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No-Deal-Szenario: Banker gegen Brexit-Zugeständnisse der EU
Thomas Lohnes / Getty Images

Der Brexit ohne Austrittsvereinbarung kommt - damit rechnet zumindest die Mehrheit der deutschen Finanzmanager. Für deren Geschäfte muss das aber gar nicht schlecht sein.

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bartsuisse 13.08.2019, 13:33
1. oder nicht im Griff haben

Frankfurt hat zwar nach London die zweitgrösste Börse des Kontinents, aber als Finanzplatz liegt es hinter Zürich (Börse und Finanzplatz ist NICHT das Gleiche). Der Traum des Verschiebens von Aktivitäten von London nach Frankfurt hat sich nicht verwirklicht. Somit sind die beiden grössten Finanzplätze Europas ab Oktober beide NICHT in der EU und nicht in der Eurozone. Ob es dann relevant ist wie gut oder schlecht deutsche Finanzler sind werden wir sehen. Ich denke Deutschland hat auch andere Probleme mit dem Einbruch der industriellen Produktion

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archi47 13.08.2019, 13:34
2. klar, es wird auch in bestimmten Kreisen Gewinner eines Brexit geben

zwar nicht die breite Masse der Bevölkerung, aber bestimmte spezielle Aufwendungen, Transaktionen müssen trotzdem stattfinden und bezahlt werden. Kapital ist ein flüchtig Ding und geht dahin, wo es Profit verspricht.
Speziell Finanzdienstleister dürften hier auch Nutzen daraus ziehen können, sogar auf der Insel.
Nicht umsonst sickert immer wieder durch, dass die härtesten Befürworter eines Brexit daran persönliches Interesse haben dürften. Es geht ums eigene Gerschle. In der Annahme, dass die Ursachen eines allgemeinen Niedergangs in GB ohnehin der EU zugeschrieben werden können, wähnen sie sich fein raus.
Die Bereitschaft so einer Kampagne aufzusitzen besteht ja. Die Murdoch-Medien werden ihr Übriges dazu tun ...

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kp229 13.08.2019, 13:37
3. Warum auch?

Es kommt selten vor, aber hier gehe ich mit den meisten Bankern absolut konform. Entweder das UK-Parlament stimmt dem von beiden Seiten gemeinsam ausgehandeltem Austrittsvertrag zu oder wir haben einen Brexit ohne Vertrag - in jedem Fall aber bitte spätestens am 31.10.2019! Und für die Banken sehe ich in der Tat in beiden Fällen keine großen Risiken. Mit Vertrag wird sich zunächst kaum etwas ändern, ohne Vertrag kann man davon ausgehen, dass zum einen sicherlich ein paar Brosamen für Frankfurt abfallen, wenn die EU-weiten Geldgeschäfte nicht mehr wie bisher zum größten Teil über die Londoner City laufen und zum anderen wickeln die Banken auch schon heute Geldgeschäfte außerhalb der EU ab, wo ist also das Problem für die Banken? Dass die Realwirtschaft mit Sicherheit auf beiden Seiten des Kanals leiden wird, dürfte hinlänglich bekannt sein, wobei mMn die Leiden auf der Insel spürbar größer sein werden.

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De facto 13.08.2019, 13:46
4. Banking - die Kohleindustrie von Heute

Digitalisierung, Algorithmen, Nullzinspolitik, Regulierung etc. Eine lange Liste die die Branche zu schaffen macht. Die Finanzbranche verliert Arbeitsplätze mehr und schneller als was ein potentieller no-Deal Brexit bringen mag.

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merho2 13.08.2019, 13:52
5. Mal warten

Zitat von bartsuisse
Frankfurt hat zwar nach London die zweitgrösste Börse des Kontinents, aber als Finanzplatz liegt es hinter Zürich (Börse und Finanzplatz ist NICHT das Gleiche). Der Traum des Verschiebens von Aktivitäten von London nach Frankfurt hat sich nicht verwirklicht. Somit sind die beiden grössten Finanzplätze Europas ab Oktober beide NICHT in der EU und nicht in der Eurozone. Ob es dann relevant ist wie gut oder schlecht deutsche Finanzler sind werden wir sehen. Ich denke Deutschland hat auch andere Probleme mit dem Einbruch der industriellen Produktion
Ein Teil der Aktivitäten wird sich am 1.9. sehr wohl schieben, weil sie illegal werden. Zum Beispiel, EU Banken werden nicht mehr Sicherungen in London halten dürfen.
Ich glaube, dass um die tatsächliche Effekten von Brexit zu schätzen, brauchen wir noch ein Paar Wochen.

