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Notplan für Griechenland: Bundesregierung erwägt Umschuldung

Die Bundesregierung denkt über neue Maßnahmen für Griechenland nach: Berichten zufolge überlegt sie,*wie man dem kriselnden Staat einen Teil seiner Schulden erlassen kann - das sei aber nur ein Szenario von vielen. Die Athener Regierung betont, es gebe keine Diskussion über eine Umschuldung.

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kundennummer 19.01.2011, 13:56
1. Eisenhart = Alternativlos

So wird unsere geliebte Bundeskanzlerin verhandeln ohja!

Sie ist sich schliesslich sicher das "wir Deutschen das bezahlen können".

Wow.
Da steht man vollkommen perplex vor.
Diese Präzision, dieses Visionäre...WUNDERBAR
Wir gehen einer großartigen Zukunft entgegen.

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c++ 19.01.2011, 14:01
2. .

Irgendwie habe ich das Gefühl, hier wird Geld in ein Fass ohne Boden versenkt.
Irgend jemand muss zahlen. Da sollte sich die griechische Regierung mal an die wohlhabenden Bürger im eigenen Land halten und einen Haircut bei deren Vermögen machen. In Deutschland ebenso, denn die Steuergelder, die hier versenkt werden, dienen vor allem dem Schutz der großen Vermögen. Über eine Vermögensabgabe sollten diese die Steuerzahler entlasten.

Bei den Banken ist wohl nicht so viel zu holen, die sind entweder staatlich, genossenschaftlich oder pleite. Allein von der Deutschen Bank und einigen regionalen Privatbanken ist nicht so viel zu holen.

Wenig bringt es auch, diejenigen schadenersatzpflichtig zu machen, die uns den Euro eingebrockt haben. Die haben bis heute noch nicht gemerkt, was sie da angerichtet haben.
Falsch lagen wohl auch die, die immer behauptet haben, Griechenland ist überhaupt nicht pleite. Nur weil Merkel nicht schnell genug den Scheck unterschrieben habe, wären die Anleger nervös geworden, an sich ist alles paletti

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ONI 19.01.2011, 14:08
3. Gläubigerverzicht heisst das...

... und Deutschland sieht NIX von seinem Geld wieder, aber das war alles alternativlos, wie uns die Europa-Phantasten dan erzählen werden. Um die griechische Wirtschaft zu retten, muss es entweder dem Rest von Euro-Land so bescheiden gehen, wie Griechenland, oder Griechenland muss den Euro abschaffen, ansonsten kann man alle Hilfsgelder getrost als sinnlos verbrannt betrachten.

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egils 19.01.2011, 14:24
4. jetzt ist es sicher...

...Griechenland und auch irland werdenw ahrscheinlich zu minest teilweise Schulden erlassen!
Das bundesfianzministerium "dementiert dies heftigst", und dass heisst natuerlich das es zwangsweise so kommt. wir kennen doch alle die Dementipolitik unserer Spitzen. je heftiger das Dementi desto klarer ist dass die Sachlage so eintritt. Ist so was wie die goldenen regel der Politik.

Eines noch; wiese nennt man einen Schuldenerlass eigentlioch"Umschuldung"...warum sagt man nicht einfach "Schuldenerlass"? Das hört sich fuier mich so bescheuert an wie "Negativ-Wachstum" oder "Sub-prime"...was fuer ein totaler Blödsinn.

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idealist100 19.01.2011, 14:32
5. Die Griechen

Zitat von sysop
Die Bundesregierung denkt über neue Maßnahmen für Griechenland nach: Berichten zufolge überlegt sie,*wie man dem kriselnden Staat einen Teil seiner Schulden erlassen kann - das sei aber nur ein Szenario von vielen. Die Athener Regierung betont, es gebe keine Diskussion über eine Umschuldung.
Die Griechen sollen ihre Staatsanleihen zurück kaufen? Womit? Die 110 Mrd. sind für die Gläubiger und schon weg. Die Wirtschaft geht den Berg runter, der Konsum und die Steuereinnahmen genauso. Also womit zurück kaufen? Mit EZB Geld also Steuergeld anderer Länder. Dann ist das doch dito. wir schenken den Griechen 170 Mrd. und damit Basta ach nein heisst ja jetzt "Alternativlos"

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Holzhausbau 19.01.2011, 14:55
6. Weg mit dem EURO und mit der EU

Zitat von sysop
Die Bundesregierung denkt über neue Maßnahmen für Griechenland nach: Berichten zufolge überlegt sie,*wie man dem kriselnden Staat einen Teil seiner Schulden erlassen kann - das sei aber nur ein Szenario von vielen. Die Athener Regierung betont, es gebe keine Diskussion über eine Umschuldung.
Ausplünderung pur!
Man kann diese Vorgänge keinem vernünftigen Menschen verständlich machen, denn es ist der reine Irrsinn.
Lassen wir uns weiterhin von Wahnsinnigen in den alternativlosen Ruin treiben?
Wann tut sich denn hier mal endlich was?

