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NS-Reparationen für Griechenland: Geld für die Opfer, aber nicht für Tsipras
AP/dpa

Im Streit um NS-Entschädigungen für Griechenland sollte Berlin einlenken - das wäre moralisch und politisch richtig. Und würde verhindern, dass die Regierung Tsipras ihre Finanzmisere weiterhin mit der Vergangenheit verknüpfen kann.

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joG 13.03.2015, 19:27
1. Das ist wenigstens Mal ein guter Vorschlag....

....wenn man nicht wicht die gleiche Schäbigkeit an den Tag legt, wie bei den Sklaven von damals. Ich glaube da wird man die Sache nicht vom Tisch bekommen. Ich bin auch nicht sicher, daß die Sklavenabfindung Bestand haben wird, wenn die Erben klagen sollten.

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R.Ts 13.03.2015, 19:27
2. Nicht aus Vernunft !

Ich empfinde es so, dass die Entschädigungen von politischer Seite in GR nicht zwangsläufig aus Vernunft und gutem Grund, sondern aus PR und als politischer Klimmzug erhoben werden.

M.a.W. das Problem ist: Wenn man dem (z.B. mit 200 Millionen) nachgibt, wird man derzeit kaum Anerkennung und Frieden dafür ernten. Vielmehr eröffnet man damit den Raum für noch mehr Forderungen...

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rickmarten 13.03.2015, 19:28
3. Opfer im Blick haben

Wie geht es angesichts der sozialen Lge in Griechenland den verarmen, alten Überlebenden? Da sollte die Bundesregierung eine starke humanitäre Geste schnell in Bewegung bringen. Das wäre anständig und kein Tauschhandel "Entschädigungszahlungen" in undurchsichtige Kanäle.

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widastandiszwäglos 13.03.2015, 19:33
4.

Mit den 28 Millionen wäre es natürlich nicht getan. Die Zahlung wäre ein Präzedenzfall, der weiteren Forderungen die Tür öffnen würde. Das kann nicht im Interesse Deutschlands sein. Die Haltung der Bundesregierung finde ich in diesem Fall richtig.

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nick999 13.03.2015, 19:33
5.

Moralische Ansprüche von persönlich betroffenen Opfern (nicht Erben) lasse ich einmal außen vor.

Deutschland war nach dem zweiten Weltkrieg bankrott. Heute heißt das insolvent. Die Siegermächte haben über besondere Verträge sowohl Reparationen, als auch den Wiederaufbau und einen Schlußstrich geregelt.
Ansonsten würden die Ansprüche gegen Ansprüche anderer Länder gegen die Feldzüge von Alexander dem Großen gegengerechnet.
Davon abgesehen. Sollte Griechenland Altansprüche haben, können wir gleich aufhören zu arbeiten und von der EU leben. Denn sobald wir etwas erarbeitet hätten, würde sich irgendeine Hand heben.

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68bella68 13.03.2015, 19:35
6. Fakten beachten...

....dass die griechischen Staatskassen leer sind, ist nicht die Schuld von Tsipras , sondern seiner Vorgänger. Dass er an die Sozialkassen will, ist der blanken Not geschuldet. Oder wäre es SPON lieber, wenn er Geld vom russischen Erzfeind nimmt? Ich hab auch irgendwo gelesen, das Tsipras die Entschädigungen für seine Regierung will, er will sie selbstverständlich für die NS Opfer. Diese wären ihn dann ewig dankbar, denn sowas hat bisher keine griechische Regierung zustande gebracht

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Das Grauen 13.03.2015, 19:37
7. So einfach ist das nicht.

Wir können nicht einfach nur die Griechen entschädigen, sondern müßten das mit allen Ländern machen, die bisher nur unzureichende Reparationen erhalten haben. Haben Sie mal kalkuliert, was das kostet, Herr Böcking? Solange Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, lassen Sie es bitte sein, Erwartungen zu wecken, die wahrscheinlich nicht erfüllt werden können! Es geht schließlich nicht nur um Ihr Geld.

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fanis2015 13.03.2015, 19:38
8. so leicht ist das nicht

Liebe SPON Redaktion,

das machen Sie sich erneut leicht , denn sie vergessen auch die unzähligen Zerstörungen, Kredite und der über 8000 antiken und unbezahlbaren Antike schätzen .

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miss_moffett 13.03.2015, 19:38
9.

Nein, ich finde nicht, dass gezahlt werden soll.
Diese Forderung wurde als Erpressungsversuch in die Schuldendiskussion eingebracht und das finde ich äusserst unmoralisch.

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