Forum: Wirtschaft
Öger Türk Tur insolvent: Zweite Tochtergesellschaft der Öger-Gruppe ist pleite
DPA

Der türkische Vorzeige-Geschäftsmann Vural Öger rutscht mit seinem Reiseunternehmen immer tiefer in die Krise. Binnen weniger Tage musste bereits die zweite Tochtergesellschaft der Firma Insolvenz beantragen.

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bronck 06.01.2016, 07:12
10. Traurige Entwicklung

Dank Erdogan und seinem Wahn kann man guten Gewissens keinen Urlaub mehr in der Türkei machen und die Sicherheitslage dort ist auch nicht mehr die Beste.
Dank dem "arabischen Frühling" kann man in Tunesien und Ägypten keinen Urlaub mehr machen, weil es viel zu gefährlich geworden ist.

Alles Länder mit wundervollen Kulturschätzen, herzlichen Menschen (insbesondere Ägypten habe ich hier in positiver Erinnerung) und herrlichen Naturschönheiten.
Alles futsch. Zum Glück konnte ich es noch erleben. Naja, müssen wir halt wieder an die stinklangweilige Nordsee und im kalten Watt rumstehen...

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frenchie3 06.01.2016, 08:24
11. Geschaftliche Monokultur

war schon immer, ist und wird ein Risiko. Da muß man den Trend mitnehmen und sich rechtzeitig vom Acker machen. OK für einen Unternehmer, sehr mies fürs Personal. Öger hat den politischen Trend nicht rechtzeitig erkannt -oder den Einfluß nicht wahrhaben wollen. Da ich den nicht weiter kenne könnte ich ihm aber auch unterstellen daß er es so lange wie möglich versucht hat um sein Personal zu retten? Ist doch eine Überlegung wert

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t dog 06.01.2016, 09:58
12. Onlinebuchungen

Flug und Hotel bucht der moderne Verbraucher längst eigenständig im Internet und schaltet somit den Zwischenhandel, die Reisebüros, aus. Abgesehen davon ist die Türkei für 2016 ein ausgesprochen unanttraktives Reiseland 3/4 der Sommerurlaube werden im Januar und Februar gebucht. Da vor 3 Wochen Bürgerkrieg im Südosten der Türkei ausgebrochen ist und niemand weiss, wie weit sich der Krieg in der Türkei innerhalb der nächsten Monate ausbreiten wird. In meinem Bekanntenkreis meidet jeder alle arabisch sprachigen Länder als Urlaubsziel.

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black-mamba 06.01.2016, 11:15
13. @meimic29

Nicht nur die billig billig-Aufforderung zeigt, dass Öger überhaupt keine Ahnung von Unternehmensgründung hat - übrigens keiner dieser "Wirtschaftskönige" hat das. Leicht zu erkennen daran, dass diese "geballte Ansammlung von (?)Kompetenz(?)", die Gründer nötigt ihre Produktions- und Einkaufskosten öffentlich anzugeben. Mal abgesehen davon, dass man Nachahmer so unterstützt und damit dann das Unternehmensziel der Startups schädigt. Man drängt die Newcomer so auch in die Preisfeilscher-Ecke und das ist zu Beginn eines vielleicht erfolgreichen Markteinstiegs tödlich. Gerade Preisgestaltung ist eines der wichtigsten Geschäftsgeheimnisse. Ich hab mir die Sendung zweimal angeschaut. Alle wie sie da sitzen sind das Poser, die dort wo sie sind mit viel Glück oder mit Mummys/Daddys Gnaden gelandet sind - keinesfalls aber aufgrund von Kompetenz. Am allerwenigsten Öger.

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hugahuga 06.01.2016, 17:50
14. Leider ist

das erst der Anfang. Wir werden erleben, wie sich die Buchungszahlen und Stornierungen für den kommenden Sommer entwickeln. Herr Öger wird nur eines der Opfer sein, die der Kleine Sultan Erdogan zu verantworten hat.
Mir tun die vielen fleissigen Leute in der Tourismusbranche Leid, die um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Wenn wir nach Ägypten schauen, sehen wir, wie sich das - auch ohne Krieg - ausgewirkt hat.

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hugahuga 06.01.2016, 17:56
15. Das sehe ich anders -

Zitat von neill1983
Man muss immer mit jedem Land der Welt mit Einbrüchen Einbußen oder ähnlichem rechnen. Egal ob Türkei Spanien Griechenland USA oder sonst wo. Es kann eine Katastrophe oder sonstige politische Probleme geben - wo dann weniger Reisen gebucht werden. Und wenn man nur ein Land anbietet und anscheinend seit 30'Jahren keine Rücklagen bilden kann - dann selbst schuld.
um Öger - der sicher nicht persönlich zu leiden hat - mach' ich mir keine Sorgen. Aber ich denke an die Folgen dessen, was Erdogan seinen Landsleuten mit seiner Politik gerade antut. Tourismus ist in der Türkei ein wichtiger Zweig. Und - wer kann - bei allem, was wir jetzt bereits wissen, garantieren, dass an den Stränden der Türkei alles friedlich bleibt? Ich würde jedem raten, das gut zu überdenken. So lange das Regime Erdogan im eigenen Land mit Willkür, Repressalien und islamistischen Verfügungen herrscht, sehe ich schwarz für den Tourismus.

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