Forum: Wirtschaft
Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften fordern von Ländern Einlenken im Tarifstreit
DPA

Geschlossene Kitas, Unterrichtsausfall, verschobene Operationen: Tagelang bekamen viele Bürger die Auswirkungen des aktuellen Tarifstreits zu spüren. Jetzt sind die Unterhändler beider Seiten gefordert, eine Einigung herbeizuführen.

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Nordstadtbewohner 28.02.2019, 09:00
20. Weniger ist mehr

Ich hoffe, die Gewerkschafter kommen mit ihren überzogenen Forderungen nicht durch und die öffentlichen Arbeitgeber lassen es auf einen Streik ankommen. 6% mehr Lohn für die gleiche Arbeitsleistung halte ich für übertrieben und schamlos. Denn am Ende muss dafür der Steuerzahler aufkommen. Dazu kommt, dass Bereiche wie Müllabfuhr usw. endlich privatisiert werden sollten. Dort geht das besser und preiswerter.

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Quatschkopf_72 28.02.2019, 09:05
21. Interessantes Bashing ....

Hier findet ein interessantes Bashing verschiedenster Berufsgruppen statt. So verdienen Pflegeberufe ohnehin genug, Lehrer sind die Dauerurlauber etc. Wir sollten weg von den Stammtischparolen und zurück zu dem Verständnis, dass es in der Natur des Menschen liegt, um den Wert seiner Arbeit zu kämpfen. Das macht in irgendeiner Form JEDER von uns. Sei es Anerkennung - seien es monetäre Anreize. Dass eine Gewerkschaft hoch einsteigt liegt in der Natur einer Verhandlung. Fertig. Da gibt es keinen Grund sich aufzuregen. Und bitte lasst die Berufsgruppen in Frieden ihren wichtigen Job machen. So wie auch die Pfleger, Verwaltungsfachleute, Lehrer etc. Euch in Ruhe Euren Job machen lassen - auch wenn es da genug zu schimpfen gäbe.

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Bob Hund 28.02.2019, 09:08
22.

Zitat von coronar
Von Seiten der Verdi. finde ich allerdings den Ansatz, neben einer prozentualen Entgelterhöhung auch eine Mindesterhöhung von 200,- € zu fordern, endlich mal den richtigen Ansatz, einem weiteren Auseinanderklaffen der Einkommensschere entgegezuwirken.
Das ist doch Quatsch. Bei einer prozentualen Erhöhung kann die Einkommensschere gar nicht auseinanderklaffen.

Jemand, der vor der Lohnerhöhung das 1,5fache von einem anderen verdient hat, verdient auch nach der prozentualen Lohnerhöhung das 1,5fache.

Das führt nur dazu, daß in den unteren Lohngruppen, die eh schon gut bezahlt sind, die Lohnsteigerungen dann 10% sind.

Und dann wundert sich der Staat, daß er keine Ingenieure, ITler oder sonstiges Fachpersonal findet.

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bombi_22 28.02.2019, 09:10
23. Das Problem....

....ist, dass die (Privat-) Wirtschaft schon so lange boomt, dass dieBeschäftigten des ÖD ein wichtiges Element ihres Jobs nicht mehr schätzen, nämlich die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Kann mich noch gut (als Kind) daran erinnern wie nach der Ölkrise 73 Nachbarn Sätze zu meinem Vater (Amtsleiter) fallen liessen wie: Du hast ja keine Sorgen, Du bist ja im ÖD. Frage ist ob ein nach dem Hire and Fire Prinzip funktionierender ÖD wie in den USA oder UK besser wäre.

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derpfleger89 28.02.2019, 09:11
24.

