Forum: Wirtschaft
Nobelpreisträger Shiller über Trump: "Gebt ihm seine Mauer"
REUTERS

Top-Ökonom Robert Shiller sagt: Die nächste Wirtschaftskrise wird auch herbeigeredet. Hier verrät er, was Donald Trump richtig macht - und warum ihm die Demokraten im Mauerstreit ruhig nachgeben können.

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burlei 24.01.2019, 09:59
20. Ja, gebt ihm die Mauer

Lasst ihn seine Mauer bauen. Natürlich nicht durch ihn persönlich, sondern durch US-amerikanische Konzerne, die mit kanadischem Zement, mexikanischen Steinen und mittelamerikanischen Einwanderern nicht nur die Mauer bauen, sondern auch die Kassen plündern. Er hat dann seine Mauer, die ja ach so effektiv gegen Einwanderer und Kriminelle ist. China und die DDR können ein Lied von der Effektivität von Mauern singen. Msauern, Grenzen, Zäune, Stacheldraht sind nur dann effektiv, wenn man sie um seine eigene, kleine, eng begrenzte Welt herum baut. Noch nicht ein mal real, sondern fiktiv um sein eigenes Denken. Das verhindert den Einbruch der Realität, die Neugier auf etwas fremdes, steigert die eigene Angst davor und lässt den Mauerbauer in seinem eigenen Mief verkommen.

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Tylenol 24.01.2019, 09:59
21. Ökonomen Tratsch

Ökonomen können gut mathematische Modelle rechnen. Sobald sie Bezug nehmen auf die gesellschaftspolitische Realität, kommt nur dummes Zeug. Besser auf Durchzug schalten.

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master-of-davinci 24.01.2019, 09:59
22. Versuch macht Kluch... nur nicht beim Hamster

"Wir sollten es ihn versuchen lassen. Ich denke, die Mauer wird nichts an der illegalen Einwanderung ändern - und es werden allerlei für ihn beleidigende Graffiti darauf stehen."

Das Problem ist doch, dass selbst wenn es völlig klar werden würde, dass die Schließung der offenen Stellen, absolut gar nichts bringt für die Sicherheit, kein Gramm weniger Drogen ins Land kommen, nicht eine Straftat weniger begangen wird, wird der Hamster sich hinstellen und lauthals schreien: "Sehet ihr ungläubigen, es ist das beste Bauwerk aller Zeiten, wir haben dieses Land so sicher wie noch nie gemacht, es ist die erfolgreichste Aktion ever...bla bla."

Man kann einem DT nicht mit Fakten eine Vorhaltung machen. Er und sein Lager ignorieren das ganz einfach und behaupten das Gegenteil. "Glaubt mir..."
Nein, man sollte es ihn nicht versuchen lassen. Sondern der Göre endlich mal sein Spielzeug wegnehmen.

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Pressimist 24.01.2019, 09:59
23. Unsinnige Idee

Im Artikel klingt der Gedanke an: "Lasst es Ihn versuchen. Es wird sich dann schon zeigen das die Mauer nichts bringt."
Da hat Herr Shiller etwas nicht verstanden: Es ist Trump vollkommen egal ob die Mauer bzgl der illegalen Einwanderung etwas bringt oder nicht. Wenn Sie fertig ist, wird er sie als den größten Erfolg in der amerikanischen Geschichte feiern, und seine Fans werden ihm zujubeln. Wer dann herausfindet, dass die Mauer nutzlos ist, verbreitet aus seiner Sicht nur Fake-News und behandelt Ihn unfair.

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tim_van_beek 24.01.2019, 10:01
24. An alle Mauerfreunde...

Zitat von sok1950
die "Mauer" in den USA existiert längst und wurde in großen Teilen von Obama gebaut - nur hat es Obama nicht geschafft die vorhandenen Lücken zu schließen. Vielleicht sollten sich einige mal mit den Grenzanlagen der EU beschäftigen, welche in den letzten 5 Jahren gebaut wurden, u.a. mit Hilfe Deutschland. Stichwort: EU-Agentur Frontex und Aktion Neptune
Was Trump will, ist, Zitat "1,000 miles long, made of precast concrete slabs, rising 35 to 40 feet in the air" und "Mexico will pay for it".

Das hat er versprochen, das ist völlig sinnlos, und davon hat er seine eigenen Parteifreunde im Laufe von zwei Jahren nicht überzeugen können.
Letzteres scheint jetzt, wo die Dems die Mehrheit im Kongress haben, irgendwie auf der einen Seite der Debatte sowas von komplett vergessen worden zu sein ;-)

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annoo 24.01.2019, 10:03
25. "Gebt ihm seine Mauer"....

Das bedeutet doch nichts anderes als "gebt dem Kind sein Spielzeug damit es nicht mehr auf dem Boden liegt und strampelt." Mit erwachsenem Handeln hat das nichts zu tun. Und das Wort "ihm" zeigt nochmals deutlich, für wen Trump Politik macht - nicht für die Bürger sondern einzig und alleine für SICH. Abgesehen davon dass ein - Nobelpreisträger hin oder her - Immobilienwirtschaftsmogul als Experten etwas einseitig sein könnte. Aber sei es drum, es wird immer deutlicher dass es D. Trum nur ums Recht bekommen geht und darum, seine Macht zu demonstrieren und wie man sieht, gehen ihm die Bürger - ja, auch seine Wähler - ziemlich hinten vorbei. ER hat ja genug Geld, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Beruhigend ist nur, dass Trumps Beliebtheitswerte immer weiter sinken. Nachdem sie sich lange bei rund 41 Prozent angesiedelt hatten, pendeln sie sich schon seit einigen Tagen bei unter 40 Prozent ein, Tendenz täglich sinkend. Was ihn sicher nicht davon abhalten wird immer noch zu behaupten er sei der beliebteste Präsident ever ;-)).Auf kurz oder lang erledigt sich das "Problem Trump" also von alleine.

