Forum: Wirtschaft
Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften fordern von Ländern Einlenken im Tarifstreit
DPA

Geschlossene Kitas, Unterrichtsausfall, verschobene Operationen: Tagelang bekamen viele Bürger die Auswirkungen des aktuellen Tarifstreits zu spüren. Jetzt sind die Unterhändler beider Seiten gefordert, eine Einigung herbeizuführen.

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kraut&ruebe 28.02.2019, 07:47
1. Kosten

Der Herr Silberbach vom dbb meinte eben im Morgenmagazin, dass das Geld schon da sein und die Kosten der ewigen BER-Baustelle auch niemanden stören wuerden. Diese Einstellung kann man wohl zumindest bei den beteiligten Beamten und öffentlich Bediensteten als gegeben voraussetzen.

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Ryker 28.02.2019, 07:49
2. Peng!

M. E. haben die Länder (vertreten durch Herrn Kollatz) den Schuss nicht gehört. Im DLF habe ich ihn sagen hören, die Länder müssten ja weitere Stellen schaffen, weshalb das Geld nicht da sei, die vorhandenen Mitarbeiter besser zu entlohnen. Aber: Man muss Stellen nicht nur schaffen, man muss sie auch BESETZEN! Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die Kluft zwischen Bund/ Kommunen und Ländern wird immer größer, die zwischen öD und freier Wirtschaft sowieso. Warum sollten qualifizierte Mitarbeiter noch in den öD wechseln? Die ach so tolle Arbeitsplatzsicherheit und sonstige "Benefits"? Gehen Sie mal auf die Suche nach Stellen, die gleich unbefristet ausgeschrieben sind. Oder fragen Sie diejenigen, die seit Jahren auf immer wieder befristeten Stellen herumgereicht werden. Geht es der Wirtschaft schlecht, ist natürlich kein Geld für Lohnsteigerungen da. Geht es der Wirtschaft gut, muss das Geld gerade für was anderes ausgegeben werden (oder noch besser gar nicht). Ich denke, entweder kommt eine substanzielle Anhebung der Bezüge oder in einigen Jahren geht das große Heulen und Zähneknirschen los.

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kirschlorber 28.02.2019, 07:52
3. Solidarität, Herr Silberbach

Krankenschwestern, Busfahrer und Müllmänner riskieren durch Streiks bekanntlich ihre Jobs. Zudem sind sie Anfeindungen aus allen Richtungen der Gesellschaft ausgesetzt. Die hart errungenen Tarifabschlüsse werden sodann für Beamte „übernommen“. Wie findet das der Chef des Beamtenbundes? Wahrscheinlich schön. Noch schöner ist, dass die Abschlüsse auch auf die ohnehin üppigen Pensionen übertragen werden. Zur Erinnerung: Beamte 71,5%, Rentner 43%. Finden Sie das solidarisch, Herr Silberbach?

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markus_wienken 28.02.2019, 08:12
4.

Zitat von kirschlorber
Krankenschwestern, Busfahrer und Müllmänner riskieren durch Streiks bekanntlich ihre Jobs. Zudem sind sie Anfeindungen aus allen Richtungen der Gesellschaft ausgesetzt. Die hart errungenen Tarifabschlüsse werden sodann für Beamte „übernommen“. Wie findet das der Chef des Beamtenbundes? Wahrscheinlich schön. Noch schöner ist, dass die Abschlüsse auch auf die ohnehin üppigen Pensionen übertragen werden. Zur Erinnerung: Beamte 71,5%, Rentner 43%. Finden Sie das solidarisch, Herr Silberbach?
Inwiefern riskieren Krankenschwestern, Busfahrer und Müllmänner durch Streiks bekanntlich ihre Jobs...wäre mir neu das dem so ist.
Weiterhin: Insbesondere Pflegepersonal und Busfahrer werden überall händeringend gesucht.

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Teutonengriller 28.02.2019, 08:14
5. Wir sind es wert?

Aber andere sind viel mehr wert und können es sich nicht leisten zu streiken wie die Berufsurlauber aus dem öffentlichen Dienst. Der Mühlstein um den Hals der Staatsfinanzen.

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three-horses 28.02.2019, 08:15
6. Wer es besser weiß, sag es.

