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Ölpest: Halliburton vernichtete Beweise zur "Deepwater"-Katastrophe
REUTERS/ U.S. Coast Guard

Die Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" löste eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der US-Geschichte aus. Jetzt bekennt sich der Konzern Halliburton schuldig: Das Unternehmen, das an den Bohrarbeiten beteiligt war, hat laut Justizministerium die Vernichtung von Beweisen eingestanden.

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frubi 26.07.2013, 09:51
1. .

Zitat von sysop
Die Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" löste eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der US-Geschichte aus. Jetzt bekennt sich der Konzern Halliburton schuldig: Das Unternehmen, das an den Bohrarbeiten beteiligt war, hat laut Justizministerium die Vernichtung von Beweisen eingestanden.
Halliburton vernichtet Beweise? Ich bin schockiert. Das hätte ich von einem moralisch einwandfrei handelnden Unternehmen wie Halliburton niemals gedacht. Das wird nun sicherlich ernsthafte Konsequenzen für diese Firma geben.

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molokau 26.07.2013, 09:52
2. Ach was!

Das sind doch olle Kamellen. War alles längst bekannt. Und dass dort Jeder mit Jedem mauschelt und die Kröten nur die Taschen wechseln (wenn überhaupt!) ist doch kalter Kaffee. Verschont uns mit solchen "News".

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nazfalas 26.07.2013, 09:54
3. Nur das Beste

Denn Unternehmen wollen nur das Beste für uns und müssen vor solchen Katastrophen geschützt werden.
Kann man da nicht die strafrechtlichen Sachverhalte noch ein wenig anpassen, damit in Zukunft nur noch Privatmenschen haften können, die keine leitende Position in einem Unternehmen mit Umsatz >100Mio€ bekleiden?
So allgemein finde ich 200.000$ viel zu viel.

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prophet46 26.07.2013, 09:57
4. Rache-Justiz

Zitat von sysop
Die Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" löste eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der US-Geschichte aus. Jetzt bekennt sich der Konzern Halliburton schuldig: Das Unternehmen, das an den Bohrarbeiten beteiligt war, hat laut Justizministerium die Vernichtung von Beweisen eingestanden.


So war das zu erwarten. Die US-Regierung schützt ihre eigenen Unternehmen und plündert die Ausländer aus.

Der US-Energiekonzern Halliburton, der wegen einer falschen Zementmischung nach Aussagen von Experten ein gerüttelt Maß an Mitschuld an dem Ölleck im Golf hatte, kommt mit mit einer geradezu lächerlichen Strafe davon, die britische BP wird dagegen ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und einzelnen Führungskräfte, die Email vernichtet haben sollen, mit Gefängnis bedroht.

Alleine die US Anwälte von Tausenden begründeten und unbegründeter Klagen (auch solche von angeblich Betroffenen, die Hunderte Meilen vom Golf weg wohnen, so dass inzwischen das FBI wegen Betrugsverdacht eingeschaltet wurde) sollen inzwischen mehr als 600 Mio. $ eingesackt haben (Stand Frühjahr 2013). Alles spekuliert auf die Milliarden von BP und jeder am Golf, Regierung und Individuen, hoffen auf einen goldenen Schnitt. Das ist amerikanische Rache-Justiz.

Beim Giftunglück im indischen Bophal in 1984, bei dem aufgrund technischer Pannen mehrere Tonnen giftiger Stoffe in die Atmosphäre austraten, die bisher schlimmste Chemiekatastrophe und eine der bekanntesten Umweltkatastrophen der Geschichte, hat Tausende von Menschen das Leben gekostet. Die Verursacher, die US-Firma Union Carbide Coprperation kam gerade mal mit 400 Mio. $ Entschädigung davon.

Auch die Ureinwohner des Bikini-Atolls warten bis heute auf eine ihnen zugesprochene Entschädigung von über 1 Mrd. $ für die (ewige) Verstrahlung ihrer Insel während den US-Atomwaffentests in den fünfziger Jahren.

Ebenso harren riesige von amerikanischen Ölfirmen im südamerikanischen Regenwald und in Brasilien angerichtete Umweltsschäden der Regulierung.

Es macht halt einen Unterschied, ob man selbst oder andere betroffen sind.

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rebell_am_ball 26.07.2013, 10:01
5. hElliburton

und beim Fracking macht's die Halliburton-Gang genauso wenn man sie nicht direkt dabei erwischt wie hier.

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Stefan Hartmann 26.07.2013, 10:06
6.

Achja die USA,

200 000 würden ja nichtmal richtig mich jucken und der Student Joel Tenenbaum der 30 Musikstücke üner Kazaa verbreitet hat kann 675 000 Dollar zahlen.

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AegonVI 26.07.2013, 10:09
7.

Zitat von
Der Konzern werde eine Strafe von 200.000 Dollar sowie eine dreijährige Bewährungszeit akzeptieren und weiterhin mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Halliburton habe zudem freiwillig 55 Millionen Dollar an die National Fish and Wildlife Foundation gezahlt.
Unfassbar! Eine der schlimmsten Naturkatastrophen der amerikanischen Geschichte und diese Verbrecherbande kommt wirklich mit rund 55 Millionen Dollar Strafe davon?!

Da sieht man mal wieder sehr schön, wie wenig die Umwelt nach wie vor wirklich zählt jenseits des Atlantiks. Solch ein Unternehmen müsste man bis auf den letzten Cent ausbluten lassen, um vielleicht wenigstens einen Teil des Schadens wieder gut machen zu können.

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wolfi55 26.07.2013, 10:14
8. großer Konzern, kriminell = geringe Strafe

Der Konzern wird wieder mal lächerlich gering bestraft. Das ist bei Halliburton aber auch kein Wunder. Dieser Konzern ist ein Auswuchs der US-Geheimdienste.

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bietchekoopen 26.07.2013, 10:17
9. Das Rechtssystem in den USA verwundert

Ein hochprofessionelles Unternehmen hat versehentlich Beweise der größten Ölkatastrophe der Welt verloren??
Während die US-Gerichte bei Klagen gegen ausländische Unternehmen sehr schnell mal eben Strafen von 500 Millionen Dollar verhängen, erscheint die hier verhängte Strafe für ein heimischen Unternehmen willkürlich und ist geradezu grotesk niedrig. BP als ausländischer Investor hat das Nachsehen.
Solche Urteile gegen ausländische Investoren gibt es selbst in Russland nicht. Die Zustände in den USA können mich nur noch erschrecken.

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