Forum: Wirtschaft
Nobelpreisträger gegen Kryptowährung: "Bitcoin verbieten - er erfüllt keine sinnvolle
REUTERS

Der Bitcoin-Hype hat eine Goldgräberstimmung ausgelöst - doch das Investment ist riskant: Bei einem "Flash Crash" hat die Kryptowährung gerade 20 Prozent verloren. US-Ökonom Stiglitz wirbt für ein Verbot.

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frank.huebner 30.11.2017, 09:20
30. Das Vertrauen ist das Kapital

Mit den Bitcoins ist es wie mit dem Euro: Die, die damit handeln, haben Vertrauen in den Wert der Währung. Der Artikel ist insoweit schlecht als dass er dem angeblichen Nobelpreisträger, der keiner ist, Kritik äußern lässt, aber nicht hinterfragt. Warum erfüllt der Bitcoin keinen sozialen Zweck und sollte verboten werden (warum gleich verbieten?), die ganzen windigen Optionsgeschäfte, Leerverkäufe etc an den Börsen aber dann ja in Ordnung? Obwohl man diese Börsengeschäfte einfacher verbieten könnte. Der Herr Fast-Nobelpreisträger vergisst, dass es viele Menschen gibt, die den Bitcoin tatsächlich als Handelswährung zum Abwickeln von realen Geschäften nutzen,. damit ist er sozialer und realer als 50% aller Börsengeschäfte.

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kai Spaicher 30.11.2017, 09:24
31. Verbietet den Handel mit Picasso-Werken

denn sie erfüllen keine sinnvolle Funktoion
- außer Geldanlage und Spekulation
Hätte unser Expäärte so etwas auch gesagt, wenn Picasso den Bitcoin erfunden hätte

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ThinkTwice2011 30.11.2017, 09:28
32. Verbieten

...könnte man allerdings die Nutzung von Bitcoins als Zahlungsmittel. Solange jedoch ein Land bzw. Währung existiert, die einen Umtausch ermöglicht, wird so ein Verbot ins Leere laufen.

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hedele 30.11.2017, 09:29
33. Bitcoins nicht verstanden

Der Sinn der Bitcoins ist die Transaktion, nicht das Horten. Es ist das einzige Medium, mit dem man Realwerte ohne rechtliche Dreieckskonstruktionen wie Forderungsabtretung, Zahlungsanweisung, e-money, Scheck oder Wechsel direkt ohne einen anderen übertragen kann. Dies ist insbesondere dann genial, wenn die entsprechende rechtliche Infrastruktur vor Ort nicht besteht, unsicher oder zu teuer ist, also z.B. bei Transfers von und in Dritte-Welt oder Krisenstaaten.
Es reicht aber aus, die Bitcoins für diese Sekunden anzuschaffen und dann wieder zu veräußern. Auf einem derart volatilen Wert sollte niemand lange sitzen.

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roby1111 30.11.2017, 09:29
34. Ich dachte immer schon

der Staat hätte das Gewaltmonopol und auch das Münzer/Gelddruckmonopol, d.h. solche Parallelwährungen wären genauso wie die in Deutschland in alternativen Kreisen recht beliebten Lokalwährungen einzelner Kommunen schlicht und ergreifend illegal! Hier wäre der Staat mal gefordert, richtig druff zu hauen, sprich Abschaltung dieser Betrügerbörse und als Warnung an die "Anleger": ersatzloser Verlust der Werte, lediglich Klagemöglichkeit auf Rückabwicklung an den jeweiligen Verkäufer.

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oaonorm1 30.11.2017, 09:30
35.

Zitat von rupert_spoddig
Also keinerlei sozialen Nutzen, deswegen verbieten. AHA Verbieten sollta man dann aber auch 90 % alle Finanzinstrumente der Banken und Börsen. Alles reine Zockerei und die kleinen bezahlen die Zeche. Einziger Grund warum hier Panik gemacht wird, ist das er sich der Staatlichen Kontrolle entzieht. Sie dürfen auch dann gerne das Staatliche Lotto vebieten, auch reine Zockerei und auch hier verleiern die meisten nur Geld.
Beim staatlichem Lotto kommt doch was zurück in den Wirtschaftskreislauf.
Bei den Finanzprodukten, Forex und co kommt so gut wie nix in der realität an. Das fördert keine Produktivität, es schafft keine reale Nachfrage an normalen Konsumgütern und zu Steuern auf Erträge fällt mir nur "lol" ein.
Also Lotto find ich gut :D
Zumindest ist es nicht so eine Bürde für unsere Gesellschaft wie die Finanzelite und ihre immer starker werdende Beeinflussung des öffentlichen Lebens und der Lebensumstände.
Die würden gut daran tun sich mal zu überlegen wo es enden wird, aber die glauben sie haben dann alle ne Insel. Das sind nicht meine Worte... Die glauben das wirklich... "Nach mir die Sintflut" Logik halt.

