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Ökonom Fuest zur Griechenlandkrise: "Das schlimmste Szenario"
DPA

Ein Nein beim Referendum am Sonntag hätte katastrophale Folgen für das griechische Volk, sagt Clemens Fuest. Der Ökonom rät auch zum Ja, damit Premier Tsipras und seine Regierung verschwinden.

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wibo2 05.07.2015, 07:09
180. Nein, nein, nein ... Neuanfang mit Neuer Drahme?

Zitat von caliper
Langfristig könnte sich aber auch eine Ablehnung als vorteilhaft erweisen, wenn die chaotischen ersten Wochen überwunden sind, könnte sich Griechenland über eine günstigere Währung Vorteile auf dem Weltmarkt verschaffen. Das setzt allerdings noch voraus, dass überhaupt marktfähige Produkte vorhanden sind.
Dem selbstgewissen Experten Fuest ist zu widersprechen.

Nicht die Griechen sondern die Banken wurden gerettet.
Nicht die Investoren haften für ihre Investitionen, die Steuerzahler der EU haften an Stelle der
Investoren. Und last not least: Der Euro verliert seinen Wert gegenüber dem Dollar. Der Schwache soll zwar den Starken stützen.

Die entscheidende Frage ist aber nun: Wie weit soll die reale Verelendungspolitik durch den EURO für uns eigentlich noch gehen?

Darauf hat der Akademiker Fuest uns keine Antwort gegeben. Voller Stolz trägt der Fuest seinen Talar sowie seine Doktorhüte. Er hält öffentlich schlaue, politisch korrekte Reden in den MSM und im TV, die uns aber leider in der Not nicht weiterhelfen. Was er erzählt ist graue Theorie, die in der Praxis versagt.

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Eckfahne 05.07.2015, 07:29
181.

Zitat von friedrich_eckard
Man hätte ja doch vielleicht darauf hinweisen können, dass der Interviewte engstens mit der INSM verbandelt ist - er ist also als Mietmaul Arbeitgeberinteressen dienstbar. Muss man sich angesichts dessen wirklich dafür interessieren, was er zu sagen hat?
Egal, wie abgestimmt wird, der kommunistische Traum ist vorbei. Die zwei Komiker sind mit ihrem Latein am Ende und haben gezeigt, was Wahlergebnisse auch anrichten können!

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Kodiac-heart 05.07.2015, 08:05
182. Eine historische Chance

„Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das ist meine Meinung. Griechenland hat in der Geschichte WERTvollste Beiträge zur Entwicklung der Menschheit geleistet. Ich hoffe, dass das dieses mal wieder so ist. Ein NEIN der Griechen zur sinnlosen, widernatürlichen, skrupellosen und inhumanen Politik des Rendite-Kapitalismus könnte ein Tor öffnen in eine Zukunft, in der wieder der Mensch im Mittelpunkt steht, in der echte, wertvolle und individuelle Arbeitsleistung wieder mehr zählt und in der die Menschen lernen in einen echten Dialog zu treten. In eine Zukunft in der ENDLICH der Mensch und das Menschliche, in der Werte und die Erschaffung von sinnvollen Werten, Dienstleistungen und Produkten im Mittelpunkt und an erster Stelle stehen und nicht der Profit, die Rendite und die Philosophie des "Geld für sich arbeiten lassens". Diese äußerst fragwürdige Philosophie ist vielleicht sogar DIE Krankheit unserer Zeit.
Der Artikel von Herrn Fuest erscheint mir sehr subjektiv und von großer Angst geprägt - sicherlich hat er selbst eine Menge zu verlieren, wenn unser Finanzsystem an eine Grenze stößt - aber sind es wirklich primär die materiellen Werte die uns glücklich machen?“

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arotero 05.07.2015, 08:09
183.

Jetzt hilft nur noch beten dass sich das griechische Volk nüchtern der Vernunft stellt anstatt hitzköpfig wie die letzten 6 Monate zu agieren. Denn Hitzköpfe können nicht klar denken. Ich wünsche mir ein Ja und aber auch dass unsere Politiker Griechenland dem Land dann eine faire Chance geben.

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yogi65 05.07.2015, 08:25
184. Zwei Ökonomen

mindestens drei Meinungen. Die Sichtweise von Herrn Fuest ist sicher schlüssig, heißt aber nicht, dass es bei einem Nein auch so kommen muss. Meine Meinung ist, dass das "Nein" nicht nur die beste Lösung für Europa wäre, sondern dass es, zumindest mittelfristig, auch für Griechenland die Chance für einen Neuanfang birgt. Kurzfristig gibt es sicher Stress, und die diesjährige Tourismussaison wäre verhagelt, aber danach kann Griechenland mit wettbewerbsfähigen Preisen der Türkei und Ägypten sicher den einen oder anderen Gast abwerben. Es geht halt immer weiter. Und Griechenland, so leid es mir tut, hat im Euro wirklich nichts verloren. Das passt einfach nicht, das ist auch unabhängig von links oder rechts, sondern einfach eine Frage von Mentalität und Sozialisierung.