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Mr Bounz 13.08.2019, 13:54
6. ... abwarten bis es so weit ist ....

Zitat von bartsuisse
Frankfurt hat zwar nach London die zweitgrösste Börse des Kontinents, aber als Finanzplatz liegt es hinter Zürich (Börse und Finanzplatz ist NICHT das Gleiche). Der Traum des Verschiebens von Aktivitäten von London nach Frankfurt hat sich nicht verwirklicht. Somit sind die beiden grössten Finanzplätze Europas ab Oktober beide NICHT in der EU und nicht in der Eurozone. Ob es dann relevant ist wie gut oder schlecht deutsche Finanzler sind werden wir sehen. Ich denke Deutschland hat auch andere Probleme mit dem Einbruch der industriellen Produktion
Sie werden schon sehen wie schnell die "Finanz" Ratten das sinkende Schiff verlassen so bald es zum No Deal Brexit kommt.

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wiseman21 13.08.2019, 14:00
7. Mal wieder die Schweiz...

Warum müssen Sie jedes Mal wenn es um den Brexit die Schweiz ins Spiel bringen? Denn die Größe des Finanzplatzes Schweiz interessiert die meisten Deutschen erst einmal herzlich wenig. Und wenn Sie schon immer und immer wieder mit der selben alten Leier kommen, dann vergleichen Sie bitte entweder Börse mit Börse oder Finanzplatz mit Finanzplatz. Denn ich wage mal zu behaupten das der Finanzplatz Deutschland mit all seinen Börsen dann doch ein wenig größer ist als ihre putzige Schweiz. Ach ja, und ob die Londoner Börse nach einem harten Brexit international dann immer noch so wichtig ist, bleibt erst einmal abzuwarten. Geschäft wird sich ganz sicher verlagern, vorzugsweise in die EU und, ja, auch nach Deutschland.

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sibbi78 13.08.2019, 14:24
8. Viele US-Amerikaner haben gegen den Euro gewettet

Alles was der EU und dem Euro schaden könnte, ist in gewissen Kreisen sehr gerne gesehen und wird auch kräftig forciert. Ein harter BREXIT wäre ein Sahnehäubchen auf der Profiteuren-Torte.
Diesen Leuten ist es herzlich egal, wer unter den Folgen des harten BREXIT zu leiden hat - Hauptsache die eigenen Taschen werden voll.

Der harte BREXIT deutet sich bei den angelsächsischen Entscheidungsträgern doch bereits seit Monaten sehr offensichtlich an...

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bartsuisse 13.08.2019, 14:34
9. wisemann - ja und?

was ist ihr Problem damit? Natürlich wird die Schweiz mit dem Brexit in Verbindung gebracht. Weil sie eine der möglichen Zusammenarbeiten mit der EU darstellt und wie eng aber draussen existiert wird. Und ich vermische Börse und Finanzplatz nicht, das machen normalerweise Deutsche. Finanzplätze sind normalerweise Städte und nicht Nationen. Kann man auch googeln....und nein Frankfurt ist natürlich NICHT grösser als Finanzplatz und Deutschland als Nation auch nicht, denn dann müssen Sie auch Genf, Zug, Lugano miteinrechnen. Alleine Genf ist als Finanzplatz nur knapp kleiner als Frankfurt. Wie gesagt....Börse ist NICHT Finanzplatz....und da sowohl London als Zürich eben unter den wichtigsten Finanzplätzen rangieren und es hier um Finanz geht, weiss ich nicht warum mein Beitrag für Sie ein Problem darstellen soll....weil er auf die kleinere Grösse und kleinere Wichtigkeit Deutschlands im Finanzsektor zeigt? Ich kann leider nichts dafür, dass Deutschland in der zweiten Liga spielt der Finanzplätze, oder dass Deutschlands Grossbanken katastrophal schlecht sind. Identifizieren Sie sich damit?

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