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Norddeutschland: Arbeitgeber wollen Geld für neuen Feiertag
DPA

Die vier norddeutschen Bundesländer wollen einen neuen Feiertag einführen. Die Arbeitgeber fordern, dass sich die Beschäftigten an den Kosten beteiligen.

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jowitt 10.04.2018, 20:10
50. @widower+2 Heute, 19:11

Zitat von widower+2
Es muss dringend ein säkularer Feier- und Gedenktag her. Der 9. November würde sich da anbieten. Ausrufung der Republik durch Liebknecht und Scheidemann, Reichsprogromnacht und Fall der Mauer. Klimatechnisch ist der 9. November natürlich eher ungünstig. Vielleicht den 23. MaI als Tag des Grundgesetzes?
Ich bin für den 1. Juli. Als "Bergfest des Jahres". Das ist dann weder konfessions- noch politisch gebunden und fällt auch noch in den Sommer ;-)

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meier12 10.04.2018, 20:18
51.

Der Norden hatte mal mehr Feiertage. Der Buß- und Bettag wurde im Rahmen der Wiedervereinigung abgeschafft. Die Arbeitgeber haben seit 1990 also 28 Jahre lang Arbeitsleistungen an diesem Tag abgefordert, für die die die Arbeitnehmer nie durch zusätzliches Entgelt entschädigt worden sind. 100% sind all die Jahre in die Taschen der Unternehmer und Aktionäre geflossen, auch aus einbehaltenen Gehaltserhöhungen, zu geringen Gehältern und Millionen unbezahlter Überstunden deutscher ArbeitnehmerInnen. Jetzt kommt für ein paar Bundesländer ein Feiertag, der noch nicht mal jedes Jahr einen freien Tag bringt, zurück. Und dann diese überhebliche, unverschämte, geldgierige Ausgleichsforderung. Langsam ist mal gut.

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carlitom 10.04.2018, 20:30
52.

Zitat von g_bec
Zu Ihrer Information und zur Aufklärung aller: Der LFA hat nichts, aber auch gar nichts mit Produktivität oder Fleiß zu tun oder kostenlosen Kitajahren oder Güldenen Bürgersteigen oder Millionengehältern für Landesbeamte. Er richtet sich nämlich hauptsächlich nach dem Pro-Kopf-Steueraufkommen im jeweiligen Bundesland. Er taugt also gerade nicht zur Selbstwerterhöhung der dortigen Bewohner.
Selbstverständlich tut es das. Dieses Steueraufkommen basiert ja auf der Wirtschaftsleistung. Und dass die von Ihnen genannten Konzerne sich dort ansiedeln, wo die Menschen am produktivsten sind, ist auch kein Zufall. Das erklärt auch, warum so viele aus dem Osten wieder abgehauen sind.

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j.vantast 10.04.2018, 20:56
53. Nicht der Sinn

Es ist nicht der Sinn eines Feiertages dass die Arbeitnehmer dafür irgendwelche Ausgleichszahlungen vornehmen.
Vielleicht sollte die Wirtschaft, bevor sie das Maul so aufreisst, erst einmal anfangen ihre Steuern zu bezahlen.
Ach nee, die Steuerschlupflöcher sind ja alle legal, da kann man sich dann ja mal wieder am Arbeitnehmer bedienen.

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j.vantast 10.04.2018, 20:59
54. Falsch

Zitat von 747-LR
Leistung ist Arbeit pro Zeit. Da wir Bayern offensichtlich mehr leisten als die Fischköpp, in weniger Zeit, arbeiten wir mehr. Hier im Süden ständen uns also eher noch weitere 5 Feiertage zu!
In Bayern gibt es nur deutlich mehr Amigos. Mit Leistung hat das überhaupt nichts zu tun.

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j.vantast 10.04.2018, 21:07
55. Was heisst hier "haben wollen"?

Zitat von olaf77
Ich sehe es auch so, dass wenn alle einen Feiertag haben wollen sich auch alle daran beteiligen dürfen. Warum sollen Unternehmen die Kosten je nach Anzahl der Mitarbeiter zwischen 500€ und 50.000€ oder noch mehr dafür bezahlen? Ich glaube keiner hat was zu verschenken!
Gab es da einen Bürgerentscheid den ich verpasst habe? Der Feiertag wurde von der Politik beschlossen. Übrigens auch dass das paritätische Prinzip bei den Kassenbeiträgen aufgehoben wurde.
Da hat die Wirtschaft natürlich nicht gemeckert dass das ja wohl ungerecht sei. Die Wirtschaft in Deutschland jammert auf extrem hohen Niveau. Deutschland tendiert immer mehr zum Niedriglohnland, profitiert von einer extrem wirtschaftsfreundlichen Politik, zahlt kaum Steuern und jammert über einen Feiertag?
Ja gehts denn noch?

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j.vantast 10.04.2018, 21:17
56. Hat damit nichts zu tun

Zitat von carlitom
Selbstverständlich tut es das. Dieses Steueraufkommen basiert ja auf der Wirtschaftsleistung. Und dass die von Ihnen genannten Konzerne sich dort ansiedeln, wo die Menschen am produktivsten sind, ist auch kein Zufall. Das erklärt auch, warum so viele aus dem Osten wieder abgehauen sind.
In Bayern gibt es die Amigos und eine extrem wirtschaftsfreundliche Politik. Im Osten sind die Unternehmen abgehauen nachdem die Förderung ausgelaufen war. Die Unternehmen siedeln sich nicht dort an wo am produktivsten gearbeitet wird sondern dort wo ihnen am meisten Vorteile (sprich Steuergeschenke) geboten werden.

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christerix 10.04.2018, 21:17
57. Die braven Deutschen ....

Solche Vorschläge können auch nur von deutschen Firmen kommen. Klar, die deutschen Arbeitnehmer sind ja so pflegeleicht, machen jede erbärmliche Lohnerhöhung mit. Klar, dass wir mehr exportieren als importieren, weil die Menschen hier unterm Strich weniger Gehalt bekommen, dass sich die Firmen einstreichen.

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747-LR 10.04.2018, 21:26
58.

Zitat von j.vantast
In Bayern gibt es nur deutlich mehr Amigos. Mit Leistung hat das überhaupt nichts zu tun.
Ich arbeite lieber mit Freunden, als mit inkompetenten Neidern. Und wenn ihr "da oben" weniger auf die Reihe bekommt, liegt es bestimmt nicht an eurer moralischen Überlegenheit (eher schiebt ihr diese den wahren Gründen vor ...).

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widower+2 10.04.2018, 21:42
59. Weniger auf die Reihe?

Immerhin hat es dafür gereicht, die Bayern lange Zeit über den Länderfinanzausgleich, den Sie wie eine Monstranz vor sich her tragen, durchzufüttern.
Jetzt ist es aufgrund des strukturellen Wandels der Industrie (Kohle und Stahl, Werten, etc.) mal anders rum und schon halten sich die Bayern für die Fleißigsten und die Krone der Schöpfung.

Die moralische Überlegenheit beanspruchen wohl im Moment eher die Bayern für sich. Die Wahrheit liegt - wie fast immer - in der Mitte.

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