Forum: Wirtschaft
Olympia-Referendum in Hamburg: Die mutlosen Deutschen
DPA

Die Hamburger Olympia-Gegner feiern sich für ihr Nein zum verhassten Großereignis. Dabei zeigt die Absage nur, wie ängstlich und mutlos Deutschland geworden ist.

Seite 39 von 61
thronje 30.11.2015, 16:20
380. Moral??

Meine gute Kinderstube hat mich gelehrt, Abstand von Personen zu halten die sich das Recht nehmen, Gesetze zu überschreiten. Und dazu zählen auch unsere Sportverbände. Korruption, Bestechung und Lügen sind keine Kavaliersdelikte. Sondern gehören bestraft. Und vor allem ist es unsere Bürgerplicht gegen diese Kreise vorzugehen und sie nicht noch für ihr Verhalten den Rechtsstaat zu untergraben zu belohnen durch die Ausrichtung der Olympischen Spiele. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Erst gehört dieser Sumpf trockengelegt, National wie International, dann werden wir weiter sehen.

Hamburg hat bei allen seinen Vorhaben versagt. Der Bürgermeister hat es versäumt zu zeigen das wir es besser können. Hamburg braucht glaubhafte Veränderungen, keine PR-Schlachten mit leeren Inhalten. Wir haben genug von Versprechungen. Nun last der Worte Taten folgen. Bei den Flüchtlingen anzusetzen wäre ein Anfang.

Beitrag melden
resimmbe 30.11.2015, 16:20
381.

Zitat von triman_hh
Die Hamburger NEIN Sager waren die kurzsichtigen, die ängstlichen und die von Gutmenschentum überkommenen Glaubt von denen irgendeiner, daß jetzt Wohnungen, Sporthallen, Straßen und Infrastruktur jetzt kommen? Wer gibt denn jetzt der ......
Demokratie lebt vom Austasch,d,h.Ja oder nein und gilt hiermit demokratisch erzielt,eben das "Nein"
Doch da haben Sie eher ein Problem mit der Demokratie.

Geldscheffler der beim Bau dann gebrauchten Firmen (Hochtief?)Elbphilharmonie,Elbvertiefung und Korruption
auf vielen Ebenen stehen Ihrem Demokratieverständnis wohl näher!!

Beitrag melden
Bondurant 30.11.2015, 16:20
382.

Stattdessen hat sich in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft eine Saturiertheit breitgemacht. Die große Mehrheit der Bevölkerung hat sich im Wohlstand eingekuschelt.

aus gutem Grund: die Bevölkerung hat ein sicheres Gespür. Für uns alle heißt Veränderung mit ziemlicher Sicherheit Verschlechterung. Da nützt Passivität zwar eigentlich nix, aber man hofft es wenigstens.

Beitrag melden
zoonix 30.11.2015, 16:20
383.

Zitat von h0wkeye
ist das "Nein" der Hamburger ein Symptom für ein mutloses und selbszufriedenes Volk. Vielleicht ist es aber auch ein Symptom für ein, von ihrer politischen und der wirtschaftlichen Eelite entmutigtes Volk, das einfach nicht mehr glaubt, dass ein solches Großereignis von den Verantwortlichen verantwortungsvoll und kompetent gemanaged werden kann. Vielleicht ist es ein Symptom dafür, dass viele Bürger nicht mehr daran glauben, dass (auch) sie von einem solchen Großereignis angemessen profitieren werden.
Zitat von
Zitat Kaiser: Aber mit Aufbruch braucht man den Deutschen offenbar nicht zu kommen, sie sind gerade vor allem mit Abwehren beschäftigt. Sie pflegen eine ängstlich-defensive Grundhaltung, die sich - je nach politischem Standpunkt - gegen unterschiedliche Gegner richtet
Das ist zu kurz gedacht, gerade das Versagen unserer "sog. Eliten" hat ein Umdenken im Volk bewirkt, die "Eliten" haben bewiesen, dass es ihnen nur auf deren eigenen Vorteil ankommt und nicht eine Wohltat für alle Bürger geplant ist. Es ist keine ängstlich-defensive Grundhaltung, es ist eine mittlerweile gelebte Abneigung. Ich garantiere, wenn der erste "elitäre" Meinungsbildner sich aufmacht, das Volk mitzunehmen und deutlich einen Vorteil für das Volk verspricht, werden die Deutschen diesem auch folgen. Merkel hat das Volk weitgehend desillusioniert!

Beitrag melden
collapsar 30.11.2015, 16:21
384. Ach, Herr Kaiser, ...

... fragen Sie doch mal im linksliberalen Milieu nach der Energiewende und Sie werden eine nach gängigen Einschätzungen hohe Risikobereitschaft, Reformwillen und die Bereitschaft finden, den eigenen Wohlstand aufs Spiel zu setzen.
Daß die Hamburger all dies bei der Entscheidung über Olympia nicht gezeigt haben, zeigt eher die Einsicht in das Wesen der modernen olympischen Spiele: eine bis ins Detail durchkommerzialisiertes Geschäftsmodell, das eine Clique korrupter Funktionäre im 4-Jahres-Takt ohne Rücksicht auf anderweitige Interessen als der eigenen Profitmaximierung durchsetzt, bevorzugt mit Verlustabsicherung durch den Staat und verbrämt mit den Idealen eines gemeinschaftlichen Fests der Jugend wie es Herr Coubertin propagierte.
Für diese Klarsicht ausdrücklichen Dank in den hohen Norden.

Beitrag melden
trude2004 30.11.2015, 16:21
385.

Lieber Herr Kaiser, die Hamburger sind nicht nur mutiger, sondern auch schlauer. In der Vergangenheit mussten wir genug Planlosigkeit und Unfähigkeit der Politik ertragen. Es könnten Milliarden Belastungen auf Hamburg zukommen. Und nicht nur das. Es wird Zeit das Volk bei allen Großprojekten entscheiden zu lassen. Der Scholz wird sich jetzt schon ärgern das gemacht zu haben....

Beitrag melden
jogola 30.11.2015, 16:22
386. Oder wir schicken einfach mal

Zitat von eine-Meinung-unter-Vielen
Wir sollten es mal wagen. Lasst uns jetzt 6 Milliarden Euro in Bildung investieren und messen, wieviel das für die Deutsche Gesellschaft bringt.
200.000 Schulklassen zu den Spielen nach L.A.

Beitrag melden
INGXXL 30.11.2015, 16:22
387. Was soll die

Aufgeregtheit. Gegen Rom.Paris und LA hätte Hamburg doch sowieso Keine Chance. Sollen erst mal die Elbphilharmonie fertig bauen

Beitrag melden
ewspapst 30.11.2015, 16:22
388. Eine kleine Anfrage

Wenn die Milliarden für Olympia schon aus dem Hamburger Stadtsäckel greifbar waren, warum sind dann unsere Strassen und Schulen immer noch marode wegen Geldmangel.

Beitrag melden
moabitmoe 30.11.2015, 16:23
389. Tempelhof?

Dass die Berliner Wähler das Verscherbeln des Tempelhofer Feldes abgelehnt haben, war nicht mutlos sondern ungewohnt vernünftig. Und, dass immer mehr Metropolen keine Lust auf den korrupten & gedopten Sportzirkus haben, begrüße ich sehr.

Beitrag melden
Seite 39 von 61
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!