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Onlinehändler: Wie Alibaba die Walt Street erobern will
REUTERS

Es soll der größte Börsengang in der Geschichte der Wall Street werden: Nächste Woche kommt der chinesische Internethändler Alibaba auf den US-Markt. Firmengründer Jack Ma geht jetzt auf "Roadshow".

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Butenkieler 08.09.2014, 18:12
1. Internet-Auftritt

ist eher für chinesische Kunden als für z.B. deutsche Kunden aufgelegt. War mal drauf, ödete mich an. Kaufe zB. lieber bei Amazon. Spricht mich viel mehr an.

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Das Pferd 08.09.2014, 18:35
2.

Zitat von Butenkieler
ist eher für chinesische Kunden als für z.B. deutsche Kunden aufgelegt. War mal drauf, ödete mich an. Kaufe zB. lieber bei Amazon. Spricht mich viel mehr an.
es gibt aber viele Chinesen.

Sie haben Recht, ich fand es irgendwie auch nicht ansprechend. Aber ich ahne, wenn die Chinesen mich ansprechen wollen, sieht das plötzlich anders aus.
Und der Sinn des Börsengangs ist ja Expansion. Würde mich nicht wundern, wenn in zwei Jahren ein Alibaba-Deutschland haben, das gar nicht mehr so chinesisch rüber kommt.

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Das Pferd 08.09.2014, 18:37
3.

Von dort aus tingelt der "Debütantenball" ("New York Times") einmal um die Welt: Boston, Baltimore, Denver, San Francisco, Los Angeles, London, Singapur, Hongkong und zurück nach New York,


nicht Moskau, Berlin, Paris, das ist wohl der Lauf der Zeit.

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Jochen Binikowski 08.09.2014, 18:56
4.

alibaba.com ist eine B2B Plattform auf der zwar überwiegen chinesische Exportfirmen ihre Produkte anbieten, aber es gibt auch jede Menge Firmen aus anderen Ländern, auch aus Deutschland. Für Anbieter und Käufer ist die Basismitgliedschaft kostenlos. Anders als bei Ebay oder Amazon kann man nicht einfach per Mausklick bestellen. Es geht darum Kontakte herzustellen. Dadurch haben auch kleine Betriebe in der Dritten Welt Zugang zur internationalen Kundschaft. Im deutschsprachigen Raum ist mir keine ähnliche Plattform bekannt.

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Frank Zi. 08.09.2014, 19:03
5.

Alibaba ist der Wahnsinn.

Da führt kein Weg dran vorbei.

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micromiller 08.09.2014, 19:36
6. sicher nur eine frage der zeit wenn frau merkel

auch china den wirtschaftskrieg erklaert. die inseln im chinesischen meer werden von china sicher nicht ungehindert besetzt werden. wenn herr obama dann zum naechsten wirtschaftskrieg aufruft .. wird jack ma.. wohl probleme mit seinen akitonaeren im westen bekommen, die allerdings auch nicht viel zu sagen haben werden.

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bahnfan25 08.09.2014, 23:40
7. Alibaba und 40? Nein, tausende von Räubern

Die Artikel über den Börsengang., z. B. hier oder bei CNN, sind weinig kritisch, was das
Geschäftsmodell dieses Börsengangs und die bei Alibaba üblichen Praktiken betrifft.
Eine finanztechnische Analyse dieses Börsengangs - variable interest entity structure oder V.I.E. -
zeigt hohe Risiken und großes Betrugspotential auf, s.
http://dealbook.nytimes.com/2014/05/06/i-p-o-revives-debate-over-a-chinese-structure/
--- Abweichend von den euphorischen Besprechungen geben z. B. die Kommentare zu der
letzten (völig unkritischen) CNN-Money-Ankündigung ein ganz anderes Bild, s.
http://money.cnn.com/2014/09/05/investing/alibaba-ipo-price/index.html?iid=HP_River
--- Nach dem Skandal mit 'zertifizierten Gold-Händlern' (s. Wikipedia) läuft derzeit ein
ähnliches Unternehmen mit Händlern gefälschter Silbermünzen. - Es wäre schön, einmal
einen Hintergrundartikel ('investigative research') über die bei Alibaba üblichen Handels-
und Geschäftspraktikemn zu lesen.

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TS_Alien 08.09.2014, 23:43
8.

Wenn so eine Art Vermittler Milliarden im Jahr verdient, müssen das die vermittelten Firmen erst einmal erwirtschaften. Das macht ihre Produkte oder Dienstleistungen teurer. Im Endeffekt bezahlt der Endkunde dafür den Preis.

Vermittler oder Zwischenhändler kosten. Und bei größerer Marktmacht kann man eine Kostensteigerung des Vermittlers oder Zwischenhändlers vermuten, da die Konkurrenz weniger zu bieten hat. Auf Dauer sollte man keine dieser Firmen, eigentlich gar keine Firma, zu groß werden lassen. Das hat sich noch nie ausbezahlt. Zumindest nicht für die Endkunden.

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adorfer 09.09.2014, 00:56
9. Kaufe seit mehreren Jahren bei AliExpress

Das ist zwar "nur" die B2C-Seite.
Aber es ist wesentlich spannender als bei Amazon-Marketplace oder Ebay. Die Preise sind potentiell günstiger, man "darf" selbst ggf. zum Zoll. Und wenn mal was nicht funkioniert, dann bezahlt man mindestens den Rückversand selbst.
Umgekehrt muss ich da nicht die vielen "zur Ansicht-Besteller" mit durchfüttern. Und Qualität darf man noch selbst anhand der Verkäuferbeurteilungen und Historie ausloten. Auch das Escrow (die AliExpress-Payments) sind vielleicht nichts für schwache Nerven.
Aber bislang hat sichs (fast) immer gelohnt und so richtig schief gegangen ist noch nie was.
Ich hoffe also inständig darauf, dass dieser Konzern sich NICHT so schnell europäisiert und zum zweiten Amazon mausert. Dann brauche den Laden nämlich nimmer.

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