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Gabor 30.11.2017, 09:34
36. Sozialverträgliche Abschöpfung der Kaufkraft

Eine Währung mit der sich ohne Konversion in eine "konventionelle" Währung kaum Artikel des täglichen Bedarfes oder Invstetionsgegenstände, kaufen lassen, ist genau genommen gar keine keine Währung.
Der Preis der BitCoins ergibt sich recht einfach daraus, dass die Menge begrenzt ist und sich zunehmend Menschen von rasant steigenden "Kursen" blenden lassen und denken die Party würde kein Ende nehmen.
Das wird sie natürlich und spätestens an dem Punkt wo keine neuen "Investoren" in den Markt drängen, wird sich der "Wert" dem realen nähern, also null.
Da BitCoin Besitzer lediglich jenen Teil ihres Geldes in die Spekulation stecken, den sie nicht für Alltagsgeschäfte benötigen, ist der Effekt beim Wertverlust ein völlig anderer als bei Verlust einer Landeswährung. Verloren wird lediglich jener Teil des Geldes der ohnedies überschüssig ist.

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larsmach 30.11.2017, 09:50
37. Investment!? - ...ein Spiel!

Hört endlich auf, von "Investment" zu reden! - Es ist ein Spiel, ein Kettenspiel.
Und was für eine "Währung" soll das sein, die
1) gehortet wird, weil die Gier Spieler dazu verleitet, "Bitcoins" möglichst zu behalten, um weitere Preissteigerungen nicht zu verpassen und mehr Spielgewinn herauszuholen (wohlgemerkt: In einer ordentlichen Währung wie Dollar oder Euro; denn all diese "Gewinne" sind ja in den allermeisten Fällen überhaupt erst bei einem Verkauf real! - Wer zwei Bitcoins besitzt und in dieser "Währung" denken und handeln würde, dessen Bitcoins vermehren sich ja nicht: Es bleiben zwei) und eine "Währung" die
2) dank Volatilität und System-/Stromausfällen nicht sicher genutzt werden könnte - falls das überhaupt einer der Spieler wollte. Jemand propagierte im Forum, dass "80%" der Menschen ein Smartphone hätten. Offenbar war diese Person noch nie in Afrika unterwegs (mit regelmäßigen Strom- und/oder GSM-Netzausfällen).

Verbieten? Ach, weshalb? Sollen die Spielsüchtigen doch einen Weg finden, ihre Ersparnisse zu verzocken! Am Ende ist allerdings zu befürchten, dass Verluste sozialisiert werden, wenn am Ende gar Banken bei dem Spiel mitspielen - immerhin will ein Börsenplatz bereits Wetten auf die Wette anbieten!!!
Wozu waren Börsen noch einmal ursprünglich gedacht!?

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larsmach 30.11.2017, 10:02
38. Demokratisierte Währung - mit einem Diktator

Zitat von Ein_denkender_Querulant
BITCoins sind eine internationale handelbare Währung ohne Zugriff der Notenbanken. Damit ist es totale Demokratie mit all den Vor- und Nachteilen und der Härte der Menschen, aber es ist ein Modell, dass ins 21ste Jahrhundert passt.
...und morgen lacht sich der (unbekannte!) Erfinder des "Bitcoins" schlapp, drückt die ENTER-Taste, und Bitcoin schaltet sich ab. Klingt sehr demokratisch.
Sie haben die Funktionsweise und das Wesen von Währungen nicht begriffen, mein Lieber.
Zentralbanken müssen anhand der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung peinlich genau auf die Geldmenge achten - um ihr Ziel (Geldstabilität!) zu erreichen. Eine Währung, die sich nicht an der Realwirtschaft orientiert (Wertschöpfung, d.h. durch Idee + Arbeit + Rohstoff erzeugte Güter usw.), ist sinnlos: Entweder gibt es massiv Deflation (keiner will sein Geld mehr ausgeben) oder Inflation (das Geld wird vermieden).

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bingo` 30.11.2017, 10:07
39. ich muss lachen

Zitat von larsmach
...und morgen lacht sich der (unbekannte!) Erfinder des "Bitcoins" schlapp, drückt die ENTER-Taste, und Bitcoin schaltet sich ab. Klingt sehr demokratisch. Sie haben die Funktionsweise und das Wesen von Währungen nicht begriffen, mein Lieber. Zentralbanken müssen anhand der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung peinlich genau auf die Geldmenge achten - um ihr Ziel (Geldstabilität!) zu erreichen. Eine Währung, die sich nicht an der Realwirtschaft orientiert (Wertschöpfung, d.h. durch Idee + Arbeit + Rohstoff erzeugte Güter usw.), ist sinnlos: Entweder gibt es massiv Deflation (keiner will sein Geld mehr ausgeben) oder Inflation (das Geld wird vermieden).
Ich musste schon über die naive Vorstellung lachen, eine Person könnte "Bitcoin" abschalten. Solange es das Internet gibt, wird es Bitcoin geben. Es gibt keinen "Aus"-Schalter.

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