Forum: Wirtschaft
Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab
dapd

Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

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norrin radd 31.03.2012, 16:44
340.

Zitat von paul89
Ich finde Ihre Bewertung über die Diskussion hier ziemlich pauschal und abwertend. Ich vertrete die Ansicht, dass ver.di die geringentlohnten Beschäftigten im Stich gelassen hat. Ich finde das Ergebnis der Verhandlungen unsolidarisch. Meiner Meinung nach sollte an den Stellen zuerst verbessert werden, die besonders benachteiligt sind. Das verstehe ich unter Solidarität: untere Einkommensgruppen auf ein angemessenes Gehaltsniveau zu bringen, diese Prioritätensetzung hatte ich mir von ver.di gewünscht. Dass die soziale Komponente nicht verwirklicht wurde, hat sicher mit der Prioritätensetzung ver.dis zu tun.
Das ist genau der Punkt. Sehr schön auch daran zu sehen, dass die Eingruppierungen wieder nicht in die Verhandlungen einbezogen wurden.

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norrin radd 31.03.2012, 16:47
341.

Zitat von Vanagas
Schon klar , daß Sie herum heulen wie hart die Verhandlungen sind / waren . Harte Verhandlungen im Sinne der Kollegen zuführen ist doch der Job eines Gewerkschafters . Oder habe ich da etwas falsch verstanden ? Mein Job ist übrigens auch kompliziert . Wissen Sie was ? Solche Memmen von Gewerkschaftler und SPD - Politikern , die mit dem Arbeitgebern im Bett liegen und ständig den Sozialabbau forcieren , haben den deutschen Arbeitnehmer dorthin gebracht wo er nun steht - am Abgrund , in die Armut. Working poor - schon mal gehört ? Jesses Maria , mann , sind Sie dünnhäutig . Bei den Gewerkschaften ging es früher auch schon mal rustikaler zu . Dabei lassen Sie selber martialische Wörter als Vergleich zu ( " . . . oder bewaffneter Kampf " ) . Geht es noch , Sie kommen mir mit bewaffneten Kampf und kritisieren meine Wortwahl ( . . . ich weiß nicht wie ich an einem Gewerkschaftstand reagieren würde " ) . Wenn Sie derart beleidigt reagieren und klare Worte nicht hören wollen, kann ich mir schon recht lebhaft vorstellen wie brutal möglichst die Gewerkschaft mit Wattebäuschen in den Verhandlungen geworfen hat . Die Arbeitgeber lachen sich doch kaputt ! . Sehr typisch für solche Gewerkschafter wie Sie ist , Sie gehen keine Silbe auf meine Feststellung ein , daß diese unfähige Gewerkschaften nicht einmal in der Lage sind Ihr Minimalziel zuerreichen . 200€ und zwar pro Jahr ( ! ! ! ) - das wäre ein Minimalziel gewesen um die durch die gewerkschaftlich bedingte Lohnzurückhaltung und damit verbundene Armut der Beschäftigten der letzten 20 Jahre auch nur einigermaßen zu kompensieren . Einzig die Reichen wurden - nicht zuletzt auch Dank der devoten Gewerkschaftspolitik - reicher ! Gewerkschafter die uns für dumm verkaufen und sich immer und immer wieder hinstellen und uns veräppeln ( " aber mehr war diesmal aber wirklich nicht drin " ) braucht kein Mensch . Nochmal die Frage auch an Sie : Wo sehen Sie bei diesem Abschluß die Lohnsteigerung ? Fernglas gefällig ?
Danke

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anrheiner111 31.03.2012, 16:48
342. Arbeitgeber

Zitat von JaIchGenauIch
Wen meint Innenminister Friedrich, wenn er von "Wir" spricht. Seit wann spricht ein Minister für die Arbeitgeberseite? Ein letzter Hinweis darauf, was wir von diesem CSU-Fundamentalisten erwarten können: Fremdenhass und disregulierte Marktwirtschaft.
Er spricht für den Bund als beteiligter Arbeitgeber, also eine eine Tarifpartei. Ich hätte auch gedacht der Schäuble verhandelt das, aber der hat z Zt Wichtigeres zu tun. 800 Mrd für die EU - da muss man als Beschäftigter froh sein, wenn überhaupt noch was für uns übrig bleibt....

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rohrweihe 31.03.2012, 16:55
343.

Wie geht das: Geld verteilen das man nicht hat. Die Öffentliche Hand ist doch bekanntermaßen total Pleite. Man hat mal wieder mit sich selbst verhandelt. Die Verhandlungsführer sind doch Betroffene. Noch mehr Schulden oder noch mehr Gründe, dringenst notwendige Leistungen/Reparaturen (Schulen, Straßen, Kindergärten u.a.) für die Bürger nicht zu erbringen

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delinquent 31.03.2012, 16:57
344.

