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Nikotinindustrie: Wie die Zigarettenlobby Europas Tabakgesetze entschärft
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Schockbilder auf der Schachtel, Verbot von Menthol-Zusatz, Apothekenpflicht für die E-Zigarette - um die neuen EU-weiten Regeln für die Tabakindustrie tobt eine Lobbyschlacht. Nun zeichnet sich ab: Die Pläne werden in letzter Minute entschärft.

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dale_gribble 04.10.2013, 12:07
70.

Zitat von Senf-Dazugeberin
Vielleicht ist es Ihnen nicht klar, aber wenn man lange Haare hat, dann riecht man oft (also wenn man z.B. mal wieder auf ner privaten Party war, wo jemand geraucht hat) sogar nach dem Haarewaschen (mit Shampoo!) noch nach Zigarette. n?
Niemand, absolut niemand zwingt Sie, auf so eine abscheulich stinkende Privatparty zu gehen.

Ausserdem sollten Sie sich glücklich schätzen. Ein bisschen nach Tabakrauch riechende Haare scheinen ein aushesprochen schlimmes Problem fuer Sie zu sein.
Das heisst fuer mich, dass es Ihnen an RICHTIGEN Problemen zu mangeln scheint...

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anna cotty 04.10.2013, 14:45
71. Raucher= ruecksichtsvoll ????

Zitat von trebbien
Wollen Sie Ihre negativen Erfahrungen nicht noch einmal überprüfen? Raucher sind nämlich eher rücksichtsvolle Menschen. Von jeher gehört es zum anerzogenen Takt zu fragen: „Darf ich Rauchen?“ oder: „Stört es Sie, wenn ich rauche?“ Und falls es jemand nicht gelernt hat, genügt in der Regel der Hinweis: „Bitte Rauchen Sie nicht, es stört mich.“ Viel häufiger sind aber stattdessen die standardisierten Empörungsrituale, von denen Sie uns eine Kostprobe geben. Auch diese werden von den Rauchern toleriert und sie ziehen sich ebenso taktvoll wie bereitwillig in die wenigen Winkel zurück, die man ihnen widerwillig zuweist. Erstaunlicherweise erscheinen aber dort auch die Nichtraucher, beschweren sich über Zwänge und Zumutungen und wissen Sie was? Die Raucher packen selbst dort ein, und suchen sich eine andere ungestörte Ecke; bis vielleicht einer mal auf das kleine Recht hinweist, das man ihm an diesem Platz eingeräumt hat, und dass Ihnen doch ansonsten die ganze weite, rauchfreie Welt zur Verfügung stünde. Wissen Sie, was er zur Antwort bekommt? Nichts von Giften und Gesundheitsschäden, nichts von Privatpartys, auf die Sie bedauerlicherweise gehen müssen oder vom ekligen Gestank beim Haarewaschen. Die verdutzte Antwort lautet ganz schlicht: „Da ist aber nix los.“
Dass Raucher eher ruecksichtsvoll sind, habe ich noch nicht erlebt. Erst in den letzten 20 Jahren (oder so), wo das Rauchen mehr 'verteufelt' wird, kann man es als Gastgeber wagen, das Rauchen im eigenen Haus zu verbieten. Meine Eltern trauen sich das heute noch nicht und zwar gehen die meisten Raucher HEUTE freiwillig nach draussen, aber meine Eltern haben auch eingefleischten Raucherbesuch, der sich absolut nicht darum kuemmert, dass sie in einem Nichtraucherhaushalt sind und ununterbrochen qualmen. Ausserdem habe ich das regelmaessig ind Deutschland und Oesterreich erlebt, dass in Nichtraucherbereichen froehlich geraucht wurde und sich niemand drum scherte, wenn man sich beschwert.
Ruecksichtsvoll? Ich glaube nicht!!

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sapereaude! 04.10.2013, 16:07
72. Raucher, vereinigt Euch!

Zitat von micromiller
wen vertreten diese leute???
Mich!!! Ausnahmsweise geht Lobby-Arbeit mal in ein Richtung, die mir gefällt.

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sapereaude! 04.10.2013, 16:17
73. Autofahren gefährdet Sie und die Menschen in Ihrer Umgebung.

