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Öffentlicher Dienst: Ver.di kündigt neue Streiks nach Ostern an
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Müllabfuhr, Kitas, Nahverkehr: Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben besonders Eltern und Pendler zu spüren bekommen. Zu Ostern gibt es jetzt eine Atempause, dann startet die Gewerkschaft Ver.di eine neue Welle.

rainercom 22.03.2018, 08:21
1. Immer das Selbe bei Verdi

6% Ausrufen und am Ende mit 3% zufrieden sein.
Ist auch klar wenn die Bosse der Gewerkschaften mit in den Aufsichtsräten sitzen.
Wo waren die Gewerkschaften bei Einführung der Agenda 2010?????
Mit einer Unterschrift in die 50iger zurückgeworfen.

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Nordstadtbewohner 22.03.2018, 09:08
2. Von daher auf freie Träger setzen

"Dort sollen jeweils zahlreiche Kindertagesstätten geschlossen bleiben, in einigen kleineren Orten in Rheinland-Pfalz sogar alle Kitas."

Freie Träger haben oftmals Haustarifverträge und gehören damit nicht zur Tarifgemeinschaft des öffentlichen Dienstes. Von daher sollte man bei der Kita-Wahl berücksichtigen, ob es sich um einen öffentlichen Kindergarten oder einen in freier Trägerschaft handelt. Das erspart den Eltern den Ärger, wenn Verdi und Co mal wieder meinen, andere Menschen in Geiselhaft zu nehmen. Gleiches gilt übrigens für Krankenhäuser.

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k.hohl 22.03.2018, 09:10
3. Nachher - Vorher

Nach jedem Tarifabschluß, inzwischen muß man sagen nach jedem erstreikten Tarifabschluß, erzählt die "Gewerkschaft" verdi der Öffentlichkeit wie toll sie doch verhandelt hat und wie überaus genial der Abschluß ist.

In der nächsten Tarifrunde stellte sie sich dann selbst ein Armutszeugnis aus, indem sie feststellt wie überaus schlecht es ihren Mitgliedern doch geht. Sie hätten seit vielen, vielen Jahren Verzicht geübt.
So auch jetzt wieder. Daraus muß man dann also schließen: Die "Gewerkschaft" verdi hat seit Jahrzehnten versagt. Und die Mitglieder belogen. Oder hat die "Gewerkschaft" da eine andere Logik?

Bestreikt aber jetzt Universitätskliniken. "Um dem Druck zu erhöhen".
Um Krebspatienten in Deutschlands größter spezialisierter Universitätsklinik diese Woche ohne Behandlungstermin, ohne Therapiemedikamente zu lassen.
Warnstreik? Wie sieht dann diesmal ein Streik aus?

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Antisozialist 22.03.2018, 09:22
4.

Zitat von rainercom
6% Ausrufen und am Ende mit 3% zufrieden sein. Ist auch klar wenn die Bosse der Gewerkschaften mit in den Aufsichtsräten sitzen. Wo waren die Gewerkschaften bei Einführung der Agenda 2010????? Mit einer Unterschrift in die 50iger zurückgeworfen.
Ich nun nicht ein Freund von Verdi, aber:
1.) Maximalforderungen wird man nie durchsetzen können
2.) Wenn Sie sich auch 3% einigen würden, wäre dies doch ein sehr annehmbarer Abschluss, zumal gerade die unteren Lohngruppen im Vergleich zur Wirtschaft sehr gut dastehen. Erst bei den höheren Gruppen ist eine deutliche Diskrepanz nach unten festzustellen, aber die vertritt Verdi aber in der Regel nicht
3.)Was hätte Verdi den gegen die notwendige Agenda 2010 tun können? Richtig, nichts Effektives. Streik wäre in diesem Zusammenhang unzulässig gewesen. Zum Glück muss man sagen, denn zur Agenda 2010 bzw. deren Grundsätzen gab es keine Alternative, ein Weiterso wäre nicht gegangen.

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alex_zappel 22.03.2018, 10:27
5. Schon ein bisschen witzig.

Unser westliches System ist vor allem geprägt durch 2 wesentliche Komponenten. 1. die Demokratie und 2. die Marktwirtschaft. Die Marktwirtschaft zeichnet sich im Wesentlichen durch die Eigennutztheorie aus, d.h. jede/r schaut, dass er/sie seinen eigenen persönlichen Nutzen maximiert unabhängig davon ob das anderen nun gefällt oder nicht. Das ist neben der Annahme rationalen Verhaltens einer der Kernpunkt der Marktwirtschaft und trifft natürlich auch auf den ArbeitsMARKT zu. So weit so gut. Das hat der Großteil in diesem Land - dachte ich - auch akzeptiert. Verfolgen nun aber Krankenpfleger/innen, Erzieher/innen und alle anderen Leute im öffentlichen Dienst genau diese Eigennutztheorie empören sich plötzlich alle. Da kommt dann die Idee von Streikverboten für wichtige Infrastruktur auf, damit Mamis und Papis selbst ihren Eigennutz verfolgen können während andere darauf verzichten müssen. Ja liebe Leute, das widerspricht aber dem marktwirtschaftlichen Grundgedanken. Also entweder oder. Entweder wir akzeptieren, dass auch diese Berufsgruppen ihren Eigennutz und damit ihr Streikrecht durchsetzen dürfen oder wir sägen die Marktwirtschaft als vorherrschendes Wirtschaftssystem ab. Aber eins ist klar: Erst Hü und dann Hott, das funktioniert nicht.

