nike macht mit seinem jüngsten Werbespot Furore. Star der Kampagne ist der kontroverse Footballer Colin Kaepernick. Der Sportartikelkonzern setzt darauf, dass die Rassismus-Debatte seine Kassen füllt. Es könnte klappen.

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frenchie3 06.09.2018, 08:56
1. Das einzige Risiko

für Nike wäre ein geplatzter Vertrag mit der NFL. Und meiner Meinung nach wäre das eher das Debakel für die NFL denn da könnten Spiele von Millionen Fans boykottiert werden. Komme man mir jetzt mit "Verlogenheit, es geht nur um's Geld". Nike stellt keine Politik her, wenn sich das als aber als guter Nebeneffekt zeigt dann nur mal zu mit (dazu noch kostenloser) Werbung

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chrichri80 06.09.2018, 09:15
2. Die Füße brennen!!!

Wie bei den ?Young Turks? zu hören, sehen wir hier einen Einschnitt. Natürlich ist Nike nicht auf einmal politisch. Das ist ein Konzern, die Aufgabe eines Konzerns ist... Gewinn. Aber das Zeichen das hier gesetzt wird ist, gerade in den USA, wo Wirtschaftsmacht gottähnliche Züge hat, ist fast noch wichtiger. Denn man darf nicht glauben das da bei Bike in der Finanzabteilung nicht hunderte von Menschen über den Zahlen gesessen haben und alle Varianten durchgespielt haben und das Risiko für Verluste als kleiner als die Möglichkeit auf Gewinne erachtet wurde. Was da das Zeichen ist? Die Wirtschaft in den USA erkennt das ihre Kunden sich ändern, dass der demographische Alterswandels eine neue Generation an Konsumenten bringt und denen will man dienen. Das einige Trump Supporter ihre schon bezahlten Schuhe verbrennen ist lustig anzusehen, als würden sie vergessen das Nike ihr Geld schon lange hat, aber diese verzweifelten Aufschreie riechen nach Niederlage.... Hoffentlich.

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derBob 06.09.2018, 09:27
3. Alles richtig gemacht, Nike

Was will man mehr als eine kostenlose Reichweitenverlängerung einer PR-Kampagne. Das hat Benetton in den 90ern vorgemacht, dass die, die die Kampagne kritisieren, für den gewünschten Medienrummel sorgen.
Und dass die tumben Rechten, die viel Kohle für die Klamotten bezahlt haben, diese jetzt zerstören ist richtig lustig. Sie werden ja bald neue brauchen. Wenn der Rummel abgeebbt ist, werden das wahrscheinlich wieder Nike-Produkte sein.

MATA
(make America think again)

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herrderlueste 06.09.2018, 09:56
4. Nicht enden wollende Verlogenheit

Und zwar von allen Akteuren. Da wäre Kaepernick, der der Polizei Rassismus unterstellt, obwohl Inkompetenz viel eher zutrifft. Da sind die amerikansichen "Patrioten", die Kaepernick unterstellen, er würde die Truppen beleidigen, wenn er sich hinkniet. Dann kommen allerlei Organisationen, Fernsehmoderatoren, -kommentatoren usw. die die Sache ausschlachten ohne eine ehrliche Diskussion zuzulassen. Und als krönendes Beispiel kommt jetzt also Nike, ein Konzern, der für alles Schlechte auf der Welt steht.
Und auch hier zeigt sich mal wieder die ganze Verlogenheit aller Akteure. Kaepernick lässt sich für seinen "Kampf" fürstlich entlohnen, die kapitalistischen Amerikaner verbrennen Schuhe, die "Liberals" finden es toll und vergessen ganz schnell wer Nike eigentlich ist.
Wenn es um Verlogenheit geht, macht den Amerikanern wirklich keiner was vor.

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feinbein74 06.09.2018, 09:58
5. na klar

Zitat von derBob
Sie werden ja bald neue brauchen. Wenn der Rummel abgeebbt ist, werden das wahrscheinlich wieder Nike-Produkte sein.
Ja, ganz sicher werden das Nike Produkte sein. Es gibt in dem Bereich ja keinerlei Konkurrenz in den USA, wenn man mal von Adidas, Under Armour, Puma, NB, Asics, Billabong/Quicksilver, VF, Columbia, Sketchers und Co absieht. Da bleibt dem wackeren Boykoteur echt nur Nike!

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derBob 06.09.2018, 10:17
6. Na, das passt

Zitat von feinbein74
Ja, ganz sicher werden das Nike Produkte sein. Es gibt in dem Bereich ja keinerlei Konkurrenz in den USA, wenn man mal von Adidas, Under Armour, Puma, NB, Asics, Billabong/Quicksilver, VF, Columbia, Sketchers und Co absieht. Da bleibt dem wackeren Boykoteur echt nur Nike!
Das würde ich den tumben Trumpisten sogar zutrauen.
Adidas und Puma (deutsche Firmen) , Asics (japanische Firma) oder Billabong (australische Firma) Produkte zu kaufen, um Nike zu ersetzten.
Und wahrscheinlich haben sie ihre Gründe gehabt, Nike statt Sketchers, Columbia o.a. zu kaufen.

Wieder ein Beleg für meine These, dass Patriotismus und Intelligenz umgekehrt proportional zueinander zu stehen.

MATA

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dosmundos 06.09.2018, 10:32
7. Genialer Schachzug

Ein Markenklamottenhersteller hat werbetechnisch nur ein Ziel: die Marke zu positionieren. Idealerweise richtig.

Nike wird sich sehr gut überlegt haben, was sie da tun, und sie taten dies mit der Erfahrung einer seit mehr als einem Jahr hitzigst geführten Debatte. Die Botschaft ist klar: wir sind lieber hip, modern und auf der richtigen Seite der Geschichte, und wir verzichten dabei gerne darauf, dass ein paar Hinterwäldler unser Logo durch die Gegend tragen!

Jede Protestäußerung in den sozialen Medien ist ein weiterer kostenloser Werbespot für das Image von Nike: wenn du nicht so ein Vollidiot und Trumpist sein willst wie ich, dann kauf' dir was mit dem Haken drauf!

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vanayulmaiel 06.09.2018, 10:44
8. Sicherlich

hat Nike auch seine finanziellen Interessen im Blick, aber sie haben sich klar positioniert und den Team-losen Keapernick eine weitere Plattform geboten. das verdient Achtung!
Genau wie die anderen Sportler im Spot. Ich war selten so stolz, Nikes an den Füssen zu haben.

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rleu 06.09.2018, 11:13
9.

Der Millionär als 'Ikone des Widerstands'. Danke Marc.

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