Zitat von cato.
Wer die Gesetzesvorschläge hier völlig in Ordnung findet sollte diese mal auf andere Bereiche anwenden. Da ja "bald" wieder Weihnachten ist, warum keine Einheitsverpackung für Schokolade mit einem 75 Prozent der Verpackung umfassenden Schockbild von verfetteten Organen oder ähnlich Unapettitliches. Es geht hier nicht um die Frage ist Rauchen ungesund, dass weiß mittlerweile jeder, es geht um die Frage, ob wir ein liberales Gesellschaftsbild haben oder ob wir in ein Menschenbild zurückfallen wie vor 70 Jahren, wo der Staat sich anmaßt den Volkskörper zu formen und die Menschen zu ihrem Glück zwingt.
Man stelle sich vor, was los wäre, wenn dieser Satz auf jeder Motorhaube in großen Lettern abgedruckt sein müsste.

Brauchen wir wirklich einen Staat (bzw. eine EU), die uns vor allen Gefahren des Lebens beschützen will? Letztlich ist das Leben immer tödlich, oder kennt jemand eine einzige Ausnahme?

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sapereaude! 04.10.2013, 16:39
74. Versicherung

Zitat von spon-facebook-043
Die Kosten für die Behandlung von Krankheiten (wie Lungenkrebs) werden von der Gemeinschaft der Krankenversicherten getragen.
Als ich vor Jahren in die Private Krankenversicherung wechselte, wurde ich von den Gesellschaften alles mögliche gefragt (Gewicht, BMI, fehlende Zähne, Plattfüße, Beruf, Krankheiten in der Famillie ...) nur nicht, ob ich Raucher bin. Als ich mich darüber gewundert habe, hat man mir erklärt, dass die Versicherungsmathematiker wissen, dass ein Raucher im statistischen Mittel weniger Kosten verursacht als ein Nichtraucher. Die letzten zehn, zwanzig Jahre im Leben eines Menschen sind - für die Versicherung - die teuersten, und die spart sie sich beim Durchschnittsraucher. Leider wirkt sich das nicht beitragssenkend aus.

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trebbien 04.10.2013, 19:12
75. Ich glaube aber doch!

Zitat von anna cotty
Dass Raucher eher ruecksichtsvoll sind, habe ich noch nicht erlebt. Erst in den letzten 20 Jahren (oder so), wo das Rauchen mehr 'verteufelt' wird, kann man es als Gastgeber wagen, das Rauchen im eigenen Haus zu verbieten. Meine Eltern trauen sich das heute noch nicht und zwar gehen die meisten Raucher HEUTE freiwillig nach draussen, aber meine Eltern haben auch eingefleischten Raucherbesuch, der sich absolut nicht darum kuemmert, dass sie in einem Nichtraucherhaushalt sind und ununterbrochen qualmen. Ausserdem habe ich das regelmaessig ind Deutschland und Oesterreich erlebt, dass in Nichtraucherbereichen froehlich geraucht wurde und sich niemand drum scherte, wenn man sich beschwert. Ruecksichtsvoll? Ich glaube nicht!!
Ich habe einmal 10 Jahre lang nicht geraucht. Dieser zweimalige Wechsel, vom Raucher zum Nichtraucher und zurück, hat mir Einsichten vermittelt, die nicht gerade jeder hat. So gehörte es zu meinem festen Vorsatz, meine rauchenden Besucher nicht zu missionieren. Ich schaffte mir zu diesem Zweck sogar eigens wieder einen Aschenbecher an: "Bitte schön, rauche nur!" Alle hatten vorher gefragt.

Zunächst fiel mir als Nichtraucher auf, welch ein lächerliches Ritual das Rauchen ist. Dann stank mir generell auch mehr und mehr der Tabakqualm. Er hängt ja nicht nur in Haaren, Kleidern und Gardinen, sondern dünstet auch aus allen Hautporen und verfälscht die Attraktivität eines Menschen. Aber ich blieb eisern dabei: "Meine Gäste dürfen alles. Auch rauchen." Die dankbare Erleichterung meiner Freunde werde ich nie vergessen.

