Forum: Wirtschaft
Opel-Rettung - Fiasko für die deutsche Politik?

General Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?

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Berg 06.12.2009, 16:06
2990.

Zitat von schensu
Die (Gewinner) gibt es hüben wie drüben.
Nun klären Sie mich mal auf. Als Ossiversteher fällt es Ihnen sicherlich leicht. Warum geht es Leuten wie B42 gegen den Strich, dass es Ossis gibt, die sich nach der Wende auf die Gewinnerseite entwickeln konnten, obwohl sie sich auch vor der Wende nicht zu den Verlierern gezählt haben. Warum sollten die sich dafür rechtfertigen müssen? - Andere wandern aus auf der Suche nach einer Gesellschaft für ihr wirtschaftliches und politisches Glück. In D-Ost hat man sich die gesellschaftlichen Verhältnisse ins Land geholt, um zu Hause das wirtschaftliche und politische Glück zu finden. Ich hoffe doch stark, dass es sehr viele Ossis gibt, die ihr Leben nach vorne, nach oben entwickelt haben. Zum Beispiel hatten sich doch die Opelianer in Thüringen aus ihrer beliebten Wartburg-Schmiede in das modernste Opel-Werk hinausentwickelt. Rundum zufriedene Gesichter. Die Eisenacher sind Gewinner, heute wie vor der Wende.

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Berg 06.12.2009, 16:10
2991.

Zitat von schensu
Einverstanden. Und bis dahin? Betrachten wir nur die Überproduktion "dinglicher", greifbarer Werte wird das inneliegende Krisenrisiko bereits sichtbar. Als höchst schädlicher Katalysator fungiert aber der Finanzsektor, der, selbst nichts wertschöpfend, auf das immerwährende Wachstum der Realwirtschaft hofft und damit die Überproduktionen noch ankurbelt. Das führt zu einer Verzerrung des Marktes, denn die nicht erst seit gestern bestehenden Überkapazitäten, die viel früher Konsequenzen erfordert hätten, wurden künstlich - quasi am Tropf spekulativer Mittel - gepäppelt. Nun sollen einmal mehr öffentliche Gelder diese Marktverzerrung zusätzlich betonieren? Abgelehnt, ab sofort!
Es müsste zweierlei Geld geben: reales für die Realwirtschaft und fiktives für die Finanzwirtschaft.

Ausführlich vom Okt. 2008 hier:
http://www.arnold-dresden.de/P-Fiktives%20Geld-01.htm

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matthias schwalbe 06.12.2009, 19:50
2992.

Zitat von Berg
Es müsste zweierlei Geld geben: reales für die Realwirtschaft und fiktives für die Finanzwirtschaft.
Und Käsegeld für den Oberkäse den Sie aus Drästen hier schreiben ;););)

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Berg 06.12.2009, 23:03
2993.

Zitat von matthias schwalbe
Und Käsegeld für den Oberkäse den Sie aus Drästen hier schreiben ;););)
Ich verstehe ja, dass Sie einiges nicht mehr begreifen, wo Ihnen die Fantasie fehlt. Aber an Ihrer Stelle würde ich das nicht in einem Internet-Forum noch öffentlich ausposaunen.

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burghard42 06.12.2009, 23:21
2994.

Zitat von Berg
Nun klären Sie mich mal auf. Als Ossiversteher fällt es Ihnen sicherlich leicht. Warum geht es Leuten wie B42 gegen den Strich, dass es Ossis gibt, die sich nach der Wende auf die Gewinnerseite entwickeln konnten, obwohl sie sich auch vor der Wende nicht zu den Verlierern gezählt haben. Warum sollten die sich dafür rechtfertigen müssen? - Andere wandern aus auf der Suche nach einer Gesellschaft für ihr wirtschaftliches und politisches Glück. In D-Ost hat man sich die gesellschaftlichen Verhältnisse ins Land geholt, um zu Hause das wirtschaftliche und politische Glück zu finden. Ich hoffe doch stark, dass es sehr viele Ossis gibt, die ihr Leben nach vorne, nach oben entwickelt haben. Zum Beispiel hatten sich doch die Opelianer in Thüringen aus ihrer beliebten Wartburg-Schmiede in das modernste Opel-Werk hinausentwickelt. Rundum zufriedene Gesichter. Die Eisenacher sind Gewinner, heute wie vor der Wende.
Berg,
lese ich das richtig:
die Opel-Leute (Eisenach) sind heute Gewinner,da diese über den Bedarf fertigen ?
Waren vor der Wende Gewinner,weil diese Autos fertigten,
die 1989/90 keiner mehr haben wollte ?
Deshalb streiken die Opel-Leute heute ,weil diese sich als
Gewinner fühlen ?
Das modernste Opel-Werk (Fertigung) haben die Eisenacher
doch wohl eher GM zu verdanken,nur muß nur noch
der Verkauf der Fahrzeuge organisiert werden.
Hatten Sie (Berg) nicht vor Tagen geäußert:
nie mehr einen Opel kaufen/fahren zu wollen wegen irgendwelcher schlechten Erfahrungen mit irgendeinen
Kadett gesammelt hatten ?
Sehen so Gewinner aus ?

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Berg 06.12.2009, 23:31
2995.

