Forum: Wirtschaft
NRW kauft Daten: Neue Steuer-CD enthält Deals im Wert von 70 Milliarden Euro
REUTERS

Das Düsseldorfer Finanzministerium hat nach SPIEGEL-Informationen eine neue CD gekauft - dabei zeigt sich, dass eine ganze Gruppe von Finanzdienstleistern und Banken gezielt den deutschen Fiskus geschädigt haben.

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charlybird 31.10.2015, 18:40
170. Hier haben ja einige

kleine Steuerabzwacker richtig Schaum vorm Mund.
Mal auf’m Teppich bleiben und froh sein noch nicht aufgeflogen zu sein.
Die Sache mit solchen Daten ist doch längst juristisch geklärt.
Und nebenbei, auch die Jurisprudenz ist eine diskutable Wissenschaft, wenn sie das überhaupt ist.
Also, seien wir doch einfach zufrieden, dass die leeren Kassen der Kommunen nicht nur über den Bund gefüllt werden müssen, angesichts der Flüchtlingswelle, die man ja irgendwie bewerkstelligen muss.
Freiwillig tut die Wirtschaft und das Vermögen ja nischte.

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mottasvizzera 31.10.2015, 18:42
171. Dies sind natürlich keine CD's...

Zitat von oscar111
Wo bitte kann man denn eine solche CD kaufen? Wieso weiß"der Verkäufer" Dinge, die unsere Finanzbehörden nicht wissen, und woher hat er dieses Wissen?
Es ist einfach eine bildhafte Präsentation : Hallo wir haben Daten von der und der Bank. Der Steuerhinterzieher liest dies und will mit einer Selbstanzeige zuvor kommen.
Es sind dies aber nur die "kleinen Fische" - die wirklich großen Ganoven werden damit nie erreicht. Im Gegenteil, die können sich unter dem Schutzmantel der EU bestens verstecken.... leider !

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spiegelleser987 31.10.2015, 18:45
172.

Zitat von ponyrage
Dann belegen Sie das doch mal durch die Steuer- und Abgabenquoten in anderen Ländern. Sich nur bestimmte Einkommengruppen herauszupicken und dann die zu vergleichen, ist Unsinn. Es muss das Gesamtaufkommen zum BIP in Relation gesetzt werden. Klar ist natürlich, dass die unteren Einkommensgruppen sehr viel weniger Steuern zahlen als die, die mehr verdienen, das ist in Deutschland sehr konsequent umgesetzt. Und das ist natürlich auch richtig so.
Warum soll ich an der Stelle der OECD widersprechen und eine eigene Studie erarbeiten? Wenn die OECD das bezahlt, würde ich mich bereiterklären. Aber auf kostenlose Arbeit verzichte ich.

Übrigens manche unteren Einkommensgruppen zahlen prozentual weit mehr Steuern als andere untere Einkommensgruppen. Das erfolgt durch Steuerberechnungstricks des Staates wie es bis vor etwa 8 bis 10 Jahren noch kritisiert wurde.

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schaafsnase 31.10.2015, 18:45
173.

Zitat von kristall_2215
Nein, es geht hier um den Kampf gegen schwere Straftaten im Bereich der "org. Kriminalität" (wie Mafia).
Aha. Und warum steh im Gestez nichts von Mafia?

1. solche Handlungen von Amtsträgern oder deren Beauftragten, mit denen Daten ausschließlich der Ver- wertung in einem Besteuerungsverfahren, einem Strafverfahren oder einem Ordnungswidrigkeitenver- fahren zugeführt werden sollen, sowie
2. solche beruflichen Handlungen der in § 53 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 der Strafprozessordnung genannten Personen, mit denen Daten entgegengenommen, ausgewertet oder veröffentlicht werden.

Steuerverfahren steht ausdrücklich drin. Was wollen Sie hier an Unfug erzählen?

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ponyrage 31.10.2015, 19:05
174.

Zitat von spiegelleser987
Warum soll ich an der Stelle der OECD widersprechen und eine eigene Studie erarbeiten? Wenn die OECD das bezahlt, würde ich mich bereiterklären. Aber auf kostenlose Arbeit verzichte ich. Übrigens manche unteren Einkommensgruppen zahlen prozentual weit mehr Steuern als andere untere Einkommensgruppen. Das erfolgt durch Steuerberechnungstricks des Staates wie es bis vor etwa 8 bis 10 Jahren noch kritisiert wurde.
Falls es Sie nicht überfordert genügt auch ein Blick hierhin:

https://de.wikipedia.org/wiki/Steuerquote#Steuerquote_im_internationalen_Verglei ch

Nur in der Schweiz und in Griechenland zahlt man geringfügig weniger Steuern als in Deutschland (ein Vergleich mit den USA macht keinen Sinn). Im EU-Vergleich steht Deutschland sehr gut da.

