Forum: Wirtschaft
Notwendiger Abschied von der Glühbirne?

Viele betrachten das Verbot der Glühbrine als schweren Eingriff in ihre Privatsphäre. Sie wollen sich mit dem kalten Licht der unförmigen Nachfolger nicht abfinden. Haben sie Recht damit, oder sollten sie zum Energiesparen gezwungen werden, um der Klimaerwärmung zu begegenen?

Seite 1 von 24
gkweisswas 01.09.2009, 08:42
1. Alles ein Holzweg

Zitat von sysop
Viele betrachten das Verbot der Glühbrine als schweren Eingriff in ihre Privatsphäre. Sie wollen sich mit dem kalten Licht der unförmigen Nachfolger nicht abfinden. Haben sie Recht damit, oder sollten sie zum Energiesparen gezwungen werden, um der Klimaerwärmung zu begegenen?
In kleinlichen Dingen ist man in Deutschland und Europa immer groß. Da wohnt die Masse der Bundesbürger in zweifelhaft isolierten Wohnungen und Häusern, aber soll sich durch "Öko"-Glühbirnchen ein gutes Gewissen erkaufen. Dass die Dinger nicht recyclebar sind, verrät weder der Umwelt(sünder)minister, noch die Industrie.

Leute, ihr wurdet mal wieder kräftig verarscht. Energieeinsparung erreicht man durch Gebäudedämmung, nicht durch kleine Lämpchen.

Beitrag melden
TolleWolle 01.09.2009, 08:45
2. Der reinste Hohn - Wieder falsche Bevormundung der Politik

Ums direkt auf den Punkt zu bringen,

man merkt wieder die Politiker sind nur da um zu lenken nicht um zu denken.

Begründung der EU : Durch den Austausch der Gluehlampe könnten Haushalte bis zu 50 Euro Strom im Jahr sparen.

Richtig.. Strom wird gespart, dafür ist der Anschaffungspreis wesentlich höher. Die Leuchtkraft entspricht meist nicht dem was auf der Verpackung angegeben ist. Sprich eine Energiesparlampe, auf deren Verpackung steht, das Sie eine Leuchtkraft hat, wie eine 75 Watt Glühbirne, ist eigentlich schwere Verbrauchertäuschung. Es stimmt schlichtweg nicht.

Lebensdauer : Wenn die Lampen permanent eingeschaltet bleiben leben Sie länger als Glühlampen. Bei normalem Gebrauch jedoch nicht wesentlich länger. Das wiederum spricht eindeutig gegen das Sparpotential.

Farbspektrum : Kein Vergleich zum altbewährten Leuchtmittel.
Zitat eines Herstellers von Energiesparlampen :" Wir würden nicht empfehlen diese über Esstischen einzusetzen"
Lebensmittel wirken grau, Fade und unapettitlich.

Kurzum, das war wieder eine richtig tolle Fehlleistung der Politik.

Es dient vermutlich der Wirtschaft, nicht aber dem Verbraucher. Aber wie es bereits mit dem Euro war : Erhöht man einfach die Basis um 100%, hat man auch 100% mehr MwSt.

16% Prozent einer Mark = 16 Pfennig
Umrechnung 1 DM - 1 Euro = 1,95 DM (nich ganz genau)
19 % eines Euro's = 19 ct = 37 Pfennig. Nirgendwo wurden die Gehälter angepasst, nur die Preise.

Ungefähr so passierts jetzt mit den Glühlampen. Nur das es die wenigsten merken.

Ob das im Sinne des Volkes ist? persönlich würde es mich freuen, wenn unsere "Volksvertreter" Mehr Birnen benutzen würden, anstatt sie abzuschaffen.

Beitrag melden
Rums 01.09.2009, 09:07
3. Gefahr im Verzuge.