Kann nicht verstehen wieso man für den Bereich der Polizei, der Pflege und der Kinderbetreuung diese Forderung nicht nachvollziehen kann!!
Eure Kinder werden nicht nur betreut, sie werden dort erzogen und anhand der sozialen Normen die ihr habt geformt.
Die Polizei muss sich bespucken, schlagen, bepöbeln, treten, beleidigen und diskriminieren lassen, während sie 3 Schichten abdecken. Seit dankbar und entlohnt entsprechend!
Hoffe ihr müsst mal ins Krankenhaus und könnt euch nicht den hintern abwischen, dann würdet ihr euch freuen wir Pflegekräfte wären da! Und stellt euch vor wir waschen nicht nur! Wir verabreichen die Medikamente, die ihr braucht um eure wohlstandserkrankungen zu behandeln!
Wir sind diejenigen welche euch reanimieren, eure Brust bis zum Anschlag nach unten pressen um euer Herz wieder zum schlagen zu motivieren!
Wir sind diejenigen, die eure toten Körper in größtem Respekt und egal von welcher Gesinnung ihr gewesen seid, waschen, die Schläuche entfernen und euch so hinlegen, dass eure Familien euch ein letztes Mal sehen können!!!
Mit unseren Gehältern is es nicht möglich für die Rente zu sparen, es sei denn wir verzichten auf Familie, Eigenheim und Urlaube! Werdet euch der Sache bewusst, dass diese Berufe dieses System erst aufrecht halten! Die Antwort auf die Frage, was wäre ohne uns ist einfach:
Tod und Anarchie!
Ob ich übertreibe? Dann schaut mal Richtung Afrika, Jemen, Ukraine, etc!
Wenn ihr sowas wollt, lest euch weiterhin diesen Artikel mit euren neuen Smartphones durch und trinkt dabei euren Soja-Latte!
Wir gehen in der Zeit zur Arbeit, da wo man uns jeden Tag braucht und keinen Tag adäquat behandelt oder bezahlt!

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christiansteiffen 28.02.2019, 09:16
25. Es ist nur logisch, dass der ÖD deutlich besser verdienen muss

Zitat von Teutonengriller
Aber andere sind viel mehr wert und können es sich nicht leisten zu streiken wie die Berufsurlauber aus dem öffentlichen Dienst. Der Mühlstein um den Hals der Staatsfinanzen.
Sowas kann nur jemand sagen, der null Ahnugn hat, wie Staat funktioniert. Das sind dann oft die Leute, die im Job frustriert sind, und ein Ventil brauchen. Die bei Ihren Gehalt dann eben doch 50 Stunden arbeiten müssen und auch am Wochenende.

Was soll also diese Rumheulerei? Ihr wählt doch selbst euren Beruf! Dass ihr das überhaupt könnt, habt ihr auch dem ÖD zu verdanken.

Ohne ÖD würde nämlich GAR NICHTS funktionieren in Deutschland. Keine Schule, Kita, Straße, Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser... NICHTS.

Auch die Demokratie und der Rechtsstaat wären völlig wertlos. Selbst das Geld würde dramatisch an Wert verlieren.

Sie können ja gerne mal eine stabile Demokratie gegen eine korrupte Diktatur tauschen. Dann schauen wir mal, was mit Ihrem Geld und Ihrem Besitz passiert

Es ist nur logisch, dass der Öffentliche Dienst deutlich besser verdient muss. Er sollte sogar besser verdienen als die Privatwirtschaft.

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Bob Hund 28.02.2019, 09:16
26.

Zitat von Nordstadtbewohner
6% mehr Lohn für die gleiche Arbeitsleistung halte ich für übertrieben und schamlos. Denn am Ende muss dafür der Steuerzahler aufkommen. Dazu kommt, dass Bereiche wie Müllabfuhr usw. endlich privatisiert werden sollten. Dort geht das besser und preiswerter.
Das muss man ja wohl im zeitlichen Verlauf und im Vergleich z.B. zu Bund und Kommunen sehen. Die 6% sind mehr ein Aufschließen zu der Lohnentwicklung von anderen Branchen oder dem TVöD.

