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OECD-Studie: Diese Jobs brechen in Deutschland weg
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Facharbeiter in Not: Laut einer OECD-Studie ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation in den Industrieländern dramatisch gesunken. Die Spaltung des Jobmarkts nimmt auch in Deutschland zu.

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muellerthomas 13.06.2017, 16:17
110.

Zitat von CommonSense2006
Ansonsten müssten ja all die überflüssig gewordenen Landarbeiter von vor hundert Jahren immer noch arbeitslos sein.
und vergessen Sie nicht die Perrückenmacher, Kutschenbauer, Faustkeil-Hersteller,...

Mal abgesehen davon, dass Sie und "heisse Luft" wie meist Recht haben, ist die ganze Diskussion eingiermaßen absurd. Die Produktivitätsfortschritte sind in den letzten Jahren keineswegs gestiegen, sondern gesunken. Diese ganze Automatisierung lässt sich an den Daten kaum ablesen, zumindest nicht im Sinne von massiv wegbrechenden Arbeitsplätzen.

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Spiegelleserin57 13.06.2017, 16:19
111. naja...

Zitat von Educa15
Die "sozialistischen" Politiker und die Gewerkschaften. Und sei es nur weil sie sich nicht dagegen gewehrt haben. Stattdessen haben sie dabie mitgeholfen, die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust zu schüren, und damit den Verzicht auf hohe Löhne zu rechtfertigen. Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der diese Heuchelei und den Verrat an den Arbeitnehmern erkannt hat.
wenn ich mich umschaue höre ich nur noch das Wort Kündigung. Da kann man schon Angst um seinen Job bekommen. Gerade eben noch beim Einkaufen im Tegut an der Kasse wieder ein Gespräch zwischen 2 Angestellten, na auch gekündigt?
Da hat man Angst und braucht keine Gewerkschaften um diese Kündigungsflut auch noch bewiesen zu bekommen!
Das ist leider die Realität, egal ob mit oder ohne Gewerkschaften!

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Educa15 13.06.2017, 16:19
112. Wer behauptet eigentlich, dass wir Menschen Arbeit brauchen ?

Wenn unsere Unternehmen mit Hilfe von steuerfinanzierten Subventionen, Forschungsausgaben und Automatisierung in der Lage sind, alle für den täglichen Bedarf notwendigen Güter zu produzieren, ohne dass (viele) Menschen arbeiten müssen, dann müssen wir eben nicht mehr arbeiten. Es ist lediglich notwendig, dass die Güter gerecht unter der Bevölkerung verteilt werden. Gearbeitet wird dann ehrenamtlich bzw. da wo es sinnvoll ist - für Erziehung, Pflege von Angehörigen oder Umweltschutz (Müll sortieren - Gelber Sack, Bio, Glas, Papier, ...).
Das Problem der SPD ist dabei aber, dass sie dann als Arbeiterpartei überflüssig ist. Deswegen wird sinnlos Arbeit geschaffen, anstatt den Bürgern die wohlverdiente Freizeit zu gönnen!

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mapcollect 13.06.2017, 16:20
113. Wir stehen vor den größten Strukturänderungen aller Zeiten

und das wird im Bereich Bildung und Forschung bei weitem nicht hinreichend berücksichtigt. Gerade im Bereich MINT/IT passiert zu wenig. Gute Informatiker sind in Deutschland kaum zu bekommen und dadurch werde wichtige Zukunftstechnologien ins Ausland verlagert. Schon in den Schulen müssten die oft doch recht spröden Mint-Fächer aufgepeppt werden um mehr Leute dafür zu begeistern. Weiterhin müssen Start-Ups in diesem Bereich mehr gefördert werden. Und nicht zuletzt muss bei der Zuwanderung auf entsprechende Qualifikation geachtet werden.

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mikede 13.06.2017, 16:21
114.

Zitat von derjonny
Die Bevölkerung immer weiter auf breiter Front verarmen zu lassen (verarmen relativ zum Erwirtschafteten) ist auf lange Sicht allerdings keine gute Idee. Wer soll die Zehntausende an täglich gefertigten Konsumprodukten denn noch kaufen, wenn kaum noch jemand Geld in der Tasche hat? Mit einer solchen Strategie graben sich die geldgierigen Egomanen nur das eigene Wasser ab.
Ich stimme Ihrer Einschätzung zu, bis auf den Part wo die geldgeilen Egomanen plötzlich Mitgefühl bekommen.

In der von Ihnen beschriebenen Welt spielt Geld keine Rolle, die dann Unterschicht braucht man nicht mehr, da die Leute nichts leisten kann man sie auch nicht ausnutzen, der neue Fernseher oder was auch immer die wollen kommt dann aus der automatischen Fertigung... Damit sinkt die Notwendigkeit der Rücksichtnahme. Dank VR und AR können die sich dann eine Realität basteln mit der sie leben können

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Crom 13.06.2017, 16:25
115.

