Forum: Wirtschaft
Nikotinindustrie: Wie die Zigarettenlobby Europas Tabakgesetze entschärft
Getty Images

Schockbilder auf der Schachtel, Verbot von Menthol-Zusatz, Apothekenpflicht für die E-Zigarette - um die neuen EU-weiten Regeln für die Tabakindustrie tobt eine Lobbyschlacht. Nun zeichnet sich ab: Die Pläne werden in letzter Minute entschärft.

Seite 6 von 9
schelmig13 03.10.2013, 18:05
50. ich hab vor Jahren...

das starke Rauchen aufgegeben, aber hin und wieder ein Zigarillo paffen ist auch ein Genuss. Daher ist es völlig unsinnig Verpackungen mit Horror-Bildern oder -Hinweisen zu verunstalten. Die Rillos kommen bei mir noch im Tabakladen in ein wunderschönes Metall-Etui. Wer das Rauchen wirklich einschränken will, sollte erst mal alle Zig.-Automaten abschrauben und Rauchwaren-Verkauf nur in Tabakläden zulassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sample-d 03.10.2013, 18:07
51.

Zitat von spon-facebook-043
Die Kosten für die Behandlung von Krankheiten (wie Lungenkrebs) werden(...) Um für mich zu sprechen: Zigarettenverbot war noch ok, eine Fahrradhelmpflicht würde mich schon sehr nerven, den - wenn es so weiter geht - unausweichlichen Veggie Day mache ich dann auf keinen Fall mit!
Um für mich zu sprechen:
Ich rauche seit 30 Jahren ein Päckchen am Tag, und laufe in der Woche 3 x 10 km - manchmal auch Marathon.
Falls das meinen Tod herauszögert, habe ich über die Tabaksteuer bestimmt mehr gezahlt als meine Chemo kosten wird. Lungenkrebs geht denke ich flott... - und irgendwelche Kosten produzieren die meisten beim sterben...
Für Sie als Nichtraucher ist also Zigarettenverbot 'noch ok'..
Wissen Sie - für mich wäre ein Sportwaffen-, Sellerie-, Birkenstock-Sandalen- und Kölsch-Verbot auch 'ok'. - finde ich doof - schmeckt mir nicht. Das ist ja der Blödsinn an der Diskussion. Eine Minderheit raucht - also sagen alle die es nicht betrifft weg damit. die geht es aber im Grunde nichts an..
Ich bin übrigens für die Helmpfiicht und den Veggie Day - und werde alles tun dass es so kommt. Außer Sie lassen mich rauchen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sample-d 03.10.2013, 18:23
52.

Zitat von Anay2
Das sind aber m.W. nicht die Effekte des Tabakrauchens per se, sondern die des Nicotins, das man mit dem Zigarettenrauch aufnimmt. Insofern wäre es eigentlich gut, Tabakzigaretten zugunsten der E-Zigarette stärker zu regulieren.
Da wäre ich als Raucher sogar dafür. Und zwar über ein absolutes Verbot von Tabakprodukten und Tabakkonsum und nicht über überzogene Steuern und Schockbilder.
Gleichzeitig müssten E-Zigaretten uneingeschränkt verfügbar - und nicht besteuert oder als Medikament behandelt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trebbien 03.10.2013, 18:46
53. Der Rückgang und die Raucherinnen

Zitat von dieteroffergeld
... Will man die verheerenden Folgen zurückdrängen, dann wäre neben der Schockaktion, eine nicht unerhebliche Verteuerung des "Genussmittels" Tabak, recht sinnvoll. Bei Jugendlichen ist der Rückgang der Raucherinnen und Raucher seit einigen Jahren signifikant...
Herr Offergeld, was bedeutet bei Ihnen 'signifikant'? Für Statistiker bedeutet es, dass ein ermittelter Zusammenhang kein Zufall ist. Doch selbst dann, wenn ein Zusammenhang in diesem Sinne signifikant ist, kann es sich um einen Irrtum handeln, wenn es sich um eine sogenannte 'Verdeckte Korrelation' handelt. Für einen seriösen Nachweis genügt es also nicht, ein paar Zahlen zu addieren und den Mittelwert zu errechnen.

Die meisten Raucherschäden sind seit langem bekannt und unbestritten. Kaum ein Raucher läßt sich davon beeindrucken. Auch das ist seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts bekannt, und hat den US-Psychologen Leon Festinger maßgeblich beeinflußt, dieses Paradoxon zu untersuchen. Herausgekommen ist die Theorie der kognitiven Dissonanz, erschienen 1956. Unbeeindruckt starteten andere Psychologen Mitte der siebziger Jahre dennoch, nach einem zuvor entwickelten Stufenplan, einen Feldzug, der das Rauchen mit einer Strategie über 30 Jahre hinweg so weit zurückzudrängen sollte, dass die Behandlung der Schäden nicht mehr bei den Krankenkassen zu Buche schlagen würden - nur darum ging es nämlich erklärtermaßen. Der Spiegel berichtete seinerzeit über die bevorstehende Aktion detailliert.

