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Online-Handel: Zahl der Retouren steigt deutlich
DPA

Der Online-Handel floriert. Doch mit dem Wachstum zeigen sich auch immer deutlicher die negativen Begleiterscheinungen: Die Zahl der Rücksendungen ist deutlich gestiegen.

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fördeanwohner 27.12.2018, 10:15
40. -

Zitat von romeov
Die Info, die ich heute im Radio hörte war detaillierter. Die Hauptrücksender ist die Teenager Zielgruppe, mit großem Übergewicht von Käuferinnen, die zu großem Teil, die bereits getragene Ware vom Wochenende wieder .....
Ob die die Ware nur am WE getragen haben, kann wohl kaum jemand wissen ...
Ansonsten ist das ganz schnell erklärt: Nett aussehende Klamotten in großen Größen findet man stationär kaum. Im Internet kriegt man, wie wir alle wissen, alles. Übergewichtige Teenagermädchen gehören in der Regel nicht zur sog. anspruchsvollen Käuferschicht, möchten aber auch nette Sachen haben, bestellen also die vermeintlich schicken Teile ... Da aber gerade Klamotten total unterschiedlich ausfallen und insb. bei den niederpreisigen Anbietern nicht dem entsprechen, was sie versprechen ...
Interessant ist, dass Sie sofort eine feministische Verschwörung der Spon-Redaktion wittern. - Krass.

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Ratzekarl 27.12.2018, 10:18
41. Bei Klamotten sind Retouren durchaus normal

Bei Klamotten bestellen einige Leute gleich mehrere Größen und schicken die zurück, die ihnen nicht passen. Ich habe das früher nicht so gemacht, aber das ja das Problem des Versenders, wenn die Größen nicht richtig hinkommen. Da hat der Versender die Wahl entweder gar keine Bestellungen zu bekommen, oder welche auf Ansicht.

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h.hass 27.12.2018, 10:18
42.

Das Gejammer des Versandhandels ist unangebracht.
Erstens: Jeder Versandhändler kennt die gesetzlichen Rahmenbedingungen und kann sich von vornherein darauf einstelllen. Hohes Retourenaufkommen muss eben eingepreist werden. Zweitens: Versandhändler sparen eine Menge Geld, weil sei keine Ladengeschäfte mit qualifziertem Verkaufspersonal betreiben müssen und ihr Geschäft stattdessen mit Billiglöhnern in irgendwelchen Hallen etc. betreiben können. Drittens: Wer im Internethandel nicht genug verdient, der soll eben ein Ladengeschäft eröffnen. Da wird dann aber garantiert über die hohen Personal- und Mietkosten gejammert.

Und viertens: Wer ein Geschäftsmodell hat, das nicht funktioniert, muss sich halt nach einer anderen Betätigung umsehen.
Wer Kleidung und Schuhen lieber über das Netz statt in einem Ladengeschäft verkauft, muss mit einem hohen Retourenaufkommen rechnen, das ist doch völlig klar. Wenn einem das nicht passt, sollte man gar nicht erst in den Internethandel einsteigen.

Man kann nicht immer den Kunden dafür verantwortlich machen, dass er seine gesetzlichen Rechte in Anspruch nimmt. Ich kaufe viel über Amazon und schicke immer wieder Ware zurück. Angesichts des Privatvermögens von Herrn Bezos habe ich nicht den Eindruck, dass Amazon deswegen am Rand der Pleite steht.

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molesman 27.12.2018, 10:18
43. Amazon verschenkt die Ware ja sogar...

...oft kommt da bei Kunden die Mail, behalten Sie es statt zurück zu senden. Und da Amazon für Händler inzwischen eine Galgenplattform ist bei der man immer mit einem Fuß über dem Abrund steht und sich einem wirklich eklig angezüchteten Publikum ausgesetzt sieht dass sofort AZ ruft ist man auch als Händler fast gezwungen Ware schlicht abzuhaken. Trägt man bei Geschmacksretouren nicht die Rücksendekosten behauptet der Kunde schlicht es sei defekt und macht es kaputt und das klappt super. Viele kaufen auch einfach nur ohne die Intention es zu behalten, da kommen dann dreckige Klamotten zurück, Geschirr voller Essensreste und mehr. Und wehe man wagt dann die Zahlung zu verweigern. Dann meldet der Kunde AZ und ein unterbezahlter indischer Mitarbeiter schreibt dem Händler "Kunde nichts zufrieden Sie müssen haften für Schaden". Geld weg, Ware unnützbar und nicht vergessen dass Amazon einen noch negativ ranked. Macht Freude. Aber so ist das mit Riesen...sie sind groß und meistens nicht gut zu haben auf Dauer.

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matijas 27.12.2018, 10:19
44. schlichte Rechenaufgabe

Zitat von hwdtrier
Lieferwagen der hundert Pakete ausliefert ist IMMER umweltschonender als hundert PKWs der Kunden die zum Shopping in die Stadt fahren.
Genau. Ich wundere mich immer wieder, auch jetzt bei einigen Kommentaren, dass diese schlichte Rechenaufgabe nicht kapiert wird. Nicht jeder hat eine Bahnstation in der Nähe, schon gar nicht aufm Land. Und nicht alles kann man unterm Arm nach Hause tragen.
Dass sich die Zulieferer sich gegenseitig und alle anderen in den Straßen blockieren, ist eine andere Sache. Früher gab es EINE staatliche Post mit sicheren Arbeitsplätzen, heute ein Dutzend Zulieferer, die die Löhne extrem drücken.

