Forum: Wirtschaft
NS-Reparationen für Griechenland: Geld für die Opfer, aber nicht für Tsipras
AP/dpa

Im Streit um NS-Entschädigungen für Griechenland sollte Berlin einlenken - das wäre moralisch und politisch richtig. Und würde verhindern, dass die Regierung Tsipras ihre Finanzmisere weiterhin mit der Vergangenheit verknüpfen kann.

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Noch ein Leser 13.03.2015, 19:55
20. Nein

Die Reparationsfrage ist abschliessend geklärt. Wie weit wollen wir denn noch in der Vergangenheit zurückgehen? Und wem das nicht paßt, der kann es ja mit Deutschlands Zahlungen als größter EU-Nettozahler verrechnen.

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karend 13.03.2015, 20:07
21. Richtig scheitern

Hm, die Eigenwerbung "Richtig scheitern" zu den vielfachen Beiträgen über Griechenland hat schon etwas kurioses.

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fortelkas 13.03.2015, 20:09
22. Geld für Opfer, nicht für Tsipras

"Deutschland verhinderte nach der Wiedervereinigung mit geschickten Formulierungen und Verhandlungstaktik, dass Griechenland weitere Forderungen erheben konnte."
Ja, das geschah eben unter Helmut Kohls Federführung, so etwas konnte er besonders gut, und es war vor allem schäbig! Deshalb ist die jetzige Bundesregierung gut beraten, doch etwas genauer hinzuschauen. Und es ist eben auch richtig, dass Deutschland sich mit Entschädigungen für bestimmte Gruppen (z. B. für Zwangsarbeiter) immer schon schwer getan hat. Erst Sammelklagen brachten z. B. Stiftungen auf den Weg. Ein peinliches Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte! Natürlich muss klar sein, dass diese Zahlungen den Opferverbänden zugute kommen. Eine Verquickung mit Griechenlands derzeitigen Problemen darf es nicht geben!
Erwin Fortelka

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Eduschu 13.03.2015, 20:13
23.

Zitat von bartsuisse
soll es sein und würde allen Polemiken den Wind aus den Segeln nehmen
Das glauben Sie hoffentlich nicht ernstlich. Bei den griechischen Regierungen wird eine solche Geste überhaupt nichts bewirken. Mit Ausnahme eines "geht doch!"

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Beteigeuze 13.03.2015, 20:14
24. ...

Zitat von rosskal
Unabhängig davon, wie vielschichtig die Motivationen für die momentanen Entschädigungsforderungen auch sein mögen, steht Deutschland eine sture Verweigerungshaltung in dieser Sache mehr als schlecht zu Gesicht.
Überhaupt nicht! Erstens wurde mit dem Zwei-Plus-Vier-Vertrag bereits alles geregelt und zweitens darf man schlicht keinen Präzedenzfall schaffen, der einer Flut weiterer Forderungen Tür und Tor öffnen würde.

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nilux 13.03.2015, 20:14
25. Reparationen vs. Kriegsopferentschädigung

Zitat von Das Grauen
Wir können nicht einfach nur die Griechen entschädigen, sondern müßten das mit allen Ländern machen, die bisher nur unzureichende Reparationen erhalten haben. Haben Sie mal kalkuliert, was das kostet, Herr Böcking? Solange Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, lassen Sie es bitte sein, Erwartungen zu wecken, die wahrscheinlich nicht erfüllt werden können! Es geht schließlich nicht nur um Ihr Geld.
Ich denke es wäre klug, direkte Entschädigungen und Reparationen voneinander zu trennen. Für beide gibt es keinen Anspruch, aber aus humanitären Gründen finde ich es auch richtig, ehemalige Opfer direkt eine Entschädigung zukommen zu lassen, insbesondere auch deshalb, weil der griechische Staat nun sogar plant, die Pensionskassen leer zu räumen.

Zahlungen an Opfer ja, Zahlungen an den griechischen Staat nein!

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Beteigeuze 13.03.2015, 20:18
26. ...

Zitat von stanzer
Die Entschädigungen sind notwendig und geboten und 2 plus 4 sind kein Friedensvertrag
Natürlich hat der Zwei-Plus-Vier-Vertrag auch den Status eines Friedensvertrags. Nur Aluhutträger und Reichsbürger behaupten etwas anderes.

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fat_bob_ger 13.03.2015, 20:19
27. Der Vorschlag ist nicht schlecht, wenn man

klären kann, wer denn genau ein Opfer ist und wenn man sich auf noch lebende Menschen beschränken würde. Ein Handgeld von 3000 Euro und eine monatl. Zahlung von ca. 200 - 300 Euro direkt an den Betroffenen wären machbar. Bei einer persönlichen Anspruchsgrundlage sehe ich nicht die ganz große Gefahr, dass ein Fass aufgemacht werden könnte. Es müsste ausgeschlossen sein, dass sich der griechische Staat an dem Geld bedient.

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Sponsor 13.03.2015, 20:20
28. Dieser Kommentar ...

... spricht mir aus dem Herzen!

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irobot 13.03.2015, 20:21
29.

Zitat von nichtnotwendig
Einen Friedensvertrag gibt es bis heute NICHT!
Naja, etliche Völkerrechtler sehen den 2+4-Vertrag als Friedensvertrag an. Der darf halt nur nicht so heißen, weil die deutsche Regierung das nicht wollte.

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