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Angelika W. 05.07.2015, 08:30
185. Die Griechen stimmen mit

Die Griechen werden heute mit "Ja" stimmen, da bin ich mir 100% sicher. Die haben viel zu viel Angst, von linken Dogmatikern und Theoretikern regiert, im Abgrund zu landen. Die großmäulischen Männer von der Syriza-Partei werden über kurz oder lang an die Wand fahren, aber hoffentlich alleine. Gott (oder die Wähler) bewahre uns in Deutschland vor linken Regierungen, ein Albtraum: Chaos, Betonköpfigkeit, Selbstherrlichkeit und letztendlich Menschenfeindlichkeit.

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stefangr 05.07.2015, 08:45
186. mit Nein und raus und das Schwarzgeld in der Schweiz

Es ist wie in einem Auguaisstall, die Schweine bleiben die gleichen, nur die Pächter haben gewechselt. Sonst wären die Steuern längst eingezogen werden. Man kann dies am Hafen von Piräeus sehen, der eine Teil wurde privatisiert und die Leute arbeiten, im staatlichen Teil muss jeder Handgriff mit Backschisch vorangetrieben werden. Wenn es sich im kleinen schon so verhält, im großen ist es nicht anders. 95 Milliarden Schwarzgeld befinden sich noch auf Schweizer Konten. Wieso fängt man nicht an, alle Häuser daraufhin zu prüfen, ob das mit richtig versteuerten Geld finanziert wurden. Wenn das nicht nachgewiesen werden kann, wird das Haus mit einem Bulldozer beseitigt, das spricht sich schnell rum, das Steuergeld geht ein und man entlässt noch alle überflüssigen Beamten, die korrupt sind und führt eine ordentliche Steuerverwaltung ein. Aber die Syriza spielt wie Honecker auf Verschleiß, sie spielt mit den Ängsten der Europäer. Ich habe keine Angst, ein korruptes Dritte Welt Land zu verlieren. Sie können sich ja dem anderen Schwellenland wie der Türkei und Russland anschließen. Spätestens dann merken sie, was Freiheit und staatliche Ordnung wert sein kann. Wir haben wohl auch einen schwachen Staat, weil Goldman Sachs die Politik bestimmt und selbst die Rechtsprechung sich danach richtet, aber noch funktioniert das Rechtssystem halbwegs, wenn auch mit abnehmender Tendenz.

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cerberus66 05.07.2015, 09:10
187.

Das Szenario Herrn Fuests ist sehr wahrscheinlich nicht im Elfenbeinturm entstanden, denn es gibt für dieses Szenario zumindest ein reales Ereignis im der Vergangenheit.
Der östliche Nachbar Griechenlands hat jehrzehntelang ebenfalls Privatisierungen nicht zugelassen, hat jahrzehntelang zum "Wohl des Volkes" den staatlichen Sektor aufgebläht
Und wie in Griechenland wurde vor allem Geld umverteilt anstatt Einkommen

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quidquidagis1 05.07.2015, 09:13
188. 1x1

Zitat von caliper
Wenn in den USA so viele hervorragende Ökonomen sitzen, dann muss man sich aber schon fragen warum die Subprime Krise dort ihren Ursprung hatte. Ich halte die Meinung unserer Ökonomen für stichhaltiger und logischer. Wenn ein Land über seine Verhältnisse lebt, dann kann dieses Land zunächst einmal nicht expandieren und Wachstum generieren. Dann müssteman noch mehr Geldmittel zur Verfügung stellen. Es ist eben viel eher eun gesundschrumpfen gefragt und das geht in dieser Übergangsphase notwendigerweise an die Substanz und kostet auch Entbehrungen. Nach der Konsolidierungszeit kann dann aber wieder Wachstum und Wohlstand entstehen. Das Problem haben wir uns teilweise aber auch selber zuzuschreiben. Weil wir die Verschuldung immer relativ zum BIP setzen, sieht das erst mal schlecht aus wenn man in der Schrumpfphase einen deutlichen Verschuldungssprung zur Kenntnis nehmen. In absoluten Zahlen sieht es dann aber deutlich besser aus. Auf lange Sicht erst recht.
..der Volkswirtschaft.Wachstum generiert man nicht durch sparen,soner durch Erhöhung der Kaufkraft(vor allem in Ländern ohne grossen Export-dagen grossen Binnenmarkt).gopogeln Sie mal "Nachfragepolitik!

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cerberus66 05.07.2015, 09:14
189.

... Die Folge waren drastische Abwertungen der Währung und Inflation teils im dreistelligen Bereich.
Wenn Herr Fuest vor der Politik Syriza s warnt, dann wäre die Warnung vor dem Hintergrund der Erfahrungen beim östlichen Nachbarn Griechenlands berechtigt und angemessen.

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