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peter.stein 27.12.2018, 10:25
45. Gender-Alarm!

Laut anderen Berichten zu diesem Thema sind es wohl überdurchschnittliche viele junge Frauen, die Sachen zurückschicken. Und wenn ich mir die Entscheidungsfreudigkeit meiner beiden Mädels zu Hause so anschaue, muss ich sagen: jo, passt ins Bild.

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holtadipolta 27.12.2018, 10:32
46. gehüpft wie gesprungen

Zitat von muellerthomas
Wieviele Leute können denn zu Fuß ins gewünsche Bekleidungsgeschäft laufen? Tatsächlich verstopfen die Städte mit Pkw, weil immer noch viel zu viele Leute in den Innenstädten shoppen wollen, anstatt an die Umwelt zu denken und zu bestellen. Und natürlich kommt der Verbraucher dafür auf, wer denn sonst?
es ist gehüpft wie gesprungen: Wenn ich etwas kaufe, muß entweder die Ware ins Geschäft geliefert werden und ich diese dann dort abholen (stationärer Handel) oder die Ware wird mir geliefert (online-Handel). Beides kostet wahrscheinlich genausoviel Umweltrecourcen. Umweltbilanzen sind immer schwierig aufzustellen, aber ich denke, es wird so ziemlich aufs Selbe 'rauskommen.
Was die retouren betrifft: Hier scheint die Bilanz wahrscheinlich eher zu Gunsten des stationären Handles zu liegen, da es Einzel-retouren so nicht gibt und überschüssige Ware aus dem Laden gesammelt zurückgeschickt wird. Aber wie gesagt: Solche Rechnungen sind schwierig. Nur eines ist klar: Würden alle ein bischen mehr mit Augenmaß konsumieren, täte das der Umwelt besser. Wie wäre es denn mal mit Weihnachten feiern ohne Geschenke. Wird bei uns in der Familie (generationenübergreifend !) so seit 10 Jahren praktiziert. Nur die Kinder bekommen was geschenkt. Für uns Erwachsenen reicht die schöne Feier mit gutem Essen und Wein.... und vorweihnachtlichen Stress kenne ich seitdem auch nicht mehr. Will's Niemandem aufzwingen, ist halt nur ein Vorschlag....

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j.vantast 27.12.2018, 10:33
47. Abwärtsspirale

Ich kaufe gern alles was man in einem Laden vor Ort erhält am liebsten dort. Gerade Bekleidung fällt stark unterschiedlich aus, da möchte ich auf eine Anprobe nicht verzichten.
Der Onlinehandel hat aber auch bewirkt das viele kleinere Händler nicht überlebt haben und man quasi gezwungen ist bestimmte Dinge übers Internet zu bestellen. Im Gegenzug gibt es auch Läden vor Ort die aus Kostengründen das Personal reduzieren und man schon Schlange stehen muss wenn man etwas kaufen möchte oder aber das Personal ist frustriert und unfreundlich.
Im Prinzip kaufe ich dennoch lieber vor Ort, denn dort bekomme ich in der Regel eine Beratung, kann die Ware anschauen und ich mag halt auch den persönlichen Kontakt zu den Menschen lieber als die Anonymität im Onlinehandel. Die Sache mit den kostenlosen Retouren verursacht jedenfalls nur Arbeit, schädigt die Umwelt durch sinnloses hin- und herschicken und viele Unternehmen vernichten die Ware weil das Prüfen und ggf. neu verpacken einfach zu teuer ist.

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bermany 27.12.2018, 10:40
48. Der Lauf der Zeit

Erst vernichten Online-Shops reihenweise Geschäfte und jetzt wird über Retouren diskutiert. Dann müssen entweder Retouren kostenpflichtig werden oder - und das ist doch schon längst geschehen - die Kosten im Preis einkalkuliert werden. Der einzige reelle Grund, sich darüber zu beschweren liegt wohl in der geradezu idiotischen Umweltbelastung.

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holtadipolta 27.12.2018, 10:41
49.

Zitat von jo126
Wer ist denn so verstrahlt, Kleidung online zu kaufen, um sie dann massenweise wieder zur Post zu schleppen? Weder ich noch meine Frau kämen auf den Gedanken, Dinge zu kaufen, die wir nicht einmal direkt in Augenschein genommen noch anprobiert haben. Da wir auch nicht täglich neue ....
Naja, es sind diejenigen so "verstrahlt", die rechnen können: Es ist wohl zeitlich erheblich aufwändiger, nach Hamburg City shoppen zu fahren, als online zu bestellen auch wenn die 10%ge Wahrscheinlichkeit besteht, die Sache wieder zurückschichken zu müssen (der nächste Paktedienst ist meistens ja auch um die Ecke).
Versthehen Sie mich nicht falsch: Die Hamburger shoppingtour, die Sie beschreiben hat durchaus ihren Charme. Daß soviel online bestellt wird, hat aber größtensteils den Grund, daß die Leute einfach Zeit einsparen.

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