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login37 24.01.2019, 10:06
26. Ahnungslos

Bei aller Höflichkeit: der Mann versteht die aktuelle Situation nicht. Er tut die Gefahren der Automatisierung damit ab, dass es Roboter seit 100 Jahren gibt und sie uns bisher nicht die Arbeit weg genommen haben. Diese Argumentation ist - Entschuldigung - schlicht dumm. Sie projiziert die Vergangenheit in die Zukunft und ignoriert dabei die massiv veränderten Rahmenbedingungen.

Elektroautos gibt es auch seit über 100 Jahren und sie haben sich bisher nicht durchgesetzt. Leitet er daraus auch ab, dass sich diese auch zukünftig nicht durchsetzen?

Elektroautos werden sich durchsetzen und Digitalisierung und Automatisierung werden die Hälfte aller Jobs kosten. Beides aus den gleichen Gründen: Die "Zutaten" sind so billig geworden, dass eine Durchsetzung aus wirtschaftlichen Gründen unvermeidbar ist. Speicherplatz und Rechenleistung kosten fast nichts mehr. Elektrosensorik und Elektromechanik sind dramatisch billiger geworden. Ein Beispiel: Ein Staubsaugerroboter hätte vor 20 Jahren 20.000 EUR oder mehr gekostet. Jetzt kostet er 200 EUR, weil seine Zutaten Ultraschall- und Infrarotsensoreren, Prozessor, Akku und 2-3 Motoren so dramatisch im Preis gefallen sind. Erst jetzt ist sowas billiger als menschliche Arbeitskraft.

Trump die Mauer zu geben, ist auch keine Lösung. Man macht damit seinen Politikstil zum Erfolgsmodell. Trump erschafft vorsätzlich Krisen (hier der Shutdown). Diese willkürlich geschaffenen Krisen will er dann nur lösen, wenn er Zugeständnisse auf ganz anderen Gebieten abpressen kann. Niemand bei Verstand kann wollen, dass dieser Politikstil zum Erfolgsmodell wird, bei dem regelmäßig unbeteiligte Dritte in Geiselhaft genommen werden, um irrationale Dinge zum persönlichen Vorteil von Trump zu erzwingen. Dann zieht die Trump die Nummer noch häufiger. Wo soll das hinführen? Trump muss damit scheitern.

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s.l.bln 24.01.2019, 10:08
27. Selbstverständlich...

Zitat von kalim.karemi
grossartiger Journalismus, warum sollten die Amerikaner Merkel vermissen? Was Amerikaner über Merkel wissen, entstammt Medienberichten über sie. Dass die Medien aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf Merkel abfahren, kritische Berichte über sie scheint es ja kaum zu gegen, und dass der unbedarfte Leser diese Berichterstattung als Realität versteht, besonders wenn er sich auf der anderen Seite des Atlantik befindet, ist logisch. Läuft mit Trumpkritischer Berichterstattung hier genauso. Wichtig ist, werden die Deutschen Merkel vermissen, ich hoffe nicht, das würde bedeuten, es kommt noch schlimmer.
...weiß der bedarfte Leser, daß alles jenseits von Fox und Breitbart fake news sind.
Wenn es doch nur jemanden gäbe, der das der Welt erzählt...

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swiss35 24.01.2019, 10:08
28. Hören Sie auf

Zitat von AlexZatelli
Funtioniert die Shutdown-Erpessung beider Mauer, wird der Präsident die nächste Erpressung nachschieben und man ist wieder gleich weit. Zudem wäre die Anhänger der Demokraten - ein klare Mehreit im Land - sehr enttäuscht von ihrer Partei. Hier geht es eben um Politik, nicht um Ökonomie.
Hören Sie endlich mal auf mit diesem unsinnigen die Mehrheit haben die Demokraten. Das US Wahlsystem ist vielleicht das dümmste was es gibt, aber Trump hat so gewonnen.
Wäre ein zweiter Obama gewählt worden, würden jetzt Leute wie Sie jubeln und meinen er habe zurecht gewonnen.

Sie müssen jetzt halt mit Trump klar kommen, vorallem ist es eine Sache der Amerikaner und nicht Ihre.

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peter.teubner 24.01.2019, 10:10
29. Lieber SPON

Herr Robert Shiller ist mit Nichten Träger des Wirtschaftsnobelpreises, den gibt es nämlich nicht. Er bekam 2013 Sveriges Riksbanks pris i ekonomisk vetenskap till Alfred Nobels minne, also ein von der Schwedischen Reichsbank und nicht von Nobel, wie die Nobelpreise, gestifteter Preis. Warum seid ihr da so schlampig? Und wie sieht es sonst in den Artikeln bei euch aus mit Fakten, die ich nicht so leicht nachprüfen kann. Es ist doch mit dem Journalismus eine Frage des Vertrauens und Herrn Shiller einen Nobelpreis anzudichten trägt nicht dazu bei. Ihr seit doch auch ein Teil des SPIEGEL und eigentlich nach den letzten Vorfällen besonders an Genauigkeit interessiert.

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