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Null-Bock-Azubis: Unternehmer lästern über Jugendliche

Fehlende Disziplin, wenig belastbar und leistungsbereit: Laut einer Umfrage*in 14.000 Betrieben sind zahlreiche Jugendliche nicht für eine Ausbildung geeignet -*obwohl sich ihre Schulbildung zuletzt gebessert hat.

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k4l 11.04.2011, 17:53
10. nt

Zitat von JanSouth
Wieso sollte man nach der Ausbildung keine Chance auf einen Beruf haben? Angesichts sinkender Arbeitslosigkeit und steigender Beschäftigtenzahlen ist das Gegenteil der Fall: die Aussichten für den Jugendlichen "von heute" sind besser als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren.
jau genau, als praktikant oder wenns doch ne festanstellung zu einem witzbetrag so dass man nochn zweitjob annimmt...

man merkt, dass der draht zur aktuellen lage vieler jugendlichen/jungen erwachsenen fehlt

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mitbestimmender wähler 11.04.2011, 17:58
11. Unfähige Lehrmeister und Profitgierige Unternehmen

Ein Lehrmeister der nicht fähig ist seine Azubis zu Motivieren und als Teammitglied anzusehen ist fehl am Platz.

Ich sehe hier viele als niedrigste Hilfsarbeiter, fernab jeder Berufsbildung eingesetzte Azubis, die Monate lang nur den gleichen Scheiss ausführen müssen....... Pfui pfui Unternehmer

Berufsanerkennung und Berufsstolz wird Heute schon vom Chef nicht mehr getragen und vor gelebt.

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Achim 11.04.2011, 19:15
12. Wenig leistungsbereit?

Haben sich da einige Jugendliche geweigert, nach acht Stunden Berufsschule noch bis drei Uhr nachts hinter dem Tresen zu stehen - oder was ist damit gemeint?

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robiflyer 11.04.2011, 19:22
13. Unternehmen selbst schuld

Solange wir Firmen haben ,die "paßgenau" suchen und
"Guten Leuten muß man absagen" schreiben " , solange
sollte man aufhören rumzujammern.

Die Ausbilder sit weitgehend als lausig einordenbar , viele
Chefs sehen in Ihren leuten -selbst die Ings als
"Beliebig austauschbares Verbrauchsmaterial" an - um mal idealerweise eine Hr Clement W. zu zitieren .

Ergo was erwartet man denn ?

p.s wie haben effektiv 6 Mio Arbeitslose in ALG1 udn
je nach Lesart 4,7 -7,5 Mio ALG2 also Hartzies ...

Macht also locker 12 Mio Alos

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1948-2008 11.04.2011, 19:40
14. Faktum

Zitat von newliberal
Das Gejammer musste ich mir schon in den 80ern anhören. Angeblich konnten damals die Abgänger der achtjährigen Volkschule der 60er mehr als die damaligen Abiturienten der 80er.
Das stimmt ja auch. Die Schulbildung ist über die Jahrzehnte immer schlechter geworden, das ist ein wissenschaftlich erwiesenes Faktum. 68er Methoden und Zuwanderung aus analphabetischen Ländern sind daran gewiß nicht unschuldig.

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niepmann 11.04.2011, 19:53
15. Krasses Urteil

Zitat von mitbestimmender wähler
Ein Lehrmeister der nicht fähig ist seine Azubis zu Motivieren und als Teammitglied anzusehen ist fehl am Platz. Ich sehe hier viele als niedrigste Hilfsarbeiter, fernab jeder Berufsbildung eingesetzte Azubis, die Monate lang nur den gleichen Scheiss ausführen müssen....... Pfui pfui Unternehmer Berufsanerkennung und Berufsstolz wird Heute schon vom Chef nicht mehr getragen und vor gelebt.
...... aber nicht völlig falsch. Azubis wurden zu allen Zeiten ausgenutzt.
In vielen Unternehmen werden sie als billige Arbeitskraft
und für Jobs missbraucht, die sonst keiner machen will.
Die Chefs haben eine grosse Distanz zur Ausbildungspraxis,
fühlen sich aber befähigt zu urteilen.

Motivationshemmnis ist auch die Vermutung, dass man nach Abschluss der Ausbildung in der Arbeitslosigkeit landet; ein neuer Azubi ist preiswerter als der Mitarbeiter mit Abschluss. Auch diese üble Praxis habe ich mehrfach beobachtet.

Generell gilt aber, dass man nichts verallgemeinern darf.
Zuverlässig funktioniert nur die Einzelfallprüfung.

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Midgard_ 11.04.2011, 20:18
16. Interessanterweise

sind bislang die meisten Kommentare "erklärend": die Chefs haben zu hohe Erwartungen, die Ausbilder taugen nix, hinterher gibt es sowieso keinen Job etc.

