Forum: Wirtschaft
Ökonom über Geld und Glück: "Reiche Menschen machen sich mehr Sorgen"

Wie glücklich macht Geld? Forscher Jürgen Schupp hat auf die Frage eine Antwort gefunden - nur ist sie nicht so simpel wie oft gedacht. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Gefühle, Gerechtigkeit und den Grund, warum Männer einfach schneller unzufrieden sind als Frauen.

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fareal 01.01.2010, 16:14
1. ach, die ollen penunsen

Ein Sprichwort der Beduinen sagt: "Je weniger man besitzt desto freier ist man" . Demnach ist der Artikel für mich keine große Überraschung. Auch wenn Deutschland (noch, :D ) keine Wüste ist, das erste was mir bei meiner Tätigkeit als Briefträger in den letzten 15 Jahren aufgefallen ist, die Leute in den "reicheren" Gegenden sind grundsätzlich miesgelaunter, geiziger und unfreundlicher als die Bewohner in den sog. Problemkiezen ( wie gesagt: GRUNDSÄTZLICH !). Soll aber nicht heissen das man das ALG 2 auf null reduzieren sollte um Arbeitslose glücklich zu machen.
Ich persönlich habe mich entschieden aus meinen Vollzeitjob einen Teilzeitjob zu machen und bin seitdem Student an der Uni, nachdem ich erstmal mein Abi auf dem Abendgymnasuim gemacht machen musste. Ich lebe seit dem viel glücklicher/zufriedener obwohl ich nur noch die Hälfte meines damaligen Einkommens habe.

frohes neues !!!

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Asirdahan 01.01.2010, 16:16
2. Geld ebnet den Weg

Geld macht nur kurzfristig glücklich, aber ausgeglichen. Ich habe mein Leben Revue passieren lassen und nachgedacht. Ganz egal, was auch immer mir an negativen Dingen passiert ist, mit genügend Geld hätte ich mindestens 90 % vermeiden können. Mit Geld kann man viel mehr richten als sich nur materielle Dinge zu leisten. Es gibt fast nichts, was es nicht beheben kann. Selbst Krankheiten steht man mit Geld besser durch als ohne. Die Dinge, die man mit Geld nicht erreicht, also positive Charaktereigenschaften wie menschliche, redliche Gefühle, Schaffenskraft, Energie, Leidenschaften, Ziele setzen, die muss man allerdings besitzen, sonst ist man ein ganz armer Tropf, sei man auch Millionär.

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Ilu 01.01.2010, 16:23
3. Geld

Geld macht nicht glücklich, sondern sorglos. Vielleicht empfindet der eine oder andere das als Glück ;-).

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Bala Clava 01.01.2010, 16:33
4. Von einem, der wirklich Ahnung hatte

"I've been rich, I've been poor. Rich is better."

Sammy Davis Jr.

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Schleswig 01.01.2010, 16:45
5. gefühlte 5000 DM

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Es ist erstaunlich was Forscher doch verdienen. F&uuml;r Herrn
Schupp liegt die S&auml;ttigungsgrenze f&uuml;r einen<big
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bei 2500 &nbsp;&euro;. Ich wei&szlig; nicht wieviel
Personen davon Leben m&uuml;&szlig;en, das sagt uns Herr Schupp
nicht. Aber 2500 &euro; , gef&uuml;hlte 5000 DM, und dann von
einem armem Haushalt sprechen. Wow, mein monot&auml;res
Selbstwertgef&uuml;hl leided &nbsp;seid dieser Aussage..
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risikofaktor 01.01.2010, 17:00
6. Mehr Geld - mehr zu verlieren

Ich erlebe es selbst. Ich arbeite in einer Branche, die bisher noch wenig von der Krise betroffen war und in der man gut genug verdienen kann, um sich ein paar hundert Euro im Monat beiseite zu legen, zumindest wenn man keinen Wert auf teure Statussymbole legt :)
Und was passiert? Da man sich das Geld nicht unters Kopfkissen legen will und zumindest den Wert annähernd mit der Teuerungsrate steigern will, bringt man es zur Bank. Allerspätestens mit der Finanzkrise wird einem klar, wie schnell das dann alles futsch sein kann.
Je mehr man sich vom Geld abhängig macht, desto mehr Sorgen macht man sich natürlich.
Am wichtigsten für ein glückliches Leben sind echte Freunde und Gesundheit, denke ich.