Natürlich kannten auch diese Strategen das Phänomen der kognitiven Dissonanz und reagierten nach Art des schlauen Fuchses: "Die Raucher wollen wir ja gar nicht entwöhnen - wir wollen nur die Anfänger davon abhalten!" Fraglos wurden Anfänger durch diesen Kreuzzug abgehalten, da es in Verhaltensweisen weder ein 0% gibt, noch ein 100%.

Aber nun, Herr Offergeld, wie hoch ist denn nun dieser signifikante Zusammenhang zwischen der Antirauchkampagne mit ihren Bildchen und Verboten und dem Raucherrückgang nach 30 Jahren? Ist es, wie meistens in der Psychologie, so ein kleines Korrelatiönchen, das in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, oder ist es eine große Erfolgsgeschichte mit enormen Korrelationen, wie sie Leon Festinger in seinen Arbeiten für die Theorie der kognitiven Dissonanz aufweisen kann?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
**Kiki** 03.10.2013, 18:51
54.

Zitat von kugelsicher
Soll das ihr ernst sein? Ein Lobbyist der Tabakindustrie und angeschlossener Institutionen (DEHOGA, BGA etc.) wird als Beleg heran gezogen? Das nenne ich mal seriöse Kritik. Merken sie wie sie ihre eigene Argumentation beschreiben?
Peter Rachow. Das ist doch der, der ein Forum mit dem aufschlußreichen Namen "Raucherwahnsinn" betreibt? Dieser seltsame Blog ist vielleicht auch von ihm, jedenfalls wird in beidem dieselbe Gossensprache verwendet.

Sind Sie's gar selbst, der Autor von beidem, der hier schreibt?

Blog und Forum kennt nämlich kaum ein normaler Mensch, und ich würde ihn auch nicht kennen, wenn sich hier im Forum nicht ein oder zwei hartnäckige Verehrer von Fäkalsprache finden würden, die jede Gelegenheit nutzen, um diesem langweiligen Zeug ein paar zusätzliche Klicks zu verschaffen. Davon bekomme ich inzwischen nur noch Gähnanfälle.

Im übrigen ist mir völlig egal, ob Professor Grieshaber im eigenen oder im fremden Auftrag schreibt. Seine Argumente haben Hand und Fuß, auf das kommt es an. Aber nur weil ein Herr Rachow oder ein Anonymus, der möglicherweise auch Herr Rachow ist, behaupten, er sei ein Tabaklobbyist, muß ich das ja noch lange nicht glauben. In Herrn Rachows Augen ist ja jeder, der beim Thema Rauchen eine Meinung hat, die ihm nicht in den Kram paßt, ein Tabaklobbyist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hanshardy 03.10.2013, 18:57
55. optional

wir menschen haben ein recht dazu uns unvernuenftig zu verhalten ( saufen, fressen, den koerper nicht bewegen, usw ) wir, und alle saeugetiere haben offensichlich eine affinitaet zu diesen dingen. und bitte, lasst uns die freiheit zu leben wie wir wollen !!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tzdv9000 03.10.2013, 19:04
56.

Zitat von sysop
Alkoholindustrie: Wie die Alkohollobby Europas Alkoholgesetze entschärft
...wäre ja auch mal eine Headline, oder? Ach nee, doch nicht - denn da ist man sich überall volkommen einig.

Und tut wenig bis gar nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Blackzxr 03.10.2013, 19:12
57. ich sag nur

leben und leben lassen...ist wie die 30km/h Befürworter in IHRER Strasse, aber in anderen 30er Zonen durchrasen..so sind auch die Antinichtraucher...
ich rauche seit über 20 jahren, mein Kind raucht nicht (schon erwachsen)..geh selten zum Arzt ,mit der Lunge stehts besstens laut Arzt, arbeite viel körperlich
(Bäcker) die Bevormundung von euch Antiraucher-faschisten kotzt mich an.. ich stimme für euch überall 30er zonen,Birkenstckzwang und fahradhelm auch wenn man das Fahrrad schiebt....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elhelw 03.10.2013, 19:41
58. Raucher sind die besten Lobbyisten

Raucher sind die besten Lobbyisten, wie man hier wieder wunderbar sehen kann.
Keiner denkt nach was er für eine wunderbare Melkkuh ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Senf-Dazugeberin 03.10.2013, 20:04
59. Zerstörung der Tabak-Industrie

Ja. Gerne. Bin dafür! Dann wird man irgendwann vielleicht wenigstens nicht mehr durch den Rauch vergiftet und durch den ekelhaften Gestank zugepestet. Und liebe Raucher: Man riecht es auch draußen und Nichtraucher sind dadurch gezwungen, ihre Wege entsprechend zu ändern wenn sie dem Rauch aus dem Weg gehen wollen. Leider ist vor Einkaufszentren/Krankenhäusern/Bürogebäuden o.ä. ja oft gar keine Möglichkeit, ins Gebäude zu kommen, ohne das Gift zwangsweise einzuatmen.
Aber für die Ekelbilder bin ich nicht. Und zwar nur, weil ich meinen kleinen Kindern den Anblick ersparen möchte. Hat sich von den Entscheidern eigentlich schonmal jemand Gedanken drüber gemacht, dass die sowas ja schließlich auch an jeder Kasse zu sehen kriegen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 9