Forum: Wirtschaft
Offener Brief: Forscher und Politiker fordern 30-Stunden-Woche
DPA

Es klingt ein wenig wie ein Aufruf aus den siebziger Jahren. Hundert Wissenschaftler, Gewerkschafter und Politiker fordern eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Die Begründung: Ein "Überangebot an den Arbeitsmärkten" führe zu schrumpfenden Gehältern.

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Frei.Wild'ler 11.02.2013, 09:56
210.

Sehr schön und schon längst überfällig. Allen die das als lachhaft abtun kann ich nur empfehlen sich mal etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Denn das ist die logische Konsequenz aus der Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

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koelnrio 11.02.2013, 09:57
211. na ja

Zitat von Spiegelleserin57
Diese Forderung darf man schon fast als einen Fastnachtsgeck ansehen. Vielleicht wird es eine 30-Stunden-Woche geben aber dann mit Lohnkürzung. Ich bin immer wieder über solche unrealistischen Forderungen besonders von der Gewerkschaft überrascht. Diese Entwicklung ist eine ganz normale Folge der Sparpolitik. Eine kleine Buchempfehlung: die Globalisierungsfalle. Viele der kommenden Probleme sind dort schon erwähnt, das Buch ist schon länger auf dem Markt. Es ist auch erschreckend wie naiv diese forderung ist vor dem Hintergruns dass die Politiker die Wirtschaft kennen sollten besonders da sie in den Aufsichtsräten sitzen. Ein kompletter Geck, viele Wirtschaftsvorstände werden jetzt schallend lachen!
und wenn man gerade deswegen nicht mit einer Maximalforderung in den Ring steigt, kommt auch die Debatte nicht in Gang. Ich wage auch zu bezweifeln, dass das umgesetzt werden kann, aber die Vorteile liegen in mehreren Bereichen auf der Hand.

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dochooli 11.02.2013, 09:57
212. Klasse! Fünf Tage frei

Als Arzt einer großen Uniklinik wird in den 24h die man Dienst macht auch Nachts zum überwiegenden Teil durchgearbeitet. Am nächsten Tag noch schnell die Visite mit dem Chef, die letzten Blutentnahmen gemacht und nach ca. 30 h darf man dann schon heim...! Toll!! Dann hab ich also den Rest der Woche frei? Meine Kollegen dann auch?? Wer macht das Licht aus? Hoffe die Damen Wagenknecht und Kipping müßen nicht gerade dann in die Klinik, wenn wir alle nicht da sind, denn ich glaube kaum, dass unser gerade den Bach hinunter fliessendes Gesundheitssystem personelle Kompensation erlaubt.

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koelnrio 11.02.2013, 09:58
213. Vielleicht

Zitat von Ponce
Na endlich tut sich mal was in der Richtung! Leider hat das keinen Aussicht auf Erfolg.
nicht gleich resignieren, sondern überlegen, was Sie tun können, damit das Projekt ein Erfolg werden kann.

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bergeron 11.02.2013, 09:58
214.

Zitat von sysop
Es klingt ein wenig wie ein Aufruf aus den siebziger Jahren. Hundert Wissenschaftler, Gewerkschafter und Politiker fordern eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Die Begründung: Ein "Überangebot an den Arbeitsmärkten" führe zu schrumpfenden Gehältern.
Menschliche Arbeitskraft wird auch in Zukunft immer weniger benötigt. Entweder wir akzeptieren, dass viele Menschen in ihrem Leben gar nicht mehr arbeiten oder wir arbeiten alle weniger. Ob das bei vollem Lohnausgleich möglich ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Weniger arbeiten und weniger Schrott kaufen - ich finde den Gedanken nicht so schlecht.

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dieteroffergeld 11.02.2013, 09:58
215. Leider!

Wie viele Ideen wird auch dieser Vorschlag diskutiert, be- und verurteilt, bis er komplett zerredet wurde und dann in der Rundtonne(=Abfall) sich wieder findet. Besonders von denen abgelehnt, die dick und fett versorgt sind. Herr Winterkorn mit einem Tagesslär von ca. EUR 65.000, aber auch hochrangige Gewewerkschaftsfunktionäre bringen Einwände hervor. Besonders diesen Herrschaften sei immer wieder erklärt: Ihr seid nur da, weil die einfachen Arbeitnehmer euch dahin z. B. gewählt haben. Also Leute, wenn Ihr die MitgliederInnen verärgern wollt, macht weiter so. Noch besser wär's allerdings diese sogenannten "Arbeitnehmervertreter" kehren umgehend an die Basis zurück. Und dort, da sollten sich diese mit den Forderungen erneut befassen. Denn noch immer kommt es bei Bewertungen auf den Blickwinkel an, und der von unten ist anders, als der von oben.

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The_Laserman 11.02.2013, 09:59
216. Woohooo...

.. das ist ja die HÄLFTE meiner tatsächlichen Arbeitszeit, und der vieler anderer armer Seelen auch. Was kommt dann? Jeden Monat Weihnachten?

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servius 11.02.2013, 09:59
217. Was---

... für ein Schwachsinn. letzte Woche berichtete man davon , daß Firmen Azubis eine Anwerbeprämie bezahlen, weil es zu wenige gibt, jetzt das !Was soll denn dieser Blödsinn, jede Woche ne neue Sau durchs Dorf zun treiben?Ich fordere einen §0 Stunden Monat für Sozialphilosophen, Politiker und Journalisten. Dann hört das blöde Geschwätz auf.

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dave_t 11.02.2013, 09:59
218. Keynes sagt allerdings auch...

Zitat von jested_echo!
Nein, werter Forist, Keynes ist Nicht widerlegt! Nur in den Augen von Neoliberalen Ausbeutern!
... daß die Staatsschulden in Zeiten wirtschaftlicher Prosperität durch, nun ja, "Austerität" (scheint ja auch ein Unwort zu werden) zurückzuführen seien.

Damit haben sich die lieben Keynesianer (und nicht nur die, auch die Damen und Herren von CDU und FDP waren da bis vor ganz kurzer Zeit keinen Deut besser) allerdings immer etwas schwer getan.

*Daran* scheitert Keynes. Die Idee an sich mag ja richtig sein. Leider ist sie nicht kompatibel zur menschlichen Natur, und insbesondere nicht zu den Wirkungsmechanismen repräsentativ demokratisch verfaßter Staaten.

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koelnrio 11.02.2013, 09:59
219. Selbst Fallen stellen

Zitat von nixda90
wie würde sich die Wettbewerbsfähigkeit den entwickeln? Solch ein Projekt ist eine sehr gute idee wenn international alle mitmachen würden. Jetzt ist es aber reiner Populismus
Wenn man immer warten würde, bis alle mitmachen, wären viele Dinge nicht umgesetzt worden.

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