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OECD-Studie: Diese Jobs brechen in Deutschland weg
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Facharbeiter in Not: Laut einer OECD-Studie ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation in den Industrieländern dramatisch gesunken. Die Spaltung des Jobmarkts nimmt auch in Deutschland zu.

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skylarkin 13.06.2017, 13:48
10.

Da ist doch ein Widerspruch. Es findet in den Industrieländern ein Deindustrialisierungsprozess statt aber die aufgegebenen Produktionsprozesse sind angeblich nicht abgewandert. Wo findet denn jetzt die verschwundene Produktion statt, oder wurde sie ganz aufgegeben? Ich glaube hier wird versucht die Globalisierung aus dem Schussfeld zu nehmen, zumal diese Studie ausgerechnet im Auftrag der OECD gelaufen ist. Interessant auch die weichen Formulierungen wie 'keine eindeutigen Hinweise' oder ' keine klaren Belege' für negative Auswirkungen auf die Beschäftigungsstruktur. Wahrscheinlich gibts ne Menge Indizien, selbst in der OECD-Studie, aber das kann man ja so wegformulieren.

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bergeron 13.06.2017, 13:49
11.

Früher oder später muss das bedingungslose Grundeinkommen Realität werden. Wie soll es sonst funktionieren? Die Alternative ist Krieg und Chaos, wenn die Gruppe der Verlierer eine bestimmte Größe überschreitet.

Das System ist darauf ausgelegt menschliche Arbeit überflüssig zu machen. Arbeit, jedenfalls wie wir sie heute kennen, ist ein Auslaufmodell. Das einzige Problem ist, dass nur eine sehr kleine Gruppe von Menschen davon profitiert.

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Emderfriese 13.06.2017, 13:49
12. En marche

Zitat von latrodectus67
"Regierungen müssten mehr Anstrengungen für Bildung und Weiterbildung von Arbeitnehmern unternehmen". Es ist so frapant, wie hier gesteuert wird. Es ist also nicht die Aufgabe des Arbeitgebers etwas für die Weiterbildung der Mitarbeiter zu machen, das soll bitte der Staat erledigen. Und natürlich ist diese Weiterbildung und Bildung die einzige relevante Gestaltungsmöglichkeit des Staates, alles andere, dass Maschinen und Produktion subventioniert werden, Arbeit aber nicht und inwieweit das in die Entwicklung hineinspielt, wird noch nichtmal angedacht.
Bildung ist nicht mehr das ausschlaggebende Problem. Sieht man sich die Pyramide der Arbeiterschaft an, so besteht die Basis aus einer Menge Ungelernter und schlecht qualifizierter Arbeitnehmer, darüber - schon weniger - die Fachkräfte wie Meister und gut ausgebildete Gesellen. Oben an der Spitze wird es dann dünn: die Ingenieure, Techniker und sonstigen Spitzenkräfte sind nur noch wenige. Im kaufmännischen Bereich sieht es ähnlich aus. Das bedeutet, dass es für Spitzenkräfte, die zu diesem Zweck ausgebildet werden, nur wenig Plätze geben wird. Den viel größeren mittleren Bereich der Meister kann man so nicht auffangen. Unten ist noch Platz, und da braucht's nur wenig Bildung. La République Allemagne en marche...

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rst2010 13.06.2017, 13:50
13. die forderung der linken nach 30 stunden woche

ist evtl. keine so schlechte idee, um 1. die arbeiter und angestellten an den produktionssteigerungen teilhaben zu lassen (was bisher kaum geschehen ist, momentan machen nur die eigentümer/aktionäre den reibach), und 2. um den verlust von arbeitsplätzen durch die immer stärkere automatisierung abzufangen. man sollte auch sowas wie ein bedingungsloses grundeinkommen, verlagerung des hauptsteueraufkommens von einkommens- auf firmen- und verbrauchssteuern anfangen zu diskutieren, und nicht erst dann, wenn alles zu spät ist. denn dass die automatisierung viele arbeitsplätze wegfressen wird, ist unbesttritten; selbst höher qualifizierte jobs werden dabei draufgehen.

