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Nobelpreisträger gegen Kryptowährung: "Bitcoin verbieten - er erfüllt keine sinnvolle
REUTERS

Der Bitcoin-Hype hat eine Goldgräberstimmung ausgelöst - doch das Investment ist riskant: Bei einem "Flash Crash" hat die Kryptowährung gerade 20 Prozent verloren. US-Ökonom Stiglitz wirbt für ein Verbot.

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dolfi 30.11.2017, 07:32
1. 20th-Century-Denke

Recht haben sie ja alle, die Wirtschaftsweisen. Alles richtig. Aber wer kann denn - wie Joseph Stiglitz - BitCoin verbieten wollen? Haben die den Sinn des Ganzen nicht verstanden? Leben die noch im 20. Jahrhundert? BitCoin lässt sich nicht einfach "per Gesetz" verbieten. Es ist einfach da. Radioaktivität lässt sich ja auch nicht einfach verbieten. Es ist auch einfach "nur da".

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Bill G. der 2.0te 30.11.2017, 07:34
2. Stieglitz hat recht und unrecht zugleich

Einerseits ist Bitcoin tatsächlich momentan ein reines Spekulationsobjekt. Mehr als 90% der Nutzer dürften vor allem wegen der verlockenden Kursgewinne in Kryptowährungen investiert haben.
Doch andererseits wird der Bitcoin von einem kleinen, aber langfristig wachsenden Teil der Community so genutzt, wie es die Gründer sich vorstellten: als weltweites, nicht von Autokraten und schlecht wirtschaftenden Regierungen zensierbares Geldsystem. Es ist eigentlich ein Projekt zur Völkerverständigung und zur Sicherung der persönlichen Freiheiten, gerade in Teilen der Welt, wo diese bedroht sind. Um diesen Aspekt zu stärken, muss die jetzige Blase aber erst mal platzen.

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larry_lustig 30.11.2017, 07:37
3. Wieso steht in der Überschrift Nobelpreisträger?

Im Text steht doch klar, dass er keinen der Preise , die von Alfred Nobel gestiftet hat, erhalten hat, sondern eine Wirtschaftsausszeichnung, die sich des Namens Alfred Nobels bedient.
(Obwohl der das wohl nie gewollt hätte)

Wie auch, er ist ja kein Naturwissenschaftler, Author oder Friedensstifter.....
(Auch wenn ich ihn mag, u.a. weil er sich kritisch zu der Neo-Liberalen Wirtschaftspolitik der USA äusserte:
Bakenrettungen a la "Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen" prangerte als Sozialsmus für Vermögende an)

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WurstInspektor 30.11.2017, 07:42
4. Unter diesem Aspekt muss man dann noch viel mehr verbieten

Keine "soziale Funktion". Mir kommen die Tränen.

Grosse Teile unseres herkömmlichen Finanzsystems erfüllen ebenfalls keine "soziale Funktion". Die ganzen Derivate und x-fach gehebelte Konstrukte fallen auch darunter. Auch die geduldeten und von Politikern mitgetragenen Steueroasen tun das nicht. Ich kauf ihm dieses scheinheilige Statement nicht ab.

Die Übersetzung sollter eher lauten: Verbietet es, weil wir keine Kontrolle darüber haben.

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cdbee 30.11.2017, 07:44
5. Fakten Fakten Fakten

Anfänger kaufen hoch (Gier) und verkaufen niedrig (Panik).
Versierte Leute verkaufen hoch (Gewinn) und kaufen immer wenn der Kurs mal niedrig ist.

Verbieten löst dieses Problem natürlich.

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spon_2294391 30.11.2017, 07:45
6. Soziale Funktion?

Seit wann ist dies Voraussetzung? Wenn es Firmen wie GS, JPM & DB gibt, haben die Bitcoins sicherlich auch eine Berechtigung.

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mrotz 30.11.2017, 07:59
7.

Stiglitz ist kein Nobelpreisträger.

Ferner ist der Bitcoin nicht anders als andere Finanzprodukte. Gold oder Zertifikate auf Gold sind genauso wertlos/wertvoll wie ein Eintrag in der Blockchain.
Die Wertzuordnung andernorts ist genauso (ir)real.

Man könnte auch sagen, der Bitcoin ist Satire. Zeigt er doch die Sinnlosigkeit der Finanzwirtschaftswelt.

Allerdings haben andere Kryptowährungen enormes Potential, das bisherige Geld einfach zu ersetzen. Allerdings ohne Kontrolle durch Staaten/Zentralbanken.

Somit ist die größte Gefahr der Kryptowährungen, Ihr Verbot.
Da Cryptowährungen ein Frontalangriff auf die komplette Bankenwelt sind (wer braucht die noch?) ist klar, daß man ein Verbot fordert...

mfg

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Ein_denkender_Querulant 30.11.2017, 08:11
8. demokratisierte Währung

BITCoins sind eine internationale handelbare Währung ohne Zugriff der Notenbanken. Damit ist es totale Demokratie mit all den Vor- und Nachteilen und der Härte der Menschen, aber es ist ein Modell, dass ins 21ste Jahrhundert passt.

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StefanXX 30.11.2017, 08:12
9. "Versierte Leute" ...

Zitat von cdbee
Anfänger kaufen hoch (Gier) und verkaufen niedrig (Panik). Versierte Leute verkaufen hoch (Gewinn) und kaufen immer wenn der Kurs mal niedrig ist. Verbieten löst dieses Problem natürlich.
"Versierte Leute" kaufen überhaupt keine Bitcoins als Investment, weil die Risiken und Schwankungen so unüberschaubar sind, dass es als seriöse Geldanlage nicht geeignet ist. Aber zum Zocken hat es natürlich viel Potential. Ihre sehr vereinfachte Form der Darstellung des Problems zeigt dass Sie nicht viel Ahnung haben. 1) Wann ist der Kurs denn "niedrig" und wann ist er "hoch"? 2) Woher wollen Sie wissen dass wenn Sie "niedrig" kaufen der Kurs nach einem Jahr nicht "sehr niedrig" ist? 3) Die Kaufentscheidung alleine vom Kurs abhängig zu machen ist nicht sehr überlegt, oftmals hat es einen guten Grund warum der Kurs niedrig ist und auch künftig niedrig bleiben wird und umgekehrt. Mit all diesen Problemen schlagen sich schon seit 100 Jahren Abertausende von "Profis"/Finanzinvestoren rum und niemand kann hier sagen er sei im Besitz der absoluten Weisheit. So einfach wie Sie schreiben, ist es also bei weitem nicht.

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