Ich finde es ja auch schamlos, daß die Metall- oder Chemiebranche solche übertriebenen Abschlüsse hat, die ich als Verbraucher dann wieder teuer bezahlen darf.
Ob mir das Geld über die Steuer oder die Preise aus der Tasche gezogen wird, ist ja dann wohl auch egal.

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christiansteiffen 28.02.2019, 09:22
27.

Zitat von Hans-Dampf
Wenn man bedenkt, dass die Anzahl der Beschäftigten im öD seit Jahrzehnten massiv zurückgefahren wurde bei immer mehr Aufgaben und benötigter Qualifikation, war das de facto eine Kürzung des Gehaltes der Beschäftigten. Hinweis: 1991 waren ca. 6,7 Mio. Beschäftigte im öD, 2017 waren es noch 4,7 Mio. Nun mehr Gehalt zu fordern ist mehr als legitim. Mehr Personal fordern darf/kann man ja schließlich in den Tarifverhandlungen nicht. Deutschland hat eine sehr geringe Quote, was die Anzahl Beschäftigter im öD betrifft. In Finnland, Dänemark usw. beträgt diese knapp 30%, in Deutschland nicht einmal 10%.
Exakt und trotzdem funktioniert der Staat. Soweit es das Personal eben zu lässt.

Man kann das Personal nicht kürzen, und dann erwarten, dass der Personalasuweis innerhalb einer Woche bearbrietet wird, oder die Meldebescheinigung oder in Krankenhäuser sofort der Arzt da ist, oder Bauanträge schneller gehen...

Es regen sich doch die ganzen Privatwirtschaftler auf hier... Komischerweise verlassen sie aber genau hier ihr privatwirtschaftliches Denken.

Der Frust muss schon echt tief sitzen.

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Listkaefer 28.02.2019, 09:30
28. Komisch, überall regelt die Nachfrage ...

... das Angebot, nur am Arbeitsmarkt nicht. Nicht genug Personal im Pflegedienst - mit besserem Gehalt ließe sich das ändern. IT-Leute werden händeringend gesucht, aber warum sollte man in den öffentljchen Dienst wollen, wenn man anderswo das Doppelte verdient? Das Argument, man könne das nicht bezahlen, ist Humbug! Es ist Geld für alles da, aber es ist nicht richtig priorisiert: 135 Millionen für die Gorch Fock, Milliarden für den Stuttgarter Bahnhof und den Berliner Flughafen, die Elbphilhamonie... Vorstandsgehälter astronomisch! Millionen Abfindungen für die Granden. Alles ohne Bedürftigkeitsprüfung! Milliarden werden bei Firmenübernahmen verpulvert. Nur für die nornalen Menschen sind schon Almosen zuviel. Da wurden schon Rentenerhöhungen von .3,50 Euro monatlich als großer Schluck aus der Pulle verkauft. Leute, zieht die gelben Westen an! Bei uns wird Arbeit zu gering geschätzt. Das ist was für die dumme Masse. Wer schlau ist, der lebt von Kapitalerträgen und lässt andere arbeiten

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trex#1 28.02.2019, 09:31
29.

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich hoffe, die Gewerkschafter kommen mit ihren überzogenen Forderungen nicht durch und die öffentlichen Arbeitgeber lassen es auf einen Streik ankommen. 6% mehr Lohn für die gleiche Arbeitsleistung halte ich für übertrieben und schamlos.
Nun weiß doch jeder, dass die Forderung nicht der Abschluss ist. Ich rechne mit einem Abschluss um 3,...%, und die sind dringend nötig. Die Erhöhung muss sich an den Ergebnissen der anderen Branchen orientieren.
Billige Arbeitskräfte können am Ende teuer zu stehen kommen. Qualifiziertes Personal gibt es nicht für lau, weder in der Privatwirtschaft noch im öffentlichen Dienst. Mit Billigpersonal kann der öD seine Aufgaben nicht erfüllen. Warum sollten Kitapersonal, Busfahrer, Lehrer, Polizisten etc. zu unattraktiven Besoldungen arbeiten?

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