Forum: Wirtschaft
Ökostrom: Schleswig-Holstein kämpft gegen den Phantomstrom
DPA

Der mühsam gefundene Kompromiss für das Ökostromgesetz steht auf der Kippe. Vor der entscheidenden Sitzung des Bundesrates stellt sich ein Grüner quer.

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m.kau 17.06.2016, 08:48
30. Wo liegt die Ursache? Same business as usual

Strom wird endlich ökologisch hergestellt, alle Genehmigungsverfahren dafür abgeschlossen ( wieso macht man diese Genehmigung nicht abhängig von den Vorraussetzungen eines ableitenden Stromnetzes?). Und dann?? Die Politik und Verwaltung verpennt den zeitgleichen Anschluss an ein leistungsfähiges Netz. Und wer zahlt wieder einmal die zeche für diese unfähigen Nichtskönner? Der Steuerzahler! So etwas kann nur aus dieser Kaste kommen. Neue Hirne braucht das Land.

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motzbrocken 17.06.2016, 08:48
31. Auch da

wurde alles komplett verschlafen. Speichersysteme gibt es bereits (Tesla).

Als Schweizer kann ich über soviel Abstruses wie es nur in D möglich ist, nur noch den Kopf achütteln. Entweder setzt man auf Oekostrom inklusive aller Nachteile wie Leitungsbau oder man lässt es bleiben. Ihr habt nun für Milliarden neue Windkraftanlagen bringen den Strom aber nicht unter die Leute.

Da ist das Schweizersystem einiges besser. Es dauert zwar länger weil das Volk in einer Abstimmung meist das letzte Wort hat. Aber wenn es mal angenommen ist, ist es angenommen. Auch der Leitungsbau zum Beispiel.

Der neue Gotthardtunnel ist auch so ein Beispiel. Wir haben ihn gebaut. Mit allen Anschlüssen. Einzig die Anschlüsse ab der Grenze Richtung D und I sind nicht mal begonnen. In I finanziert die SBB (also der unser Staat) die Anschlüsse.....

Und in D? x tausend Einsprachen gegen ein neues Trassee, Leitungen etc. auf Jahrzehnte blockiert...

Naja, die Deutschen, Belgier, Holländer etc stehen halt lieber am Gotthard Strassentunnel fünf Stunden im Stau auf dem Weg gegen Süden.... In Basel, Karlsruhe oder Hamburg das Auto auf den Zug und ohne Stress gen Süden. Wenn dann das Auto unbedingt mit muss.

Auch für den Güterverkehr (weniger Brummis auf den Autobahnen) wäre es sinnvoll, die Anschlüsse zu bauen. Aber eben. Die lieben Einsprachen.....

Wenn wenigstens in D die Autobahnen noch intakt wären.... sind sie aber nicht. Einerseits keine Kohle, andererseits, wie will man solch stark befahrene Autobahnen sanieren? Neubau wäre besser. Aber dann gibt es ja Einsprachen....

Wahrlich, ein Teufelskreis, entstanden durch ignorante Politiker, wirtschaftliche Verhinderer und den Egoismus der "Einsprache Erheber".

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Unser Weg ist auch nicht über alle Zweifel erhaben. Einsprachen sind in gewissen Fällen nötig und auch richtig. Aber manchmal muss halt das eigene Interesse hinter dem Wohl der Allgemeinheit zurückstecken. Darum ist die Art und Weise mit den Volksabstimmungen unter dem Strich die effizienteste Art gewisse Projekte (sagen wir mal) problemloser zu Realisieren.

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mabrueck 17.06.2016, 08:49
32. Technologieoffen...

"um eine breitere Anwendung in den Sektoren Speicherung, Wärme, Verkehr" zu ermöglichen. Schon jetzt müßten für die Energiewende (nicht nur "Stromwende") alle Haushalte auf elektrische Wärmepumpen zur Heizung umgestellt werden. Statt dessen wird immer noch viel zu häufig Heizöl und Gas eingesetzt, weil auf Heizöl und Gas einfach prozentual weniger Umlagen und Steuern anfallen. Würde man einfach nur die Wärmepumpen, als umweltfreundlichste Heiztechnologie, von der EEG-Umlage befreien, würden Millionen von Haushalten und andere Gebäude dafür sorgen, dass es genügend zusätzlichen Bedarf für den "Phantomstrom" gibt. Aber typisch grün, dass man immer nur etwas neues fordert, anstatt etwas einfaches umzusetzen, was sofort etwas bringen würde.

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Kater Bolle 17.06.2016, 09:00
33. Wenn eine Laien-Truppe........

eine Energiewende plant von der sie nichts versteht muss man sich nicht wundern.
Ich kann nicht in der Nordsee Windparks bauen lassen ohne das die Anbindung zum Fertigstellungstermin steht.
Ich kann nicht in Norddeutschland Windräder am laufenden Band aufstellen ohne das unser Leitungsnetz entsprechend angepasst ist.
Die zusätzlichen Kosten wie immer: Steuerzahler/Verbraucher.
Die "Großen" zahlen wie immer nichts.