Zitat von Ryker
M. E. haben die Länder (vertreten durch Herrn Kollatz) den Schuss nicht gehört. Im DLF habe ich ihn sagen hören, die Länder müssten ja weitere Stellen schaffen, weshalb das Geld nicht da sei, die vorhandenen Mitarbeiter besser zu entlohnen. Aber: Man muss Stellen nicht nur schaffen, man muss sie auch BESETZEN! Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die Kluft zwischen Bund/ Kommunen und Ländern wird immer größer, die zwischen öD und freier Wirtschaft sowieso. Warum sollten qualifizierte Mitarbeiter noch in den öD wechseln? Die ach so tolle Arbeitsplatzsicherheit und sonstige "Benefits"? Gehen Sie mal auf die Suche nach Stellen, die gleich unbefristet ausgeschrieben sind. Oder fragen Sie diejenigen, die seit Jahren auf immer wieder befristeten Stellen herumgereicht werden. Geht es der Wirtschaft schlecht, ist natürlich kein Geld für Lohnsteigerungen da. Geht es der Wirtschaft gut, muss das Geld gerade für was anderes ausgegeben werden (oder noch besser gar nicht). Ich denke, entweder kommt eine substanzielle Anhebung der Bezüge oder in einigen Jahren geht das große Heulen und Zähneknirschen los.
eine substanzielle Anhebung der Bezüge"...egal wie ich rechne, die Verwaltug kostet ab 300 Milliarden je Jahr. Pensionen und "Imobilien"
inclusive. Die 300 Milliarden entsprechen fast den Steuer Einnahmen.
Keine Ahnung wie Jemand meinen kann, dass Geld und sogar genug davon vorhanden ist. Und die Überschüsse von denen immer wieder die Rede ist, sind eher die Beiträge wie Abrbeit. Geld und wahrscheinlich auch der Rentenkasse. Auch wenn man in die Pampa immer wieder streut, die Renten werden subventioniert. Wovon denn?

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new#head 28.02.2019, 08:18
7.

Die beteiligten Berufsgruppen über einen Kamm zu scheren, kann ja nur im Interesse der besser gestellten sein.
Inflationsbedingt kann ein 6 % Forderung ja nicht rechtfertigt werden. Es sollte lieber darum gehen, die schlecht bestellten Berufsgruppen, z.B. in der Pflege deutlich besser und den Rest ruhig zu stellen. Was die Gewerkschaft wieder erreicht mit ihrer Klassenkampflogik ist ein weinig mehr Geld und in der Folge leiden alle unter den schlechteren Bedingungen. Zeitverträge, Teilzeit, Personaleinsparung usw.
So reagiert die öffentliche Hand weil sie ja dem Standort nicht schliessen kann wie z.B. Opel. Herr Bsirske denkt eben zu kurz.

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spiegeleix 28.02.2019, 08:18
8. Ich arbeite selbst seit 20 Jahren im öffentlichen Dienst

und habe zur Zeit bereits meinen 18. (sic!) befristeten Arbeitsvertrag. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz macht's möglich, juhu! Trotzdem bin ich mit den hohen Gehaltsforderungen von VERDI nicht einverstanden. VERDI soll lieber für 6 Prozent mehr Personal statt Lohn kämpfen! Dieses Personal wird in der Altenpflege DRINGENDST benötigt. Aber das setzt ein gewisses Maß an Solidarität von VERDI-Mitgliedern voraus, wenn alle dafür kämpfen sollen, dass "nur" einige hinterher besser gestellt werden. Und soweit reicht die Liebe dann doch nicht, das ganze Solidaritätsgefasel dieser Gewerkschafter ist nur heiße Luft. Und dem Kommentar von Kirschlorber kann ich mich nur anschließen, er legt den Finger in die Wunde!

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moritz27 28.02.2019, 08:20
9. Ab einem bestimmten Lebensalter

wirken die ewig gleichen Rituale einfach nur noch öde. Die Gewerkschaft findet das Angebot "ungenügend". Ihre eigenen Forderungen dagegen stets "realistisch und maßvoll". Hauptbegründung im Öffentlichen Dienst nach mehr Geld ist, dass es in anderen Berufen auch mehr Geld gegeben hat (ohne zu erwähnen, dass dort das Geld erst einmal verdient werdne muss, das als Gehalt bezahlt werden kann). Dann kommen Warnstreiks. Und am Ende einigt man sich in der Mitte. Die Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes sind übirigens wir alle, mit unseren Steuern, Abgaben und Gebühren finanzieren wir die dort Beschäftigten. Sollten sich demnächst Veränderungen bei Steuern, Abgaben und Gebühren ergeben ...

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