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Ökostromrabatte: Gabriel setzt weitreichende Industrieprivilegien durch
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Die Bundesregierung hat in Brüssel massive Zugeständnisse für die heimische Industrie durchgesetzt. Anders als von der EU-Kommission gefordert, bleiben Unternehmen mit hohem Verbrauch auch künftig weitgehend von der Umlage für Ökostrom befreit.

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tennislehrer 08.04.2014, 13:20
1. ...und alles auf Kosten....

.....der private Stromkunden! Die Industrie jammert doch immer, wenn sie mal blechen muss!

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hd117 08.04.2014, 13:21
2. Ich bin so froh ...

dass beheizte Golfplätze, Rasenheizungen von Fußballstadien, Tennishallen und ähnliche systemrelevante Betriebe in internationalem Wettbewwerb auch weiterhin keinen Beitrag zur Engergiewende leisten müssen. Genügt ja auch, wenn Alleinerziehende die Zeche zahlen. Es ist an der Zeit, das Flaschen- und Dosenpfand zu erhöhen ...

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misterknowitall 08.04.2014, 13:27
3. War klar.....

Wieder ein fauler Kompromiss mit erheblichen Zugeständnissen an die Industrie. Und die Drohung mit dem Verlust von Arbeitsplätzen ist nur eine andere Form der Lobbyarbeit. Netter Versuch, Siggi.

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sapereaude! 08.04.2014, 13:29
4. Wohin mit meinem Geld?

Zitat von sysop
"Offensiv" bekenne er sich dazu, die Interessen der deutschen Industrie zu vertreten, sagte der Bundeswirtschaftsminister auf einer Pressekonferenz...
Nachdem die Euro-Krise für beendet erklärt wurde, hatte ich mir schon die bange Frage gestellt, was ich mit meinem Geld anfangen sollte. Aber jetzt kann ich ja zum Glück weiterhin EEG-Umlage für die arme Industrie bezahlen.

Man kann kaum glauben, dass da tatsächlich Sozialdemokraten an der Regierung beteiligt sind.

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jos777 08.04.2014, 13:29
5. EEG 1 Billion Euro - Größte Geldumverteilung - April 2014

Zitat von sysop
Die Bundesregierung hat in Brüssel massive Zugeständnisse für die heimische Industrie durchgesetzt. Anders als von der EU-Kommission gefordert, bleiben Unternehmen mit hohem Verbrauch auch künftig weitgehend von der Umlage für Ökostrom befreit.
Gabriel kündigt heute schon an, daß die EEG-Abgabe pro KWh-Strom im Jahr 2020 wahrscheinlich rund 8 Cent kosten wird. Also gehen wir einmal davon aus, daß es eher 9 oder 10 Cent sein werden. Das bedeutet, daß der Strompreis von 3 Cent in der Erzeugung nochmals 3x teurer durch die EEG-Abgabe wird. Dazu kommt dann noch die Mehrwertsteuer ! Hinzu kommt natürlich noch die Stromsteuer und andere Abgaben. So werden wir wohl rund 30 Cent je KWh-Strom bezahlen müssen, wenn es bis 2020 so weitergeht (Nordsee-Windstrom, neue Stromtrassen, etc.).

Einmalig weltweit. Am Ende bringt die ganze EEG bzw. Energiewende nichts, weil Naturstrom unregelmäßig vorhanden ist und zudem jetzt sowie auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich speicherbar ist.

So werden die Stromrechnungskunden in der BRD am Ende rund 1 Billion Euro bezahlt haben, damit durch die EEG- bzw. Energiewende die größte Geldumverteilung seit dem 2. WK in Deutschland von Arm zu Reich durchgeführt werden konnte.

Hätte man die 1 Billion in Energieeinsparmaßnahmen gesteckt (Wohnhäuser, Firmen, etc.), dann hätte man viele Kraftwerke abschalten können und es wäre auf Jahre die Bauindustrie (Binnenwirtschaft) gefördert worden, was wieder richtige dauerhafte Arbeitsplätze in der BRD geschaffen hätte, sogar für Spanier, etc., die in Deutschland Arbeit gesucht hätten.

Vielen Dank Herr Gabriel, daß Sie lieber Ihren politischen Posten sichern wollten als daß Sie eine grundlegende Wende der Energiewende angegangen wären.

Jeder denkt halt zunächst einmal an sich selber als an das Stromrechnungs-Volk.

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Hilfskraft 08.04.2014, 13:39
6. tja ...

Zitat von sysop
Die Bundesregierung hat in Brüssel massive Zugeständnisse für die heimische Industrie durchgesetzt. Anders als von der EU-Kommission gefordert, bleiben Unternehmen mit hohem Verbrauch auch künftig weitgehend von der Umlage für Ökostrom befreit.
... dafür haben wir ihn nicht gewählt.
Arbeitsplätze ist das Eine, Ausbeutung unsereins was anderes.

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mercutiool 08.04.2014, 13:40
7. Das erste Mal, ...

... dass ich das, was Herr Gabriel durchgesetzt hat, begrüßen kann. Ganz ohne Ironie! Allen, die darüber spotten, dass hier die Industrie "gesponsert" wird, sei gesagt: Ohne Industrie wäre Deutschland nicht da, wo es jetzt ist. Ohne Industrie gäbe es viele Arbeitsplätze (nicht nur die in der Industrie, sondern auch zig andere außerhalb, die in welcher Form auch immer an ihr "dranhängen") nicht. Diese Kehrseite der Medaille mag naturgemäß keiner hören. Einfacher ist es, mit gefülltem Portemonnaie und sicherem Job darüber herzuziehen. Schade. In einer demokratisch-aufgeklärten Gesellschaft (dazu sollte man die deutsche eigentlich doch rechnen) geht es um Geben und Nehmen. Und geben muss ab und zu auch der Privatmann. Zugegeben, man sieht im Wald von lauter Ausnahmen im deutschen Recht (nicht nur bei den Steuern) die einzelnen Bäume nicht mehr. Aber es gibt mehr Gerechtigkeitslücken, die bei uns geschlossen wurden als noch offen sind. Ist unser Glas nicht eher halbvoll als halbleer?

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das-joe 08.04.2014, 13:42
8. …

Und wieder einmal wird deutlich, dass man in Deutschland, politisch gesehen, nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat.

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miggelbauer 08.04.2014, 13:42
9. Das Problem..

..sind weniger die Privilegien der Wirtschaft - die sind zum Arbeitsplatzerhalt gut und richtig. Das Problem sind die Abnahmegarantien für all die, die sich auf Kosten der oben erwähnten Alleinerziehenden die Module auf ihren ohnehin reichlich vorhandenen Besitz bauen lassen. DAS sind die echten Privilegien.

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