Zitat von Analog
Bin letzten Monat in Polen gewesen und habe dort das neuste VW Werk besucht. Dort sind 40 Stunden normal, in der Regel arbeiten die auch mehr, sind hoch motiviert und maulen nicht rum... Warum sollte dann noch ein Unternehmen in der BRD investieren? Wir sind hier nicht auf einer Insel, dort könnte man die Arbeit gerecht verteilen...
Die Arbeit wird doch zunehmend gerechter verteilt, jedenfalls ist es in meinen Augen gerechter, wenn auch Menschen in Asien oder eben Polen entsprechend teilhaben können. Die Globalisierung hat zu einer enormen Rückgang von Armut in der Dritten Welt, vor allem in Asien geführt. Der Effekt ist wahrscheinlich größer als all die Entwicklungshilfe die Jahrzehnte lang dort hingeflossen sind. Was ist also gerecht in der Hinsicht?

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herm16 13.06.2017, 16:32
116. schon

vor 15 Jahren gab es Aussagen, dass Deutschland kein Produtionsland langfristig sein wird. Andere produzieren billiger. Wir werden mehr und mehr zum Innovativen Land, sprich mehr Entwicklung, Forschung.
Jetzt gibt es natürlich in jeder Gesellschaft Menschen, die nicht in das Raster passen, hier ist es Aufgabe der Politik, der Gesellschaft, Massnahmen zu ergreifen. Also, jammern alleine hilft nicht.

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aschie 13.06.2017, 16:32
117. Weiterbildung

Zitat von auweia
Sie haben zwar Recht mit Ihrer Bemerkung, dass nicht der Staat für die Weiterbildung verantwortlich ist - aber, mit Verlaub, der Arbeitgeber ist es auch nicht. Die Aufgabe und Verpflichtung sich weiterzubilden trifft jeden persönlich, also in erster Linie den ArbeitNEHMER. Arbeitgeber und Staat können das allenfalls ermöglichen.
Sie können nicht aus jedem einen Ingeneur oder Wissenschaftler machen ,obwohl die sollten sich vieleicht auch sorgen machen.
Lustig wenn sie sagen die Arbeitnehmer sind verpflichtet sich weiter zu bilden. Ja in welchen bereichen denn? Die Arbeitsplätze sind weg da können sie sich bilden bis der Arzt kommt.Sie wissen dann unglaublich viel können aber mit den Maschienen die ihren Job machen doch nicht konkurieren.Das hört sich nach Merkel an ne leere Sprechblasen mehr nicht.Ich glaub nicht das die Entscheidungsträger in diesem Land auch nur ansatzweise verstehen was da auf uns zu kommt.

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HeisseLuft 13.06.2017, 16:35
118. Blicken wir wieder in die andere Richtung

Zitat von muellerthomas
und vergessen Sie nicht die Perrückenmacher, Kutschenbauer, Faustkeil-Hersteller,... Mal abgesehen davon, dass Sie und "heisse Luft" wie meist Recht haben, ist die ganze Diskussion eingiermaßen absurd. Die Produktivitätsfortschritte sind in den letzten Jahren keineswegs gestiegen, sondern gesunken. Diese ganze Automatisierung lässt sich an den Daten kaum ablesen, zumindest nicht im Sinne von massiv wegbrechenden Arbeitsplätzen.
[...]

Was ich wesentlich problematischer finde, auf mittlere Sicht: Wir haben in den 80er und 90er Jahren (ca.) einen Umbruch in der Industrie durch klassische Roboterisierung gehabt. Die Produktivitätsfortschritte dort ließen dann nach, wohl als man an die Grenzen klassischer Programmierung stieß, ich vermute das ist ein Grund.
Dann kam die Umkrempelung der Logistik und weiterer Dienstleistungen und Steuerungsaufgaben durch die digitale Vernetzung, der nächste Umbruch, dessen Wirkung wir vermutlich gerade beobachten.
Was geschieht eigentlich, wenn in näherer Zukunft auf breiter Front lernende Systeme eingesetzt werden? Die weitaus mehr können als starr programmierte Systeme? Wenn Menschen in weiteren Berufsgruppen Grund bekommen sich unsicher zu fühlen?
Ist dann ein bedingungsloses Grundeinkommen eine sinnvolle Alternative, um die erwartbaren Spannungen abzufedern?
Das Ganze natürlich betrachtet vor einer stagnierenden und im Durchschnitt alternden Bevölkerung in den Industriestaaten.
Wie geht es weiter?

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Freidenker10 13.06.2017, 16:35
119. Kein Zusammenhang?

"Es gebe keinen klaren Beleg, dass mehr Globalisierung die Beschäftigungsstruktur in bestimmten Branchen verändere". Man stellt also fest, dass die Globalisierung nichts mit der Deindustrialisierung des Westens zu tun hat, aber gleichzeitig nimmt die Industrialisierung in China und Co in dem maße zu, wie sie bei uns abnimmt und da sieht man keinen Zusammenhang? Bei uns sind ganze Branchen aufgrund der Globalisierung weggebrochen wie z.B. die Textilbranche, Elektronik und früher oder später wird es auch die Automobilbranche erwischen. Übrigbleiben schlecht bezahlte Dienstleistungsjobs in einer sich extrem verteuernden Welt! Konnte sich der "mittlelmäßig Qualifizierte" Arbeiter in den 50 -90 zigern noch ein kleines Vermögen wie ein Eigenheim usw. aufbauen, geht das mit den "Ersatzjobs" in der Dienstleistungsbranche nicht mehr, somit nimmt die Verarmung aufgrund der Globalisierung zu! Keine Ahnung warum das jetzt wieder so verharmlost wird?

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