Ich glaube jedoch, dass es heutzutage eben schwieriger ist, gesund zu bleiben, wenn man wenig Geld hat.
Früher hat man eher körperlich gearbeitet und öfter draussen. Desweiteren hat man mit wenig Geld, zumindest wenn man nicht hungern musste, sich trotzdem noch halbwegs gesund ernähren können. Studien zeigen ja, dass weniger essen sogar gesünder ist, solange man alle wertvollen Stoffe zu sich nimmt.
Heutzutage ist es aber am billigsten, sich von Fast Food und von Discountern zu ernähren. Zucker, künstliche Aromen, Pflanzenschutzmittel etc. Deswegen leben heutzutage arme Menschen viel ungesünder, und das macht unglücklich.
Bio-Lebensmittel sind einfach zu teuer für einen Grossteil der Bevölkerung.

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sevens 01.01.2010, 17:12
7. Zufrieden

Geld schafft zumindest eine höhere wirtschaftliche Bewegungsfreiheit. Mir persönlich hilft das schon, da ich ungerne Preisvergleiche anstelle und keine Ahnung von irgendwelchen staatlichen Bezuschussungsmöglichkeiten habe. Aber Geiz ist mir fremd. Ich gebe Geld aus, wenn welches vorhanden ist - dafür ist es schließlich da.
Was ich interessant finde: Einigen Menschen scheint es zu gelingen, beim Finden des günstigsten Preises oder eines rafinierten Steuerkniffs Glück zu empfinden. Was ich aus dem Stolz ableite, mit dem derartiges meist vorgetragen wird. So erfüllt es eine Kollegin regelmäßig mit großer Zufriedenheit, wenn sie bei der jährlichen Pauschalreise ein rares Schnäppchen ergattern konnte. Und selbst die Tatsache, daß sich Hotel und Umstände am Urlaubsort nach absolviertem Urlaub als eher unbefriedigend herausstellten, tut dieser Zufriedenheit keinen Abbruch. Schließlich hat sie ja auch immens gespart!
Wie auch immer man eine solche Haltung bewerten mag, eines ist sie: beneidenswert. Denn sie birgt die Fähigkeit, aus sich selbst heraus zufrieden und damit potenziell glücklich zu sein.

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Arion's Voice 01.01.2010, 17:13
8. Opium

Zitat von sysop
Wie glücklich macht Geld? Forscher Jürgen Schupp hat auf die Frage eine Antwort gefunden - nur ist sie nicht so simpel wie oft gedacht. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Gefühle, Gerechtigkeit und den Grund, warum Männer einfach schneller unzufrieden sind als Frauen.
Was soll das jetzt wieder? Soll uns das beruhigen? Soll das uns sagen "Seid doch froh, dass ihr kein Geld habt, den armen Reichen geht es doch viel schlechter als euch?". Reiche mögen sich vielleicht Sorgen machen, aber arme Menschen [b]HABEN[\b] mehr Sorgen.

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Schleswig 01.01.2010, 17:17
9. gefühlte 5000 DM

In meinem vorherigen Beitrag ist was verkehrt gelaufen. Als noch einmal.
Es ist erstaunlich was Forscher doch verdienen. Bei Herrn Schupp liegt die Sättigungsgrenze zum Glücklich sein in einem armen Haushalt bei 2500 €. Ich weiß zwar nicht wie viel Personen davon zu Recht kommen müssen. Darüber schweigt Herr Schupp sich aus. Aber bei 2500 €, gefühlten 5000 DM, und dann von einem armen Haushalt zu sprechen! Muss mein monetäres Selbstwertgefühl nach dieser Aussage jetzt leiden?

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