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ossi1 19.01.2011, 15:18
7. Endlich ein vernünftiger Vorschlag

Zitat von sysop
Die Bundesregierung denkt über neue Maßnahmen für Griechenland nach: Berichten zufolge überlegt sie,*wie man dem kriselnden Staat einen Teil seiner Schulden erlassen kann - das sei aber nur ein Szenario von vielen. Die Athener Regierung betont, es gebe keine Diskussion über eine Umschuldung.
Eine Umschuldung unter teilweisem Verzicht auf die Forderungen ist der einzig vernünftige Vorschlag, der allerdings schon öfter gemacht wurde. Die neuen Kredite verbessern die Lage für die betroffenen Länder ja nicht wirklich, die Zins- und Tilgungslast wird nur noch höher. Die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung sinkt mit jedem weiteren Kredit noch weiter.

Die Kreditgeber haben bisher kräftige Zinszuschläge für das erhöhte Risiko verlangt, jetzt gehen eben einmal einige Kredite den Bach runter, der Zuschlag war dann berechtigt. Gleichzeitig dürfte es für diese und die anderen Schuldnerländer ohne solide Haushaltspolitik unmöglich werden neue Kreditgeber zu finden. Das unterstützt dann die Sanierungsanstrengungen (vielleicht auch einmal in Deutschland). Damit ist langfristig dem Euro und allen Euro-Staaten durchaus geholfen.

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Walther I. 19.01.2011, 15:23
8. Ich meine auch

daß zuerst ja wohl der Grieche selbst für die Schulden seines Staates einzustehen hat. Da ist die Besteuerung der griechischen Vermögen ja wohl der beste Weg. Von mir aus sollen sie ruhig Inseln verkaufen.
Und in zweiter Linie dann die Gläubiger.

Wir haben damit nichts zu schaffen. Und wir haben auch nichts zu verschenken.
Was aber die Bundesregierung plant oder planen muß, das ist doch, abseits der Nebelkerze "Bürgschaft": Der Deutsche Steuerzahler zeichnet eine Zwangsanleihe bei gewissen Banken, die Bundesregierung reicht es über dubiose Konstrukte (Pöstchen!) in der eu an Griechenland weiter, die Griechen bedienen damit ihre Schulden bei den bekannten Banken, die dem Deutschen Steuerzahler wiederum Geld leihen... u.s.f.

Ja, so geht es ganz ohne Geld eigentlich....
aber eben nur bis der Schwindel platzt. Wir sollten uns daran nicht beteiligen. Sollen unsere Kinder für Griechen und die anderen Zins zahlen?

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glücklicher südtiroler 19.01.2011, 15:54
9. Hellas...

Zitat von sysop
Die Bundesregierung denkt über neue Maßnahmen für Griechenland nach: Berichten zufolge überlegt sie,*wie man dem kriselnden Staat einen Teil seiner Schulden erlassen kann - das sei aber nur ein Szenario von vielen. Die Athener Regierung betont, es gebe keine Diskussion über eine Umschuldung.
Schön das jetzt auch die deutsche Bundesregierung das erkennt, was der Markt bereits seit mehreren Monaten weis.
Nach einer seriösen Finanzarithmetik und wenn man Griechenlands Wachstum, Öffentliche und Private Schulden, Zinsen sowie die Aussichten auf Wachstumsentwicklung in Rechnung stellt, erkennt man schnell daß man mit der heutigen Lage zwar etwas Zeit gewonnen aber Griechenlands Problem nicht gelöst hat.
Das weis auch längst der Markt und preist die Umschuldung Griechenlands längst mit ein...
"Selbst unter optimistischen Annahmen und ohne jede Umschuldung wird Griechenland erst 2014 den Höhepunkt seiner Schuldenlasten sehen - mit dann fast doppelt so hohen jährlichen Zinslasten wie 2009, nochmals um weitere 80 Mrd. auf dann rund 360 Mrd. Euro aufgepumpten Verbindlichkeiten und einem Schuldenstand von 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts."
http://www.ftd.de/meinung/kommentare.../50209591.html

Ich bin zwar für das Sparen um Teile der Probleme zu lösen; aber das mit Maß und Ziel; und es wird nicht genügen.
Es kann nicht sein, daß die Sparhaushalte dermaßen brutal ausfallen, daß de facto der Staat nur einem sinkendem Steueraufkommen hinterherspart. Die verlangten Zinsen des "Rettungspaketes" sind immer noch zu hoch und das Sparen sollte mit Reformen und Investitionen verbunden werden. Diese Erkenntnis setzt sich erst langsam durch genauso wie jene, daß diese Schulden kaum bezahlt werden können.
Entweder man ändert die Maßnahmen & Zinsen jetzt oder man will nicht, daß GR jemals wieder auf eigenen Beinen steht.
So wie es jetzt ist, kann Griechenland kaum 2013/14 in den "freien Markt" entlassen werden, weil es auch dann noch eine hohe Verschuldungsquote und sehr wenig wenn nicht gar kein Wachstum vorweisen wird.

Zu der €-Zone ist heute ein interessanter Artikel erschienen...
http://www.economist.com/node/17902709

Mal sehen wie wir die Schuldenkrise loswerden...

Viele Grüße aus Südtirol...

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