Zitat von sysop
Viele betrachten das Verbot der Glühbrine als schweren Eingriff in ihre Privatsphäre. Sie wollen sich mit dem kalten Licht der unförmigen Nachfolger nicht abfinden. Haben sie Recht damit, oder sollten sie zum Energiesparen gezwungen werden, um der Klimaerwärmung zu begegenen?
Diese Glühbirnen-Verordnung muß wieder zurückgenommen werden!
Sie ist ein einsamer Beschluß einer Kommission, die offenbar nichts von einer Vergiftungsgefahr durch neue Glühbirnen gewußt hatte.
Hier sind unsere Volksvertreter gefordert --- es geht um ihre Landsleute!

Beitrag melden
wolfgangl 01.09.2009, 09:20
4. Sorgen!

Ich finde es toll, dass die Menschen keine anderen Sorgen haben, als sich gegen über das Glühlampenverbot aufzuregen! Ich habe seit langen Energiesaprlampen im Einsatz, wo es geht, arbeite seit über 30 jahren in Räumen, die mit Energiesparlampen ausgestattet sind, weil die Firmen schon lange kapiert haben, dass es Sinn macht. Ein kleiner Schritt, aber ein richtiger. Natürlich sollte das Haus auch vernünftig gedämmt sein, die Heizung ordentlich laufen und eine Solaranlage auf dem Dach!

Außerdem hat der deutsche Michel wieder was zum aufregen. Alleine das ist es doch Wert! Die letzten 20 jahre keine vernünftige Steuerreform, ein marodes Gesundheitswesen. ungerchtes Hartz 4, keine effizienten Fahrzeuge, aber egal, das Glühlampenverbot ist böse!

Beitrag melden
dh7fb 01.09.2009, 09:40
5. Kungelei

Rums: "Sie ist ein einsamer Beschluß einer Kommission, die offenbar nichts von einer Vergiftungsgefahr durch neue Glühbirnen gewußt hatte."
Wenn sich eine Kommission der EU mit der Sache beschäftigt ist davon auszugehen, dass dort alle Fakten auf dem Tisch liegen. Dazu sollte auch gehört haben, dass der Energiespareffekt nur marginal oder gar nicht eintritt. Wann wird Kunstlicht viel benutzt? Wenn es dunkel ist, also im Winter. Die von der Glühlampe erzeugte Wärme muss dann nicht auf anderem Wege (Heizung) erzeugt werden. Dort wo eine Kompaktleuchstofflampe Vorteile hat, wird sie ja schon eingesetzt, weil der Betreiber auch rechnen kann. Ein Verbot der Glühlampe kann also nur dazu dienen, die Entladungslampen überall dort auch einzusetzen, wo es wirschaftlich keinen Sinn macht. Wem nutzt das? Den Herstellern! Man muss davon ausgehen, dass dem Verbot Lobbyarbeit vorausgegangen ist. Dies alles trägt dazu bei, den Ruf der europäischen Kommission bei den Bürgern weiter zu demolieren. Wahlkampftip: Die erste Partei, die in ihren Wahlkampf das Kippen dieses unsäglichen Verbotes aufnimmt wird kräftig Zulauf erhalten.

Beitrag melden
ratbag 01.09.2009, 09:42
6.

Zitat von gkweisswas
In kleinlichen Dingen ist man in Deutschland und Europa immer groß. Da wohnt die Masse der Bundesbürger in zweifelhaft isolierten Wohnungen und Häusern, aber soll sich durch "Öko"-Glühbirnchen ein gutes Gewissen erkaufen. Dass die Dinger nicht recyclebar sind, verrät weder der Umwelt(sünder)minister, noch die Industrie. Leute, ihr wurdet mal wieder kräftig verarscht. Energieeinsparung erreicht man durch Gebäudedämmung, nicht durch kleine Lämpchen.
Das ganze ist sogar Kontraproduktiv. Durch eben die immer besser werdende Gebäudedämmung ist die Glühbirne ein Heizungsersatz geworden. Man spart Öl oder Gas.
In einem Niedrigenergiehaus reichen drei oder vier 60 Watt Glühlampen und ein Fernseher/Computer um eine Wohnung von ca 100 qm wohlig warm zu heizen. Wenn man abends noch ein Süppchen kocht wirds wahrscheinlich schon zu warm. Hat man noch Photovoitek auf dem Dach senken die Glühlampen die Energiekosten gen null!