Zitat von Koana
Das sind die Prioritäten unserer Gesellschaft! Die Mehrheit ist ganz klar gegen Ausgleich und Solidarität - noch! Da der Staat faktisch bankrott ist, die Steuereinnahmen künftig nicht mehr so sprudeln werden, die Zinslast wohl kaum weiter sinkt - eher kräftig steigen wird, dürften große Teile der Mittelschicht aber bald umdenken - nur - dann ist es einfach zu spät. Wir haben praktisch schon US-amerikanische Verhältnisse und sind auf dem Weg ein Europa mit der sozialen Spaltung eines Schwellenlandes zu werden. Soziale Komponenten sind seit mehr als einer Dekade obsolet - der Weg geht wieder dorthin, wo der Mensch fast immer hinrennt - ins Verderben.
Ja, wie üblich,nach unten wird geknüppelt und nach oben gebuckelt.

Bei den unteren Lohngruppen versickert die Erhöhung, weil die zumeist schon auf staatliche Zuschüsse Subvention in Form von Wohngelt etc. angewiesen sind.Da wird ein plus dann gnadenlos trotz Inflation angerechnet.---Manchmal führt die sogar zu einem Minus, wenn Schwellengrenzen erreicht werden.

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beutzemann 31.03.2012, 16:57
345. >|-)

Zitat von Hans58
OT: B 11 erhalten Staatssekretäre! Minister erhalten gem. Bundesministergesetz, B 11 + 33 % Bundeskanzler erhalten auf der o.a. Rechtsgrundlage B 11 + 66 %
Könnte mir das vollkommen egal sein? Diese "Fein(d)heiten" sind mir als Renter der aus dem Erwerbsleben kommt schnurz...

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fr.rottenmeier 31.03.2012, 17:04
346. es

Zitat von ArnoNuem
Unter den gegenwärtigen Bedingungen halte ich das Tarifergebnis für beachtlich. Und falls Sie ver.di-Mitglied sind, können Sie im ver.di-Mitgliedernetzt sehr freimütig über dieses Tarifergebnis diskutieren. Ich finde die Debatte, die dort gerade stattfindet, höchst spannend. Vor allem: da wird sachgerecht, mit Wissen und empathisch diskutiert. Nicht so gequirllte Kacke wie hier.
mag durchaus sein, dass man bei annähernd 400 postings zum Thema Tarifabschluß im ÖD, das ein oder andere als gequirlte Kacke bezeichnen kann.
Man hat nun zwei Möglichkeiten.
Entweder man zerlegt sie, oder, wenn man denkt dass es vergebene Liebesmüh ist, ignoriert man sie.

Aber grundsätzlich die ganze Diskussion hier als gequirlte Kacke zu bezeichnen...
Ich neige sicher auch an manchen Stellen zu einer gewissen Arroganz, aber Ihnen kann ich bei Weitem nicht das Wasser reichen :-)

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voooodoooo 31.03.2012, 17:04
347. dem 3,2 % Angebot auf 24 Monate hätte

Zitat von chris345
6,3% (auf zwei Jahre)? Warum nicht gleich 50% (dann auf 20 Jahre)? Kein Wunder dass Verdi die MItglieder weglaufen, wenn eine Lohnerhöhung auf Inflationsniveau als großer Erfolg verkauft wird. Lohnerhöhungen sollten immer pro Jahr angegeben werden.
Verdi am besten 3,0 % für 6 Monate entgegensetzen sollen.
Es ist wirklich albern....
Aber als Einigung hat man dann auf AN-seite dann gerne die 6,3 % verkauft,
natürlich gierig von den Medien, auch SPON, aufgegriffen....
Stimmungsmache allenthalben !

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delinquent 31.03.2012, 17:05
348.

Zitat von gs-hybrid
Völlig richtig! Warum vereinbart man nicht eine prozentual gestaffelte Lohnerhöhung, sprich: Die höchste Steigerung für die unteren Lohngruppen, die niedrigste für die oberen Lohngruppen? Mit der jetzt getroffenen Vereinbarung kriegen es die Großkopfeten wieder doppelt und dreifach und die "Kleinen" werden die Steigerung kaum bemerken.
Bei den unteren Enkommensgruppen kann sogar ein Negativergebnis dabei herauskommen.
Viele sind auf Wohngeld oder andere Zuschüsse bereits angewiesen.
Wenn die durch ein paar €uro mehr Lohn in eine wesentlich schlechtere Gruppierung für beispielsweise Wohngelderstattung kommen,haben die unterm Strich gar weniger.

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delinquent 31.03.2012, 17:11
349.

Zitat von rohrweihe
Wie geht das: Geld verteilen das man nicht hat. Die Öffentliche Hand ist doch bekanntermaßen total Pleite. Man hat mal wieder mit sich selbst verhandelt. Die Verhandlungsführer sind doch Betroffene. Noch mehr Schulden oder noch mehr Gründe, dringenst notwendige Leistungen/Reparaturen (Schulen, Straßen, Kindergärten u.a.) für die Bürger nicht zu erbringen
Die Angestellten des öffentlichen Dienstes sind auch Steuerzahlende Bürger.

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