Und was Sie über Steuerberechnungstricks in unteren Einkommensgruppen sagen, ist kompletter Schwachsinn. Die Formel zur Berechnung der Einkommensteuer steht in 32a Abs. 1 EStG. Wenn Sie da eher geringe Einkommen ausrechnen, werden Sie immer eine ziemlich niedrige Steuerquote errechnen. Da gibt es keine Tricks.

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kulinux 31.10.2015, 19:06
175. Nein, auch das wäre noch viel zu wenig!

Zitat von pedepablo
normal sollte man wenn jemand 1 mio. schwarz im Ausland hat und das auffliegt im eone Geldbuße von 850 tausend auflegen oser wahlweise Knast 5 Jahre ohne Bewährung. den das ganze ist meiner Meinung nach betrug an allen anderen (80mio) facher betrug...
Da derjenige das im Ausland versteckte Geld offensichtlich nicht zum Leben im Inland braucht, wäre er selbst nach Einzug der gesamten Summe noch nicht bestraft, weil sich für ihn grundsätzlich erst einmal gar nichts ändert. Damit es zu einer wirklichen Bestrafung kommt, sollte man den Betrag verdoppeln,zuzüglich aller rückwirkend anfallenden Steuern.

Da es aber einige Leute geben soll, denen auch das noch nicht weh täte, wäre zu verfügen, dass der Steuerhinterzieher den gesamten Betrag persönlich abarbeiten muss: Im Gefängnis, in der Tütenkleberei bei 8.50€ Stundenlohn (abzüglich der Unterbringungskosten natürlich). Damit er lernt, was "arbeiten" heißt.

Das eingezogene Bargeld, also die Gelder auf dem Auslandskonto, werden wohltätigen Organisationen und Institutionen zugesprochen, vorzugsweise aus der Umgebung des Betügers: Kinderheime, Schulen, Behinderteneinrichtungen, Obdachlosenheime, etc.

DAS erst wäre eine Bestrafung, die diese Bezeichnung verdient.

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nicolas1969 31.10.2015, 19:11
176. Ob...

... die 5 Milliarden, welche da (schätzungsweise) über 5 Jahre eingenommen wurde, wohl reichen, um die 50 000 direkten und indirekten deutsche Arbeitsplätze, welche in unserer Region von Luxemburg abhängen, wieder in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren?
Ich verstehe den Frust über Menschen, welche ihre Steuern nicht zahlen, aber kann es sein dass am Ende der Sache die Rechnung ohne den Wirt gemacht wird?
Herrn Steinbrück traute ich es jedenfalls nicht zu, über den Tellerrand schauen zu können.

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nicolas1969 31.10.2015, 19:13
177.

Zitat von oscar111
Wo bitte kann man denn einke solche CD kaufen? Wieso weiß"der Verkäufer" Dinge, die unsere Finanzbehörden nicht wissen, und woher hat er dieses Wissen?
Bei Arbeitnehmern welche innerhalb der Bank arbeiten, und die Zugang zu Kundendaten im Verbund mit den von den Kunden angelegten Vermögen haben.
Manche sagen sich halt "ich weiss nicht wie das mit Luxemburg/Der Schweiz" weiter geht, und können eben damit das grosse Geld machen.

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coyer 31.10.2015, 19:23
178. ...und dennoch

bleibt es eine Straftat die der Staat hier verübt!
Ausserdem stiftet er noch andere an weitere Straftaten zu begehen da der Verkauf derartiger Daten in ziemlich jedem Land illegal ist.

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nicolas1969 31.10.2015, 19:23
179. Übrigens lustig finde ich als Luxemburger

dass die Spiegel Web-Site mir eine Werbung einer Luxemburg Bank neben diesem Arktikel anzeigt.
Tja, Werbeinnahmen, auch von Luxemburger Banken, sind dann auch für den Spiegel doch gut genug. Normalerweise hat bei diesen lokalitätsbezogenen Werbesystemen der Web-site Betreiber einen Einfluss darauf, welche Werbung angezeigt werden soll und welche nicht.

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