Forum: Wirtschaft
Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab
dapd

Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

Seite 1 von 44
worcchel 31.03.2012, 08:53
1.

Zitat von sysop
Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent.
eine sauerei sondergleichen. wir schieben billionen an schulden vor uns her und die bekommen >6 % lohnerhöhung von MEINEM geld!
meine letzte lohnerhöhung war 1997 und seitdem hab ich durch wegfall von weihnachtsgeld und urlaubsgeld brutto (!) weniger als vor 15 jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chris345 31.03.2012, 08:54
2. Dass ist doch peinlicher Journalismus

Zitat von sysop
Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.
6,3% (auf zwei Jahre)? Warum nicht gleich 50% (dann auf 20 Jahre)? Kein Wunder dass Verdi die MItglieder weglaufen, wenn eine Lohnerhöhung auf Inflationsniveau als großer Erfolg verkauft wird. Lohnerhöhungen sollten immer pro Jahr angegeben werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diefreiheitdermeinung 31.03.2012, 08:55
3. Wie kann bei leeren Staatskassen

Zitat von sysop
Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.
dies als eine "Loesung der Vernunft" bezeichnen, wenn es nur eine Konsequenz geben wird: dass naemlich die knappen Gelder in die Taschen der Angestellten im oeffentlichen Dienst fliessen statt z.B. in eine Verbesserung der Infrastruktur oder anderer Investitionsmassnahmen. Um dies auszugegleichen werden wir in Kuerze eine rasante Steigerung der Preise fuer oeffentliche Dienstleistungen sehen - z,B. Muellabfuhr, Wasser, Gerichtsgebuehren etc etc. Hier raubt quasi eine Klasse vergleichsweise weich gebetteter Arbeitnehmer eine andere Klasse aus. Dass der Gewerkschaft wenig an Arbeitnehmern mit tatsaechlich unzureichenden Einkommen liegt sieht man leider daran, dass diese bei der "Loesung der Vernunft" total hinten herunterfallen. Sozial ausgewogen ist das nun wirklich nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hagen306 31.03.2012, 08:59
4. rechnen hilft

Das entspricht einer jährlichen Lohnerhöhung um 2,27% --- wenn es keine Inflation gäbe...
Bei angenommenen 2% Inflation bleiben dann 0,27% Lohnerhöhung pro Jahr für die nächsten beiden Jahre übrig.

Das als kräftige Lohnerhöhung zu verkaufen, ist ziemlich gewagt.

1,035^(10/12)*1,014^(8/12)*1,014^(6/12) = 1,046 --- also 4,6% in 24 Monaten. Daraus die Quadratwurzel sind 1,0227, also 2,27% --- ohne die Geldentwertung zu berücksichtigen.

Don't believe me - just do the math.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
restauradores 31.03.2012, 09:02
5. So, so,

Zitat von sysop
Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.
Der Innenminister ist bis an die Schmerzgrenze gegangen! Das sagte er schon bei 3,2%!
Ich glaube diesen Politikern nichts mehr!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
looop 31.03.2012, 09:02
6. Satte Lohnerhoehung???

Zitat von sysop
Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.
Was ist das fuer eine Gewerkschaft die solch einem niederigen Tarifabschluss fuer die unteren Lohngruppen zustimmt??? Hier geht die Einkommensschere fuer Arbeitnehmer weiter auseinander.Ein gutbezahlter Arbeitnehmer im oeffentlichen Dienst,der sagen wir mal 6000 Euro verdient bekommt in den naechsten 2 Jahren 390 Euro mehr,waehrend ein Geringverdiener im oeffentlichen Dienst mit 2000 Euro im selben Zeitraum nur 130 Euro mehr bekommt.Der Tarifabschluss ist eine Blamage ersten Ranges fuer die Gewerkschaft!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wibo2 31.03.2012, 09:06
7. Die Anzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst wird immer weniger

Zitat von chris345
... Dass ist doch peinlicher Journalismus ... 6,3% (auf zwei Jahre)? ... Warum nicht gleich 50% (dann auf 20 Jahre)? ... Kein Wunder dass Verdi die MItglieder weglaufen, ... wenn eine Lohnerhöhung auf Inflationsniveau ... als großer Erfolg verkauft wird.
1991 waren 6,74 Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt, 2006 waren es nur noch 4,58 Mio.
Davon 1,59 Mio. Beamte, 192.000 Auszubildende und 2,59 Mio.
Angestellte und Arbeiter. In 2011 waren es noch weniger
4.541.314 Beschäftigte insgesamt im öffentlichen Dienst.
Fazit: Es werden immer weniger. Für die Pensionen der
Beamten gibt es keine finanziellen Rücklagen, was unverantwortlich
ist.

siehe
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Do...ublicationFile

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Against_NWO 31.03.2012, 09:06
8. Hmmm...

Für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit gerade mal 1800 - 2200 Euro Bruttolohn, also für die Menschen mit der Inflationsberechnung nach dem kleinen Warenkrob (welcher NATÜRLICH nicht offiziell genannt wird), ist dies nichtmal der Inflationsausgleich.
Toller Erfolg :(

Naja, hauptsache für die Rettung von Banken und die Stützung anderer Staaten sind Milliarden im drei- und vierstelligen Bereich vorhanden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
monotram2 31.03.2012, 09:08
9. Klingt gut, bleibt wenig.

V.a. das VKA und Verdi das Auseindriften der Entgeltgruppen mit einer rein prozentualen Erhöhung fördert, ist reichlich ernüchternd. Stolz kann verdi darauf nun wahrlich nicht sein.
Und ich frage mich wie man auf einen Wert von 6,41% kommt, wenn die ersten 12 Monate lediglich 3,5% betragen.

Zitat von worcchel
eine sauerei sondergleichen. wir schieben billionen an schulden vor uns her und die bekommen >6 % lohnerhöhung von MEINEM geld! meine letzte lohnerhöhung war 1997 und seitdem hab ich durch wegfall von weihnachtsgeld und urlaubsgeld brutto (!) weniger als vor 15 jahren.
Suchen Sie sich eine neue Arbeitsstelle, dann hat sich das Problem erledigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 44