Forum: Wirtschaft
Ölpreis-Einbruch: Finanzminister warnt vor Russland-Crash
REUTERS

Russland reagiert auf Ausfälle von Öleinnahmen und verkündet Kürzungen der Staatsausgaben von zehn Prozent. Die Wirtschaft schrumpft, die Armut steigt - aber die Mehrheit der Russen bleibt bemerkenswert gelassen.

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hektor2 13.01.2016, 21:19
30. Blödsinn

Zitat von sok1950
Es gibt genügend Industriebereiche die massenhaft Energie benötigen. Auch Haushalte (Öl, Gas, Benzin, Fahrpreise usw.) könnte man massiv entlasten, das würde die Inflation senken. Einfach den Export (langfristig und konsequent) drosseln und auf energieintensive Industrie setzen - ja auch mit Gewächshäusern. Wie wäre es, Bauern Öl, Gas, Benzin kostenlos anbieten, wenn die Produktion erhöht wird? Aber dafür müsste man vom neoliberalem Wirtschafts- und Profitdenken wegkommen.
Was für ein Blödsinn ist das denn, angesichts einer quasi "Deflation"?

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Darwins Affe 13.01.2016, 21:38
31. Ansprechpartner?

Zitat von dirk1962
Nicht nur, dass Russland trotz der Sanktionen immer noch ein wichtiger Wirtschaftspartner ist, ein destabilisierte Russland kann niemand wollen. Es ist an der Zeit, dass der Westen die Hand ausstreckt gegenüber Russland.
Im Prinzip richtig. Aber ist Putin wirklich ein ernsthafter Ansprechpartner für den Westen? Hätte der Mann nach seiner gescheiterten Großmachtspolitik irgendein Verantwortungsgefühl für sein Land, müsste er wohl zurücktreten.

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Kamillo 13.01.2016, 21:41
32.

Saudi Arabien hat scheinbar genug finanzielle Reserven, um beim derzeitigen Ölpreis 5 Jahre durchzuhalten. Überschlagsmäßig habe ich gerade errechnet, dass Russland beim derzeitigen Ölpreis 3 Jahre durchhält. Das heißt, die Saudis könnten Russland in die Pleite treiben, ohne selbst bankrott zu gehen. Ob da ein Plan dahintersteckt?

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willibaldus 13.01.2016, 21:42
33. Es geht nur zum Teil um Glauben.

Zitat von Ichbines2
wird man, wenn man etwas Besonderes als Staatsmann erreicht hat, bevor man abtritt. So verwundert es denn auch nicht, dass alles daran gesetzt wird, Russland zu "knacken". Wenn man schon innenpolitisch nichts verbessern konnte, dann wenigstens außenpolitisch. Mal sehen, wie das Spiel ausgeht und wer auf längere Sicht unter dem niedrigen Ölpreis zu leiden hat, zumal dieser demnächst zu neuen Höhen aufsteigen dürfte. Der Dax crasht übrigens - genau wie der Dow - weiter. Inzwischen Dax und dow 2,2 % im Minus. Die "Politik des billigen Öles" hilft anscheinend nicht und die Propaganda, billiges Öl sei ein Konjunkturtreiber scheint nach hinten los zu gehen: Die Anleger glauben nämlich, wenn kein Öl gebraucht wird, läuft auch die Weltwirtschaft nicht......
die Entscheider der Banken und Fonds haben ausreichend Zahlen zur Ölnachfrage und die entwickelt sich schwächer als gedacht. Europa ist da eh ein Sonderfall.http://www.bing.com/images/search?q=deutschland,+ölimport&view=detailv2&&id=2 1A83C1DCCE03813C4EA6D901B021CBFC5D6D1AD&selectedIn dex=0&ccid=1XdwHVNt&simid=608003985110535544&thid= OIP.Md577701d536d1e039a86dccb9582c60bo0&ajaxhist=0
Vor allem die Situation in China ist ein Schlag für die Weltwirtschaft. Seit zwei Jahren scheinen die offiziellen Zahlen aus Peking nicht mehr mit der Realität übereinzustimmen. die Entwicklung des Stromverbrauchs und andere Indikatoren sagen etwas anderes.

In der Tat gibt es eine Schwemme von Öl. In den letzten Jahren hat die Ölförderung in den USA von 5mio Barrel pro Tag auf 9Mio Barrel pro Tag zugelegt. Russland, Venezuela, Nigeria und SaudiArabien haben ihre Förderung nicht gedrosselt, Russland sogar leicht gesteigert. Natürlich ist das nicht folgenlos.

Bis ein niedrigerer Ölpreis die Weltwirtschaft ankurbelt dauert es. jedermann schaut erst mal ob das eine Eintagsfliege ist oder ein längerer Trend, ob Privatmann, Unternehmen oder Staat. Dann werden Projekte geplant, wie neue Eisenbahnbrücken oder neues Schlafzimmer. Mit einem Jahr Vorlauf muss man da auf jeden Fall rechnen.

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axth 13.01.2016, 21:42
34.

Zitat von g.raymond
Erkennt denn niemand, auch der Autor Bidder nicht, dass hinter dem OPEC-Beschluss, den Ölpreis niedrig zu halten, geopolitisches/ökonomisches Kalkül steckt? Man kann sich viel dabei denken: Saudi Arabien straft die USA ab, weil diese Assad nciht bombardiert haben, -- man werde sich jetzt anders orientieren, hiess es damals aus Riad. Andererseits bringt man, durchaus wieder im Konsens mit den USA, Russland in die Wirtschaftskrise, um es geopolitisch zu schwächen. Und Saudi Arabien testet mit seinem immensen Reichtum seinen grösseren Einfluss in der Weltpolitik, indem es gleichzeitig seine Superkoalition mit islamischen Staaten verkündet. Was für potentielle Dummheiten! Wenn etwa Russland in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten geriete, na dann viel Spass...
Ich stimme Ihnen zu: Saudi-Arabien hat jetzt das politische Handeln übernommen. US-Frackingfirmen in die Pleite treiben, Investitionsunsicherheit erzeugen, alternative Energien ausbremsen und Iran/Russland die Lebensadern abdrehen. Jetzt kommt es für die Saudis darauf an, langen Atem zu haben und nicht selbst dabei drauf zu gehen.