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misterknowitall2 22.03.2018, 10:34
6. @nordstadtbewohner

Komische Ansichten. Was meinen Sie denn mit geiselhaft? Es sind Ihre Kinder. Die haben sie gemacht. Es ist ihre Verantwortung. Geben sie nicht fremden Menschen die Schuld, wenn sie nicht wissen, wohin mit den blagen. Ist es verwerflich, wenn man für seine Arbeit vernünftiges Geld fordert? Wohl kaum. Beschweren Sie sich bei den AG dann ist ihr protest zielgerichtet und sinnvoll. So jammern Sie nur und das unberechtigt.

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DerAndereBarde 22.03.2018, 11:17
7. Verwirrt

Zitat von alex_zappel
Unser westliches System ist vor allem geprägt durch 2 wesentliche Komponenten. 1. die Demokratie und 2. die Marktwirtschaft. Die Marktwirtschaft zeichnet sich im Wesentlichen durch die Eigennutztheorie aus, d.h. jede/r schaut, dass er/sie seinen eigenen persönlichen Nutzen maximiert unabhängig davon ob das anderen nun gefällt oder nicht. Das ist neben der Annahme rationalen Verhaltens einer der Kernpunkt der Marktwirtschaft und trifft natürlich auch auf den ArbeitsMARKT zu. So weit so gut. Das hat der Großteil in diesem Land - dachte ich - auch akzeptiert. Verfolgen nun aber Krankenpfleger/innen, Erzieher/innen und alle anderen Leute im öffentlichen Dienst genau diese Eigennutztheorie empören sich plötzlich alle. Da kommt dann die Idee von Streikverboten für wichtige Infrastruktur auf, damit Mamis und Papis selbst ihren Eigennutz verfolgen können während andere darauf verzichten müssen. Ja liebe Leute, das widerspricht aber dem marktwirtschaftlichen Grundgedanken. Also entweder oder. Entweder wir akzeptieren, dass auch diese Berufsgruppen ihren Eigennutz und damit ihr Streikrecht durchsetzen dürfen oder wir sägen die Marktwirtschaft als vorherrschendes Wirtschaftssystem ab. Aber eins ist klar: Erst Hü und dann Hott, das funktioniert nicht.
Das mit dem entweder oder müssen sie erst mal im eigenen Kopf hinkriegen.

Das Streikrecht, und insbesondere seine Ausweitung von industriellen auf öffentliche Betriebe, ist ja gerade ein erheblicher Eingriff in den freien Arbeitsmarkt, begründet mit einem höheren Interesse der allgemeinen Wohlfahrt, nämlich der Eindämmung von Ausbeutung. So weit, so gut; aber keinesfalls entweder oder.

Empörung ist selbstverständlich ebenso gestattet wie Solidarisierung, wenn der Arbeitgeber den durch den Arbeitskampf verursachten Schaden auf seine Kunden abwälzt. Oder gilt das mit dem Eigennutz nicht für diese?

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mghi 22.03.2018, 11:22
8. Streiks sind ok.

Es stellt sich natürlich beim ÖD immer die Frage: Soll der Staat alles regeln? Sollen öffentliche Dienstleistungen jederzeit angeboten werden? Wenn ja, folgt zwangsläufig die Verbeamtung des Erziehungs- und des Krankenpflegepersonals, spwie der Müllabfuhr. Das ist natürlich Blödsinn. Nehmen wir doch mal die Kinderbetreuung: wenn wir wenig kommunale Kinderbetreuungseinrichtungen und viele bei freien Trägern wie DRK, Kirchengemeinden, AWO etc und noch mehr Betriebskindergärten hätten, wäre dieses Problem erheblich entschärft. Aber nein , in den meisten Kommunen liegt dies in deren Hand. Außerdem: Ein Streik muss spürbar sein, sonst wäre es keiner. Die Forderungen der AN-Vertreter halte ich für sehr maßvoll. Eigentlich müssten sie wie einst Kluncker 10% fordern, um einigermaßen den Anschluss zu halten. Das gilt übrigens für sämtliche Gehaltsstufen; denn auch hochqualifizierte IT-Spezialisten muss (sollte?) es im ÖD geben.

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kub.os 22.03.2018, 12:02
9. ein völlig normaler Vorgang

Nicht nur die Müllabfuhr und die KiTas sondern auch ca. 70% des Pflegepersonals und viele weitere Berufsgruppen hängen am Fliegenfänger der Arbeitgeber und Verdi. Die Nullzinspolitik der EZB führt nicht nur zu Mindereinnahmen der Beschäftigen. Sie hat auch zur Folge, dass viele öffentliche Arbeitgeber wesentliche geringere Kreditausgaben zu verzeichnen haben. Dass nun bei boomender Wirtschaft auch Verdi ein Stück vom Kuchen haben möchte, ist mehr als verständlich. Das Geld ist zz. dafür vorhanden.

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