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Online-Handel: Zahl der Retouren steigt deutlich
DPA

Der Online-Handel floriert. Doch mit dem Wachstum zeigen sich auch immer deutlicher die negativen Begleiterscheinungen: Die Zahl der Rücksendungen ist deutlich gestiegen.

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jo126 27.12.2018, 09:51
30. Schon klar

Zitat von markus_wienken
Nennen Sie es Faulheit, ich nenne es Zeitoptimierung, Zeit die ich anstatt mit Einkaufen sinnvoller mit meiner Familie und/oder für meine Hobbies nutzen kann.
Als Mann haben Sie wohl andere Hobbies. Wenn ich mir aber die Damenwelt in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ansehe, da ist das "Shoppen" durchaus Hobby. Gern zusammen mit der Freundin... Kann ja auch viel Spaß machen. Wenn die Läden sich attraktiv präsentieren, und da geht sicher noch mehr. Wenn Shoppen zu einem Erlebnis wird, holt sich der Einzelhandel vielleicht die Kundinnen - und Kunden - wieder zurück. Manche Läden hier in Hamburg machen das schon: Die Dame probiert an, der Herr sitzt gemütlich im Sessel, bekommt einen Sherry und blättert in Männermagazinen (die Brigitte auszulegen bringt da nicht viel).

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romeov 27.12.2018, 09:53
31. Gleich zwei mal die Umwelt verpestet

Die Info, die ich heute im Radio hörte war detaillierter. Die Hauptrücksender ist die Teenager Zielgruppe, mit großem Übergewicht von Käuferinnen, die zu großem Teil, die bereits getragene Ware vom Wochenende wieder zurücksenden. Weiß jetzt nicht warum die SPON-Redaktion uns das vorbehält, passt vielleicht nicht in das feministische Idealweltbild der Redaktion.

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territrades 27.12.2018, 09:58
32. Selbst schuld

Die großen Abweichungen in den Größen der Bekleidungs- und Schuhindustrie sind seit Jahrzehnten bekannt, Verbesserungen haben sich keine eingestellt. Wollen sich die Marken durch kreative Größeninterpretation voneinander differenzieren ("Hey Gabi, bei X passt mir auch eine S! Habe über Weihnachten doch nicht zugelegt!") oder sind die Toleranzen in der asiatischen Billigproduktion einfach so schlecht? Jedenfalls wird sich dann doch irgendwann eine Art Schufa für Retourenquoten bilden, wenn es die nicht schon gibt. Solche Organizationen finde ich zwar inherent unsympatisch, andererseits bezahle ich jetzt als ehrlicher Käufer für die Retourenbetrüger mit.

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matijas 27.12.2018, 10:03
33. Qualitätskontrolle fehlt

Zitat von fanasy
Wenn das Retourenporto selbst bezahlt werden müsste, was rechtlich ja ginge, sänke die Quote gleichsam mit dem Umsatz. Das hätte außer für den Händler nur Vorteile.
Wenn ich dafür zahlen müsste, würde ich nicht mehr bestellen. Was wäre dabei mein Vorteile
Bei Bekleidung kann man sich selten auf die Größenangaben verlassen, trotz Bemühung, anhand der Tabellen die richtige Größe anzugeben; selbst bei Zweitbestellungen in derselben Größe (!) sind die Unterschiede oft untragbar (im Wortsinne). Hab ich mehrfach erfahren, trotz Wechsel des Anbieters, und Nachbarn machen ähnliche Erfahrungen.
Wenn wirklich eine Qualitätskontrolle greifen würde, wären viele Retouren überflüssig und es gäbe weniger Frust beim Käufer.

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jo126 27.12.2018, 10:04
34. Kopfkino

Zitat von romeov
Die Info, die ich heute im Radio hörte war detaillierter. Die Hauptrücksender ist die Teenager Zielgruppe, mit großem Übergewicht von Käuferinnen, die zu großem Teil, die bereits getragene Ware vom Wochenende wieder zurücksenden.
Stelle mir gerade vor, wie dicke Teenager lauter getragene Klamotten hin - und her schicken. Wahrscheinlich kriegen die nach einigen Runden wieder das geschickt, was sie irgendwann schon mal hatten. So wie die berühmten "Geschenke", die immer im Kreis weitergeschenkt werden.

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hwdtrier 27.12.2018, 10:05
35. Ein

Lieferwagen der hundert Pakete ausliefert ist IMMER umweltschonender als hundert PKWs der Kunden die zum Shopping in die Stadt fahren.
Und wer sich informiert sieht dass die meisten teuren Marken bei denselben Firmen wie Kik herstellen lassen und damit Gewinn generieren

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a.meyer79 27.12.2018, 10:07
36. schnell zu lösen

Anstatt zu heulen könnten die Online-Händler doch einfach in den günstigen Innenstädten Verkausflächen anmieten, Personal einstellen (zum Tarif), Strom bezahlen, Kassensysteme mit Bargeld anschaffen, Sicherheitsdienste bestellen. Dann fallen auch nicht mehr so viele Retouren ab.

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hwdtrier 27.12.2018, 10:10
37. Früher haben die

Leute aus dem Katalog bestellt und auch da gabs viele Retouren bei Quelle,Neckermann und Co

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plantagoo 27.12.2018, 10:10
38. Milchmädchenrechnung?

Diese Rechnung ist ähnlich krude wie die der Musikindustrie "damals", die bei jeder "Raubkopie" von einem 1:1 Verkauf ausgegangen ist. Ähnlich ist es hier.
Gäbe es die Möglichkeit der Rücksendung nicht, würde der Umsatz deutlich einbrechen - da bin ich mir sicher.

Ausserdem: Früher haben die Onlinehändler auch noch sehr stark vom lokalen Einzelhandel profitiert, da die Kunden sich vor Ort beraten liessen und die Ware anschauen konnten; nur um dann online billiger zu bestellen. Jetzt gibt es eben viel weniger Einzelhändler und alle müssen die Suppe nun auslöffeln, die sie sich eingebrockt haben. Die Kunden und die Onlinehändler. Der Einzelhandel hat das wohl schon früher abbekommen...

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Nordstadtbewohner 27.12.2018, 10:11
39. Onlinehändler sind eine gute Alternative zum stationären Handel

Zitat von jo126
Zumindest in mittleren und großen Städten kommt man bequem ohne Auto in die Innenstadt, hier in Hamburg sogar das Mittel der Wahl. Die Busse fahren einen direkt vor die Ladentür, die U3 kommt auch direkt bis in die Mönckebergstraße.
Was Sie beschreiben, ist definitiv richtig. Was Sie jedoch unterschlagen, welche Klientel mittlerweile die öffentlichen Verkehrsmittel dort benutzt. Wenn ich einkaufe, möchte ich weder angepöbelt, geschubst oder bedroht werden. Von daher greife ich gerne zum Onlinehändler und meide die Einkaufsmeilen. Für Bekleidung gibt es mittlerweile Onlinehändler, bei denen man die Körpermaße angibt (auf Wunsch auch gerne mit Foto), um die richtigen Bekleidungsgrößen zu bestimmen. Die Sachen passen dann tatsächlich.
Das mit den vielen Retouren ist sicherlich ein Problem, das angegangen muss. Wer aber wie einige meint, man müsse Menschen zum Kauf in der Innenstadt mittels höherer Steuer usw. zwingen, der ist noch nicht in diesem Jahrtausend angekommen.

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