Forum: Wirtschaft
Notenbanken: Nächster Akt der Euro-Horror-Show
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Europas Regierungen schaffen es nicht, den Bankensektor aufzuräumen. Die Angst vor einer Dauerkrise geht um. In dieser Woche wird EZB-Chef Mario Draghi über sein weiteres Vorgehen informieren - und könnte neue Probleme heraufbeschwören.

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rkinfo 02.12.2013, 07:57
1. KfW ... europaweit

Im Unterschied zu Rest-Europa haben wir die KfW Bank welche die profitgierigen Privatbanken vielfach schon ersetzt. Dazu noch Genossenschaftsbanken die noch ein Herz für Kunden haben. Die EZB muss das Parken von Geld mit Strafzins belegen aber auch den Geldhahn den Banken zudrehen die das EZB für Börsenspekulationen statt Kredite verwenden.
Es gibt keine Euro-Krise sondern eine Krise durch die Profit-Banken bei uns.

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aeom 02.12.2013, 08:01
2. das system

alle massnahmen dienen dazu, dass die reichen auch reich bleiben! Und das geht auf kosten der umwelt und zukuenftiger generationen... dumm macht gluecklich

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RenegadeOtis 02.12.2013, 08:09
3.

Zitat von sysop
Europas Regierungen schaffen es nicht, den Bankensektor aufzuräumen. Die Angst vor einer Dauerkrise geht um. In dieser Woche wird EZB-Chef Mario Draghi über sein weiteres Vorgehen informieren - und könnte neue Probleme heraufbeschwören.
Das die Banken nicht orndungsgemäß abgewickelt und bereinigt wurden ist sehr politisch gewollt, beziehungsweise äußerst erfolgreiche Lobbyarbeit. Geradeide in diesem Forum so viel geschmähte USA hat reihenweise Banken abgewickelt und so den Bankensektor bereinigt.

Etwas, was Europa bisher nur sehr halbherzig angegangen ist.

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kantundco 02.12.2013, 08:14
4. Mal ne blöde Frage...

Schreibt hier der Henrik Müller, der noch vor zwei Jahren behauptet hat, es gäbe keine Euro-Krise? Oder lässt mich meine ansonsten gute Erinnerung hier im Stich? Auf jeden Fall wieder ein gewohnt substanzloser Artikel ohne Weitsicht. Allein, dass Gelabere bzw. die Andeutung, dass die USA sich durch einen vermeintlichen Öl- und Gasboom wie einst Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Schuldensumpf ziehen können, ist wahlweise Wunschdenken oder Durchhaltepropaganda, die die Finanzmärkte ein weiteres Mal enttäuschen wird. Es gibt keine Wirtschaftswunderwaffen mehr. Warum schafft kein Journalist den mutigen Blick über den Tellerrand hinaus und klärt die Leser auf, dass wir einen Währungsschnitt und eine echte Reform der Währungen brauchen? Dass man auf Dauer eben nicht mehr ausgeben als einnehmen kann. Weder als Staat noch als Privatperson. Das gilt vor allem an alle Sozial- und Sozialistenträumer, die zwar einseitige Verteilung des Vermögens erkannt (und sich daran auch bereichert haben), aber immer noch nicht den Grundsatz begriffen haben: Sorry to say, folks: "There's no such thing as a free lunch!"

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kuddemuddel 02.12.2013, 08:15
5. Und morgen ...

... meldet sich ein anderer Experte und erzählt genau das Gegenteil. Das System ist mittlerweile so kompliziert geworden, dass jeglicher Überblick verloren gegangen ist.

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marthaimschnee 02.12.2013, 08:20
6.

Soviel zum Thema, die Krise sei vorbei. Die Politik hat durch ihre Untätigkeit dafür gesorgt, daß die Krise zum Dauerzustand wird. Statt die Realwirtschaft von den fragilen Finanzmärkten abzukoppeln, haben sie sie durch Nichtstun stärker daran gebunden. Jetzt braucht niemand mehr Geld, weil keiner sich traut zu investieren, also fließen die in Massen rumliegenden Kröten in Spekulationen, eine Blase aufpustend, deren Platzen wir uns nicht leisten können. Wobei wir uns auch die Bemühungen, die Blase am Platzen zu hindern, bald nicht mehr leisten können.