Als ich von einem zum anderen Tag ohne jedes Hilfsmittel meinen Zigarrettenkonsum von 60/Tag auf 0 reduzierte, war ein befreundeter Arzt zutiefst verunsichert, dass ich keine Entzugssymptome hatte, die sich doch gemäß seiner Schulmedizin hätten zeigen müssen. Nach 10 Jahren fing ich wieder so an zu rauchen, wie ich aufgehört hatte: Schlagartig. Am ersten Tag eine Packung "Ducados", am nächsten Tag waren alle 60 Zigaretten wieder da und blieben bis heute.

Mal abgesehen von den Schäden beim Raucher selbst, halte ich das ganze Getöse der Fachleute eher für eine Philosophie als für eine stichhaltige Argumentation. Sie verlassen sich dabei hauptsächlich auf den Senf, mit dem die Nichtraucher ihre wissenschaftlichen Würstchen würzen.

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spiegelleser987 04.10.2013, 20:32
76. ich glaube nichts ...

Zitat von sepp16
Sie glauben ernsthaft an einer höhere Lebenserwartung von Rauchern? ...
Ich glaube nichts. Mich stört nur ständige von Weltuntergang, Katastrophen, Vorschriften, Bevormundungen usw. lesen zu müssen. Man will anderen Vorschreiben, was der zu tun hat und dementsprechend werden Statistiken ständig "modifiziert". Man denke nur daran, wie "nachgewiesen" wurde, dass bei weniger Bewegung sich das Leben verkürzt.

Zitat von sepp16
.... Es ist im übrigen heute auch klar belegt, dass Depressionen, Alzheimer und Brustkrebs bei Rauchern häufiger vorkommen als bei Nichtrauchern...
Und niemand weist darauf hin, dass Sojaprodukte das Alzheimerrisiko erhöht. Niemand weist darauf hin, dass Brokkoli Dioxine enthält. Man verbietet Methyleugenol und Estragol wegen des erhöhten Krebsrisikos. Nur bei Fenchel geht es nicht. Das ist der "Hersteller".

Zitat von sepp16
...Sie können auch nach dem Artikel "Die schwarze Raucherlunge - ein Mythos?" von DerStandard googeln. Dort werden Sie von Experten aufgeklärt, dass es dunkle Raucherlungen sehr wohl gibt und die Aussagen von Tsoskos übertrieben sind bzw. von militanten Rauchern falsch interpretiert wurden.
Da hat offensichtlich niemand Tsokos zugehört. Sie auch nicht. Sie haben sich nur den Teil rausgesucht, der Ihrem Wunsch entspricht. In dem Artikel steht es auch. Lesen Sie es nochmal genauer und hören Sie dem Video zu. Die schwarzen Lungen hätte man auch als Autobahnbewohnerlungen beteichnen können. Sie können auch Ihren Hausarzt fragen.

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tzdv9000 05.10.2013, 12:00
77.

Zitat von Senf-Dazugeberin
Ja. Gerne. Bin dafür! Dann wird man irgendwann vielleicht wenigstens nicht mehr durch den Rauch vergiftet und durch den ekelhaften Gestank zugepestet. Und liebe Raucher: Man riecht es auch draußen und Nichtraucher sind dadurch gezwungen, ihre Wege entsprechend zu ändern wenn sie dem Rauch aus dem Weg gehen wollen. Leider ist vor Einkaufszentren/Krankenhäusern/Bürogebäuden o.ä. ja oft gar keine Möglichkeit, ins Gebäude zu kommen, ohne das Gift zwangsweise einzuatmen. Aber für die Ekelbilder bin ich nicht. Und zwar nur, weil ich meinen kleinen Kindern den Anblick ersparen möchte. Hat sich von den Entscheidern eigentlich schonmal jemand Gedanken drüber gemacht, dass die sowas ja schließlich auch an jeder Kasse zu sehen kriegen?
Am besten, Sie gehen ohne Overgament und schwerem Atemschutz gar nicht mehr aus dem Haus. Allein schon, wenn der Nachbar seinen Euro-wasweissichwas-Diesel anlässt...oder jetzt wieder alle Heizungen Vollast laufen...oder gar ein Vulkan mal wieder eine Woche lang abascht.

Alles schädlicher als ein Party-Abend mit ein paar Rauchern (die meist sowieso vor die Tür gehen...).

Das Erbrochene und der vollgepisste Garten, den Besoffene regelmässig hinterlassen, riecht auch nicht gerade nach Rose; und das wegzumachen, ist 100%ig ekliger als Haarewaschen.