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micromiller 13.06.2017, 13:50
14. Die schrecklichen Zeiten für

die Bürger der unteren Einkommensklassen beginnen erst, dass ist der Rückschluss aus der Studie. Um so wichtiger ist die Frage warum GROKO und Grüne insbesondere die Massenzuwanderung von Millionen von Menschen ohne Qualifikation für unseren Arbeitsmarkt angelockt hat. Laut Frau Nahles sind ca. 140.000 Analphabeten. Wäre es nicht sinnvoller jedes Jahr Euro 10+ Milliarden in Afrika, Afghanistan, Syrien etc. zu
investieren und dort den Menschen die Möglichkeit zu geben in ihrem eigenen Umfeld aus der Armut zu kommen. Investieren heisst auch, Deutsche Industriebetriebe zu unterstützen, die bereit sind sich dort aktiv einzusetzen. Die Landwirtschaft kann in diesen Ländern um ein Vielfaches vorangebracht werden und gleichzeitig viele Millionen Arbeitsplätze schaffen.

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bergeron 13.06.2017, 13:51
15.

Zitat von ludex
Auch Finanzcontroller (s-o.) sind durchaus nicht alles Nieten.
Das hat nichts mit Fähigkeit zu tun, sondern allein damit was sich gut automatisieren lässt. Bei den Ärzten bin ich aber auch skeptisch. Routineuntersuchungen können vielleicht automatisiert werden, aber sobald es um die mentale Verfassung geht, stelle ich mir das sehr schwierig vor. Freud als Roboter ist noch Science Fiction.

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keine-#-ahnung 13.06.2017, 13:53
16. Weswegen sollten Arbeitgeber ...

Zitat von latrodectus67
"Regierungen müssten mehr Anstrengungen für Bildung und Weiterbildung von Arbeitnehmern unternehmen". Es ist so frapant, wie hier gesteuert wird. Es ist also nicht die Aufgabe des Arbeitgebers etwas für die Weiterbildung der Mitarbeiter zu machen, das soll bitte der Staat erledigen. Und natürlich ist diese Weiterbildung und Bildung die einzige relevante Gestaltungsmöglichkeit des Staates, alles andere, dass Maschinen und Produktion subventioniert werden, Arbeit aber nicht und inwieweit das in die Entwicklung hineinspielt, wird noch nichtmal angedacht.
... Mitarbeiter, die er absehbar nicht mehr benötigt, für Jobs "weiterbilden", die er gar nicht anbietet?
Hier müssen Dinge komplett neu gedacht werden - selbstverständlich kann man auch Arbeitgeber, die in hohem Maß automatisieren, nicht aus ihrer gesamtgesellschaftlichen Pflicht entlassen.
Und Studien, die uns bescheinigen wollen, dass perspektivisch Rechenknechte uns Ärzten 90% der Arbeit abnehmen werden, sind vermutlich von "Geisteswissenschaftlern" erhoben wurden :-)

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bergeron 13.06.2017, 13:53
17.

Zitat von andneu
Die Wirtschaft Automatisiert ja nicht in einem Bereich (wodurch Arbeitskräfte eingespart werden) um in einem anderen Bereich (vor allem IT) genau so viele Arbeitsplätze wieder zu schaffen.
Das sehe ich auch so. Immer wieder wird behauptet, dass ja in anderen Bereichen Stellen entstehen. Das mag zwar stimmen, aber natürlich werden die 100 Bandarbeiter, nicht durch 100 Elektro-
oder Softwareingenieure ersetzt, sondern eher durch 5.

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loquimur 13.06.2017, 13:53
18. Ein negativer Rückgang (Artikel: "minus 8,1 %") ist auf deutsch eine Zunahme.

Und ein Rückgang um plus 8,1 % innerhalb von 22 Jahren, nämlich von 1995 bis 2017, bedeutet einen Rückgang von durchschnittlich nur knapp 4 Promille pro Jahr. Das soll ein Aufreger sein?!

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spmc-125536125024537 13.06.2017, 13:54
19. Was ist ein Arbeitsplatz mit mittlerer Qualifikation?

Kann der Text dafür nicht ein paar Beispiele nenne? Bin genauso schlau wie vorher

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