Von der Gesundheitsschädigung wegen dem Blaulicht, der nicht Recyklebarfähigkeit, etc, was dieser mal wieder verordnete Schwachsinn noch so mit sich bringt, ganz zu schweigen!

Beitrag melden
primatologe 01.09.2009, 09:44
7.

Zitat von gkweisswas
In kleinlichen Dingen ist man in Deutschland und Europa immer groß. ...
Stimmt, leider!

Beitrag melden
kulturphänomen 01.09.2009, 09:45
8. -

Zitat von wolfgangl
... dass die Menschen keine anderen Sorgen haben ... ... der deutsche Michel ... ... aber egal, das Glühlampenverbot ist böse ...
dieses glühlampenverbot ist deshalb 'böse', weil es einen
enormen einschnitt in die ersönliche freiheit darstellt und
dies potenzierend zweifelhaften nutzen bei unterm strich
erheblichen mehrkosten für den einzelnen samt großem
unterschwelligem verlust an lebensqualität mit sich bringt

ganz gewiss sind - wie die von ihnen genannten - andere
zustände schwerwiegender, jedoch alles zusammen - also
die vielen kleinen bevormundungen und einschränkungen
und überregulierungen - zeigen einerseits die blinden und
aktionistischen maßnahmenfindungen auf und bewirken
andererseits eine stimmung des ausgeliefertseins und der
hilflosigkeit, was ich als langsam glimmende zündschnur
an einer nicht zu berechnenden sprengladung einschätze

_

Beitrag melden
dementi 01.09.2009, 09:46
9. Blinder aktionismus ...

Zitat von sysop
Viele betrachten das Verbot der Glühbrine als schweren Eingriff in ihre Privatsphäre. Sie wollen sich mit dem kalten Licht der unförmigen Nachfolger nicht abfinden. Haben sie Recht damit, oder sollten sie zum Energiesparen gezwungen werden, um der Klimaerwärmung zu begegenen?
... und wichtigtuerei. Wenn man überlegt welche vorbereitung in tonnen CO2 für unsere ostzonenregierung notwendig war (u.a. vielfache jetreisen nach Grönland ...) um überhaupt auf den stand der technik von 1975 zurückzufinden (damals gab es im westen bereits beste alternativen zur 'Glühbirne' - was in der zone natürlich weniger eng gesehen wurde). Zudem sind da ja auch noch die mittlerweile 'hocheffizienten' einweg (ex&hopp) vorschaltgeräte in den 'Energiesparlampen. Abgesehen von quecksilber, schwermetallen allgemein oder so umweltverträglichen fasern wie 'GFK' - was sich sich da alles zusammensammelt.

Kurzum: Es ist ein geniestreich der politischen wissenschaften 35 jahre zu warten, um dann bei serienreife längst besserer technologien (LED etc. Beleuchtung) alle erkenntnis auf die karte 'Energiesparlampe' zu setzen...

p.s.: In unserem Betrieb ab anfang der 80-ziger mitgeloggte laufzeitvergleiche des 6.000h leuchtversprechens der 'Energiesparlampen' förderten über alle möglichen preis- und herstellerkategorien gemittelt bis heute durchschnittliche lebensdauern von 800h zutage. Bei hoher einschaltfrequenz (minuten- oder treppenhauslicht) liegt der spitzenwert einer 27 Euro anschaffungspreis-laterne bei 160h. Gesamtstromverbrauch und amortisationskosten dieser, im vergleich zu glühlampen: ca. faktor 8. Bis zuletzt waren deswegen in vielen industriellen notbeleuchtungen auch 'Glühbirnen' vorgeschrieben - wenn die jetzt abgeschafft werden liegts weniger am explodierendem energiesparbewusstsein, sondern weil der wirtschaft das licht sowieso ausgeht ...

Beitrag melden
Seite 1 von 24
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!