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Online-Handel: Zahl der Retouren steigt deutlich
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Der Online-Handel floriert. Doch mit dem Wachstum zeigen sich auch immer deutlicher die negativen Begleiterscheinungen: Die Zahl der Rücksendungen ist deutlich gestiegen.

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Crom 27.12.2018, 07:51
1.

Bei Kleidung kann ich das verstehen und die Retouren sind ja auch eingepreist. Ansonsten muss man sich fragen, wird mehr Schrott versendet, der dann nicht gefällt oder nutzen gewisse Kreise diese Methode zu stark aus.

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fanasy 27.12.2018, 08:20
2. kostenlose Retoure macht es möglich

Wenn das Retourenporto selbst bezahlt werden müsste, was rechtlich ja ginge, sänke die Quote gleichsam mit dem Umsatz. Das hätte außer für den Händler nur Vorteile.

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skeptikerin007 27.12.2018, 08:31
3. Keine Lösung in Sicht

In unseren Stadt (25000 Einwohner) existieren noch drei Bekleidungsgeschäfte mit einigermaßen Qualitätswaren. Sonst Billigware, ob in der berüchtigten Pakistanabnehmer oder Supermärkte. Dazu die obligate Edelbutique mit astronomischen Preisen für die „besseren“ Damen. Wenn jemand, wie ich Pech hat, nicht in diesen Geschäften etwas finden zu können ( übergewicht), dann ist sie an Versandhandel angewiesen. Nur die Konfektionsgrößen sind so unterschiedlich, dass meistens zwei Größen bestellen muss in der Hoffnung, dass mindestens ein Teil passt. Die Qualität ist nicht besser, als in der Billiggeschäften. Also zurück und ab in das Geschäft, was aus ethischen Gründen meiden möchte.
So sieht es wahrscheinlich bei der meisten Internetbesteller aus

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Sibylle1969 27.12.2018, 08:35
4.

Deswegen werden bei Kleidung Retouren von vielen Händlern entweder billig verramscht, zB bei Zalando, oder sogar vernichtet, weil das billiger kommt, als die Ware für einen erneuten Verkauf herzurichten. Ich kaufe Kleidung nur im stationären Handel, weil die Quote der Kleidung, die ich tatsächlich nach dem Anprobieren kaufe, vielleicht bei 10% liegt. Ich war mal im Zalando-Outlet in Frankfurt, wo die Retouren-Ware billig verramscht wird. Mir fiel da auf, dass viele Sachen, insbesondere Schuhe, entweder deutliche Gebrauchsspuren aufwiesen, oder es handelte sich um Kleidung, die man kaum im Alltag tragen kann (High Heels, sehr schicke Kleider...), oder es waren Teile mit ausgefallenen Schnitten, die nur wenige Frauen tragen können.

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mhuz 27.12.2018, 08:38
5.

Wenn die Retour vom Kunden bezahlen werden müßte, würden dann noch so viele bestellen.
Das System funktioniert nun einmal so, darüber jetzt zu jammern ist bescheuert.
Im Laden sehe ich, was ich kaufe aber beim bestellen nicht
Der Versandhandel muß damit leben - die Geister die ich rief, werde ich nicht mehr los.

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Fuxx2000 27.12.2018, 08:38
6. Die Kosten

Für Retouren müssten zwangsweise vom Verbraucher getragen werden, am besten pro Artikel. Dann würden die sich überlegen, 12 Paar Schuhe und ein Paar Socken zu bestellen und dann 12 Paar Schuhe wieder zurückzuschicken und versandkostenfrei ein Paar Socken zu behalten.

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schamot 27.12.2018, 08:39
7. Viele Händler

Werden auch online ihren Ladenmüll los. So habe ich statt Neu schon oft stark gebrauchte oder defekte Ware erhalten. Beispiele der letzten 3 Monate: Autobatterie war gebraucht und ausgebeult. Wasserkocher war benutzt (noch Kalkrandreste) und defekt. Außenspiegel war schon mal montiert und die Kabel waren durchgezwickt. Motoröl Ü3 Jahre alt. Wasserspeicherstopfenisolierung in der falschen Größe erhalten. Wäre ich nicht aufs Land gezogen, würde ich aufs onlineshoppen gern verzichten!

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jujo 27.12.2018, 08:50
8. ....

Wenn die Mehrkosten für Retoursendungen, eingepreist sind ebenso die Kompensation für dann nicht mehr verkäufliche Kleidung. Dann bin ich so naiv zu glauben, das online shopping von Kleidung erheblich teurer sein muß als der Kauf im Ladengeschäft. Wenn dem so ist, dann geht es den online shoppern finanziell doch eigentlich zu gut.
Ich für meine Person vermag nicht einzusehen für eine Hose z.B. online 50% mehr zu zahlen als im Ladengeschäft.
Ich mag mich irren, mir fehlt der Vergleich, Ich kaufe nicht online.

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observerlbg 27.12.2018, 08:52
9. Absicht oder Dummheit?

Als die Legislative die Gesetze für den Onlinehandel initiierten, hatte sie da beabsichtigt, den stationären Handel zumindest etwas zu schützen? Oder hatten sie beabsichtigt, dem Vebraucher eine Möglichkeit zu offerieren, gezielt zu betrügen? Oder hatten sie beabsichtigt, die Straßen zusätzlich mit Zulieferfahrzeuge zu verstopfen (parken auch allzugerne in zweiter Reihe)? Oder waren sie einfach nur zu dumm, um auch nur ansatzweise vorrauszuahnen, was sie da verursachen? Ich bin mittendrin im Geschehen des Onlinehandels. Für die Reourenbearbeitung geht das Weihnachtsgeschäft so richtig Anfang Januar los. Da kommen dann die Artikel zurück, die speziell für die Festtage geordert wurden, um nach Gebrauch wieder zurückgeschickt zu werden ("kostenlose" Ausleihe). Oder aber dem Beschenkten nicht die Freude machen, die man sich erhofft hatte. Oder aber die Maße die auf der Internetseite angegeben wurden (65"-TV ist wirklich 65" groß, oh Wunder) stimmen tatsächlich, und das Teil passt ums Verrecken nicht in das 10qm-Wohnzimmer. Die Gründe die (manchmal) angegeben wurden, wenn retourniert wurde, sind oft abenteuerlich. Defekt ist fast nichts, was zurückkommt. Und der Onlinehandel kommt gerade erst so richtig in Fahrt. Das wird noch interessant die nächsten Jahre.

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