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Öffentlicher Dienst: Das bedeutet die Tarifeinigung für die Beschäftigten
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Ver.di-Chef Bsirske spricht von "spektakulären" Verbesserungen, die Bundesländer von einem "finanziellen Kraftakt": Die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder ist da. Der Überblick.

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Freidenker10 03.03.2019, 15:44
1.

Die Tariferhöhung ist nicht schlecht, aber die Pflege betreffend geht es hier nur um einen Bruchteil der Pflegekräfte, denn für den öffentlichen Dienst arbeiten hier die allerwenigsten. Die meisten arbeiten in kirchlichen Einrichtungen und die haben ihre eigenen Tarifverträge ( meist deutlich niedriger ) oder eben in privaten Einrichtungen oder Krankenhäusern. Die vom neuen Tarifvertrag profitierenden arbeiten in den verbleibenden Kommunalen Krankenhäusern ( und da gibts nicht mehr soviele davon ) oder in Unikliniken. Wäre schön wenn auch die anderen von den Lohnsteigerungen profitieren würden und hier könnte der Staat durchaus Druck ausüben, wollte doch selbst die Kanzlerin im Wahlkampf für eine bessere Entlohnung sorgen...!

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women_1900 03.03.2019, 15:55
2. "finanziellen Kraftakt"

auf dem Bild werden Pflegekräfte gezeigt. Die Wenigsten sind im öffentlichen Dienst beschäftigt. Die Privatisierung der Krankenhäsuer und Pflegeheime führte auch dazu, daß die Pflegekräfte nicht mehr im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Also wird der "finanzielle Kraftakt" überwiegend für die Angestellten in den Behörden zu bewältigen sein. Da schrauben die Kommunen halt einfach an der Gebührenschraube und die Reform der Grundsteuer spült zusätzlich viel Geld in die Kassen der Kommunen.

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Nepomuk133 03.03.2019, 15:57
3. Geringverdiener?

Ich bitte um Entschuldigung, aber bei mir wären die 3,2 % wohl (knapp) unter der Grenze von 100 € - wenn ich nicht von der Sondererhöhung für Stufe I profitieren würde. Ich bin aber kein "Geringverdiener", sondern im gehobenen Dienst, bzw. dessen Äquivalent.

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legeips62 03.03.2019, 16:04
4. Danke Herr Bsirke,

danke an Ver.di. Ich finde es ist ein sehr gutes Ergebniss in anberacht dessen, dass ja mehr mehr eine Wirtschaftskrise herbei geredet werden. Aber wir sollen ja nicht mehr sparen, sondern ausgeben bzw. Schulden machen.

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Bushfeind1 03.03.2019, 16:17
5. Super

8% in 33 Monaten sind 2,9% p.a. Ihr wolltet 6% p.a. und habt nicht einmal die Hälfte trotz Streiks bekommen. Nach Inflation sind das noch +0,9% Gehaltszuwachs. Noch weniger war wohl nicht drin?!

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isar56 03.03.2019, 16:18
6.

Zitat von Nepomuk133
Ich bitte um Entschuldigung, aber bei mir wären die 3,2 % wohl (knapp) unter der Grenze von 100 € - wenn ich nicht von der Sondererhöhung für Stufe I profitieren würde. Ich bin aber kein "Geringverdiener", sondern im gehobenen Dienst, bzw. dessen Äquivalent.
Wenn Sie im gehobenen Dienst arbeiten und bei 3,2% nicht auf mehr als 100,— Brutto plus kommen, sind Sie noch sehr jung. Ich bin seit 1983 im mittleren Dienst (Sozialarbeiterin) und komme in der Endstufe auf rund 125,— Euro plus für 2019. Nichts desto Trotz ist dieser Abschluß ein Hohn an den Angestellten. Das rächt sich bereits. In einigen mir bekannten Behörden finden sich keine Sozialarbeiter mehr für den Kinder- und Jugendschutz. Das bleibt insofern egal, als 10 Leute die Arbeit von 12 übernehmen und somit zwei Stellen eingespart werden. Wenn jedoch ein Kind zu erheblichem Schaden kommt - öffentlichkeitswirksam - überschlagen sich die Verantwortlichen an Betroffenheit und Bestürzung.
In der Pflege und Gesundheitsbranche zieht es noch schwärzer aus. Wir sind eben kein reiches Land.

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burlei 03.03.2019, 16:22
7. @Nepomuk133, #3

Hab grade mal durchgerechnet. Bei mir, Bundesbeamter, A9, 50 Dienstjahre auf dem Buckel wären es bei 3,2% brutto 112 Euro, also ganz knapp über dem Mindestbetrag. Bleiben würde mir knapp 70 Euro netto. Ich gönne es den Kollegen der Länder freue mich für sie, dass es endlich, nach zig Jahren der Lohnerhöhungen unter der Inflationsrate und Nullrunden mal etwas mehr zu bekommen. Ihr habt es euch verdient.

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schnittkerandre 03.03.2019, 16:33
8. @Freidenker10

Keine Pflegekraft ist gezwungen, bei privaten Anbietern zu arbeiten. Zudem ist Ihre Aussage bzgl. kirchlicher Arbeitgeber falsch. Die Gehälter sind nicht "deutlich niedriger", sondern dem ÖD nah (vergleiche Caritas/Diakonie)

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ruhuviko 03.03.2019, 16:35
9. Die Kommunen sind vom Vertrag ebenfalls nicht betroffen,

Zitat von women_1900
auf dem Bild werden Pflegekräfte gezeigt. Die Wenigsten sind im öffentlichen Dienst beschäftigt. Die Privatisierung der Krankenhäsuer und Pflegeheime führte auch dazu, daß die Pflegekräfte nicht mehr im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Also wird der "finanzielle Kraftakt" überwiegend für die Angestellten in den Behörden zu bewältigen sein. Da schrauben die Kommunen halt einfach an der Gebührenschraube und die Reform der Grundsteuer spült zusätzlich viel Geld in die Kassen der Kommunen.
nur die Tarifgemeinschaft der Länder. Bund und Kommunen haben eigene Tarifverträge. Grundsteuererhöhung hilft den Ländern nichts.

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