Es geht aber weniger um Strafe, sondern um die Vorherrschaft im arabischen Raum. Militärische Erfolge drehen sich in Niederlagen, wenn die vom Ölexport abhängigen Wirtschaften ausgetrocknet werden, so das Kalkül der Saudis. Öl als Kriegswaffe.

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abc-xyz 13.01.2016, 21:45
35.

Zitat von ZDrzeszczynski
Ich weiß in den USA sind schon über 30 Ölfirmen pleite. Die Norwegen Briten und die US- Firmen brauchen Minimum 50-60$ um zu überleben.
Ja und? Die Lücke füllen Exxon und Co. An Energieunternehmen mangelt es nicht im Geringsten und sind weiter dicke Unternehmen. Und selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass alle weg sind, sind die USA ein Industrieland und kein Rohstofflieferant. Aber selbst dieser feuchte Traum Putins ist nicht mal Ansatzweise zu erwarten.

Die USA sind eine Energiesupermacht, eine Industriesupermacht und eine Militärsupermacht. Russland ist wirtschaftlich nicht mal Regionalmacht, sondern eine Entwicklungsland, dessen Überleben komplett am Öl hängt. Wenn das komplett crasht, und die Zeichen dazu stehen gar nicht mal so schlecht, ist Russland Geschichte.

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chemiesaft 13.01.2016, 21:45
36. und dann?

Zitat von ZDrzeszczynski
Ich weiß in den USA sind schon über 30 Ölfirmen pleite. Die Norwegen Briten und die US- Firmen brauchen Minimum 50-60$ um zu überleben.
Und? Die Ölförderung der USA trägt einen minimalen Anteil zum BIP bei, die paar Firmen die da jetzt pleite gehen, bzw. die Förderung einstellen sind für diese riesige Wirtschaft nicht wirklich von Relevanz. Vorein paar Jahren gabs die noch nicht mal.
In Russland sieht das leider ganz anders aus.

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TS_Alien 13.01.2016, 21:48
37.

Die Bevölkerung bleibt gelassen, zumindest sichtbar, weil Proteste nichts bringen. Zum Teil sind sie gefährlich. Da viele Bürger Russlands schon immer in wirtschaftlich prekären Verhältnissen leben, ändert sich an ihrer Lage wenig.

Russland hat sehr gute Voraussetzungen, ein wirtschaftlich starkes Land zu sein. Viele Menschen sind gebildet und fleißig, viele Rohstoffe sind vorhanden. Anstatt mittelfristig eine eigene hochkarätige Industrie aufzubauen, z.B. im Automobilbereich, im Maschinenbau oder in der IT, werden die Rohstoffe verkauft. Und die Gewinne landen in den Taschen von wenigen "Bürgern". So hat das Land keine Chance, jemals auf die Beine zu kommen. Russland ist ein verlorenes Land.

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wll 13.01.2016, 21:48
38. Kein Titel

Zitat von nano-thermit
Die NATO greift an, erstmal so. Das wissen alle die informiert sind. Daher sind die Russen gelassen denn Amerika kann damit nicht lange weiter machen. Ach nee, jetzt, ist ja alles Verschwörung und ein simpler Zufall. Genau dann wenn die NATO in Russland an die Tür klopft, via Ukraine. Und genau dann wenn Russland tatsächlich etwas gegen den IS in Syrien tut, genau dann bricht der Ölpreis zusammen. Können Statistiker bitte nachrechnen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist?!
Die NATO hat weder in Russland, noch in der Ukraine "an die Tür geklopft", Auslöser des Konflikts mit Russland war ein geplantes Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU - und die abwegige Vorstellung Putins, er hätte dabei ein Mitspracherecht.

Der Verfall des Ölpreises hat bereits Mitte 2014 begonnen, da verstaubten die russischen Bomber noch gemütlich im Hangar. Seine Ursache ist vor allem im Schwächeln der Konjunktur in China sowie dem Versuch vor allem Saudi-Arabiens, einerseits die zunehmende Selbstversorgung der USA durch unkonventionelle Ölförderung zu bekämpfen und andererseits den Rivalen Iran zu schwächen, zu suchen.

Etwas weniger krude Verschwörungstheorien (Russia Today?) und dafür mehr Fakten bitte...

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Helmuth Niessner 13.01.2016, 21:49
39. Wenn die Fracking - Blase in den USA platzt, haben

wir die nächste Weltwirtschaftskrise, denn es sind enorme Kredite in diese Industrie begeben, die bei der derzeitigen Preissituation sicher nicht mehr bedient werden können.
Und die nächste Immobilienblase - resultierend aus den gleichen Fehlern wie schon die letzte - schlummert auch schon.
Schlüsselwerte des dow jones sind im Sinkflug und der gesamte Index war letztes Jahr im Minus.
Einige wenige Profiteure, etwa in der Pharmabranche, haben fusioniert, um sich zu wappnen.
Die Zeiten stehen insgesamt auf Sturm, nicht nur in Russland. Und es sind viele geschönte Zahlen im Umlauf.

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