Zitat von burghard42
Berg, lese ich das richtig: die Opel-Leute (Eisenach) sind heute Gewinner,da diese über den Bedarf fertigen ? Waren vor der Wende Gewinner,weil diese Autos fertigten, die 1989/90 keiner mehr haben wollte ? Deshalb streiken die Opel-Leute heute ,weil diese sich als Gewinner fühlen ? Das modernste Opel-Werk (Fertigung) haben die Eisenacher doch wohl eher GM zu verdanken,nur muß nur noch der Verkauf der Fahrzeuge organisiert werden. Hatten Sie (Berg) nicht vor Tagen geäußert: nie mehr einen Opel kaufen/fahren zu wollen wegen irgendwelcher schlechten Erfahrungen mit irgendeinen Kadett gesammelt hatten ? Sehen so Gewinner aus ?
So wie sie vor der Wende mit dem Wartburg auch nicht gerade die Verlierer waren, sind die Eisenacher Autobauer nach der Wende 20 Jahre die Gewinner. Dass Berg keinen Opel fährt, ist völlig unerheblich. Wo sind in Ihren Augen die "Wendehälse"?

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Roter Teufel 07.12.2009, 08:13
2996. Huraaaaaaah Opel wieder profitabel

dann können wir uns ja die Staatsknete für diesen profitablen Laden entgültig sparen.

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Trouby 07.12.2009, 08:27
2997.

Zitat von Berg
Sie schildern altbekannte Beispiele der Überproduktion, des Überangebots. Sie sind die Auslöser der entsprechenden Krisen. - WIE man zu einem "gesunden Verhältnis" von Angebot und Nachfrage kommt, ganz ohne Planung, ohne Kontrolle, ohne Reglementierung, das bleib die große Aufgabe zukünftiger Nobelpreisträger der Wirtschaft.
Die gröbsten (und auch viele kleine) Ausreißer würdeb bereits vermieden werden können, wenn wir keine subventionierte Energie hätten, der Energieverbrauch also die tatsächlichen Kosten z.B. auch der Umweltzerstörung enthalten würden. Ein ganz wichtiger Punkt ist eben, dass die uns heute störende Umweltzerstörung lange Zeit gar nicht beachtet wurde. Die Energiepreise enthalten sie einfach nicht!

Hinzu kommt: Umwelt ist ein öffentliches Gut und kann somit gar nicht ohne staatlichen Eingriff, d.h. Aufnahme des öffentlichen Gutes in die Preisstruktur, eingerechnet werden.

Das ist aber alles nichts Neues, in diesem Bereich habe ich bereits vor 20 Jahren geforscht, und natürlich ist das kein Widerspruch zur freien Marktwirtschaft, im Gegenteil! Die Politik kommt nur sehr, sehr langsam hinterher (was aber auch daran liegt, dass die Wähler sehr, sehr langsam hinterher kommen).

Der Schritt der rot-grünen Bundesregierung, die Ökosteuer einzuführen, war daher völlig richtig. Die Ausführung - mit Ausnahmen gerade für energieintensive Unternehmen - ökologisch falsch und dem internationalen Wettbewerb geschuldet.

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Berg 07.12.2009, 08:30
2998.

Zitat von matthias schwalbe
Und Käsegeld für den Oberkäse den Sie aus Drästen hier schreiben ;););)
1. Zunächst hantiert man in der Finanzwirtschaft praktisch längst mit quasi fiktivem Geld, nämlich mit Buchungen über Finanzprodukte, wie Zertifikat usw. Diese fiktive Geld wird aber immer noch Dollar, Euro usw genannt und kann leider unkontrolliert zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft verschoben werden und in reales Geld wechseln.
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/32/432781/text/6/

2. Zur Zeit sind Regierung und Banken dabei, einen Banken-Zwischen-Fonds (genaue Bezeichnung reiche ich nach) einzurichten, in den Banken fiktives Geld nach bestimmten Kriterien einzahlen können, das dann unter Aufsicht auch des Staates kontrolliert und verwaltet wird.

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Berg 07.12.2009, 08:47
2999.

Zitat von Trouby
Die gröbsten (und auch viele kleine) Ausreißer würdeb bereits vermieden werden können, wenn wir keine subventionierte Energie hätten, der Energieverbrauch also die tatsächlichen Kosten z.B. auch der Umweltzerstörung enthalten würden. Ein ganz wichtiger Punkt ist eben, dass die uns heute störende Umweltzerstörung lange Zeit gar nicht beachtet wurde. Die Energiepreise enthalten sie einfach nicht! Hinzu kommt: Umwelt ist ein öffentliches Gut und kann somit gar nicht ohne staatlichen Eingriff, d.h. Aufnahme des öffentlichen Gutes in die Preisstruktur, eingerechnet werden. Das ist aber alles nichts Neues, in diesem Bereich habe ich bereits vor 20 Jahren geforscht, und natürlich ist das kein Widerspruch zur freien Marktwirtschaft, im Gegenteil! Die Politik kommt nur sehr, sehr langsam hinterher (was aber auch daran liegt, dass die Wähler sehr, sehr langsam hinterher kommen). Der Schritt der rot-grünen Bundesregierung, die Ökosteuer einzuführen, war daher völlig richtig. Die Ausführung - mit Ausnahmen gerade für energieintensive Unternehmen - ökologisch falsch und dem internationalen Wettbewerb geschuldet.
Energiewirtschaft ist ein weites Feld. Bleiben wir bei der Autowirtschaft - eine Art Energievernichtungswirtschaft: Resourcenverbrauch in der Herstellung, Treibstoffverbrauch im Betrieb, nach 10 Jahren intakt abgewrackt.

Es gibt dort eben zwei Möglichkeiten:
- entweder die Firmen einigen sich auf Produktionsbegrenzungen
- oder die jeweils schwächste letzte Firma stirbt.

Beides läuft u.a. auch auf Energieverringerung hinaus.

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