Forum: Wirtschaft
Ökonom zum Handelsstreit zwischen USA und China: "Europa könnte zum großen Profiteur
AP

Die neuen US-Strafzölle gegen China sind eine Gefahr für die Weltwirtschaft, warnt Gabriel Felbermayr. Der Ifo-Forscher sieht aber auch Chancen für die deutsche und europäische Industrie.

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JürgenHammerbeck 18.09.2018, 15:04
1. Deutschland gelähmt

Daraus wird nur nichts werden. Wenn man von aussen auf Deutschland blickt, ist doch der ganze Politikbetrieb nur noch ein lächerlicher Zirkus. Die einfachsten Probleme sind nicht mehr in den Griff zu bekommen. Das gilt sowohl politisch als auch wirtschaftlich (verfallene Strassen, Brücken, Schulen, nichts wird fertiggestellt ... ). Chinesische Firmen sollen möglichst nicht in Deutschland investieren - sicher werden die kein Problem auf Dauer damit haben. Aber wie sollen wir denn bitte ein "grosser Profiteur" werden! Das wirkt da geradezu lachhaft. Wir mauern uns gerade selbst ein - Beispiel Russland: gute Beziehungen zu diesem Land wären nicht nur von Vorteil, sonder auch Verpflichtung!

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sough 18.09.2018, 15:10
2. Ist mir immer noch unverständlich..

Warum man als erfolgreicher Exporteur (zb DE, oder hier eben China), dafür zu sorgen hat, dass die Ausgaben der Käufer nicht zu sehr ins Defizit rutschen. Macht keinen Sinn.. wir werden dafür verantwortlich gemacht, dass die USA so viel von uns/China importiert, gleichzeitig aber keine so tollen Produkte hat, die sie verkaufen können? Wir sollen mehr importieren, damit sich _deren_ Problem des Defizits nicht verschlimmert?! I don't get it..

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gmahde_wiesn 18.09.2018, 15:15
3. Die Amerikaner wissen das ...

... deswegen werfen Sie Europa Knüppel zwischen die Beine wo sie können. Von der Destabilisierung des Mittleren Ostens bis zum Dieselskandal

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dunnhaupt 18.09.2018, 15:25
4. China & USA sind ideale Handelspartner -- EU & China sind Konkurrenten

Die USA kaufen so viele Industrieprodukte in China, weil man sie braucht. China dagegen hat 800 Millionen Menschen zu füttern, und die USA sind das einzige Land der Welt mit einem so großen Lebenmittelüberschuss, dass es China noch mit füttern kann. Die USA exportieren nach China vor allem Reis, Soja und Fleisch für die Unterklasse, aber auch Hummer für 150 Millionen Dollar im Jahr für die chinesische Oberschicht.

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R.W.Schramm 18.09.2018, 15:33
5. Die wirtschaftliche Zukunft liegt im Bündnis mit Russland und China!

Der weltgrößte Rohstoffreichtum Russlands und Afrikas kann nur ökologisch nachhaltig mit der Russischen Föderation und China wirtschaftlich gehoben werden! -- Zudem entwickelt sich die kapitalistische Volksrepublik Chinas zum größten Weltmarkt und Abnehmer (vor allem) qualitativ hochwertiger Produkte, Waren und Güter, aus Deutschland. Eine zukunftsorientierte Gesellschaftspolitik sollte sich nicht von den gewaltigen ökonomischen Möglichkeiten, die diese Zusammenarbeit beinhaltet, von der amerikanischen imperialistischen Administration abbringen lassen! Dafür ist auch insbesondere eine enge ökonomische und gesellschaftspolitische Vernetzung mit der VR China notwendig. -- Die chinesische Wirtschaft bleibt unter innen- und außenwirtschaftlichen Herausforderungen stabil, während das Land strukturelle Reformen vorantreibt und neue Wachstumsmotoren fördert.

Das Land verzeichnete ein solides Wachstum der Industrieproduktion und der Einzelhandelsumsätze, obwohl sich der Anstieg der Anlageinvestitionen weiterhin verlangsamte, wie Daten des Staatlichen Statistikamts (NBS) vom Freitag zeigten. Trotz der Schwankungen einiger Indikatoren sagte NBS-Sprecher Mao Shengyong, dass die Wirtschaft im Allgemeinen stabil sei und sich die Wachstumsdynamik verbessere.
Die Industrieproduktion stieg im August gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent, etwas höher als die Steigerung vom Juli von 6 Prozent. Die Produktion von 336 von 596 industriellen Schlüsselprodukten, die von der Regierung überwacht wurden, einschließlich Stahl, Kohle, Rohöl und integrierten Schaltkreisen, stieg, aber die Produktion von Autos, Ethylen und Computern ging zurück. Der Einzelhandelsumsatz stieg im vergangenen Monat mehr als erwartet, nämlich um 9 Prozent, und damit mehr als die 8,8 Prozent im Juli.

