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Öko-Pioniere in der Krise: Zahl der Reformhäuser hat sich halbiert
imago images/Rust

Sie galten als Vorreiter der Nachhaltigkeitsbewegung, doch die Zahl der Reformhäuser in Deutschland sinkt. Man habe "den Kunden etwas aus den Augen verloren", warnt der Dachverband.

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bierzelt 11.09.2019, 13:06
10. Das liegt nicht wirklich an der Konkurrenz

sondern am staatlich geduldeten Greenwashing der Konzerne, die mittlerweile überall Bio-Siegel draufkleben können und zu Discount-Preisen anbieten. Und das ist das, was bei den Deutschen zählt - hauptsache billig. Wen wunderts auch bei 20% Niedriglöhnerqutoe? Geht mal in einen französischen Marché und sprecht mit einem Franzosen über Lebensmittel. Es wird über Lebensmittel und Qualität gesprochen. Und in Deutschland? Spricht man über den Preis.... Dieses Preisemfinden macht die Deutschen zu perfekten Greenwashing-Opfer.

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c.PAF 11.09.2019, 13:06
11.

Reformhaus. da war doch was?

Da kommen sofort Jugenderinnerungen hoch:

- Ähnlichkeiten mit einer Apotheke
- komischer Geruch (Mischung aus PVC, Kräutern und "alte Leute"
- Preise eine Apotheke
- und wenn meine Mutter da was gekauft hat, war es definitiv irgendwas, was nicht geschmeckt hat ("Medizin", Kekse,...)

Es es bestimmt deulich über 30 Jahre her, daß ich das letzte Mal in einem Reformhaus war. Ich sehe auch keinen Grund, das zu ändern.

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derBob 11.09.2019, 13:07
12. Trend verpennt

Die Reformhäuser sind ein gutes Beispiel dafür was passiert, wenn die "das braucht doch kein Mensch"-Fraktion die Oberhand behält.

Selbst mir als 54-jährigen fallen bei dem Begriff "Reformhaus" meine Großmutter, Diabetiker-Schokolade und Doppelherz ein.
Mehr nicht

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catcargerry 11.09.2019, 13:10
13. Die Welt dreht sich

Zitat von muellerthomas
Mit Denns, Basic, Alnatura und einigen anderen gibt es einfach deutliche Konkurrenz.
"Wer sich vor 20 Jahren nachhaltig oder vegan ernähren wollte, der kam an den Reformhäusern eigentlich nicht vorbei." Genau, damals, aber heute lässig. In meinem relativ kaufkräftigen Wohnkiez gibt es einen Markt der genannten Ketten, einen Supermarkt mit üppigem Bio-Vegetarisch-Vegan-Angebot und zwei mit ebenfalls gut bestückten Ecken damit. Sich dahin zu erweitern ist allerdings einfacher, als sich aus dem Reform-Konzept heraus breiter aufzustellen, ohne es zu verraten. Insofern hat sich das vielleicht ganz einfach überlebt wie die Hausschlachtung. Der Mettwurst von Franz S. trauere ich allerdings mehr nach.

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Goldwin 11.09.2019, 13:12
14.

Auch wenn viele es nicht wahr haben wollen, aber auch in der Ökoschiene entscheidet letztendlich der Preis. Entsprechend läuft doch nahezu die komplette Bioschiene in diegleiche Richtung wie die konventionellen Produkte. Sobald die Niesche verlassen ist greifen die Gesetze de Marktwirtschaft. Nicht umsonst sehen gerade die Biopioniere den aktuellen Trend eher skeptisch

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mafreschi 11.09.2019, 13:15
15. Pioniere...

ja, das waren die Reformhäuser. Insofern ist das eigentlich eine gute Nachricht, dass aus den damaligen Bio-Nischenprodukten jetzt Supermarktware geworden ist. Ich kaufe zwar mittlerweile auch weniger im Reformhaus, aber einige Dinge gibt es dort einfach in der besten Qualität, z.B. Getreide, Müsli, verschiedenartige Tofusorten oder das frische Vollkornbrot. Ich würde wahrscheinlich dort wieder mehr einkaufen, wenn sie mir helfen würden, Plastikverpackung zu vermeiden. Wäre das nicht ein Ansatz? Ein voriger Beitrag erwähnte das auch.