Wenn das die "deutsche Antwort" auf den tatsächlich beobachtbaren gesellschaftlichen Wandel ist, dürfte es nicht nur mit dem Fachkräftenachwuchs schwierig werden ;-)

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Wolfes74 11.04.2011, 21:36
17. Anscheinend

Anscheinend bemerkt aber auch keiner daß die allgm. Voraussetzungen für einen ordentl. Berufsabschluss bedeutend höher sind als vor 20,30-50 Jahren.
Der Umfang und Inhalt der meisten Ausbildungsinhalte, angefangen bei der einfachen Schulbildung, hat sich verdoppelt/verdreifacht - die Ausbildungszeit ist die gleiche geblieben.
Deswegen finde auch immer wieder Kommentare von irgendwelchen Rentnern zu diesem Thema lustig, die gänzlich andere (einfachere) Zugangsvoraussetzungen für ihre später getätigten Jobs erfüllen mussten und jetzt über lernunwillige Jugendliche herziehen.
Desweiteren trägt eine große Mitschuld an dieser dargestellten Misere die Gesellschaft allgemein. Reizüberflutung, egal wo hin man schaut - von allen Seiten wird man mit wichtigen und unwichtigen Zeugs bombadiert (Medien sei Dank) und es wird immer mehr. Es soll sogar Menschen geben die "Galileo"(Pro7) als Bildungsfernsehen ansehen..
Da wundert mich gar nichts mehr.
Heutzutage wird nur noch möglichst viel Theorie in den Kopf gequetscht, das meiste wird einfach nur auswendig gelernt aber nicht verstanden - zum Auseinandersetzen mit dem gerade Gelernten bleibt keine Zeit (Zeit ist Geld) und weil sonst der Ablaufplan (Lehrplan) in Verzug gerät.
Gleichzeitig sieht man fast jeden Tag daß nicht unbedingt Bildung/Können sondern Beziehungen/Name/Herkunft ausschlaggebend für einen zukünftges einträgliches Einkommen sind.
Daß sich dann irgendwann Gleichgültigkeit einstellt ist nicht weiter verwunderlich oder verwerflich.
Jugendliche Revoluzzer gibts auch kaum - die werden stillgehalten mit Unterhaltung und all den Kram (deswegen darf auch noch der Ärmste einen Fernseher haben) und die wenigen die es gibt werden als Spinner abgetan.

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unterländer 11.04.2011, 21:53
18. Er nu wieder ....

Zitat von St.McK.
Wozu auch wenn man sich nahezu sicher sein kann danach für 6,50€(Ost) bis 7,50€(West) bei irgendeinem dieser Zeitarbeits-Verbrecher zu landen. Mit etwas "Glück" am selben Arbeitsplatz... Also wenn man jemanden nötigt *irgendwas* zu machen damit *irgendwas" auf dem Papier steht, den Traumjob gibt´s ja nicht mehr für einen(natürlich...), in der Regel sagt die Berufsberatung was man machen soll und danach lande ich dann in völlig unterbezahlten Zeitarbeitsfirmen, Servicegesellschaften(Öffentlicher Dienst, aber auch nicht viel mehr als Zeitarbeit) u.o. Tochtergesellschaften.... na dann kann man auch nicht verlangen das die dann motiviert sind. Und "Leistungsbereitschaft" ist ohnehin lächerlich, da waren die wohl schon vor 3000Jahren mit unzufrieden.
Der Anteil der Zeitarbeiter an den Beschäftigen lag im Jahr 2010 bei astronomischen 2%. Suchen Sie bitte eine andere Ausrede für stinkfaule Schulabgänger. http://www.bza.de/fileadmin/bilder/2...sstatistik.pdf

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Scheidungskind 11.04.2011, 22:49
19. Erfahrungen und Frage

Ich kann weder über mangelnden Ausbildungsstand, noch über fehlende Disziplin und Motivation bei unseren Auszubildenen oder Werksstudenten klagen.

Was mich aber erschreckt, ist die zunehmende Ängstlichkeit der Jungen Leute, sowie die Zunahme psychischer und psychosomatischer Probleme bei ihnen.

Sicherlich hat dies auch mit dem Umgang und der Einstellung von seiten der Ausbildenden zu tun: Wir behandeln Auszubildende in unserer Abteilung respektvoll und versuchen sie gemäß ihren Stärken einzusetzen - und siehe da: Viel genesen nach 2 - 3 Wochen von Rückenleiden, Migräne und Hautausschlägen. Das läßt auf die Ausbildung in anderen Unternehmensbereichen schließen...

Was mir aber wichtiger erscheint: Woher kommt die geringe Belastbarkeit, die aus solchen Reaktionen ebenfalls spricht? Es fällt auf, dass die Gesprächsfähigkeit in den letzten Jahren eher nachgelassen und sich der Perfektionismus in der Aufgabenerfüllung verbreitet hat - eine Tendenz, die auf den Versuch schließen läßt, vermeintliche Schwächen zu kaschieren.

Führt mehr innere Unsicherheit zu mehr Stress und Krankheit oder ist die Jugend "nur verweichlicht"?

Gibts hierzu noch weitere Meinungen?

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