Forum: Wirtschaft
Ökonom zur Iran-Entscheidung: "Ich bezweifele, dass Trump strategisch vorgegangen ist
REUTERS

Was bedeutet der US-Ausstieg aus dem Iran-Abkommen für die deutsche Wirtschaft? IW-Chef Hüther erwartet große Nervosität - und weiteren Ärger mit den Amerikanern. Sein Rat an die Kanzlerin: hart bleiben.

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kraus.roland 09.05.2018, 18:40
1. Trump schwingt die USA..

..zur Neo-Kolonialmacht auf. Ihm nachzugeben oder nicht, ändert wenig an seinem Autismus. Unsere Atlantikbrückler tun mir nur noch leid. Wer die jetzt brutal verschobenen Vektoren zuende denkt, der kommt um eine völlige Neuorientierung nicht herum. Trump hat Europa die Partnerschaft aufgekündigt. Das ist de facto Erpressung. Das kann nicht hingenommen werden. Das müssen unsere Koofmiche auch einsehen. Im Gegenzug fällt mir die völlige Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ein. Auch muss bedacht werden, dass die US-Wirtscheft nicht den lmangen Atem hat, den sie bräuchte, um die Trumpschen Rüpeleien wegzustecken. Wirtschaftlich macht es für die USA nur kurzfristig Sinn, die Europäer zu erpressen. Langfristig werden sie sich eine Zeche eingehandelt haben, der sie nicht gewachsen sein werden. Denn 'Freundschaft' und 'Partnerschaft' kann Niemandnach gutdünken ablegen und einfordern. Sollte Merkel wirklich hart bleiben wollen, verdient sie volle Unterstützung!

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maxbeck54 09.05.2018, 18:44
2. Trump = Dump

So leichtfertig die Glaubwürdigkeit der USA verspielt. Verträge hält man und bricht nicht. Niemand würde mit so Jemandem Geschäfte machen wollen.

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dunnhaupt 09.05.2018, 19:53
3. "Man sollte klar Position beziehen", verlangt der Autor

Gerade dies hat Deutschland doch noch nie getan. Immer auf dem Zaun sitzen und nach beiden Seiten schielen -- das war stets unsere Position. Im UNO-Sicherheitsrat die Stimme enthalten -- das war unsere Position. Und dass wir ausgerechnet heute eine Regierung haben, die "klar Position bezieht", das glaubt der Autor anscheinend selbst nicht.

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c.weise 09.05.2018, 20:09
4. Merkel könnte wenn sie wollte

Amerika war schon immer neo-imperialistisch. Kanzlerin Merkel könnte Trump zu einer Kursänderung veranlassen. Dazu müsste sie den Amerikanern ihr Lieblingsspielzeug wegnehmen: die Russland-Sanktionen, bzw. die Teilnahme Deutschlands an denselben. Ferner den USA die politische Unterstützung in Sachen Syrien und Ukraine entziehen. Damit ließe sich genug Druck aufbauen. Es steht aber zu Erwarten, dass man es bei der jetzigen Iran-Position belässt. Die ist schwachbrüstig, weil die Firmen USA-Linie folgen müssen.

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HaPeGe 09.05.2018, 20:17
5. Donald Trump

wird mit seiner Politik die USA
- nicht größer machen, sondern isolierter, also kleiner
- unzuverlässiger machen; die USA werden bzw. sind schon kein
zuverlässiger Partner mehr (sein)
- die Stellung einer Supermacht kosten
- die Wirtschaft Chinas stärken, denn China wird die Lücken, die die
Sanktionen reißen, füllen.
- außenpolitisch schwächen und Russland und China stärker.

Fazit: Donald Trumps Politik ist, vorsichtig bezeichnet, suboptimal, kurzsichtig, überhaupt nicht global und unzuverlässig. Wenn man deutlich ausdrücken möchte, reicht ein Wort: Dumm !

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querdenker1964 09.05.2018, 20:17
6. Dutschland soll was?

Klar Position beziehen? Noch einer der sogenannten "Elite", der Komplikationen mit der rationalen Wahrnehmung hat? Deutschland hat schon maßgeblich auf diesen lächerlichen Deal mit hingewirkt, durch den es dem Iran weiter ermöglicht geblieben ist, Langstreckenrakten zu entwickeln. Man möchte sich fragen, womit diese denn bestückt werden sollen - vielleicht mit Perserteppichen zur Vermarktung in Europa und Übersee? Es ist die gleiche Masche wie bei Nordkorea - in der linken Hand die Trägersysteme und in der rechten - was wohl - ATOMWAFFEN in Großschrift für die Traumtänzer, die jetzt dem Abkommen hinterher jammern..... Wenn Iran also weiterhin solche Raketen entwickelt hat......

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Duzend 09.05.2018, 20:27
7. Und damit wären wir dann beim Strategischen

Donald Trump scheint in vielem etwas minderbemittelt. In einem jedoch sei er "voll der Checker": in der Spiele-Theorie.
Er hat mit den bloßen Drohungen seiner Einfuhrzölle die EU-Staaten im Handstreich sturmreif geschlagen. Oder jedenfalls so sehr angeschlagen, daß er sich sicher sein kann: Sie werden ihm Folge leisten; alle, bis auf den letzten Kleinstaat. Auch wenn es enorm schmerzt. Das primäre Ziel US-amerikanischer Begehrlichkeiten ist und war fast immer schon Rußland. Da paßt eines gar nicht in den Plan: eine Annäherung der EU oder einzelner Staaten an Putins Reich. Mit der Ukraine und Weißußland sollte ein Cordon Sanitaire zur Isolation dieses einen großen Gegners gezogen werden - mit immer noch nicht ganz zufriedenstellendem Erfolg. Es geht ihm, Trump, zu langsam, und die Volkswirtschaftler sagen ihm, daß er mit dem Rücken zur Wand steht. Jetzt ist der Zeitpunkt, da er die Europäer zum endgültigen Abschwören gegen Rußland erpressen kann. Womit? Mit bloßer Gewaltandrohung und - fast genauso unheimlich - mit der Nachrede, sie hätten Israel in schwerer Stunde feige fallen gelassen. Das will kein europäischer Politiker von sich in der Zeitung lesen. Geld oder Leben! That's it.

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rick1979 09.05.2018, 20:48
8. Methode mit Erfolg

Das irritierende ist, dass Trump mit seinen Methoden in seinem Leben immer wieder durchkommt und am Ende sogar oft erfolgreich ist, obwohl er nachweislich ein lausiger Geschäftsmann und notorischer Lügner ist. Sein narzistisches, dummdreistes Verhalten gepaart mit einschüchternder Macht bewirkt offensichtlich, dass er oft bekommt was er will! Es würde mich nicht überraschen, wenn das beim Atomabkommen mit Iran an Ende auch so ist. In diesem Fall wäre es zu hoffen.

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hauser 09.05.2018, 20:52
9. man wird aber doch auch mal sagen duerfen...

dass man auch in Deutschland froh sein koennte, wenn man so einen starken Regierungschef wie Praesident Trump haette. Vieles was an Kritik geaeussert wird, ist mehr oder weniger versteckter Neid 'Tu felix America'

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