Senf ist im übrigen auch nicht risikolos - heisst es landläufig doch, dass dieses Kondiment dumm mache...

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Lektorat Berlin 05.10.2013, 12:01
78. Doch,

Zitat von anna cotty
Dass Raucher eher ruecksichtsvoll sind, habe ich noch nicht erlebt. Erst in den letzten 20 Jahren (oder so), wo das Rauchen mehr 'verteufelt' wird, kann man es als Gastgeber wagen, das Rauchen im eigenen Haus zu verbieten. Meine Eltern trauen sich das heute noch nicht und zwar gehen die meisten Raucher HEUTE freiwillig nach draussen, aber meine Eltern haben auch eingefleischten Raucherbesuch, der sich absolut nicht darum kuemmert, dass sie in einem Nichtraucherhaushalt sind und ununterbrochen qualmen. Ausserdem habe ich das regelmaessig ind Deutschland und Oesterreich erlebt, dass in Nichtraucherbereichen froehlich geraucht wurde und sich niemand drum scherte, wenn man sich beschwert. Ruecksichtsvoll? Ich glaube nicht!!
es gibt tatsächlich auch andere! In meinem nahen Umfeld gibt es auch (noch) vier Raucher, und alle vier sind geradezu vorbildlich unterwegs! Nicht ein/e einzige/r käme auch nur andeutungsweise auf die Idee, anderen Leuten die Bude vollzuqualmen, selbst im tiefsten Winter bei -20° (sic!) statten die sich hier für einen 4-5 kurze, aber dringend notwendige Züge währenden Besuch auf dem Balkon sibirienmäßig aus :-)
Also bitte nicht verallgemeinern, es gibt durchaus auch diese Sorte!
Und: Auch die ganz Jungen sind so rücksichtsvoll unterwegs. Im Freundeskreis meines knapp 18jährigen Sohnen sind auch mehrere Raucher und auch diese: freiwillig und voll allein: Balkon...
Scheint also weniger was mit Raucher/Nichtraucher zu tun zu haben sondern eher mit dem Sozialverhalten/Benehmen der jeweiligen Personen.

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anna cotty 05.10.2013, 12:09
79.

Zitat von trebbien
Ich habe einmal 10 Jahre lang nicht geraucht. Dieser zweimalige Wechsel, vom Raucher zum Nichtraucher und zurück, hat mir Einsichten vermittelt, die nicht gerade jeder hat. So gehörte es zu meinem festen Vorsatz, meine rauchenden Besucher nicht zu missionieren. Ich schaffte mir zu diesem Zweck sogar eigens wieder einen Aschenbecher an: "Bitte schön, rauche nur!" Alle hatten vorher gefragt. .
Es geht mir ja nicht um missionieren. Mir ist es voellig egal, ob sich jemand mit Rauchen das Leben vermiesen will. Ich moechte einfach nicht den Gestank in meinem Haus haben und ich moechte nicht den naechsten Morgen mit Kopfschmerzen herum laufen, weil andere Leute suechtig sind.
Es waere mir voellig egal, wenn sie sich ihr Zeugs spritzen oder schlucken koennten.
Im uebrigen ist hier oft die Rede, dass es den Krankenversicherungen Geld spart, weil die Raucher nicht so alt werden. Aber sie brauchen die Dienste der Krankenversicherung einfach viel frueher.
Wie mein Onkel, dem mit 55 sein Raucherbein amputiert wurde und danach nur noch im Rollstuhl sass; der Nachbar, der mit knapp 70 Jahren keine 20 Meter gehen konnte, ohne nach Luft zu schnappen, ein Freund, der mit 40 einen Schlaganfall hatte oder mein Patenonkel, der mit 56 Jahren gestorben ist, nachdem er jahrelang Nierenkrebs hatte, der dann Metastasen im Gehirn und in den Knochen bildete; unser Elektriker, der mal gerade 50 war, aber Probleme hatte, auf eine kleine Leiter zu steigen.
Es ist ja nicht so, dass fuer die Raucher das Leben ganz ploetzlich 10 Jahre vor dem Durchschnittsalter sterben, sondern sie haben schon jahrelang vorher eine verminderte Lebensqualitaet.
Also, von mir aus, viel Spass beim Rauchen; nur nicht bei mir oder in meiner Umgebung.

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