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lce 17.06.2016, 09:02
34.

Richtig so. Frau Merkel sagt publikumswirksam, sie wolle die Energiewende, aber sie tut genau nichts dafür. Abgesehen von der eiligen, populistischen Atomkraftabschaltung nach Fukushima hat sie nichts getan um das Thema voranzubringen. Dabei wäre der Strom ja da, wenn man endlich mal entschieden in die entsprechenden Transport- und Speichertechnologien investieren würde. Das ist ein großes Thema von gesamtgesellschaftlichem Interesse mit massiver Tragweite für die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte, und wer sich kleingeistig gegen eine Stromleitung neben seinem Dorf wehrt, gehört endlich enteignet und entsprechend entschädigt. Das Thema ist zu wichtig, als das wir da als Gesellschaft lange fackeln könnten.
(Nebenbei gibt es bei der Energiewende mit etwas Kreativität auf so viele Weisen Geld zu verdienen, dass eigentlich niemand mit funktionierendem Verstand dagegen sein kann.)

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darkmattenergy 17.06.2016, 09:03
35. JEDER Stromerzeuger darf nur für tatsächlich in Netz eingespeisten Strom bezahlt werden!

Stromerzeuger, die zeitweise mehr produzieren, als ins Netz eingespeist werden kann oder benötigt wird, müssen entweder auf Bezahlung und Produktion verzichten, oder alternativ SELBST Speichermöglichkeiten für den von ihnen erzeugten Strom bereitstellen, um ihn später, wenn es das Netz erlaubt und Bedarf besteht, zu verkaufen.

Hersteller beliebiger Waren, die nicht schnell genug über die öffentlichen Infrastruktur abtransportiert werden müssen, müssen auch im eigenen Interesse und auf EIGENE Kosten die notwendige Lagerkapazität am Ort der Produkterstehung schaffen.

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GrinderFX 17.06.2016, 09:05
36.

Zitat von zbv10
Die laden und speichern den Strom, wenn ihn sonst keiner brauchen kann.
Das würde aber nur dann gehen, wenn die Personen ihr Elektroauto laden, wenn es Strom im Überfluss gibt.
Da es aber meist genau andersrum ist, ist die Idee nett aber mehr auch nicht.

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shadowxx 17.06.2016, 09:06
37.

Wie wäre es einfach die Kohlekraftwerke abzuschalten....

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roger_woters 17.06.2016, 09:14
38. Unsere Regierung

ist nur noch ein Haufen von Versagern, getrieben von der Angst, nicht mehr gewählt zu werden. Es ist nur erstaunlich, was Politiker alles falsch machen können und trotzdem meinen, sie haben die Weisheit mit Löffeln gefressen. Merkel hat alles der Umverteilung von unten nach oben untergeordnet. Sie ist die Kanzlerin des Kapitals. Was hat sie und geblendet!

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KaWeGoe 17.06.2016, 09:15
39. Atom-, Kohle- und Braunkohle-Strom verstopft das Netz !

Bisher wurde zu keiner Sekunde mehr EE-Strom in Deutschland produziert als Strom benötigt wurde.

Wenn unsere Netze also überlastet sind, muss es Strom aus den o.g. konventionellen Kraftwerken sein.

Die Energiewende wurde gestartet, um konventionellen Kraftwerken zu ersetzen.

In Schritt 1 (Erzeugung von EE-Strom) sind wir ganz ordentlich voran gekommen.

Schritt 2 - Abschaltung konventioneller Kraftwerke muss nun aber auch erfolgen ! Und hier fehlt den Politikern der Mut !

Konventionelle Kraftwerksbetreiber lassen Ihre Dreckschleudern einfach weiterlaufen. Das hat folgenden Effekt:

- Strompreis an der Börse sinkt
- EEG-Umlage steigt (Differenz: Förderbetrag - Börsenpreis)
- EE können als Preistreiber diskreditiert werden
- überschüssiger konventioneller Strom wird den Nachbarländern aufgedrückt - manchmal sogar mit negativen Preisen.
- Da behauptet man dann wieder das sei EE-Strom, der in Deutschland teuer gefördert würde und dann an Nachbarn verschenkt wird. Das mag der deutsche Michel gar nicht.

Vorschlag:

Jede exportierte kWh Strom wird mit EEE-Umlage beaufschlagt.
Diese wird anteilig von den konventionellen Kraftwerken entrichtet, die zum Exportzeitpunkt am Netz waren

Vorteile:
1.
EEG-Umlage für Otto-Normalverbraucher sinkt, weil ein Großteil von konventionellen Kraftwerken zu entrichten ist.

2.
EEG-Umlage sinkt, weil konventionelle Kraftwerke einen echten Anreiz haben, keinen Überschuss mehr zu erzeugen. Damit stabilisiert sich der Börsenpreis, was sich positiv auf die EEG-Umlage auswirkt.

3.
Flexible Gaskraftwerke werden für EVUs wieder attraktiver.

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