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Offenbar doch Liquiditätsprobleme: Tesla bettelt Zulieferer um Geld an
Mark Brake/Getty Images

Wie ernst ist die Lage beim E-Auto-Pionier Tesla? Nach Produktionsproblemen berichten US-Medien nun über mögliche Liquiditätsengpässe: Der Konzern bittet offenbar Lieferanten, Rechnungen nachträglich nach unten zu korrigieren.

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jamguy 24.07.2018, 20:06
110.

Zitat von ray8
Musk führt sein Unternehmen mit 40.000 Arbeitern noch immer wie eine Hinterhof-Werkstatt. Irre, was er schon an Geld verbrannt hat und was noch weiterhin in den Ofen geht. Und dabei kaum an Arroganz zu überbieten.
Fiktion und future ,natürlich alles interessant aber bringt eben erst und vielleicht in der Zukunft Geld .Ansonsten würde ich Dem Vorschlagen ein und für Ihr das wichtigste Projekt zu betreiben und nur darauf zu konzentrieren.

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Fait Accompli 24.07.2018, 20:12
111.

Zitat von homo pragmaticus
Mir war nicht bewusst, dass man bei den Muskschen E-Mobilen die Investitionen in die Werke nicht mit in die Gewinn/Verlustrechnung einbeziehen darf. Die Dinosaurier machen das ja noch so, die rechnen alle Ausgaben (auch die in Infrastruktur, Garantieleistungen etc.) zusammen. Dabei könnten sie doch ihr Geschftsergebnis nach ihrer Erläuterung deutlich verbessern und hätten so mehr Spielraum für das Volks-BEV mit 400 km Reichweite zum Golf-Preis.
Bitte lesen Sie den Beitrag, auf den ich mich bezog, und dann vielleicht meinen Beitrag nochmal. Vielleicht wird dann der Sinnzusammenhang klarer.

Tatsächlich habe ich die Investitionen in die Gewinn-/Verlustrechnung des Konzerns mit einbezogen. Es ging lediglich um die Frage, ob Tesla Autos jemals mit Gewinn herstellen kann, oder sie unter Wert verkauft/verkaufen muss. Das ist nicht ganz das selbe.

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Fait Accompli 24.07.2018, 20:26
112.

Als AG muss Tesla seine Zahlen offenlegen. Anhand dessen kann man sich ausrechnen, wie lange die Mittel OHNE Einrechnung der Model 3 Produktion reichen, bis die Insolvenz vor der Tür steht: Nämlich bis Ende des Jahres.

MIT Einbeziehung des Models 3 sieht das anders aus: Die Zahl von 5000 Autos pro Woche ist nicht per Zufall gewählt. Ab ca. 4200-4500 Autos pro Woche deckt der zusätzliche Gewinn aus der Produktion die restlichen Verluste des Konzerns ab. Wenn diese Zahl seit Anfang Q3 bis zum Ende des Quartals im Durchschnitt gehalten werden kann, dann kann das Quartal an sich mit schwarzen Zahlen da stehen. Wg. Q1 und Q2 wird nicht das ganze Geschäftsjahr schwarz sein, wäre aber ein positiver Ausblick in die Zukunft.

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Robin o 24.07.2018, 22:51
113. Einfach mal in nen Tesla setzen und rumfahren

Medien berichten generell meist ueber negative Ereignisse, da sind alle Hersteller gleichermassen betroffen. Als Gegenstueck gibt es die Werbung, da darf sich jede Firma in ein gutes Licht ruecken mit positiven Emotionen und als weiteres Gegenstueck gibt es die Realitaet was man selbst im Leben mit dem jeweiligen Produkt erlebt. Tesla macht im Moment keine Werbung mit tollen Imagefilmen durch atemberaubende Landschaften oder mit huebschen Fahrern(innen). Und viele haben noch nicht in einem Tesla gesessen, um sich ein Urteil bilden zu koennen. Das erklaert die momentane emotionale Schieflage, welche im Kontrast dazu steht, dass kein Auto mit alternativen Antrieb besser ist als ein Tesla. Oder kennen Sie eines?

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marioff 25.07.2018, 01:17
114. Falschdarstellung gegen TESLA - leicht beweisbar

Eine einfache Recherche im Internet ergibt, dass die sogenannten deutschen Premiumhersteller ihre Lieferanten nicht etwa wie TESLA mit einem Bittbrief auffordern eine effizientere Kooperation einzugehen - sie setzen brutalen und massiven Druck ein:

https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/krankes-system-die-brutalen-methoden-der-autokonzerne-gegen-zulieferer/11238074.html

FAZIT: Unzulässige Verunsicherung der Leser über TESLA, die keineswegs betteln oder unseriös vorgehen. Vielmehr steht TESLA vor dem Gewinnsprung und alle fundamentalen Kennziffern sind überprüfbar konstruktiv. Daher stehen die großen Investoren, die über 75% der TESLA-Aktien besitzen, aktuell klar zur Geschäftspolitik, wie das Quartalstreffen gerade jetzt belegte!