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xaka 02.12.2013, 08:22
7. Waren es nicht gerade die Notenbanken...

Zitat von
Bislang haben die großen Notenbanken einen ähnlichen Kurs gesteuert und damit die Welt vor dem Systemzusammenbruch bewahrt.
... die durch Unterlassung und falsche Entscheidungen die Krisen überhaupt erst möglich gemacht haben? Ausgerechnet die als Retter vor dem Systemzusammenbruch zu feiern.... LOL

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analysatorveritas 02.12.2013, 08:23
8. Was macht Berlin?

Zitat von sysop
Europas Regierungen schaffen es nicht, den Bankensektor aufzuräumen. Die Angst vor einer Dauerkrise geht um. In dieser Woche wird EZB-Chef Mario Draghi über sein weiteres Vorgehen informieren - und könnte neue Probleme heraufbeschwören.
Die EZB hat ja bisher mit ihren vielfältigen und zahlreichen Maßnahmen die Eurozone vor einem unkontrollierten Zusammenbruch bewahrt. Die Eurosüdzone hängt heute schon quasi direkt oder auch indirekt über die Banken an Draghi's Druckerpresse (LTRO, OMT, SMP, Target II, ELA, Duldung STEP, Option ABS). Der Bankensektor hat einen unbekannten Abschreibungs- und Rekapitalisierungsbedarf (Basel II, Basel III, Bankenunion, EZB-Bankenaufsicht, IAS 9), die Rettungsfonds sollen diese stützen bzw. haben dies auch im Fall Spanien schon getan. Die europäische Bankenunion wirft ihre Schatten voraus. Die EZB verlangt weitere staatliche Garantien für den Bankensektor, Draghi's Vize möchte den weiteren massiven Ankauf von Eurostaatsanleihen, Weidmann ist innerhalb des EZB-Rates weitesgehend mit seinen Vorstellungen isoliert und neutralisiert.

Und Berlin wartet ab, überlässt der EZB die Europroblem-Baustellen. Beim nächsten Krisengipfel in Brüssel werden viele Eurostaaten auf eine andere Geld-, Währungs-, Budget-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik drängen. Und da werden Merkel und Schäuble liefern müssen, weitere rote Linien werden fallen, Eurobonds oder ein Euro-Soli, eine europäische Arbeitslosenversicherung, ein europäischer Altschuldentilgungsfonds, ein neues EU-Budget, eine europäische Wirtschaftsregierung, eine eigene Steuererhebungshoheit für Brüssel, die ökonomischen Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone sind ein weiteres Konfliktfeld.

Berlin, Frankfurt, Paris, London, Rom, die Karten im "Machtspiel" um den Eurozonenerhalt werden neu gemischt. Und die SPD ist diesmal als kleiner Partner mit von der Partie.

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ichbinmalweg 02.12.2013, 08:25
9. Ich finde das genial!

Zitat von sysop
Europas Regierungen schaffen es nicht, den Bankensektor aufzuräumen. Die Angst vor einer Dauerkrise geht um. In dieser Woche wird EZB-Chef Mario Draghi über sein weiteres Vorgehen informieren - und könnte neue Probleme heraufbeschwören.
Jedes Unternehmen, welches seiner volkswirtschaftlichen Funktion (bei Banken - Kreditvergabe) nicht nachkommt, verschwindet vom Markt. Bei den Banken ist alles anders. Die EZB überlegt, wie sie den Banken beibiegt, Ihrer Funktion nachzukommen. Wenn diese es nicht tun, werden u.U. Firmen pleitegehen, die Banken werden nicht dabei sein!

Ein Perpetuum mobile!
Wichtig wäre es doch erst mal zu erkennen, dass dieser Euro, gelinde gesagt, seine schwächen hat.

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