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Norddeutschland: Arbeitgeber wollen Geld für neuen Feiertag
DPA

Die vier norddeutschen Bundesländer wollen einen neuen Feiertag einführen. Die Arbeitgeber fordern, dass sich die Beschäftigten an den Kosten beteiligen.

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verspiegelt24 10.04.2018, 15:55
10. Für wen bitte?

Feiertage sollten nur für die ein Feiertag sein, welche auch schon brav in die Kirche gehen und ihre Kirchensteuer bezahlen. Für alle Anderen sollte dies ein normaler Arbeitstag sein. Deshalb fordern viele Muslime die Einführung der Kirchensteuer.

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cptlars 10.04.2018, 15:55
11. Feiertage

Sollten für alle Bundesländer gleich verteilt werden. Nehmen wir doch einfach die Feiertage von den Bayern und bawü weg und verteilen die dann gleichmäßig auf ganz Deutschland. Dann würde endlich mal Gleichberechtigung herrschen.

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foomen 10.04.2018, 15:59
12. So etwas ähnliches hatten wir doch schonmal

Mit dem Reformationstag. Man hat uns den seinerzeit weggenommen, damit wir 38-Stunden Woche bekommen. Dann würden uns (Beamten!) wieder sang-und klanglos die 41-Stunden Woche wieder auferlegt. Ohne erneuten Feiertag. Die Angestellten blieben natürlich auf 38 Stunden!

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officialhorst 10.04.2018, 16:05
13.

Der Anteil der Bonzenerträge am Volkseinkommen hat sich von 17% auf 35% seit Unsozial-Schröder erhöht.

Das hier ist ein notwendiger Schritt um dem Arbeitgeber wieder mehr von der Leistung, die er erbringt, zukommen zu lassen.

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rkinfo 10.04.2018, 16:11
14. 'Geschützte' Urlaubstage nötig

Zitat von verspiegelt24
Feiertage sollten nur für die ein Feiertag sein, welche auch schon brav in die Kirche gehen und ihre Kirchensteuer bezahlen. Für alle Anderen sollte dies ein normaler Arbeitstag sein. Deshalb fordern viele Muslime die Einführung der Kirchensteuer.
Ostern war mal wieder ein Beispiel, wie konfus unsere Regelungen sind. Bei uns wurde 30.3 bis 2.4. 'gefeiert', während in Südosteuropa Ostern am 6.4. bis 9.4. christliche Feiertage waren.
Würde man je Bedarf Urlaub gewähren, so wäre die Sache stimmiger.

Auch die Feiertage 31.10. und 1.11. (Allerheiligen) sind eher variabel, denn die orthodoxen Christen haben ihr Allerheiligen am nächsten Sonntag = 15.4.

Bei Pfingsten ist zudem nur der Pfingstsonntag religiös belegt, während dem Pfingstmontag jede christliche Substanz fehlt. Zudem in Mitteleuropa der Montag 21. Mai, während es in Südosteuropa der 28. Mai ist ;-)

Bei Weihnachten ist der 25. 12. der Geburtstag Jesus, während der 24.12. nur die vorgelagerte 'heilige Nacht' ist. Streng genommen würde also arbeitsfrei abends ab 22 Uhr am 24.12. reichen.
Der 26.12. hat wiederum auch keinerlei christliche Wurzeln ;-)

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iekosch 10.04.2018, 16:12
15. Gier

Die Arbeitnehmer haben in den Krisenjahren durch Lohnzurückhaltung erheblich zur positiven Entwicklung der Unternehmen beigetragen und die Politik hat zusätzlich für Entlastung gesorgt, indem beispielsweise die Steuerbelastung sank und die Arbeitnehmer höhere Krankenversicherungsbeiträge bezahlt haben, als Arbeitgeber. Nun kann es wirklich nicht überraschen, dass Arbeitnehmer etwas vom Profit der letzten guten Jahre abbekommen wollen und selbst die Politik einsieht dass es höchste Zeit dafür ist. Statt mit Großmut zu reagieren, was den Unternehmensverbänden gut gestanden hätte, zeigen sie, wie sehr die Gier ihr Denken bestimmt. Wir werden uns das merken und vielleicht in der nächsten Kriese etwas weniger aufmerksam sein, wenn die gleichen Leute neue Existenzängste fabulieren und Forderungen stellen.

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Seraphan 10.04.2018, 16:13
16. Unglaublich

Jahrzehntelang haben Arbeitgeber die im Vergleich zu anderen Regionen zusätzlichen Arbeitstage ausgleichslos für sich genutzt. Nun soll ein zusätzlicher Feiertag, der das Ungleichgewicht ein wenig ausgleicht, von den Arbeitnehmern auch noch mitfinanziert werden.

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Pless1 10.04.2018, 16:15
17.

Zitat von
Die vier norddeutschen Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen haben gemeinsam die Einführung des neuen Feiertags angestrebt, um ein Ungleichgewicht zu den übrigen Ländern zu beseitigen.
Na, das nenne ich mal Solidarität: Wir gehören zwar so schon zu den eher weniger produktiven Bundesländern, aber den Produktivitätsvorteil wegen des einen Arbeitstages mehr wollen wir unseren süddeutschen Kollegen dann doch nicht zumuten, ist ja total ungerecht, sich so Standortvorteile zu erhaschen...

Ganz davon abgesehen sollte man sich fragen, ob bei der immens abnehmenden Bedeutung der christlichen Kirchen die zusätzliche Einführung eines kirchlichen Feiertages der richtige Schritt ist. Der im Grunde sowohl von Arbeitgeber- als auch von Arbeitnehmerseite gewünschten Flexibilisierung der Arbeitszeiten dienen diese starren Feiertage jedenfalls nicht. Wenn dann noch die eine Hälfte der Bundesländer an Allerheiligen frei hat, die andere Hälfte am Tag zuvor (Reformationstag) ist das Chaos perfekt.

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mwroer 10.04.2018, 16:20
18.

Zitat von the_rover
Arbeitnehmer werde in der Regel nicht angestellt, um bei möglichst viel Freizeit finanziell versorgt zu sein. Arbeinehmer werden angestellt, um für das Unternehmen etwas zu erwirtschaften. Das wird offenbar von vielen vergessen. Wenn es einen Feiertag mehr geben soll, dann stellt sich schon die Frage, wer für die Kosten aufkommt. Im Zweifel der, der Vorteile aus der Regelung hat!
Also Sie meinen es ist okay wenn man Ihnen den Lohn faktisch kürzt wegen eines Vorkommnisses auf das Sie keinen Einfluss haben aber das Ihnen nutzt. Okay.

Ich würde doch eher sagen: Wer religiös ist nimmt sich einen Tag Urlaub der zu gewähren ist und der Rest kann normal arbeiten. Das wäre angemessen.

Parallel müsste man dann halt alle kirchlichen Feiertage generell streichen - dazu zählen der 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und Ostermontag ( incl. der 0.5% Senkung der Pflegeversicherung) um die Ungleichbehandlung Nord Süd auszugleichen.

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andraschek 10.04.2018, 16:21
19. Die Disskusion geht in die falsche Richtung

Ich würde mir einen feiertag für die von der Kirche und ihren Handlangern ermordeten Freidenkern, insbesondere den Atheisten, wünschen. Von dem anderen Quatsch haben wir wirklich genug.

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