Forum: Wirtschaft
OECD-Studie: Diese Jobs brechen in Deutschland weg
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Facharbeiter in Not: Laut einer OECD-Studie ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation in den Industrieländern dramatisch gesunken. Die Spaltung des Jobmarkts nimmt auch in Deutschland zu.

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Worldwatch 13.06.2017, 13:23
1. Arbeit gibt es hinreichend zu tun

Die für und am Mitmenschen, Gesellschaft, Natur- und Umweltschutz, Forschung und Wissenschaft, u.s.w..

Die Frage ist nur, wie diese f.d. Zukunft finanzierbar wird.

Meine Antwort: Roboter- und Automatisierungs-Besteuerungen.
Werden Jobs überflüssig gemacht, müssen Finanierungssubstitute zur L&G-Besteuerungen her.
Das wird auch weltweit klappen, weil alle Industrienationen die gleichen Probleme haben.

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latrodectus67 13.06.2017, 13:27
2. Steuerung

"Regierungen müssten mehr Anstrengungen für Bildung und Weiterbildung von Arbeitnehmern unternehmen". Es ist so frapant, wie hier gesteuert wird. Es ist also nicht die Aufgabe des Arbeitgebers etwas für die Weiterbildung der Mitarbeiter zu machen, das soll bitte der Staat erledigen. Und natürlich ist diese Weiterbildung und Bildung die einzige relevante Gestaltungsmöglichkeit des Staates, alles andere, dass Maschinen und Produktion subventioniert werden, Arbeit aber nicht und inwieweit das in die Entwicklung hineinspielt, wird noch nichtmal angedacht.

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Berg 13.06.2017, 13:32
3.

Nachdem Fahrkartenautomaten die Schaffner ablösten und Flaschenrücknahmeautomaten der Flaschanabnehmer, sind nun die Paketzustellroboter oder -drohnen dran, aber m.E. völlig überflüssig, weil es genügend Männer und Frauen für diese Jobs gibt.

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seis_mo 13.06.2017, 13:33
4. Digitaler industrieller Epochenwandel nimmt Fahrt auf

Hier und da ist es manchmal schon zu lesen. Durch den OECD-Bericht wird der Epochenwandel nun auch konkret. Und zwar in Form von messbaren Zahlen. Warten wir besser nicht fahrlässig auf Konzepte aus der Politik. Lasst uns doch hier im Forum darüber debattieren, welche Ausgestaltung, welche Vision wir Anstreben.

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opinio... 13.06.2017, 13:34
5. Ist dies nun gut oder schlecht

Bots übernehmen die dumpfen Tätigkeiten und machen die Menschen frei für angemessenere Aufgaben. Das ist nicht die einzige gute Nachricht. Es ist auch erreichbar, wenn wir den gesellschaftlichen Rahmen schaffen, der verhindert, dass Investoren die Vorteile für sich behalten.
Mit Aussitzen oder auf Sicht fahren, wie es Merkel seit Jahren macht, kommen wir da nicht hin.
Was also tun? Demokratie leben, einen Wechsel wagen, aus "mit mir gibt es keine Maut" lernen und die Lobbykrusten aufbrechen!

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ludex 13.06.2017, 13:35
6. Ärzte sind also geringqualifiziert (s. Fotostrecke)...

das zu glauben, fällt bei den abgebildeten Ärzten (in der Fotostrecke) schwer. Auch Finanzcontroller (s-o.) sind durchaus nicht alles Nieten. -- Ich habe den Eindruck, dass die Einzigen, die von solchen Umfragen profitieren, die Umfrageagenturen sind. Viel Einsatz, Ergebnis nahe Null. Vergleichbar mit Ausschüssen, die oft auch nur Ausschuss produzieren.
SCNR

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andneu 13.06.2017, 13:39
7. Denkfehler

"Die OECD appelliert deshalb an die Industrieländer: Deren Regierungen müssten mehr Anstrengungen für Bildung und Weiterbildung von Arbeitnehmern unternehmen."

Wenn es durch Automatisierung und Digitalisierung weniger(!) Arbeitsplätze in Zukunft gibt, dann kann man so viel Fortbilden und für Bildung ausgeben wie man will, dann werden immer mehr Menschen arbeitslos.

Die Wirtschaft Automatisiert ja nicht in einem Bereich (wodurch Arbeitskräfte eingespart werden) um in einem anderen Bereich (vor allem IT) genau so viele Arbeitsplätze wieder zu schaffen.

Kurz: Das kann für einen Einzelnen(!) eine Lösung sein, aber eben nicht für alle(!), wenn es insgesamt(!) weniger Arbeit gibt.

Dieser Denkfehler wird wirklich langsam ärgerlich.

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online_user 13.06.2017, 13:40
8. Studie unzureichend zitiert

Für mich scheint es, als sei die Studie nicht korrekt zitiert worden. Die Summe der Zu- & Abnahmen ist für ein paar exemplarisch getestete Länder immer =0. Die Studie scheint also die Umverteilung der Jobs an der Gesamtsumme festzumachen. Sie geht NICHT auf die absolute Zu- oder Abnahme einer Arbeitsart ein.
Es ist nämlich ein Unterschied, ob eine bestimmte Jobkategorie von z.B. 50% auf 42% abfällt oder um insgesamt 8% abfällt (zur Prozentrechnung gab es letztens ein schönes Beispiel in der Rätselecke).

Zusätzlich müsste noch die Entwicklung der Gesamtzahl der Jobs im gleichen Zeitraum angegeben werden, nur dann lassen sich Entwicklungstendenzen ableiten.

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stugots 13.06.2017, 13:47
9. Heiß Kochen/kalt Essen

Wenn ich mir die Probleme angucke, die es in der Automatisierungstechnik täglich(!) gibt (Großindustrie), dann mache ich mir keine Sorgen darum, dass kompetente Mitarbeiter überflüssig werden.
Wenn die Industrie hingegen aktiv bekämpft wird (wie es aktuell der heldenhafte SPIEGEL mit Porsche tut), dann muss man sich nicht wundern, wenn die gewünschte soziale Utopie irgendwann nicht mehr finanzierbar ist.

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