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Nonvaio01 11.09.2019, 13:20
16. yep

Zitat von c.PAF
Reformhaus. da war doch was? Da kommen sofort Jugenderinnerungen hoch: - Ähnlichkeiten mit einer Apotheke - komischer Geruch (Mischung aus PVC, Kräutern und "alte Leute" - Preise eine Apotheke - und wenn meine Mutter da was gekauft hat, war es definitiv irgendwas, was nicht geschmeckt hat ("Medizin", Kekse,...) Es es bestimmt deulich über 30 Jahre her, daß ich das letzte Mal in einem Reformhaus war. Ich sehe auch keinen Grund, das zu ändern.
genau das gleiche denke ich bei Reformhaeusern auch.

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Beat Adler 11.09.2019, 13:20
17.

Zitat von bierzelt
sondern am staatlich geduldeten Greenwashing der Konzerne, die mittlerweile überall Bio-Siegel draufkleben können und zu Discount-Preisen anbieten. Und das ist das, was bei den Deutschen zählt - hauptsache billig. Wen wunderts auch bei 20% Niedriglöhnerqutoe? Geht mal in einen französischen Marché und sprecht mit einem Franzosen über Lebensmittel. Es wird über Lebensmittel und Qualität gesprochen. Und in Deutschland? Spricht man über den Preis.... Dieses Preisemfinden macht die Deutschen zu perfekten Greenwashing-Opfer.
Kritik an der Bio-Siegelverbreitung, an BIO, darf heute hier im SPON Blog leider nicht, wie sonst(!), erscheinen. Nicht einmal dann, wenn diese Kritik wissenschaftlich fundiert ist. Leider.
mfG Beat

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Beat Adler 11.09.2019, 13:24
18. Bio-Vegetarisch-Vegan-Angebot: Was steht auf den Etiketten?

Zitat von catcargerry
"Wer sich vor 20 Jahren nachhaltig oder vegan ernähren wollte, der kam an den Reformhäusern eigentlich nicht vorbei." Genau, damals, aber heute lässig. In meinem relativ kaufkräftigen Wohnkiez gibt es einen Markt der genannten Ketten, einen Supermarkt mit üppigem Bio-Vegetarisch-Vegan-Angebot und zwei mit ebenfalls gut bestückten Ecken damit. Sich dahin zu erweitern ist allerdings einfacher, als sich aus dem Reform-Konzept heraus breiter aufzustellen, ohne es zu verraten. Insofern hat sich das vielleicht ganz einfach überlebt wie die Hausschlachtung. Der Mettwurst von Franz S. trauere ich allerdings mehr nach.
Bio-Vegetarisch-Vegan-Angebot: Was steht auf den Etiketten? Der Inhalt an unerweunschten Mykotoxinen, etwa? Oder wieviele Male sie mit Kupfer, das sich im Boden NICHT abbaut, gespritzt wurden? Darf das heute niemand mehr schreiben? Ist die BIO und Oeko Wirtschaft nun eine Heilige? Ein Unberuehrbare?
mfG Beat

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saarpirat 11.09.2019, 13:25
19.

Zitat von bierzelt
sondern am staatlich geduldeten Greenwashing der Konzerne, die mittlerweile überall Bio-Siegel draufkleben können und zu Discount-Preisen anbieten. Und das ist das, was bei den Deutschen zählt - hauptsache billig. Wen wunderts auch bei 20% Niedriglöhnerqutoe? Geht mal in einen französischen Marché und sprecht mit einem Franzosen über Lebensmittel. Es wird über Lebensmittel und Qualität gesprochen. Und in Deutschland? Spricht man über den Preis.... Dieses Preisemfinden macht die Deutschen zu perfekten Greenwashing-Opfer.
Komischer Weise fallen die Franzosen aber in Massen in deutschen Supermärkten ein und kaufen mit Vorliebe Lebensmittel.

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