Um die Infrastrukturinvestitionen zu erhöhen, hat das Land in den vergangenen Monaten die Genehmigungen von Eisenbahn- und Netzprojekten beschleunigt. Die Bahninvestitionen im Zeitraum von Januar bis August beliefen sich nach Angaben der China Railway Corporation auf 461,2 Milliarden Yuan (57,6 Milliarden Euro) oder 63 Prozent der gesamten geplanten Eisenbahninvestitionen für das gesamte Jahr. Im Vergleich dazu lagen sie im gleichen Zeitraum des Vorjahres bei 56,8 Prozent.

Neben der Stimulierung der Investitionen hat die Zentralbank des Landes durch Offenmarktgeschäfte Mittel in den Markt gepumpt, um die Finanzierungskosten zu senken, und die Finanzinstitute aufgefordert, die Unterstützung von Klein- und Kleinstunternehmen zu verbessern. Während das Land die Wirtschaft weiter umstrukturiert und neue Wachstumsmotoren gefördert hat, verzeichneten der High-Tech-Sektor, die strategischen aufstrebenden Industrien, der Maschinenbau und die Dienstleistungen eine rasche Expansion.

Jedes weitere politische Zusammenspiel mit der unfähigen amerikanischen Administration (unter Trump) sollte man schrittweise beenden!

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lothar.thuermer 18.09.2018, 16:24
6. Sicherheitspartner Amerika

Nicht alle kritischen Anmerkungen an die Adresse Washingtons sind völlig unbegründet. Aber man sollte niemals übergeordnete Ziele aus dem Blick verlieren.

Für Deutschland und Europa gibt es keine Sicherheit ohne die Vereinigten Staaten von Amerika. Ein gewisses Grundverständnis für amerkanische Essentials kann dabei helfen, die USA an uns zu binden. Jedenfalls sollten wir alles tun, damit aus einem "America first" kein "America alone" wird!

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spon_3590950 18.09.2018, 16:34
7. Abwarten und Tee trinken

Die Meinung des IFO Ökonomen grenzt an Dampfplauderei. Europa und auch gerade Deutschland haben mit China ähnliche Probleme wie die USA (Ausverkauf von strategischen Firmen, Kopieren von geistigen Eigentum usw.) Da hat niemand einen Vorteil in Europa. Wie richtig angemerkt haben die USA mit ihren Nahrungsmittellieferungen ein erhebliches Faustpfand. Denn China kann nur 900 Mio seiner 1,3 Mrd Menschen selbst ernähren. Ob das Wachstum wirklich nur um 0,3 einbricht, wenn der Handelskrieg weitergeht, sei dahingestellt. Die deutsche Abhängigkeit von China mit seinen Exportüberschüssen ist eher eine Gefahr.

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rrv.vogt 18.09.2018, 17:32
8. Sie sind falsch informiert

Zitat von spon_3590950
China kann nur 900 Mio seiner 1,3 Mrd Menschen selbst ernähren.
Auch in China weiß man heute wie man landwirtschaftliche Erträge ganz locker verdoppeln kann, wenn das wirklich erforderlich werden sollte, denn Gentechnik ist dort nicht tabu.
Und wie man Masse in Energie umwandeln kann, ohne dabei übermäßig viel CO2 freizusetzen , das wissen chinesische Naturwissenschaftler heute sogar schon besser als die deutschen Kollegen , die in ihrem Land die dafür erforderlichen Studienfächer mangels Angbot gar nicht mehr studieren können und deshalb allmählich aussterben.

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trulala 19.09.2018, 06:38
9. Europa ist sicher?

Ich bin mir sicher, dass in einige Wochen das Ego von Trump das verhindern wird und er seinen Handelskrieg auch gegen ‚Partner‘ von China ausweiten wird. Entweder wir stehen auf Trumps Seite oder wir sind gegen ihn. Etwas anderes wird Trump nicht zulassen.

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