Zudem hat TESLA zu diesem Vorwurf ein Statement veröffentlicht - nicht einmal das wird im Rahmen der journalistischen Ausgewogenheit berücksichtigt. Quelle:

https://www.teslarati.com/tesla-responds-supplier-refunds-reports

Was also bezweckt SPON mit dieser Art der einseitigen Darstellung, die TESLA in den Ruf eines dubiosen Pleiteunternehmens rücken soll? Gerade jetzt, wo das Modell 3 die Verkaufszahlen von vergleichbaren BMW und Mercedes in den USA schon überrundet hat? Und wöchentlich Tausende Neubestellungen eingehen, die die Auftragsbücher von TESLA bis ca. 2020 überfüllen?

Ich erwarte von Journalismus das was er leisten will!

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Bernd.Brincken 25.07.2018, 09:40
115. Branche

Zitat von marioff
https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/krankes-system-die-brutalen-methoden-der-autokonzerne-gegen-zulieferer/11238074.html https://www.teslarati.com/tesla-responds-supplier-refunds-reports Ich erwarte von Journalismus das was er leisten will!
Haben Sie die beiden Artikel denn auch gelesen?
Bei wiwo geht es um Preisverhandlungen, und da wird vor allem der Tonfall kritisiert - "eisig" usw.
Das kann man machen, aber Preisverhandlungen sind grundsätzlich in einer Marktwirtschaft .. fast unvermeidlich.

In dem zweiten Artikel werden die Positionen beider Seiten zitiert - und keinesfalls hat Tesla gesagt, dass das Memo nicht vom Unternehmen stamme oder falsch zitiert worden sei. Sie haben nur mit PR- bzw. Finanz-Sprech ('reduction in total CapEx project') versucht, die Botschaft zu verharmlosen.

Diese lautete: Die "weniger als zehn" Zulieferer mögen Geld für Lieferungen zurück überweisen.
Hier geht es also nicht um Preise, sondern Liquidität.
Und das ist schon ungewöhnlich .. in der Marktwirtschaft.

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tempus fugit 25.07.2018, 12:18
116. Hier geht's um's Geschäft,....

Zitat von Bernd.Brincken
Haben Sie die beiden Artikel denn auch gelesen? Bei wiwo geht es um Preisverhandlungen, und da wird vor allem der Tonfall kritisiert - "eisig" usw. Das kann man machen, aber Preisverhandlungen sind grundsätzlich in einer Marktwirtschaft .. fast unvermeidlich. In dem zweiten Artikel werden die Positionen beider Seiten zitiert - und keinesfalls hat Tesla gesagt, dass das Memo nicht vom Unternehmen stamme oder falsch zitiert worden sei. Sie haben nur mit PR- bzw. Finanz-Sprech ('reduction in total CapEx project') versucht, die Botschaft zu verharmlosen. Diese lautete: Die "weniger als zehn" Zulieferer mögen Geld für Lieferungen zurück überweisen. Hier geht es also nicht um Preise, sondern Liquidität. Und das ist schon ungewöhnlich .. in der Marktwirtschaft.
...und das ist ganz gewöhnlich - in der Marktwirtschaft.

Wurde bei VW gemacht, bei Opel und - so hier einige Hinweise von Forumern - auch bei anderen Herstellern
und generell im Marktgeschehen...

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Bernd.Brincken 25.07.2018, 14:01
117. Markt

Zitat von tempus fugit
Wurde bei VW gemacht, bei Opel und - so hier einige Hinweise von Forumern - auch bei anderen Herstellern und generell im Marktgeschehen...
_Was_ wurde bei diesen Automobil-Herstellern auch gemacht - Rück-Überweisungen für bezahlte Lieferungen verlangt?

Gab es das in anderen Branchen?

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descartes 25.07.2018, 17:54
118.

Zitat von tempus fugit
...und das ist ganz gewöhnlich - in der Marktwirtschaft. Wurde bei VW gemacht, bei Opel und - so hier einige Hinweise von Forumern - auch bei anderen Herstellern und generell im Marktgeschehen...
Erstens bezweifle ich, das die von Ihnen genannten Firmen Gelder von Zulieferern zurück gefordert haben. Da hätte ich gerne eine Quelle dazu.
Zweitens haben diese Firmen ebenfalls einen cashflow von -7500$/min? Genau dieser Umstand macht nämlich den feinen Unterschied zwischen marktwirtschaftlichen Instrumenten und schlichter Aufrechterhaltung einer minimalen Liquidität.

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thomas_linz 25.07.2018, 23:51
119. Mal sehen

welcher Untergangsprophet sich in ein paar Wochen noch mit selben Nutzernamen noch hertraut. Ein bisschen Interesse am Thema kann erstaunliches zu Tage foerdern. Thailand, die institutionellen Shortseller, die sich heute schon mal wohlweislich wegen Falschaussagen zu Tesla entschuldigt haben, etc. Ich wundere mich einzig ueber die Spiegelredaktion. Ist man schon derart von der Lobby abhängig, dass man ohne nicht mehr ueberleben kann? Mein Tipp, etwas ausgewogenere Berichterstattung, dann klappt es auch mit Abonementen.

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